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mcblubbTL (VDST und FFESSM)

Côte d'azur Alternativen

Geändert von mcblubb,

Ich fahre ja nun seit 20 Jahren regelmäßig an die côte d'azur zum tauchen. Und das immer an die gleiche Tauchbasis (divin giens).

Seit dem Inhaberwechsle gefällt es mir und meiner Frau dort nicht mehr und wir suchen nach Alternativen. Vor Ort sind ja noch Alex (der aber wohl nicht immer aktiv ist) und espace mer, was uns logistisch nicht so zusagt (Im Trocki an den Hafen laufen, Zusammengebaute Geräte werden im Bus gestapelt. Sonst wäre das eine Basis die passt)

Hat jemand den "ultimativen Tipp" was man in Erwägung ziehen könnte?

Randbedingungen:

Tauchbasis in Gehweite zu einem Campingplatz

Die Wracks (Donator, Grec werden angefahren)
Port Cros ist im Programm
Gute Bootslogistik. Wir tauchen mit kleinen Doppelgeräten und Trockenanzug. Also: lässt sich das auf den Booten gut realisieren? Kurze Wege, einigermaßen komfortable Leiter.
Autonomes Tauchen möglich (Französische Brevertierung E4 und P4 vorhanden)


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NeptunCMAS 3-Stern
31.03.2026 15:11
Hallo mcblubb,
seit 2003 oder 2004 fahre ich jeden Sommer (Juli und/oder August) auf die Halbinsel Giens und war seitdem bis 2022 jedes Jahr bei DivinGiens bei Hansi/Gigi. Im Jahr 2024 bin ich "umgestiegen" auf die Tauchbasis weiter hinten in der Madrague "Ulysse Plongée". Ich gebe keinen "ultimativen Tipp", sondern berichte nur aus meiner Erfahrung. Das ist eine französische Tauchbasis, die aber auch auf englisch funktioniert. Deine "Randbedingungen" erscheinen für mich auch dort erfüllt. Ich selber bringe immer meine D7 mit, allerdings tauche ich nass. Zu meiner Verwunderung habe ich die Tauchbasis als perfekt geölte Maschinerie erlebt, mit einem durchsetzungsstarken Basisleiter. Die Tauchabläufe sind perfekt organisiert und haben deutsche Ingenieurs-Gene. Es wird ein SEHR hoher Wert auf Sicherheit gelegt, was ich insbesondere in den "kleinen" Dingen sehr stark wahrgenommen habe. Ich hatte mal für 10 Sekunden meine D7 aufrecht an die Wand gelehnt und mich umgedreht - nach drei Millisekunden bekam ich die Aufforderung, die D7 doch besser hinzulegen. Ein älterer Taucher wollte sich mal vor der Tauchbasis im Stehen aus seinem Neoprenanzug rausquälen und wurde sofort heftigst bedrängt, sich doch dafür besser hinzusetzen. Tauchteams (palanqués) werden mit Umsicht und mit Bedacht zusammengestellt.

Allerdings ist manches anders als bei Hansi/Gigi: aufgrund der Lage des Hafens ist zu den Wracks ein deutlich weiterer Weg, daher kosten die einen Aufpreis, zudem wird für die Wracks eine halbe Stunde früher als üblich abgelegt und dort taucht nur die die "bessere Hälfte". NACH dem Wrack-TG wird nicht sofort in den Hafen zurückgefahren, sondern erst ein flacherer Spot, wo dann die "andere Hälfte" ins Wasser geht. Während dieser Tauchpause werden die ex Wrack-Taucher darauf hingewiesen, bei evtl. Baden am Boot NICHT abzutauchen wegen Restblasen im Blut. Tauchgänge für ausgebildete Sporttaucher finden nur vormittags statt, der Nachmittag ist rein der Ausbildung gewidmet. Sonntags wird ein Wochentauchplan auf eine Tafel geschrieben und auf deren Instagram-Seite veröffentlicht.

Mein einziges, allerdings großes Manko: Für autonome Taucher gibt es quasi überhaupt KEIN Briefing vor dem Tauchgang. In den letzten zwei Jahren 2024 und 2025 habe ich keins bekommen. Ein TL hatte mal für seine zwei Schüler ein Briefing gemacht, wo ich mich gleich dazu gestellt habe um mitzuhorchen. ich wurde zu meinem großen Erstaunen weggeschickt, das sei nichts für mich... (??). Da träume ich noch von den tollen Briefings bei Hansi/Gigi, die vor JEDEM Tauchgang IMMER abgehalten wurden.

McBlubb: ich werde auch wieder im (diesmal Spät-)Sommer 2026 dort hinfahren. NEIN, wie gesagt, es ist kein "ultimativer Tipp", sondern lediglich ein Hinweis

Grüßle vom Neptun
mcblubbTL (VDST und FFESSM)
31.03.2026 15:30

@Neptun,

Vielen Dank für Deine Beschreibung. Genau noch solchen Tipps suche ich.

Die Ulysses kenne ich vom sehen.

Mich würden ein paar Dinge interessieren:

1.) Wie voll wird das Boot gepackt? Hat man genug Platz sich zu Bewegen und auszurüsten. Ist das gut strukturiert oder rennen alle auf dem Boot rum

2.) Wie handhaben die das "Fertigmachen zum tauchen? Schon auf der Baisis alles vorbereiten und Anzug an oder alles aufs Boot und dort fertigmachen

Das Boot sieht gut aus, gute Leitern, flott ist die Kiste auch (es gibt nichts langsameres als die Ar guevel) und ein paar Euro Aufpreis für Wrack oder Port Cros ist mir egal. Camping Olbia ist ja um die Ecke.

Briefing ist mir nicht so wichtig. Ich war so oft dort an allen möglichen Plätzen. Hab auch schon als Guide dort gearbeitet.

Wäre prima, wenn Du mir was sagen könntest. Wir wollen im Juni da hin.

BTW: Das mit dem Briefing bei divin giens ist alles Geschichte. Da läuft alles auf französisch. Das Boot wird mit 20 Leuten auf der Liste gebucht, im Hafen steigen dann plötzlich von eine Handvoll Taucher dazu. Briefing gibts nur selten - hängt vom Personal ab. Chaos an Bord, Nicht mehr schön.

Sehr sehr schade. Hansi ist ein guter alter Freund von mir - aber er hat nichts mehr mit der Basis zu tun und ist auch sehr krank...

RATZPADI Master Scuba Diver / Self Reliant Diver
02.04.2026 18:15
Ich finde, mit den beiden Basen der `European Diving School´ in St. Tropez und Hyeres (die in Port Grimaud ist z.Z. offenbar zu) kann man nicht viel falsch machen. Port Cros und die ganzen Wracks sind so möglich.
Hab´ mich immer wohl gefühlt und selbstständig gependelt.
Die Boote können natürlich schon voll werden, wenn viele Gäste da sind.
Der Campingplatz in St. Tropez ist auch geil.
NeptunCMAS 3-Stern
03.04.2026 12:34Geändert von Neptun,
09.04.2026 07:19

@mcblubb

1.. Wie voll wird das Boot gepackt?

Das kommt darauf an… 😊 Ich war immer in der allergrößten Hochsaison dort. Da ist a) immer sehr viel Andrang und b) die Basis muß in der Hauptsaison den Schotter machen, um den Winter zu überstehen. Ich tauche in meinem Sommerurlaub ziemlich wenig, nur so 3-4 oder 5 Tauchgänge. Ich weiß nicht, wie repräsentativ „meine“ Tauchtage für Ulyssee sind. Bei mir waren die Boote meist schon ordentlich voll. Beim entern des Bootes habe ich zwar immer versucht, einen für mich „strategisch günstigen“ Platz für die D7 und Gerödel zu finden. Aber wenn das Boot immer voller wird und mehr Leute kommen, muß man halt auch mal sein Zeug etwas umräumen. Das finde ich aber normal und das erlebe ich auf den meisten anderen Basen auch, also finde ich es nicht ungewöhnlich.

Allerdings: auf dem Wasser nach dem Tauchgang, wenn man wieder die Tauchleiter hochklettert, bekommt man bei Ulyssee nicht mehr seinen „angestammten“ Platz. Sondern die ersten Rückkehrer werden ganz nach hinten (vom Heck mit der Leiter aus gesehen) platziert, und die nächsten rücken sukzessive auf. Das macht voll Sinn und führt zu geordneten Abläufen, weil kein Taucher in voller Montur an anderen auf den Bänken Sitzenden „vorbeiklettern“ muß. Das habe ich bisher nur bei Ulyssee so erlebt.

2.. Wie handhaben die das „Fertigmachen“ zum Tauchen?

Erstens kommt das auf die Entfernung zum Tauchplatz und damit auf die Fahrdauer darauf an, und zweitens macht das dort jeder auf seine Weise. Alte Hasen bleiben ruhig und gelassen und machen sich erst kurz vor dem TG fertig. Andere sind hypernervös und ziehen das Neopren noch auf der Tauchbasis an und/oder bauen Flasche und Jacket noch an Land zusammen.

Da ich mit BPW und D7 tauche, die ich für jeden TG neu zusammenbaue und wieder komplett demontiere, hatte ICH mein Tauchgerät immer noch auf der Basis zusammengeschraubt. Ich möchte nicht auf einem schwankenden Boot bei der Montage meine Flügelschrauben verlieren. Außerdem kann ich mein Tauchgerät in zusammengebauten Zustand besser mit dem Harness schultern und zum Boot tragen. Ich hatte auch immer gleich beide Atemregler (ich tauche auch im Sommer/Urlaub mit zwei ersten Stufen) angeschraubt, außerdem meine Lampe und Boje angeklipst. Dann ist alles fertig und ich brauche mich auf dem Schiff dann nur noch „um mich selbst“ kümmern. Je nach Fahrdauer zum Tauchspot habe ich dann mein Neopren eben früher oder später angezogen.

Du bist im Juni dort? Schade, dann werden wir uns dort sehr sicher nicht begegnen…

„Hansi ist ein guter alter Freund von mir“… Sag mal, könnte es sein, daß DU der Tauchkamerad bist, von dem Hansi mal erzählt hat? Aus seiner Zeit VOR DivinGiens, als er bei einer Tauchbasis am Atlantik tätig war, zusammen mit einem anderen Deutschen. Könntest Du dieser „andere Deutsche“ von der Atlantik-Tauchbasis sein?

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