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DJI Osmo Action 6 Unterwasser

Geändert von botta,

Hallo zusammen,

ich habe mir fürs Schnorcheln die Action 6 zugelegt. dDa ich nicht tiefer "tauche" als 5-6 m, benötige ich somit kein Gehäuse.
Als Stick hätte ich eigentlich gerne einen mit Fernbedienung gehabt, um die Kamera mit einer Hand bedienen/auslösen zu können.

Wenn ich das richtig gelesen habe, funktioniert die Bluetoothverbindung aber nur, wenn man ein Gehäuse benutzt, da die Verindung im Wasser sonst nicht funktioniert. Ist dem so, d.h. Stick mit Auslöser nur, wenn ich zusätzlich ein Gehäuse kaufe?

Wenn ja, hat jemand Erfahrungen mit einem "floating selfie stick", z.B. von Telesin?
Und beim Gehäuse: Besser Original oder sind Drittanbieter auch ok?

Vielen Dank für euer Feedback!
Annette🤿🤿🤿

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CiccioneAdvanced Technical Mermaid
20.07.2026 11:31
Ich schätze, die Physik macht dem Ganzen eine Strich durch die Rechnung: Wasser hat eine wesentlich höhere Dielektrizität als Luft. Das heißt, elektromagnetische Wellen werden erheblich stärker gedämpft. Der Umfang der Dämpfung hängt von der Frequenz/Wellenlänge ab. Je höher die Frequenz desto höher die Dämpfung und geringer die Reichweite.
Deshalb verwenden die Transmitter für den Flaschendruck sehr niedrigen Frequenzen (soweit ich weiß irgendwas um die 37-38KHz) um damit auf etwa ein Meter Reichweite zu kommen.
Bluetoothhatel irgendwas um die 2,5GHz, also rund 5 Zehnerpotenzen mehr, da iat dieReichweite UW praktisch Null. Aus dem gleichen Grund funktioniert Mobilfunk UW, GPS etc auch nicht UW
wettrafficAOWD, Self-Reliant Diver, Nitrox, Deep Diver
21.07.2026 21:02

"Der Umfang der Dämpfung hängt von der Frequenz/Wellenlänge ab. Je höher die Frequenz desto höher die Dämpfung und geringer die Reichweite."

Wenn es so einfach wäre, wäre Wasser komplett undurchsichtig. Ist hier ein Physiker unterwegs, der das laienverständlich erklären kann?

CiccioneAdvanced Technical Mermaid
21.07.2026 21:20
Bin Chemiker mit Fokus Physikalische Chemie

Dilektrizität Wasser: ca 80, Luft ca 1.

Dazu kommt noch ein hohes Dipol-Moment
22.07.2026 11:40
Ich bin Biologe und vermute mal, dass das opto-neuronale System der Augen wesentlich sensitiver für das optische Spektrum ist, als ein Empfändger für Funkwellen.
CiccioneAdvanced Technical Mermaid
22.07.2026 12:18
Generell: Dielektrizität ist keine Konstante sondern immer von der Wellenlänge abhängig Auch optische Phänomene sind von der Wellenlänge abhängig - man denke an ein Prisma, das weißes Licht in die Spektralfatben zerlegt. Dies ist möglich, weil die Lichtgeschwindigkeit ebenfalls abhängig von der Wellenlänge ist welche im optisch dichten Medien (Glas) unterschiedlich stark abgebremst wird und damit unterschiedlich in der Richtung abgelenkt wird.

Wasser hat wie gesagt eine hohe Dielektrizität und zusätzlich das starke Dipolmoment, das mit elektromagnetischeb Wellen interagiert. Dies anscheinend besonders bei Frequenzen die im Wellenlängenbereich von Funkwellen/Bluetooth/Mobilfunk liegen. Deshalb verwendete das Militär für die Kommunikation mit U-Booten auch besonders niederfrequente Signale, um diese überhaupt erreichen zu können.

Die Dielektrizität wirkt sich in zweierlei Hinsicht aus: Brechung und Dämpfung (real bzw. komplexer Teil der Dielektrizität)

Ich schätze (bitte nachprüfen, meine Uni-Zeit ist schon eine Weile her), dass bei Wasser die Dielektrizität im Bereich vin Funkwellen (Gigahertz-Bereich) besonders hoch ist. Bei Frequenzen darüber und darüber offenbar weniger. Ansonsten würden weder Transmitter funktionieren (37 oder 38 KHz, dass ist für Elektroniker fast schon Gleichspannung) noch das Licht durchkommen (hier reden wir von deutlich höheren Frequenzen (so hoch, dass wir diese typischerweise in Wellenlängen angeben). Die Dielektrizität macht sich hier dann aber durch die Lichtbrechung bemerkbar


Sascha314SSI MD, Nitrox, Deep
22.07.2026 12:20
Das schon was länger her bei mir, aber die Dielektrizität ist grob gesagt Frequenzabhängig, keine Konstante.

Das ist eine Wechselwirkung mit den Wellen, die die Ionen ausrichtet, was bei hohen Frequenzen keine Rolle mehr spielt "zu langsam". Bei Licht reden wir von knapp 1 Peta Hz, also so hundert(e) Terra Hz.
Es ist aber noch zu "schwach" für Quantenmechanische Anregung.



Sehr grob vereinfacht... aber erklärbar.
CiccioneAdvanced Technical Mermaid
22.07.2026 12:40
Und da soll einer sagen, man kann hier nichts lernen. Bei Sascha scheint die Uni-Zeit noch nicht ganz so lang zurückzuliegen wie bei mir - Du Jungspund!

Ich hatte meine alten Vorlesungsskripten (PC = Physikalische Chemie oder auch "psychatrische" Chemie) letztens beim Kelleraufräumen gefunden und entsorgt. Ein paar Bücher hätt ich noch da - brachte es bisher nicht über's Herz sie wegzuschmeißen.
Sascha314SSI MD, Nitrox, Deep
22.07.2026 13:46
Naja ist schon ein paar Jährchen her, aber ich hab ja noch einige Zeit nach der Promotion in der Wissenschaft gearbeitet. Zudem war es näher an meinem Fachgebiet.

Zuugegeben: Leider bekomme ich Herleitung und Details ohne Literatur nicht mehr hin, und mit ... ka wenn dann dauert es.
22.07.2026 13:56
Ich feier euch ja wirklich für eure naturwissenschaftlichen Ausführungen....😇

Aber kann auch jemand was zu meiner Frage bzgl. "Erfahrung Telesin" bzw. "Hersteller Gehäuse" sagen?🤣🙄
CiccioneAdvanced Technical Mermaid
22.07.2026 14:08
Wie gesagt, wenn der Auslöser über Bluetooth funktioniert kannst du das UW vergessen. Bluetooth arbeitet mit ca 2,5GHz, da liegt die Reichweit im Millimeter-Bereich
ZyanCarlosOWD, AOWD, RD
27.07.2026 18:28
Ich würde unbedingt zu einem Gehäuse raten. Selbst wenn nur der Schnorcheleinsatz geplant ist.
Warum? Nun, die Dichtungen der Kamera funtionieren grundsätzlich - aber ein Sand- oder Salzkörnchen das man übersieht, und schon ist das Malheur passiert.
Im Tauchurlaub sehr frustrierend - da spreche ich aus eigener Erfahrung
Im Gehäuse passiert, selbst wenn dieses undicht werden sollte, nichts viel Böses.
Bezüglich "billiger" China-Gehäuse habe ich mein Lehrgeld entrichtet - daher tendiere ich zum original-Gehäuse des Herstellers (kommt auch aus China, aber mit Qualitätsanforderungen des Herstellers) oder ein Alugehäuse wenn's tiefer als 40m gehen soll.

Mit Tauchgruss
CiccioneAdvanced Technical Mermaid
27.07.2026 18:38
Noch einen kleinen Tipp dazu: ich hab bei meinem Gehäuse mal ein winziges Häärchen auf der Dichtung übersehen und dann war das Gehäuse nach einem 45m TG bereits bedenklich geflutet. Die Kamera hat's glücklicherweise überlebt. Seit dem kontrolliere ich die Dichtung immer peinlich genau in gutem Licht bevor ich das Gehäuse schließe
28.07.2026 15:00
Ich würde die Kamera nicht ohne Gehäuse länger als 10 Minuten in`s Wasser nehmen. Nix Physik, Praxis. Keine O-Ringe und Dichtungen die das langfristig aushalten
AlpöhyHat ein Herz für Baggersee-fraktionisten.
28.07.2026 15:34

Sehe ich auch so. Einmal schnorcheln ok, aber bei täglich schorcheln ziehen die Actioncameras und Outddorcameras mit der Zeit Kondenswasser.

Alle, egal welche Marke.

ScubastarterRD, Deep, Nitrox
30.07.2026 07:38
Moin Moin, nach gut 70 Tauchgängen bin ich nun bereit, ein paar Unterwasseraufnahmen festzuhalten und habe mir eine Osmo Action 6 gekauft. Diese ist auf einem kleinen Tray im Plastikgehäuse mit Lampe montiert. Nun zu meiner Frage. Welches Setup benötige ich, um eine Macrolinse zu montieren? Alternativ habe ich noch ein Sealife Sport Diver Ultra (IPhone 11) mit der Sealife Lampe. Das ist mir auf Reisen in Südostasien allerdings zu groß. Inklusive Ladeadapter, Akkus, Vakuum Pumpe, u.s.w.. Das DJI Setup ist wesentlich kleiner. Ich finde im Netz nur leider nichts, wie ich auf einem Unterwassergehäuse für die Action 6 eine Macro Linse montiert bekomme. Ohne Unterwassergehäuse ist es ja augenscheinlich kein Problem, aber mit Gehäuse? Und weitere Ausgaben, jenseits der 300 Euro wollte ich nach Möglichkeit vermeiden. Hat da jemand eine Idee, oder ein Ratschlag? Vielen Dank schonmal und freundliche Grüße ,André .
CiccioneAdvanced Technical Mermaid
30.07.2026 11:04Geändert von Ciccione,
30.07.2026 11:07
Bei den Actionpro-Gehäusen geht das. Hast du dir die mal angeschaut?

Hier der Link zum Gehäuse, die Makrolinsen gibt's als Zubehör:
Hier geht's lang...
m-n-nCMAS** / Nitrox
30.07.2026 14:21Geändert von m-n-n,
30.07.2026 14:25
Makroaufnahmen zählen jetzt nicht unbedingt zu den Stärken einer Actioncam ... aber die günstigste Möglichkeit ist wahrscheinlich ein Adapter für's Gehäuse, hier z. B. einer von WeeFine - alternativ gibt's auch ein Seafrogs Gehäuse von Aliexpress - da kannst Du dann ein Makroobjektiv direkt draufschrauben.
ScubastarterRD, Deep, Nitrox
30.07.2026 16:20
Moin, vielen Dank euch beiden für die Hinweise. Ich werde mir das mal anschauen und mich damit auseinandersetzen. Die Osmo Action 6 kann ich leider erst Ende September auf Sri Lanka ausprobieren. Vielleicht bleibe ich auch beim Sealife Sport Diver. Da meine Frau jetzt auch ihren OWD macht, gibt es bestimmt Verwendung für die Dji.
Dankeschön und Grüße, André.
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