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camper66CMAS *

Entscheidungshilfe für Neuling - Olympus TG-6 oder Sony RX100 V ?

Geändert von camper66,

Hallo liebe Tauch- und Schnorchelgemeinde,

nachdem ich die letzten Monate hier nur als kräftig lesendes Mitglied unterwegs war möchte ich Euch um Rat fragen.

Ausgangssituation:

Ich habe im letzten Jahr das Tauchen für mich als neues Hobby entdeckt und meinen Tauchschein gemacht (im kalten Baggersee). Bisher habe ich ausschließlich beim Schnorcheln Fotos und kurze Videos mit einer "billigen" Actioncam gemacht. Über die Qualität brauchen wir dazu kein Wort verlieren. Nachdem diese seit kurzem den Dienst verweigert möchte ich mir neues Equipment anschaffen.

Nun hätte ich zwei Angebote vorliegen. Eine neue TG-6 für ca. 350 € oder eine gebrauchte RX100 V mit Zusatzakkus für 550€.

Grundsätzlich bin ich gerade auch über Wasser dabei mich mehr mit dem Thema Fotografie zu beschäftigen, um von den Automatikprogrammen wegzukommen, um ehrlich zu sein, stehe ich hier auch noch ziemlich am Anfang, aber der Wille und die Lust dazu, neues zu Lernen sind da.

Ich möchte mit der Kamera sowohl Fotos als auch Videos machen.

Als Gesamtbudget möchte ich im Augenblick nicht mehr als 800 Euro anlegen, wobei es hier auch noch einen kleinen Spielraum nach oben gibt. Ich möchte nicht zweimal und dadurch teurer kaufen.

Wo will ich hin:

Vorerst soll die neue Kamera nur beim Schnorcheln eingesetzt werden, bis ich mich beim Tauchen so wenig mit mir beschäftigen muss, dass die Natur keinen Schaden davon trägt, wenn ich die Kamera in Aktion habe, d.h. zunächst nur auf 0-4/5 m und auch ohne zusätzliches Licht. (Nächster Einsatz wäre Mitte April in Ägypten).

Sobald ich mich sicher genug fühle die Kamera mit in die Tiefe zu nehmen möchte ich Sie natürlich auch dort benutzen. Ich gehe davon aus, dass ich diesen Zustand noch im laufe des Jahres erreichen werde, da ich so ziemlich jede Woche im bzw. unter Wasser bin. Dann wird sicherlich auch zusätzliches Licht ein Thema für mich werden. Nach Möglichkeit möchte ich das ganze System trotzdem so kompakt wie möglcih halten.

Da es für mich keine "Wintertauchpause" gibt wird die Kamera nicht nur im Urlaub im warmen Salzwasser sondern auch in heimischen Gefilden im kalten Süsswasser zum Einsatz kommen.

Welche der beiden Kameras würdet Ihr an meiner Stelle nehmen, und welches Gehäuse sollte ich dann einsetzen, ohne das Budget zu sehr zu überreizen?

Ich freue mich auf Eure Ratschläge.

Entschuldigen möchte ich mich schon im Voraus, wenn ich nicht gleich auf eure Antworten reagiere, aber ich habe in der nächsten Woche nur einen sehr begrenzten Zugriff auf das Internet.

Vielen Dank.

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07.02.2020 07:38
Definitiv die RX100! ... die hat einerseits den erheblich grösseren Sensor, einen tollen Autofokus und lässt sich im Gegensatz zur Olympus komplett manuell bedienen. Gehäuse würde ich das Fantasea nehmen, das ist ordentlich verarbeitet und erlaubt den Zugriff auf alle (!) Funktionen.
07.02.2020 08:19Geändert von unterwasserkamera.at,
07.02.2020 08:21
Die Sony RX100 hat sicherlich mehr Möglichkeiten, die Olympus TG-6 ist aber definitiv die bessere Kamera wenn es um Point & Shoot geht. Beim Schnorcheln hat man meist nicht viel Zeit an der Kamera herumzustellen.

Die Olympus ist grundsätzlich auch wasserdicht und gestattet auch mal einen Fehler beim Einbau in das Gehäuse. Die Olympus TG hat einen ausgezeichneten Makro Modus und ich vermute Du wirst damit schneller zu guten Aufnahmen kommen.

Für die Sony RX100 spricht der umfangreichere Manual Modus
und das lichtstärkere Objektiv. Die Höhere Auflösung für Ausschnitte und große Ausdrucke. Sehr schöne Testberichte für Unterwasser Foto oder Video findest Du bei dem US Anbieter "Backscatter"
07.02.2020 08:30
Gerade da am Anfang erstmal ohne zusätzliches Licht gearbeitet werden soll würde ich auch zur RX100 tendieren. Und wenn man sich nicht mit manueller Belichtung beschäftigen möchte, hat die RX100 auch Auto-Modi.
07.02.2020 09:05
Hi Camper,

Wenn Du die Kamera auch über Wasser einsetzen willst, und UW dann später auch anspruchsvoller, dann die Sony. Hier der Link zum von Manfred zitierten Backscatter Review (da kannst Du auch Beispielbilder sehen was ein guter Fotograf aus einer TG herausholen kann):
https://www.backscatter.com/reviews/post/Backscatter-Best-Underwater-Compact-Cameras

LG, Wolfgang
07.02.2020 09:37
Point & Shoot geht mit der RX100 V mindestens genau so gut ... die Automatik arbeitet absolut zufrieden stellend und die Motivprogramme sind sogar deutlich besser als bei Olympus.
Lediglich bei Makro sehe ich Vorteile bei der TG6 ... das dürfte aber beim Schnorcheln und ohne Licht uninteressant sein.
07.02.2020 14:35
Hier noch ein weiterer netter Artikel zum Thema Kompaktkamera:

https://www.bluewaterphotostore.com/best-compact-underwater-cameras

Nur zum Schnorcheln und für Schnappschüsse über Wasser ist evtl. eine "TG" besser, weil Du da ausser der "nackten" Kamera nix mitnehmen musst. Wenn Du die Kamera UW auch beim Tauchen verwenden willst, endest Du unweigelich bei UW-Gehäuse, Blitz(en), Fokuslicht, Videolamp(en), Tray, Armen, Vorsatzlinsen etc., und schleppst bald einen Rucksack voll Ausrüstung mit in den Tauchurlaub. Das gilt für beide Kameras, wobei dann die "TG" das schwächste Glied in der Ausrüstungskette darstellt (kleiner Sensor und, noch wichtiger, keine Möglichkeit die Kamera manuell einzustellen).

LG, Wolfgang
AlpöhyFreestyle Vollhöhle 9Sterne Vereinsmeier DIR-MIR Platincard
07.02.2020 17:07Geändert von Alpöhy,
07.02.2020 17:41
Sehe es auch etwas differenzierter: wenn wenig Budget vorhanden ist, ist die TG5 oder TG5 mit dem Oly Gehäuse eine gute Alternative und zum Schnorcheln reicht es sogar ohne Gehäuse. Wenn man sein Zeugs nicht super penibel kontrollieren und pflegen will, sind die TG‘s mit Olygehäuse pefekt, da die Kamera nicht mitabsäuft, wenn das Gehäuse absäuft. Ok, man kann jetzt sagen, dass ist unwahrscheinlich: ich habe in der letzten 3 Wochen 2 Personen gesehen, denen genau das passiert ist. Das sind aber auch genau die zwei Personen gewesen, die ihre Oly immer auf dem Boden im Boot rumliegen liessen, die die Kam in der Sonne rumliegen liessen, die bei voller Fahrt im Boot das Gehäuse nochmal öffnen mussten um den Fog abzuwischen, weil kein Silicabeutel eingelegt und eben in der Sonne liegen lassen, die das Gehäuse beim Surface Stop auf dem sandigen Boden der Pauseninsel rumliegen liessen und sogar öffneten (siehe Fog...). Für genau die Leute ist die TG mit Gehäuse genau richtig, weil da würde die Sony nicht lange leben... Bevor jetzt jemand meint, Oly sei schlecht: die TG‘s mit Gehäuse sind hier in Raja Ampat momentan die meistverbreitesten Kameras und alle anderen scheinen keine Probleme zu haben. Sie gehen aber wahrscheinlich auch pfleglicher mit ihrem Equipment um.

Ich habe eine Sony RX100M2 mit Isotta gehäuse und ja die Sony ist eine Liga besser in der Bildqualität, aber die TG ist auch schon verdammt gut und der Supermacromodus ist Hammer! Da muss man bei der Sony nochmal schön Geld in die Hand nehmen für ein Macrowetlens, um das Gleiche rauszuholen.
Wenn man aber eh vorhat zu investieren, sprich Griffe, Arme, Blitz usw, dann würde ich die Sony empfehlen, denn dann kommts auf die paar Euro Preisunterschied bei der Kamera auch nicht mehr drauf an, weil dann gibt man sowieso eine Menge Geld aus und schleppt auch eine Menge Equipment mit in die Ferien. Soll aber einfach noch eine kleine Kamera im Koffer Platz finden, die schöne Bilder macht, ohne Lernkurve mit manueller Bedienung, dann ist die TG genau richtig.

Wir haben übrigens noch eine Nikon AW130 (neues Nachfolgemodell heisst W300) die ohne Zusatzgehäuse bis 30m geht und die hat jetzt schon insgesamt 10 Wochen Urlaub mit Schnorcheln und tauchen und 3 Jahre Einsatz im Regenwald auf dem Buckel und die läuft immer noch problemlos OHNE Gehäuse, aber wir behandeln sie auch artgerecht... Die Bildqualität kann im Allgemeinen zu 95% mit der TG mithalten, aber bei Macro hat die TG sowas von die Nase vorne. Die Nikon habe ich momentan unserem Tauchguide ausgeborgt und der hat jetzt schon 40 TG in kürzester Zeit damit gemacht. Die Kamera lief nie an und er hat schon ein paar schöne Schnappschüsse an Land gezogen.
07.02.2020 18:43
Das kann man so stehen lassen - was Ihr aber bisher nicht diskutiert habt, ist der Wunsch des TO, die Kamera auch an Land zu benutzen und (perspektivisch) vom Automatikmodus wegzukommen ... und da kommt die Olympus schlichtweg nicht an die RX100 V an (und immer daran danken: der TO interessiert sich für die RX100V und nicht eine der ersten Generationen, da ist allein der Hybrid AF den Mehrpreis wert).
AlpöhyFreestyle Vollhöhle 9Sterne Vereinsmeier DIR-MIR Platincard
08.02.2020 02:24Geändert von Alpöhy,
08.02.2020 03:04

Ja Mitleser, das habe ichauch mitgekriegt: nur wie will er die RX100 M5 ( die ja mit gebraucht mit 550€ noch teurer als die 2er Neu ist) inkl. schlauem Gehäuse mit seinem Budget von 800 Euronen finanzieren?

Für 800€ kriegt er aber schon ein Olympus Set inkl. Gehäuse plus Zusatzakku und das Geld reicht sogar noch knapp für eine Fokuslampe in der 1000Lumen Klasse. Zumindest bei den TG5 Sets die man hier in der Schweiz noch kriegt. Die TG6 Sets passen aber auch noch ins Budget, halt einfach ohne Fokuslampe, die aber zum Schnorcheln eh kein Thema ist. Wenn man aber kein 4k Video braucht, tut es auch die TG5.

Ich schrub ja auch, dass die Sony eine Liga höher sei, nur auf der Kostenseite ist sie es halt auch. Von einer Actioncam kommend ist aber in Sachen Fotoqualität eine TG schon ein gigantisches Upgrade. Und wir schrieben ja schon, dass in Sachen manueller Bedienung die Sony die Nase vorn hat.

Und wegen Autofokus: an Land mag der Unterschied des AF zwischen 2er und 5er Version gross sein. Unter Wasser, wenn Fokuslampe verwendet wird, ist die 2er immer noch eine Bank in Sachen Autofokus, zumindest für Foto, dito die Olympus. Zudem je länger man unter Wasser fotografiert und sich in die manuelle Bedidnung einfuchst, umso mehr benutzt man auch manueller Fokus, oder verwendet einen verschiebbaren Fokuspunkt. Zumindest bei Makrovorsatzlinsen arbeite ich mittlerweile nur noch mit manuellem Fokus und bin zufrieden.

Und wegen anspruchsvoller Fotografie über Wasser: Ich konnte mich mit der Sony über Wasser nie anfreunden. Ich habe keine Pranken, aber für mich ist Bedienung unbequem und die Tasten sind winzig. Die oben besagte Nikon ist aber auf Reisen immer für Schnappschüsse betriebsbereit in der Hosentasche, egal ob auf Boot mit Nasslandung oder bei strömendem Regen. Für die anspruchsvollen ÜW Bilder benutze ich eine gute Systemkamera mit Wechselobjektiven und einem guten Sucher.

So, nun hat der TO die Wahl. Ich denke er kann sich selbst ein Bild machen, was besser zu ihm passt. Mit beiden Systemen kann man glücklich werden. Kommt halt auf Anspruch und Budget an.

m-n-nCMAS** / Nitrox
08.02.2020 15:18
Grundsätzlich sind das beides gute Kameras - man sollte vorher nur wissen, wo man am Ende landen möchte sonst kauft man u. U. zweimal.

Die Olympus hat den Vorteil, dass sie auch ohne Gehäuse (begrenzt) wasserfest ist und quasi "ab Werk" eine sehr ordentliche Makrofunktion mitbringt.
Allerdings kommt man auch sehr schnell an ihre Grenzen sobald die Ansprüche steigen oder man anfängt, sich für manuelle Einstellungen zu interessieren.

Bei der Sony hat man von Anfang an die Wahl zwischen zwei wirklich gut funktionieren Automatikmodi und diversen Motivprogrammen ... reicht das irgendwann nicht mehr, lässt sie sich komplett manuell bedienen. Mit dem deutlich größeren Sensor, einem schnelleren Prozessor und dem besseren Autofokussystem ist sie der TG6 in den meisten Disziplinen weit überlegen ... Leider spielt diese Kamera aber auch preislich in einer anderen Liga, so dass es mit den 800 € tatsächlich nicht funktionieren würde.

Daher solltest Du versuchen noch etwas draufzulegen, denn auch ich würde ich zur RX100 V raten - auch in Anbetracht der Nutzung an Land bist Du hier besser beraten: die Sony bietet den besseren Bildstabilisator (optisch + elektronisch), hat einen stärkeren internen Blitz und verfügt über einen Sucher (!). Zu den 550 für die Kamera kämen dann nochmal 422 für ein (neues) Fantasea Gehäuse. Günstiger wäre theoretisch ein Seafrogs Gehäuse für 185 € (und das würde sogar ins Budget passen) - allerdings tust Du Dir damit nicht wirklich einen Gefallen: erstens kannst Du das hintere Drehrad der Kamera nicht bedienen und bist auf irgendwelche Kompromisse angewiesen, und zweitens ist der Einbau etwas fummelig und ich hatte beim testen mehrfach das Problem, dass das obere Drehrad nicht ordentlich mitgenommen wurde. Dafür ist das Seafrogs ist für die RX100 l bis V ausgelegt - bietet darum aber auch relativ viel Totraum (unnötiger Auftrieb, größere Neigung zur Kondensbildung / Beschlagen) und das durchscheinende Gehäusematerial im Frontbereich ist m. E. auch nicht die allerbeste Wahl.

@Alpöhy: auch unter Wasser ist der Unterschied zwischen dem Kontrast AF der Mark II und dem Hybrid AF (Phasendetektion + Kontrast) der Mark V deutlich zu merken ... und vor allem: der AF der V-er funktioniert auch bei kritischen Bedingungen. Ich nutze die RX100 V im Nauticam (allerdings bevorzugt für Video) und bin noch nie auf die Idee gekommen, manuell zu fokussieren. Die RX100 V ist die erste Kamera, mit der ich es geschafft habe, einen Sternenhimmel im Automatikmodus "aus der Hand" zu fotografieren.
Aber auch die manuelle Bedienung ist (mit ein bisschen guten Willen) relativ schnell zu begreifen und die Tasten der RX100 nicht nicht kleiner als die der TG6. Und was Deine Bedenken der "Nasslandung" angeht, sehe ich das erheblich entspannter: ich tauche seit über 15 Jahren, war auf diversen Booten, Safaris, Expeditionen und an Stränden - immer mit einem Camcorder oder einer (nicht wasserfesten) Kamera - ich hatte weder irgendwelche Stürze, noch jemals einen Wassereinbruch. Die größere Robustheit der TG Serie ist sicher ein Vorteil, aber unter dem Strich nichts weiter als ein "nice to have" - denn wenn ich dafür aber auf bestimmte Funktionen oder (theoretisch) erzielbare Qualitätsvorteile verzichten muss, ist das die erste Funktion die ich abwählen würde.

@camper66: wenn Du bei Facebook bist, dann schau mal hier rein: heute morgen gab es in der Gruppe für die RX100 unter Wasser einen sehr sehenswerten Filmbeitrag von Alfred Schaschl ... da kannst Du mal sehen, was mit einer RX100 V im Fantasea Gehäuse, einer Makrolinse und etwas Licht möglich ist.
09.02.2020 09:12
Was wäre den das perfekte Gehäuse für die Sony VA und welcher Vorsatz für Weitwinkel?
AlpöhyFreestyle Vollhöhle 9Sterne Vereinsmeier DIR-MIR Platincard
09.02.2020 11:13Geändert von Alpöhy,
09.02.2020 11:18
@m-n-m: ich stimme dir eigentlich ganzheitlich zu. Und mag auch sein, dass ich die 5er mal vergleichen müsste in sachen AF. Dass sie einen Sucher hat wusste ich nicht. Das ist schon mal ein Riesenunterschied zur 2er Version. An Land fotografieren ohne Sucher macht nämlich keinen Spass😉

Und wegen kleinen Knöpfen: ja, natürlich hat die TG auch kleine Knöpfe, aber erstens liegt MIR die TG oder die Nikon AW130 besser in der Hand, bei der Sony, kriege ich fast Krampf und ich benutze die TG/Nikon wie gesagt als Schnappschusskamera. Für alles andere kommt dann eine grosse Kamera zum Einsatz. Klar, wenn nur Budget für eine Kamera vorhanden ist, wäre die Sony der optimale Kompromiss, aber ich könnte mich nicht damit anfreunden. Zudem habe ich mit der grossen Kamera ja nochmal einen grösseren Sensor.

Nochmal wegen AF: ich schrieb ja, die 2er ist eine Bank in Sachen Foto mit Fokuslampe. Bei Video bin ich sicher, da hat sich extrem viel getan beim CAF bei der Evolution zum 5er Modell (abgesehen davon ja auch bei der Bildqualität, Stichwort 4K, Codec usw). Bezüglich manuellem Fokus: mit einer starken Makrolinse habe ich trotz guter Fokuslampe viel weniger Ausschuss, wenn ich manuell fokusiere mit eingeschaltetem Fokuspeaking. Stichwort 5mm Seepferdchen in der Fächerkoralle...

Und wegen absaufen: Mir ist auch noch nie was abgesoffen (Knock on wood), aber ich behandle das Zeugs auch pfleglich. Meine Beispiele oben waren ja auch „Extrembeispiele“, aber nichtsdestotrotz gibt es solche Leute und für die ist die doppelte Sicherheit wohl angebracht...😉

Ansonste schrub ich ja sinngemäss: TG für Leute die nicht zu viel mitschleppen wollen und unkompliziert schöne Bilder knipsen möchten und die Sony für Leute die mehr wollen und langfristig ausbauen möchten.
m-n-nCMAS** / Nitrox
09.02.2020 15:53
@RK: das "perfekte" Gehäuse ist wahrscheinlich Ansichtssache ... für mich war es das Nauticam - tolle Verarbeitung, super handlich, gute Ergonomie.

Ein guter Kompromiss zwischen Preis und Qualität wäre aktuell sicher das Fantasea.
Demnächst soll es ein WeeFine Gehäuse für die RX100 geben, das werde ich mir definitiv mal ansehen.
Ich habe bereits das Smart Housing und Lampen von WeeFine und bin von Funktion, Verarbeitung und Zuverlässigkeit sehr angetan.

@Alpöhy: schau Dir mal die RX100 V (VA) an, Du wirst überrascht sein was sich da zu den früheren Modellen getan hat ... und: für mich ist sie auch eine ideale "Schnappschusskamera", habe mir gerade die Mark VII zusätzlich gekauft und war damit gerade 14 Tage auf Curacao roll
Ronnie325691AOWD + Nitrox
10.02.2020 15:34Geändert von Ronnie325691,
10.02.2020 15:44
@ Unterwasserkamera.at: Wow shocked2, einfach mal nur thumbup
AlpöhyFreestyle Vollhöhle 9Sterne Vereinsmeier DIR-MIR Platincard
10.02.2020 15:38
@mnm: Die 5er könnte mich ev. reizen für Unterwasser. Als Schnappschusskamera nur, wenn das Gehäuse etwas grösser designt wurde. Und dann wäre dann noch dieser Anspruch: „Die oben besagte Nikon ist aber auf Reisen immer für Schnappschüsse betriebsbereit in der Hosentasche, egal ob auf Boot mit Nasslandung oder bei strömendem Regen.“
Also, lose in der Hosentasche, ohne Hülle oder so, auch im Urwald beim durch den Sumpf waten. Das würde ich der Sony nicht antun wollen, ohne schönes, rotes, aus dem vollen gefrästen Isotta Mäntelchen😉 Nur so grosse Beintaschen haben meine Hosen nicht, zudem würden sie ganz schön einseitig runterhängen😉
prost
Muca76Padi OWD + Nitrox
10.02.2020 16:07
Mega Video, darf man mal fragen was alles zu dem Setup gehörte?!
m-n-nCMAS** / Nitrox
10.02.2020 19:04Geändert von m-n-n,
11.02.2020 17:12
@Muca: RX100 V im Fantasea Gehäuse, WeeFine Solar Flare 5000 Lights, Makrovorsätze von Inon und Aquako

@All: zieht Euch das Video mal mit Kopfhörern rein und achtet auf die Soundeffekte - das ist ganz großes Kino.
10.02.2020 21:17
Mit dem Modus kann ich leben, freut mich solche Leute wie den Alfred Schaschl im Team zu haben ! Soweit ich weiß hat er nun aber auch die VA im Einsatz
11.02.2020 08:01
Weißt du zufällig auch, wie stark (oder welche genau) die Makrovorsätze waren?
11.02.2020 13:01

Als Macher des Kurzfilms „Once upon a time…“ möchte ich mich hier auch einmal quasi als Premiere im tauchernet zu Wort melden und sagen, dass es mich mit Stolz erfüllt, dass mein Video auch hier im Forum als Präferenzvideo für die RX100 V herangezogen wird.

Meiner Meinung nach wird einfach schon viel zu viel über alles möglich technische und theoretische Krims Krams diskutiert (zerredet) und das Wesentliche, nämlich das künstlerische Endergebnis selbst, sei es ein Foto oder auch eine Videosequenz, bildet gar nicht mehr die Basis für gut geführte Diskussionen. Wo bleiben da die kompetenten Diskussionen/Beiträge und Anfragen über Kreativität in der Bildgestaltung oder Ausleuchtung, Perspektiven, Nachbearbeitungen im visuellen und akustischen Bereich, wo man wirklich was lernen und sich auch verbessern kann? Ich versuche in meinen Arbeiten genau diese Aspekte in den Vordergrund zu stellen, was natürlich nicht bedeutet, dass ich die Grundeinstellungen meiner Kamera nicht im Kopf habe und diese im Anlassfall (meistens halt😉) auch abrufen kann. Aber – als Fotograf/Filmer liegt es ja in meiner Selbstverantwortung mich diesbezüglich fortzu- und auch immer wieder weiterzubilden und mir nicht sämtliche Parameter auf Plattformen präsentieren zu lassen.

Was das Setup betrifft, verlass ich mich auf die Profis in der Branche. Ich habe in den letzten Jahren mehrere Shops kennengelernt, bin aber bei unterwasserkamera.at gelandet, da Manfred auch bei Kleinigkeiten kompetent/behilflich ist und nicht nur dann, wenn es sich um den Verkauf eines € 5.000 Setups handelt. Er ist vielleicht nicht der Mann der vielen und warmen Worte, aber er ist behilflich (auch bei Individualwünschen), weiß wovon er redet und das ist für mich als Hobbyfilmer in der Branche das Wesentlichste was zählt. Darüber hinaus bedient er sich nicht nur der Referenzen von div. Profifotografen sondern unterstützt auch unbekannte Amateure - wie mich zum Beispiel… und nein, ich bin nicht veranlasst diese Worte schreiben zu müssen, sie kommen aus Überzeugung!!!

Ich habe auch m-n-n in den letzten Jahren über den Actioncup kennen lernen dürfen. Ich schätze auch ihn für sein Wissen und sein Engagement, die Schönheiten unserer Unterwasserwelt einem breiten Publikum zu präsentieren und uns UW-Filmern eine perfekte Plattform in Form eines Wettbewerbs zu bieten, sehr.

Ich wünsche mir, dass dieser Beitrag nicht zu einem unnotwendigen Kräftemessen herangezogen wird, wir alle gemeinsam versuchen, film- und fototechnisch mit der richtigen Ausrüstung besser zu werden und uns als gemeinsame Botschafter unseres blauen Planeten sehen. Wenn das so ist, haben sich die letzten 15 Minuten, welche ich für diesen Beitrag gebraucht habe, auch ausgezahlt und ich hoffe, es war nicht mein erster aber auch letzter Beitrag in diesem Forum.

@Hypilein: Aquako Super Macro Lens II (+8)

Inon UCL-90 (+11)

Liebe Grüße aus Kärnten!

11.02.2020 18:14
@Fredi&Miri,

erst einmal auch von mir Glückwunsch zu diesem tollen Video. Da kann ich so einiges zu Perspektiven, Auschnittwahl und zum gelungenen Aufbau einer Story mitnehmen und versuchen, es beim nächsten Urlaub umzusetzen. Deinen Beitrag sehe ich überhaupt nicht als Ansatz für ein Kräftemessen, sondern als berechtigte Aufforderung, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.

Da ich mit einem ähnlichen Setup unterwegs bin (Sony RX100 IV im Isotta mit AQUAKO Super Macro Lens III; ein upgrade auf eine RX100 V / VA etc. ist da ja nicht mehr möglich mit dem Gehäuse), interssiert es mich natürlich auch, welche Basiseinstellungen du bei Video verwendest - ich möchte ja gerne lernen. Dabei von mir auch eine Anmerkung/Frage zum Licht: Die Qualität im Video ist ja nur machbar, wenn genügend Tiefenschärfe, geringe ISO und eine nicht zu kurze Belichtungszeit eingestellt ist- also braucht es genügend Power beim Licht - was hast du da im Einsatz? Ich denke über eine "Aufrüstung" nach - bei den Preisen, die da z.B. für eine (also eher zwei) Keldan aufgrufen werden, momme ich aber ins Grübeln.

Ich freue mich schon, weitere Videos von dir/ecuh in Zukunft sehen zu können und weitere Anregungen zu erhalten.

@unterwasserkamera.at

Hast du da aktuelle Empfehlungen in Kombi mit RX100 IV?

@camper66

Spätestens wenn du auch beim Tauchen die Kamera mitnehmen willst, wird das Thema Licht zu einem zentralen Thema werden. Sowohl was Blitz als auch Videolicht anbelangt.

11.02.2020 20:32
Am besten Du schreibt mir über den Shop, wir finden sicher das passende Setup. Mit der richtigen Tarierung, damit das Unterwasser Handling auch Spass macht. Bei der RX100 VA bin ich gerade dran, dass wir nur den Deckel bei Isotta bekommen. Genaues weiß ich aber noch nicht. Kameratechnisch sollte es klappen.
12.02.2020 09:58
Ich habe für den Makrobereich bei meiner RX alle Einstellungen vorprogrammiert und kann so UW schnell und unkompliziert zw. verschiedene Modi hin und her wechseln. Grundsätzlich hab ich mir mein Setup so gestaltet, dass dieses schnell einsatzbereit ist, denn was nützt mir das beste und teuerste System, wenn es im entscheidenden Moment erst "hochfährt". Deshalb schalte ich bereits vorausschauend beim Anschwimmen zum Motiv mein System (über einen Pistolengriff - rechte Hand) und mein Licht über einen Remote (linke Hand) ein (dazu brauch ich nur einen Zeigefinger und einen Daumen bewegen). Wenn ich dann das Motiv auschecke, konzentriere ich mich lediglich nur mehr auf die Gestaltung (außer ich ändere andere Einstellungen wie zB Blende) und film los ( jetzt bewege ich meinen Daumen zum 2. Mal

2 x Weefine Solar 5000 über Remote (gegebenenfalls mit Volllast damit die Verschlusszeit möglichst kurz ist. Achtung aber bei weißem Sand oder weißen Motiven => führt schnell zu Überbelichtung. ISO hab ich mit Min. und Max. festgelegt, aber nicht über ISO 400. Blende 8/11 (Tiefenschärfe) mit maximalen Zoom bei Verwendung der Vorsatzlinsen. Fokus hab ich auf Spot - fixiere zB das Auge - halte es scharf - und gestalte erst dann den Bildausschnitt - so ist (meist) der wesentliche Bildausschnitt scharf. Ich verwende kein Stativ.

Das beschriebene Handling ist lediglich die von mir praktizierte Vorgehensweise, vl. gibt es bessere Möglichkeiten, aber ich fahr eigentlich recht gut damit.
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