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dglauserRD, TDI Nitrox

D12: Faber oder ECS

Weiss hier jemand, was der Unterschied zwischen Faber und ECS für eine D12 (normal, nicht konkav) ist? Welche würde ihr bevorzugen?

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BastoxCMAS *
21.09.2016 21:35

Unterschiede kenne ich keine, aber was spricht gegen ein Polaris-Gerät?

Materialien und Normen sind gleich.

Nur der Preis ist unterschiedlich ;)

dglauserRD, TDI Nitrox
21.09.2016 22:12

Polaris sind ECS.

21.09.2016 22:35
ohne einen universitätsabschuss in metallurgie zu haben würde ich mal sagen, der verwendete stahl bzw das unterschiedliche gewicht. faber ist ja bekannt für seine leichtstahlflaschen, was ich bei einer d12 aufgrund des geringen negativen auftriebs vermeiden würde. schwere tauch ich lieber.....
22.09.2016 00:17

ECS in DE: Durchmesser: 171mm, Länge ca. 690mm, Gewicht ca. 14-14,5 kg

FABER in DE: Durchmesser: 171mm, Länge ca. 690mm, Gewicht ca. 12,5-13 kg

 

Alles bezogen auf die "langen" 12l Flaschen.

Der Unterschied: Die Faber sind leichter. Willst Du das D12 im Kaltwasser tauchen (als Rückengerät) würde ich zu den ECS Zylindern raten, da sie eben etwas schwerer sind und somit Blei sparen. Was das jetzt mit "Polaris" zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel. 

22.09.2016 06:55

Es gibt nichts Besseres als Faber. Die verwenden seit Jahrzehnten einen qualitativ sehr hochwertigen Stahl, dadurch benötigen sie geringere Wandstärken (weniger Gewicht) und sind viel weniger rostanfällig.

Früher verwendeten alle Hersteller guten Stahl, heute nach dem Preiszerfall nur noch Faber. Alle anderen nehmen billigeren Stahl, dafür mehr davon.

Bei leichten Flaschen kannst du V- und P-weight so positionieren, wie du es haben willst (hoch, tief, mehr, weniger) zudem kommt der Schwerpunkt näher an den Körper.

Ich tauche 35 jährige Faber, die sind innen wie neu. Ich habe jüngere Flaschen bereits weg geworfen, weil rostig.

ramklovApnoeTL, TL**
22.09.2016 09:38Geändert von ramklov,
22.09.2016 09:40

Leichte Flaschen lassen sich leichter zum Füllen schleppen als schwere Flaschen Also suche ich mir bei Stahlflaschen möglichst leichte aus.

Im Sommerunterzieher oder im Nassanzug brauche ich überhaupt kein Blei für meine D12 Backblech ist schwer genug. Also suche ich mir bei Stahlflaschen möglichst leichte aus.

gruß ramklov

22.09.2016 15:13

Das mit den unterschiedlichen Stahlsorten, Dichten und Wandstärken stimmt so nicht.

Die Wandungsstärke ist bei den Faber 3,8 mm, bei den anderen Flaschen 4,0 mm. Diese 0,2 mm Wandungsunterschied ergeben multipliziert mit der Oberfläche etwa 42 cm3 mehr an Flaschenmaterialvolumen, was multipliziert mit der Dichte des Stahls einen Gewichtsunterschied von maximal 300 g ergibt!

Weitaus mehr zu Buche schlägt das Herstellungsverfahren. Heut macht man die Flaschenaus Ronden (Blechscheiben) oder Rohren, die dann oben oder oben und unten umgeformt werden. Da bekommt man unterschiedliche Massen an den Rundungen, was bei fast identischer Materialdichte dann die unterschiedliche Masse ausmacht!

 

dglauserRD, TDI Nitrox
23.09.2016 20:01

Scheinbar einfach persönliche Präferenz

23.09.2016 21:17Geändert von Hammerhai 07,
23.09.2016 21:17

Moin dglauser,

ich würde die Farber nehmen wenn ich die wahl hätte. Nur Positive erfahrung damit gemacht.

VG

24.09.2016 14:34

Postmaster, das stimmt nur teilweise. Der Dickenunterschied von 0.2mm an der Wandung macht in der Tat nicht den Gewichtsunterschied, die Differenz entsteht oben und unten. Und genau hier schlägt die Stunde des qualitativ höheren Stahles. Die Herstellungstoleranzen am Boden und an der Schulter sind recht gross. Wenn ich nun einen billigen Stahl nehme und auch noch die Herstellungstoleranzen mit einberechne, so muss ich gezwungenermassen eine grosse Wandstärke wählen. Bei hochwertigem Stahl kann ich dünner fahren, da die Stabilität auch noch bei einer Wandstärke am unteren Ende der Toleranz ausreichend ist.

24.09.2016 16:11

@dglauser:

 

Die "Stahldiskussion" juckt nicht die Bohne. ECS können rosten, Faber können rosten (jeweils innen). Hängt mal  in erster Linie davon ab, wie schlampig jemand damit umgeht oder ob man sich entscheidet seine Flaschen tüven zu lassen (und der TÜV einem die Flaschen versaut).

 

Ich würde es davon abhängig machen, ob und wieviel Blei du brauchst. Ich tauche in DE zB das ganze Jahr im 450er Unterzieher und habe nur für Warmwasser (zb Florida) einen 190er Unterzieher. Und so brauche ich persönlich Sommer wie Winter 3 kg im Süßwasser, 5,5 kg im Salzwasser (Mit ECS Flaschen). Wenn für dich jedes Kilo an Land wichtig ist (wenn Du deine Flaschen zum füllen trägst) oder du ein kleines fettloses Zwergenmännchen bist, das mit Trocki und dickem Unterzieher nur schon mit leerer D12 überbleit bist (ja, auch sowas gibt es im TNet), dann nimm halt Faber.

 

Kommt eben darauf an. Meiden würde ich lediglich Tipps im TNet, wie zB:" Ich tauche xy und das ist supi" oder "Ich tauche xy, weil die aus recyceltem Stahl eines Atom Uboots sind".

 

24.09.2016 21:39

Lt. Faber Homepage sehe ich die 12 l Pullen mit 200 bar bei 12 kg, die 232 bar sind mit 14 Komma und, deklasriert.

Ob das nun von Bedeutung ist??? 

Da du bestimmt Nitrox in die Kannen füllen möchtest, kann natürlich sein, du willst evtl. im Grammbereich Gewicht sparen, kann natürlich sein.

Gab mal jemand, der sprach von 100g pro Flasche über die Make oder Break Philosophie....m.E. ab da totaler Blödsinn.

Kauf ECS und spare Nerven bei der Suche nach dem Nutellarezept von Faberwink

25.09.2016 08:12

Das geringere Gewicht der Faber ist ein Nebenprodukt der viel besseren Stahlqualität. Der entscheidende Vorteil ist die viel kleinere Rostanfälligkeit. Klar, wenn du Wasser drin stehen hast, rosten alle, die ECS sehr schnell, die Faber viel langsamer, am Ende wirfst du beide fort.

Wenn du die Flaschen sorgsam behandeltst, auf gute Filterwarung achtest usw., können Flaschen trotzdem rosten. Schnelles Entleeren der Flasche führt zu Kondensatbildung im Innern. Selbst wenn du die Ventile immer kräftig ausbläst, können Reste von Wasser rein gepumpt werden. Usw. Hier macht dann der Stahl den Unterschied.

Ein Mitarbeiter "meines" Gaswerkes hat mal routinemässig diverse Flaschentypen bewusst gesprengt: Wasser rein gefüllt und abgedrückt, bei 600-800 bar knallten die 200/230 Bar Flaschen. Er hat die geborstenen Flaschen unter der Laderampe auf einer Palette gelagert, bereit zum Entsorgen. Die Flaschen waren also ungeschützt der Witterung ausgesetzt, bekamen aber keinen Regen ab. Sie warem am Morgen oft mit Tau beschlagen, tagsüber schien die Sonne drauf, mal drückte Nebel rein usw. Ich habe die Flaschen nach 2 Wochen angeschaut, es war verblüffend: alle Faber waren an der Innenwand komplett rostfrei, lediglich die Bruchstellen waren rostig. Alle Nicht-Faber waren grossflächig von Rost befallen. Am schlimmsten waren die 4 lt Feuerwehrflaschen von Dräger, leider weiss ich den Hersteller nicht mehr.

Seither kaufe ich nur noch Faber, habe aber noch andere alte Fabrikate im Gebrauch. Ich gebe keine Flasche zum TÜV, inspiziere die Flaschen alle 3 Jahre von Auge selber. Fazit: null Rost in den Faber, egal ob jung oder alt. In anderen Fabrikaten ist oft schon leichter Rostbefall nach 3 Jahren. Alle werden ausschliesslich an meinem Komprossor mit doppeltem Filtersystem befüllt.

25.09.2016 14:52
O.K. Nur meine Gedanken dazu:Also scheint die Stahlqualität bei 232 bar Flaschen die selbige zu sein,wie bei ECS? Weil da das Gewicht nahezu identisch ist.Da kein Vorteil... Der Flaschenknall, dachte Stahl würde unter dieser Methode reißen... nicht knallen. Ungeschützt der Witterung, bekam aber kein Regen ab...mmhhh, also doch geschützt, vor Regen zumindest, oder es hat zwei Wochen nicht geregnet, kommt auch vor. Ich bitte deinen Kollegen, mir dich bitte zwei Stück Stahl der besagten Pullen zu schicken, ich zahle den Versand.Dann packe ich die Teile zwei Jahre bei mir in den Garten.... Ich wette nach der Zeit, sehen alle Teile gleich beschissen aus.Im Umkehrschluss sage ich, Flasche trocken, egal welche, kannst alle noch 30 Jahre nutzen...LGUrsus
25.09.2016 16:37

Die Flaschen reissen jeweils an der seitlichen Wand, das führt zum Knall.

Lesen bildet: unter der Laderampe, vor Regen geschützt, mit Tau beschlagen.

"Flasche trocken, egal welche, kannst alle noch 30 Jahre nutzen". Lesen bildet, mein letzter Absatz besagt das Gegenteil.

Ursus, ich komme auf dein Angebot zurück. Sende mir deine Postadresse, ich schicke dir 2 Stück Stahl wie gewünscht.

25.09.2016 17:00
Recht hast wohl, mein Freund schrieb mir gerade, er kam gerade aus dem Wasser...Seine Flaschen sind einfach weggerostet, einfach so... Am Backplate hing nur noch die komplette Brücke... Er hat jetzt auch Faber bestellt... Versenden brauchst nicht, bin mir ganz sicher, die Teile sehen danach nicht gleich aus....
26.09.2016 06:18

gähn

26.09.2016 12:17

Moin, nach dem viel Richtiges und viel Falsches geschrieben wurde: ECS stellt seine Flaschen ausschließlich aus Mannesmann- Rohren durch Warmumformung nach dem sog. Spinning-Verfahren (heißes "Einrollen" der Rohrenden zur Formung von Flaschenboden und Schulter) her. Die dadurch entstehenden Böden und Schultern sind dicker als das Wandmaterial, was die Flasche schwerer als die aus Ronden gezogene Flaschen (s. unten) macht.

Faber stellt zumindestens seine "Leichtstahlflaschen" durch kaltziehen aus Ronden (runden Blechscheiben)  her. Dadurch ensteht ein oben offener "Stahlbecher" der zur Formung von Schulter und Hals an der oberen Öffnung erhitzt und auf einer Rollmaschine zusammengedrückt wird. Der Boden ist bei diesem Verfahren höchstens genau so dick wie die Wandung, auch die Schulter enthält weniger Material als beim Warmumformen nach dem Spinning- Verfahren.

Kaltziehen erfordert einen "zäheren"(=kaltzugfesteren) Stahl als Warmumformen, d.h. Faber dürfte vermutlich höher legierte Stähle als ECS verwenden. Das ist teurer, kann(!) sich aber natürlich auf die Korrosionsfestigkeit positiv auswirken. Die Dichte der Stähle von ECS und Faber dürfte sich allerdings kaum unterscheiden, d.h. den wesentlichen Unterschied im Gewicht bringt die bei Faber etwas geringere Wandstärke, hauptsächlich aber die geringere Dicke von Boden und Schulter. 

Vorteil der ECS- Zylinder ist, dass sie gerade an der für die Korrosion empfindlichsten Stelle, dem Flaschenboden, etwas mehr "Fleisch" haben, d.h. beim Rollieren prozentual weniger Masse verlieren. Faber Leichtstahlflaschen kann man durchaus "totrollieren" so dass sie nicht mehr durch den TÜF kommen, bei ECS ist mir da kein Fall bekannt. 

BTW: Faber hat ein sehr großes Sortiment an Gasflaschen, sie stellen u.a. auch 50l- Gasflaschen durch Blockziehen her und vertreiben eventuell auch gerollte Gasflaschen. Daher finden sich bei Faber auch Flaschen, die sich gewichtsmäßig kaum von den ECS- Flaschen unterscheiden. Ich beziehe mich hier NUR auf die kaltgezogenen Flaschen von Faber! Die 12l kurz Faber, die ich hatte, war kaltgezogen und 800g leichter als eine ECS (1,2 kg leichter als eine alte Mannesmann- Schwerstahl 12l kurz), die D8,5l von DTUAG mit Faber Flaschen war über 2 kg leicher als die D8,5l "DIR"-Version mit ECS- Flaschen von tek-diver-shop.de.

Hartmut

26.09.2016 17:09

Danke für die ausführliche Info.

Faber muss man genau gar nie rollieren, ausser sie wurden so richtig mit Wasser gefüllt. ECS rosten viel schneller, man kann sie dafür länger rollieren.

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