Micha1975Padi Rescue

Auswirkung von Druck auf den Darminhalt

Hallo zusammen,

Wir haben in der letzten Woche zusammengesessen und sind auf das Thema Druck und Auswikung auf den Stuhlgang gekommen. Es wurde sehr kontrovers diskutiert von "es hat gar keine Auswirkung" bis zu "ich habe nach langen, tiefen Tauchgängen immer Verstopfung".
Wir haben uns darauf die Frage gestellt, ob man durch Studien oder medizinisch gestützten Aussagen hier die Wahrheit finden kann.

Kann wer von Euch was dazu sagen?
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C_aus_GPADI Bubblemaker i.A
02.12.2012 15:57
Alles Scheisse !!!










sorry,den konnte ich mir nicht verkneifen (;) )
02.12.2012 16:53
Da der Körper bei langen Tauchgängen viel Flüssigkeit verliert, kann dadurch durchaus Verstopfung auftreten.
Micha1975Padi Rescue
02.12.2012 17:05
Das ist ja klar mit dem Flüssigkeitsverlust Rainer, aber uns interessierte das Thema insbesondere mit dem Druck. Reichen z.B. 4 bar Umgebungsdruck in der Tiefe u
Möglicherweise die Flüssigkeit "herauszukomprieren"? Und wie ist es beim Tech Tauchen wo durchaus tiefer Tiefen mit wesentlich höheren Drücken auf den Körper wirken...
02.12.2012 17:16
wende dich doch an die gesellschaft für überdruckproktologie
El_Dudovorhanden...
02.12.2012 19:53
Jaja wie war das nochmal mit der Physik und dem Druck ?
Was ist komprimierbar, was nicht?
Deine Frage sollte eigentlich jeder OWDler beantworten können
Wo soll die Flüssigkeit denn aus dem Darm denn hin?
Und welche Körperhöhlen bereiten beim Tauchen Probleme?

Kleiner Tipp: Wie funktioniert ein hydraulisches System
El_Dudovorhanden...
02.12.2012 21:35
Bläst es da Wasser in die Winde?

Gibt ja auch nen Grund das man leicht essen soll und so.. wenns windig ist tauchts sich nicht so gut..

Aber ja.. ganz so simpel ists natürlich nicht.. aber dass das Wasser in die Gase gedrückt werden, die natürlich immer etwas vorhanden sind, halte ich für unwahrscheinlich .. ausserdem werden die Lufthohlräume ja mkt zunehmendem Druck verkleinert..

Interessanter ist es eigentlich wie es sich in diesem Zusammenhang mit dem durch den Druck induzierten erhöhten Harndrang und damit verbundener Tendenz zur Dehydration auf den Wassergehalt des Stuhls auswirkt..
Dies wäre dann aber so oder so eine indirekte Auswirkung des Drucks auf den Stuhl und niemals ein direkter durch den Druck..
03.12.2012 00:31
"Interessanter ist es eigentlich wie es sich in diesem Zusammenhang mit dem durch den Druck induzierten erhöhten Harndrang und damit verbundener Tendenz zur Dehydration auf den Wassergehalt des Stuhls auswirkt..
Dies wäre dann aber so oder so eine indirekte Auswirkung des Drucks auf den Stuhl und niemals ein direkter durch den Druck.."

das wäre mal interessant, ich mach grundsätzlich 3-4 mal pro tauchgang ordentliche pfützen in meinen neopren :D
03.12.2012 14:23
alle dies wirklich wissen wollen können direkt zum Feldversuch übergehen.
Einfach beim nächsten Tauchgang ein Probehäufchen auf 40, eines auf 50, und eines auf 60 in die vorsorglich angezogene Inkontinenzwindel drücken.

Die Möglichkeiten der erweiterten Häufchenbildung und deren Erforschung sind ungeahnt.
Am besten schickt Ihr die Ex...ponate direkt dem Threadopener zur genauen Inspektion.
Micha1975Padi Rescue
03.12.2012 15:35
@ Bubblemaker27
Die Frage war ernst gemeint.
03.12.2012 19:17
Hallo Micha1975,

ich beobachte immer an Abenden, an denen ich tauchen war, einen weicheren Stuhlgang.
Aber ich trinke auch bewusst sehr viel, weil Trinken die beste DCS-Prophylaxe ist. (Flüssigkeits-Entzug über trockenes Atemgas in der feuchten Lunge wurde bislang übrigens nicht erwähnt.)

Zusätzlichen Flüssigkeits-Entzug über die Darmwand stufe ich als untergeordnet ein weil die zu überwindende Druck-Differenz gleich bleibt.

Generell findet im Magen-Darm-Trakt eine chemische, Säure/Base induzierte Umsetzung der Nahrung statt. Jede chemische Reaktion bzw. ihr Gleichgewicht hängen von Druck und Temperatur ab. Temperatur im Körper-Inneren sei mal nahezu konstant, dann haben einzelne Reaktionen druckbedingt auch andere Gleichgewichte oder Reaktions-Geschwindigkeiten was wiederum andere nachfolgende Reaktionen hemmen oder begünstigen kann.

Ähnliche Begründung gilt für Tauchen in der Schwangerschaft. Wenn im Mikrokosmos einer Zelle mit ihren vielen Reaktionen etwas schief/anders/ungeplant läuft, ist der Fötus möglicherweise geschädigt.

Gut Luft

FANATIC DIVER
03.12.2012 22:20
"Flüssigkeits-Entzug über trockenes Atemgas in der feuchten Lunge wurde bislang übrigens nicht erwähnt"
Wie kommt wohl die Flüssigkeit aus dem Stuhl in die Lunge? ... hmmm?
04.12.2012 06:54
@ fundiver10:

Setz mal die Bilanz-Grenze nicht nur um den Darm, sondern um den Taucher.
Dann hast Du das Thema Dehydrierung über Abatmung, genauso wie Dehydrierung über Diurese, genauso wie Dehydrierung über Transpiration.
Transpiration ist bei sinnvoll gewähltem Tauch-Anzug auch untergeordnet.

...übrigens ist auch die Hydrierung durch den Oxidations-Prozess bei der Zell-Atmung zu vernachlässigen. (2*H2, in welcher Form auch immer, plus O2 --> 2*H2O)
Außer bei bestimmten Wüsten-Lebewesen (irgendwelche Mäuse. Hatte ich vor Ewigkeiten mal in Biologie.) ist diese Form der Hydrierung immer zu niedrig.


Gut Luft

FANATIC DIVER
El_Dudovorhanden...
04.12.2012 08:46
Genauso siehts aus Fanatic,

das ganze Thema ist wenn dann das des Gesamtwasserhaushalts des Körpers und die Effekte des Tauchens daraus..
Dadurch kann sich natürlich auch die Kosnistenz des Darminhalts ändern..
Oder eben auch nicht (bei ausreichender Hydrierung)..

Durch den Druck als solchen Micha kann im Darm (bis auf die dortigen Gase) physikalisch gar nix passieren, falls hier immer noch Unklarheit und Unsicherheit besteht!
05.12.2012 19:31
Hallo ElDudo,

eben doch!
Druckabhängige chemische Reaktionen. Dadurch ein verändertes Gemisch mit nachfolgend anderen chemischen Reaktionen.
Was jedoch mehr Einfluss hat vermag ih nicht zu sagen. Aber da meine Beobachtungen anders sind als die von Micha dürfte die Hydrierungs-Thematik den Ausschlag geben.

Gut Luft

FANATIC DIVER
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