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Ausbildung OWD im Urlaub / Eigenes Equipment ??

Geändert von Chipy,
04.10.2017 12:11

Hallo Taucher Gemeinschaft,

meine Name ist Andreas und ich bin 45 Jahre Jung

Mit dem Tauchen selbst hatte ich oder auch meine bessere Hälfte (45) noch keinen Kontakt.

Bei unserem letzten Urlaub auf den Malediven waren wir natürlich schnorcheln.

Wir beide hatten viel Spaß dabei und keinerlei Probleme mit der Fitness oder dem Atmen durch den Schnorchel.

Allerdings sind wir nicht dabei getaucht, da auch kein Hausriff vorhanden war, wo man hätte tiefer tauchen können.

Wir hatten uns dann überlegt, warum nicht auch zu Tauchen, wenn wir schon in den Urlaub fliegen.

Also beschlossen wir den OWD zzgl. AOWD zu machen in unserem kommenden Urlaub.

Diesen wollen wir dann in Ägypten machen.

Es gibt dort eine deutschsprachige Tauchschule, was uns sehr wichtig ist.

Denn auch wenn wir des Schulenglisch mächtig sind, so wollen wir auch alles richtig verstehen was gelehrt wird.

Denn auch wenn Tauchen ein schönes Hobby sein kann, so gefährlich ist es auch.

Warum den AOWD direkt im Anschluss machen ? Damit nicht 2 Urlaube drauf gehen zum lernen...

Wir wollen auch nur im Urlaub tauchen und nicht in heimischen Gefilden

Unser Ziel ist es nicht auf 30m zu tauchen, sondern wie es die gegebenheiten hergeben an den Riffen.

Aber wir wollen wenn es mal 20 oder 22 Meter werden kein Risiko eingehen und wenigstens die Grundkenntnisse haben.

Was ich hier schreibe ist reine Theorie!

Wir werden noch bevor wir alles buchen zu unserem Hausarzt gehen der auch die Tauchtauglichkeitsuntersuchung machen darf.

Nicht das einer von uns beiden auch nur irgend etwas hat, was uns nicht bewusst ist.

Wir fühlen uns Fit, sind aber naja ehemalige oder sagen wir es mal so Gelegenheitsraucher.

Ich selbst bin von Zigaretten vor einem Jahr umgestiegen auf E-Zigarette. Meine Frau raucht ab und an mal...

Zu meiner eigentlichen Frage:

Macht es Sinn oder ist es sogar Empfehlenswert die Ausbildung mit halbwegs eigenem Equipment zu machen ?

Da wir wie erwähnt nur im Urlaub tauchen wollen, ist naheliegend das wir und auf leichtes Equipment einstellen wollen.

Als Jacket würde ich das Aqua Lung HD Pro oder aber das Scubapro equator in die nähere Auswahl nehmen.

Als Regulator das Aqua Lung Mikron.

Als Neopren Anzug den Scubapro Everflex 5

Bei der ABC Ausrüstung müssen wir noch schauen.

Im Januar ist auch die Boot Messe in Düsseldorf wo wir uns dann nochmals alles anschauen werden und auch Beraten.

Aber wie Verkäufer nunmal sind..... Daher ist mir die Meinung erfahrener Taucher wichtiger als die eines Verkäufers.

Ich hoffe Ihr könnt uns Tips geben.

Vielen Dank

Andreas

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04.10.2017 12:56Geändert von Technomancer,
04.10.2017 13:06
Für nur Urlaubstauchen?
Eigener beliebiger 3- oder 5mm Anzug (Kein fremdes Pipi, Hautfetzen usw.), eigene Füßlinge (selber Grund, ausser Pipi), eigener Atemregler (für Warmwasser tun's quasi alle die euch in den Mund passen; evtl. sogar von vornherein mit INT-Anschluss).

Jacket: Nein; erst wenn ihr 10-50 TG habt wisst ihr ob ihr Jacket mögt und lieber mit viel Material dran, oder etwas sehr "kompaktes", a lá Oceanic Biolite, Scubapro Hydros (wenig Material, trotzdem nicht sehr leicht).
- Mir persönlich geht der Materialüberschuss beim üblichen BCD und umlaufende Blase (Taschen nicht gut nutzbar) so RICHTIG auf den Geist und ich werde schnellstmöglich auf einen DIR-Harness umsteigen. Das ist (mit Alu-Backplate) auch sehr leicht und gut fürs Gepäck.
Jackets, zumindest die mit umlaufender Blase, sind - das ist ein reines persönliches empfinden - für mich schon nach ein paar TG "Kinderspielzeug" für den Baggersee oder das pooltraining (wo man zu faul ist die Monoflasche je wieder abzumontieren). Freilich, Übungen "im Knien" oder wie ein Korken oben rumtreiben während der TL dir erklärt was du da tust sind mit Jacket bequemer.

Egal wie und wo und was; Hoffe Ihr werdet begeisterte Taucher und wünsche immer gut Luft und viel zu sehen!
04.10.2017 13:05
Hallo,

das klingt ja schon alles nach sehr viel Begeisterung aber es klingt auch danach dass ihr ein wenig zu viel auf einmal wollt.

So wie ich das verstanden habe wart ihr bisher immer nur Schnorcheln? aber noch nie ein Schnuppertauchen oder ähnliches gemacht richtig?

Es würde sich anbieten zunächst mal ein Schnuppertauchen aus zu probieren, zwei Kollegen von mir waren auch so begeistert von der Idee tauchen zu lernen also habe ich einfach ein Schnuppertauchen in Deutschland im Schwimmbad (macht eigentliche jede ordentliche) Tauchschule organisiert. Einer der beiden hat schnell gemerkt dass er doch nicht so richtig klar kommt mit Gerät zu Atmen Druckausgleich usw und hat es dann gelassen (oder sein lassen müssen) der andere macht nächstes Jahr seinen Schein.

Von daher ein Tip probiert vielleicht erst einmal ein Schnuppertauchen aus im Deutschen Schwimmbad mag das nicht so spannend sein aber man bekommt ein sehr gutes Gefühl für die Technik und sieht ob es für einen selbst passt. Die Gefahr der Erkenntnis dass es eben doch nicht so das richtige für euch ist sollte eben nicht unterschätzt werden.
Im übrigen gibt es auch die Möglichkeit den Kurs in Deutschland zu beginnen und dort die Theorie und die Pool-Einheiten zu machen und den Rest dann im Urlaub zu machen und so mehr Zeit im Urlaub zu haben.

Zum Thema OWD und AOWD direkt im Anschluss kann man ewig diskutieren sicher ist es möglich ob sinnvoll und ob man es machen sollte kannst du hier im Forum einige Diskussionen finden da geht es auf beiden Seiten hin und her.

Zur Ausrüstungsfrage:
Eine komplette Ausrüstung im OWD Kurs besonders wenn keine Vorerfahrung vorhanden ist halte ich für sehr riskant und auch wenig sinnvoll, da ist es besser sich eine Basis mit gutem Leihequipment zu suchen.

Was allerdings auf jeden Fall Sinn macht ist sich eine Maske zu besorgen da diese dann in Ruhe ausgesucht werden und sicher gestellt werden kann dass sie am besten passt.
Wenn ihr euch wirklich dann noch weitere Sachen zulegen wollt macht vielleicht auch noch ein Anzug und auch Flossen mit Füßlingen Sinn vorteil hier liegt ganz klar darin dass ihr die Sachen immer noch zum Schnorcheln gebrauchen könnt auch wenn es mit dem Gerätetauchen doch nicht klappen sollte.

Übrigens zum Thema Tauchtauglichkeitsuntersuchung nur weil der Hausarzt die machen darf ist es nicht unbedingt sinnvoll dorthin zu gehen, besonders in eurem höheren Alter macht es Sinn auch einen Arzt zu nehmen der auch entsprechende Erfahrung mit Tauchen hat (falls das bei eurem Hausarzt der Fall ist um so besser)
04.10.2017 13:40
Wenn ihr schon schnorcheln wart, habt ihr wahrscheinlich eine Maske und evtl. auch die Flossen. Ansonsten würde ich mir aus den oben genannten Gründen einen einfachen Anzug zulegen. Je nachdem, wann ihr nach Ägypten geht einen 3 oder 5mm Anzug. Den kann man sich auf der Boot besorgen, da hat man fast alle Anbieter zu Auswahl. Und man kann den zum Schnorcheln verwenden. Oder ihr besorgt euch einen Unterzieher und nehmt den Leihanzug der Basis.
Den Rest würde ich mir leihen. Und wenn ihr dann nach einigen Urlauben vom Virus gepackt seit kann man über eine eigene Ausrüstung nachdenken. Ihr wollt primär im Urlaub tauchen, also kommt noch der Transport der Tauchausrüstung dazu und zumindest den Regler und das Jacket sollte man ab und an warten lassen.

Warum aber nicht zumindest die Theorie und das Schwimmbad hier in Deutschland (und vorher evtl einen Schnupperkurs)? Habe ich selber so gemacht und es nie bereut. Hier hat man den Vorteil, daß man auch mal Übungen im Pool wiederholen kann, wenn etwas nicht gleich klappt. Meine Erfahrung ist, daß die Übungen im Pool in Deutschland in der Regel entspannter zugehen als am Ferienort. Und das Freiwasser dann in Ägypten und nicht im heimischen kalten See.
Vielleicht bietet ja eine Tauchschule bei euch in der Nähe einen kombinierten Kurs an und ihr habt gleich Anschluss.
Was den AOWD angeht würde ich erstmal ein paar entspannte Tauchgänge mit dem Partner machen in diesem und auch weiteren Urlauben. Die Unterwasserwelt geniessen und sich an das neue Gefühl gewöhnen. Aus meiner Sicht gibt es ein paar sinnvolle Zusatzprogramme, die mehr bringen als ein AOWD. Aber zu diesem Thema gibt es im Forum viele Diskussionen.
gr3yw0lflife is better in fins
04.10.2017 13:40
ich würde mich ausrüstungsmässig nur für die klassischen ABC-ausrüstung entscheiden und erst nach einem kurs weitersehen. viele dinge, die jetzt aus sinnvoll und gut erscheinen, will man im 50tg vielleicht garnicht mehr. dann wirds richtig teuer, weil man dann 2 oder 3 mal kauft.
den kurs würde ich übrigens daheim machen - ist stressfreier und der urlaub bleibt zum tauchen (und noch 1000 andere gründe)...
04.10.2017 14:06
Im Normalfall ist bei den OWD und auch den AOWD Ausbildungen in Ägypten das Equipment mit in den Kurspreis enthalten! Von daher macht es, ausser hygienischen Gründen bei ABC, Anzug und notfalls Atemregler KEIN SINN mit kompletter eigener Ausrüstung anzureisen!! Erst den Kurs erfolgreich absolvieren und dann erst Step by step eigenes Equipment kaufen!! Solltet ihr den Kurs NICHT bestehen oder dann feststellen : ist ja doch nicht das richtige Hobby, dann habt ihr 2 x Ausrüstung umsonst gekauft.....
Dive-ManUDI-CMAS TL*
04.10.2017 14:55Geändert von Dive-Man,
04.10.2017 15:11
Warum wollt ihr den Kurs im Ausland machen ? Schade um die Woche. Wenn der Anbieter einen ordentlichen Kurs macht, ist es keine Urlaub mehr. Vormittags 4x Theorie. Nachmittags 2-3 Übungstauchgänge im Pool und 5 Tauchgänge im Freiwasser. Wenn die Anderen zu den top Tauchplätzen fahren, seit ihr bei den Ausbildungsplätzen. Was habt ihr dann vom Ausland ? Sprachprobleme gibt es in Ägypten sicher nicht. Überall gibt es deutschsprache TL. Zu Hause könnt ihr euch in Verbindung mit dem TL die Zeit selbst einteilen. Auch wird euch zu Hause von einem Verein oder einer Tauchschule die Ausrüstung mit entsprechender Beratung leihweise zur Verfügung gestellt. Da reicht es aus eine eigene ABC-Ausrüstung zu beitzen
05.10.2017 00:49
Ich sehe es genau wie Dive-Man. Und Equipment würde ich erst kaufen, wenn Ihr nach dem Schnuppertauchen wirklich festgestellt habt, dass es Euer Ding ist und gesundheitlich nichts dagegen spricht. In den entsprechenden Facebook-Gruppen, in denen Equipment gebraucht verkauft wird, tauchen immer wieder mal nahezu ungenutzte Ausrüstungen von Tauchern auf, die auch voreilig gekauft haben, dann aber feststellen mussten, dass sie unter Wasser Panik bekommen oder sonstige medizinische Hindernisse vorliegen, die bei der Tauchtauglichkeitsuntersuchung nicht zum Gegenstand der Untersuchung zählen.
gr3yw0lflife is better in fins
05.10.2017 07:43
also - nach dem schnuppertauchen - halte ich definitiv für zu früh. nach dem owd meinetwegen....yes
mario-diverRescue,EAN<40,Deep, SRD, UW/Schiffsarchäologie I (VDST),
05.10.2017 10:02
Um Lernstress im Urlaub zu vermeiden, würde ich auch, wie schon erwähnt, bei einem der großen Verbände hierzulande Theorie und Poolausbildung zu absolvieren und die FreiwasserTGs im Urlaub zu geniessen🤗
Erst im Kurs und eure Tauchkontakte werdet ihr die nötige Erfahrung bekommen, euch gezielt eine eigene Ausrüstung zuzulegen.
Mehr als ABC macht vorher keinen Sinn!
05.10.2017 10:18Geändert von Technomancer,
05.10.2017 10:21
Ich würd das nicht so eng sehen wie einige meiner Vorposter.
Wie gesagt, eigener Atemregler ist optional, Jacket würde ich tatsächlich erstmal sein lassen,
aber eigenes ABC, Anzug und Füsslinge/Handschuhe reissen jetzt nicht gleich riesige Löcher in das Budget (wenn doch KÖNNTE Tauchen auch langfristig zu teuer sein.).
Guter Punkt wieso nicht unbedingt Freiwasser hier: Hier ist's immer relativ kühl im Vergleich zu vielen Urlaubsdestinationen, würde also mehr Anzüge bedeuten.
Für euren Verwendungszweck würde ich mir nen Lavacore oder Sharksin-Unterzieher zulegen+3mm Anzug. Der Unterzieher lässt sich dann im Bedarfsfall - egal ob hier oder etwa am Mittelmeer - auch noch hygienisch akzeptabel mit nem geliehenen dickeren Anzug kombinieren. Sharkskin wirbt etwa mit "=5mm Anzug", das find iche twas sportlich, aber 3mm Wärmeschutz kommt schon hin. Unterzieher + 3mm Anzug liegen also schon irgendwo zwischen 5mm und 7mm Anzug. Das ist etwas teurer als nur ein 5mm Anzug, bietet aber auch viel mehr Möglichkeiten (und bei 30°C in den Tropen wär mir n 5er zu heiss...)
Sind im Gepäck verhältnismäßig leicht und erschlagen eigentlich alle Temperaturbereiche eines Urlaubstauchers.

Pool & Theorie hier, Freiwasser im Ausland ist aber sicher ein guter & richtiger Tip. Theorie lernen im Urlaub ist eher bah.
Unbedingt min. einen Theorie-TG in einem Turm irgendwo hier machen - oder eben da teuer aber recht tief Schnuppertauchen - da kommt man schon auf Tiefen die gesundheitliche Problemchen aufdecken können.
(Dumm wärs etwa, wenn ihr in Ägypten auf 15 Meter das erste Mal merkt das da irgendwo eine Zahnfüllung nicht gut sitzt und es schönen Druckschmerz auf nem Nerv gibt Das ist zwar keine Kontraindikation, Spaß machts tauchen damit aber nicht.)
ramklovApnoeTL, TL**
05.10.2017 10:40Geändert von ramklov,
05.10.2017 10:41
Ich empfehle auch regelmäßig hier tauchen zu lernen und im Urlaub befreit vom Lernen zu tauchen. Dann verfestigen sich die Tauchkünste im Urlaub. Tipps kann man sich im Urlaub natürlich immernoch holen.

Welches Equipment man sich gleich zulegen sollte erfährt man in der Tauchschule oder im Tauchverein, je nachdem was man sich zum Lernen aussucht. Als Grundregel würde ich sagen, Ausrüstung, die direkt auf die Haut kommt ABC etc. zuerst kaufen. Das kann man später immernoch zum Schnorcheln verwenden.

Aber einen Tipp lass mal weg:
Unbedingt min. einen Theorie-TG in einem Turm irgendwo hier machen - oder eben da teuer aber recht tief Schnuppertauchen - da kommt man schon auf Tiefen die gesundheitliche Problemchen aufdecken können.
Sorry, die Tauchsportärztliche Untersuchung führt der Arzt durch, gewiss nicht der TL, der den Schnuppertaucher begleitet. Bei mir findet Schnuppertauchen übrigens meist bis max 3,8m Tiefe in der Sprunggrube im Schwimmbad statt. Und was Probleme durch fehlerhafte Zahnfüllungen anbelangt, die sind erstens äußerst selten und zweitens würde das Thema bei 15m so oder so erledigt sein.

gruß ramklov
05.10.2017 11:13
Naja Ramklov; du magst ja in der Theorie recht haben, aber
Bei einer TTU guckt sich der Arzt sicherlich nicht die Zähne von Innen an. Und Zahnschmerzen haben auch nix mit der Tauchtauglichkeit, sondern nur mit der Tauchertragbarkeit zu tun.
Im Pool ist der Druck SEHR gering; ich habe das mit den nicht richtigen Füllungen dieses Jahr bei zwei Personen erlebt, denen fiel das beiden bei 8m im See das erste Mal auf. War auch bei beiden nicht weiter tragisch, tat halt noch etwas weh und wurd dann neu gemacht. Würd ich aber nicht im Urlaub oder auf Safari erfahren wollen.
NUR bei begründetem Verdacht wird ein ZAHN-(nicht Tauch-!)Arzt dann den Kiefer röntgen (darf er nämlich gar nicht mehr ohne, zumindest bei Kassenpatienten).
Es gibt auch noch andere Probleme die im Pool eher nicht auffallen.

Beim Schnuppertauchen im Schwimmbad werden die meisten Schnupperer viel mehr geführt als allein bei den OWD-Trainings im Pool. Viel mehr euphorie und "betüdelt werden"; Schnuppertauchen ist fast immer SUUUUUUUPER. Diverse Tauchtürme in DE bieten teures Schnuppertauchen an und ich denke wenn alles Prima läuft kann und sollte man da dann auch mal in die Region um 10m gehen. Für ~100€ wäre mir auf jeden Fall "100bar/10l/20 Min." zu teuer

Dann gehts in den Pool, mit sich selbst klarkommen lernen und Übungen machen. Schon etwas anspruchsvoller.
Der Unterschied Pooltrainings > Freiwasser ist dann auch noch mal ordentlich. Plötzlich keine Fliesen mehr zum dran orientieren, oder gar kein Boden mehr zu sehen - fühlt sich wieder anders an. Kann auch gerne mal der Kopf aussteigen (alles schon gesehen).
ICH würde versuchen wenigstens einen, von mir aus dann auch als "Freiwassertauchgang" titulierten TG im Heimatland zu machen.

Würde ich Urlaubstaucher sein wollen:
OWD hier anfangen, Theorie und Pool hier machen; einen Freiwasser-/Turm-TG ca. 2 Wochen vom Urlaub hier machen.
Wenn dabei alleine die Tiefe ein Problem darstellt > abbrechen. Wenn dabei gesundheitliches auffällt > Zeit zum beheben.
Freiwasser dann im Urlaub > psychologische Komponente erfahren.

Meiner Buddyne war zunächst sogar Schnorcheln im ""rundrum Blau" gruselig, erst recht das Gerätetauchen im "rundum Grünbraun" und das dauerte ein paar TG bis es gut war, inzwischen springt sie überall mit rein. Und je weiter der Grund weg ist desto besser.

Wichtig: zwischen Teilausbildung "hier" und Freiwasserausbildung "da": Nicht mehr als 2-3 Wochen Pause, sonst fängt man als absoluter Anfänger wieder nahe Null an.

AOWD dann entweder Ende Hochsommer hier oder im nächsten Urlaub wenn denn die Euphorie noch da ist.

Des ist meine Meinung und so würd ich des machen, jeder andere wie er/sie mag.
Ich weiß gerne über Dinge Bescheid solange ich noch was dran ändern kann. Wenn ich in ein paar tausend km Entfernung bin und dann merke "mir fehlt was" oder "mir klemmt ein Nerv" kann das nervig bis stressig bis Urlaubsabbruch werden. Und das das un-korall ist sind wir uns doch alle einig oder? okdive
05.10.2017 12:44
Ich bin der festen Überzeugung, dass es durchaus Sinn macht, zwischen dem OWD und dem AOWD einige Tauchgänge zu machen.

Vor zwei Jahren haben zwei Freunde von mir den OWD gemacht. Danach haben die beiden einige Monate nicht getaucht und dann mit mir gemeinsam den AOWD machen wollen.Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon einige (eh auch wenige aber immerhin) Tauchgänge gemacht und habe natürlich den AOWD mitgemacht. Nun haben sich meine beiden Freunde sehr schwer getan mit allen Übungen unter Wasser.
Natürlich ist es schwierig, mit dem Kompass zu navigieren wenn man Probleme damit hat die Tarierung zu halten. Selbstverständlich ist es wirklich hart eine gerade Linie zu schwimmen, wenn das Blei mal wieder auf die linke Seite rutschtund man damit kämpft im Wasser waagerecht zu bleiben. Um die Kursinhalte wirklich vollinhaltlich mitzubekommen, wäre ganz einfach eine viel größere Routine nötig gewesen als die beiden damals hatten.
Zeitsprung - zwei Jahre später. Heute gehen die beiden immer noch gemeinsam tauchen und finden jedes Mal mehr gefallen daran. Inzwischen haben beide um die 30 Tauchgänge gemacht und bewegen sich relativ sicher und routiniert. Probleme mit der Tarierung sind selten, sie haben Zeit sich um die schönen Dinge des Tauchens zu kümmern: Fischli und so.
Hätten die beiden nach dem OWD erstmal ihre 30 Tauchgänge gemacht, wären wir beim AOWD auf einem sehr ähnlichen Level gewesen und das bedeuted, die beiden sind keineswegs per se schlechtere Taucher als ich, sie hatten nur einfach weniger Übung. Würden die beiden heute den AOWD noch einmal machen, hätten sie um Welten mehr davon und wären wahrscheinlich erstaunt, was sie so alles bei dem Kurs lernen, dass sie vor zwei Jahren nicht einmal mitbekommen hatten weil: keine Zeit, hab Stress mit der Atmung - oder ähnliches.

Zum OWD im Urlaub: Ich bin einer der wenigen Leute, die dir durchaus dazu raten würden alles im Urlaub zu machen. Du wirst in Ägypten ohnehin nicht viel machen außer am Strand liegen.
Wenn du nun zwei Wochen dort im Hotel gammelst, wirst du es genießen in der ersten Woche den Kurs zu machen und dann in der zweiten Woche die schönen Tauchspots abzuklappern. Wenn du den Kurs bereits zu Hause machst, wirst du eventuell nach eineinhalb Wochen tauchen draufkommen, dass du die meisten Fische schon beim Vornamen kennst und eigentlich - ob der Unterbeschäftigung - lieber mal ein Monat nach Hause arbeiten gehen würdest und dann wieder einen Urlaub zum tauchen machen willst statt zwei Wochen am Stück Fritz und Karli - die beiden Oktopussis unter der dritten Höhle von links - zu besuchen.

Aber so sind alle Menschen verschieden, du wirst selber entscheiden müssen welche Version dir besser gefällt.

Viel Spaß bei deinen Tauchabenteuern!

Und Grüße an Fritzi und Karli ;-P
Dive-ManUDI-CMAS TL*
05.10.2017 17:56
An alle Fans einer "Geteilten Ausbildung"
Ich als Tauchlehrer würde niemals eine Ausbildung beenden und meinen Schüler im Ausland fertig machen lassen.
Wenn der Schüler nicht bei mir fertig machen will, soll er sich gleich jemand anderen zur Ausbildung suchen. Ich opfere nicht meine Zeit, gib mein Wissen weiter und hör mitten drin auf. Was hat das für einen Sinn.
ramklovApnoeTL, TL**
05.10.2017 18:15
@ Dive-Man,
nun, nach dem CMAS-System können wir doch einen "abgeschlossenen Grundtauchschein" anbieten. Das wären die Schwimmbadeinheiten und die Theorie für den CMAS*. Die Freigewässereinheiten für den CMAS* würde der Schüler dann im Warmen machen. In meinem Verein kann jeder nach dem GTS-Kurs grundsätzlich machen was er will. Er kann von mir seinen CMAS* bekommen oder ihn am Urlaubsort holen.

Aber im Prinzip sehe ich das wie Du. Ausbildung komplett hier und im Urlaub befreit von Kärtchenkursen tauchen gehen.

@ Technomancer,
wenn das so wichtig wäre wie Du schreibst, dann würden wir die Tauchtauglichkeitsuntersuchung in der Druckkammer machen. "Zahnschmerzen" können ab und zu mal auftreten. Die kommen aber meist von verschleimten Nebenhölen, bei denen kein Druckausgleich möglich ist, was sich dann so anfühlt als wären es Zahnschmerzen. Habe ich wie viele andere auch schon gehabt.

Echte Zahnschmerzen beim Tauchen, die nur nach einem Zahnarztbesuch weggehen, habe ich in meinem Umkreis noch nie erlebt. Die werden auch in der Literatur als sehr selten beschrieben.

gruß ramklov
NeptunCMAS 3-Stern
06.10.2017 19:03
Hallo Chipy,

herzlichen Glückwunsch zu Deiner / Eurer Entscheidung, einen Tauchkurs zu absolvieren! Ihr werdet beide bestimmt großen Spaß daran finden. Euch macht das Schnorcheln Spaß, habt also keine Angst vor dem Wasser und dem Meer, seid körperlich fit und motiviert. Prima!
Du stellst in Deinem Eingangsposting nur eine einzige Frage, aber die meisten Antworten bekommst Du zu einer anderen Frage, die Du gar nicht gestellt hast.

1. Deine Frage: Macht es Sinn oder ist es sogar empfehlenswert, die Ausbildung mit halbwegs eigenem Equipment zu machen

Es gibt viele sehr gute Gründe dafür, und genauso viele gute Gründe dagegen. Da hat jeder seine eigenen Ansichten und Meinungen, wie man aus den Antworten herauslesen kann.

MEINE Empfehlung für Dich bzw. Euch beide wäre, nichts zu überstürzen. Ihr kennt Euch mit dem Presslufttauchen noch gar nicht aus, kennt die verschiedenen Systeme, Marken, Arten und Möglichkeiten noch nicht, habt noch nichtmal den Tauchschein geschweige denn einen ersten TG (= Tauchgang) gemacht.

Im Kurspreis für eine Einsteiger-Tauchausbildung ist so gut wie IMMER eine komplette Leihausrüstung enthalten. DAS würde ich Euch empfehlen. Macht zunächst Eure Tauchausbildung. Dann seht ihr auf der Basis viele verschiedene Leihausrüstungen, seht viele andere Taucher vor Ort die noch mehr unterschiedliche Ausrüstungen benutzen. Schaut Euch um, stellt Fragen, kommt mit den anderen Tauchern ins Gespräch. Schaut Euch deren Equipment an, nehmt es in die Hand, setzt es mal probeweise auf den Rücken, sprecht und redet und - womöglich - macht nach Eurem Kurs damit mal einen (Probe-)Tauchgang.

DANN habt Ihr einen etwas besseren Eindruck, einen Marktüberblick, fangt an, Eure eigenen Vorlieben und Ablehnungen kennen zu lernen. Tauchcomputer am Arm, oder lieber am Schlauch, luftintegriert oder nicht, Jacket mit Auftriebskörper vorne, hinten, seitlich etc... Es gibt tausend unterschiedliche Dinge. Zerbrecht Euch VOR Eurem Tauchkurs nicht den Kopf, sondern genießt die Vorfreunde auf Euren gemeinsamen Tauchurlaub im Warmem.

2. Frage, die gar nicht gestellt, aber beantwortet wurde: Tauchausbildung "hier" oder im Urlaub:

Chipy, es spricht nichts gegen Euer Vorhaben, den Tauchschein "irgendwo auf der Welt" zu absolvieren. Ob das "irgendwo" nun in Europa, Asien, Nord-/Süd-/Ost-/Westamerika, Karibik, in Deutschland oder bei den Hottentotten oder wo auch immer ist, ist herzlich egal. Die Tauchgesetze gelten überall gleich, das Wasser ist überall naß, schlechte Tauchausbildung gibt es überall, und gute Tauchausbildung genauso.

Millionen Taucheranfänger vor Euch haben die Tauchausbildung zu Hause im Inland gemacht. Deutsche Tauchanfänger in Deutschland. Französische Tauchanfänger in Frankreich. Schweizer Tauchanfänger in der Schweiz. Amerikanische Tauchanfänger in den USA. Ägyptische Tauchanfänger in Ägypten. Thailändische Tauchanfänger in Thailand. Und alle haben die Tauchausbildung überlebt und gehen nun eifrig Tauchen und genießen ihre Tauchgänge - selbst im "Urlaub".

Andere Millionen Tauchanfänger vor Euch haben die Tauchausbildung NICHT zu Hause gemacht, sondern "irgenwo anders auf der Welt" im Urlaub. Deutsche Tauchanfänger in Ägypten. Französische Tauchanfänger in Thailand. Schweizer Tauchanfänger in..... ich bin sicher: jeder ist irgendwo im Ausland. Und alle haben die Tauchausbildung "im Ausland" überlebt und gehen nun eifrig Tauchen und genießen ihre Tauchgänge - selbst im "Urlaub".

Was Millionen von anderen Tauchern vor Euch geschafft haben, wird Euch, Chipy + Anhang, sicher ebenfalls gelingen. Da bin ich mir ganz sicher. Und wenn IHR Euch vorgenommen habt, cool und streßfrei im warmen Ausland einen Tauchkurs zu belegen, dort, wo Ihr Euch wohl fühlt, dann ist genau DAS für EUCH der richtige Weg. Er ist es deshalb auch schon, weil Ihr gar nicht danach gefragt habt, sondern Euch wohl dessen sicher seid, und Ihr Euch viel mehr den Kopf zerbrecht über die richtige Tauchausrüstung anstelle des richtigen Kursortes.

Viele Tauchanfäger haben "zu Hause" einen stressigen Arbeitstag, hetzen den ganzen Tag umher, kommen abends heim und beschäftigen sich dann noch mit Mann/Frau/Kinder/HundUndKatz, haben andere Hobbies und Verplichtungen..... und kämen nicht im Traum daran, zwischen alle Alltagstermine sich noch einen Tauchkurs aufzubürden. Nach der Theorie Samstags und Sonntags dann auch noch im kalten Inland (= Deutschland??) in kalte Seen zu hüpfen, bei schlecher Sicht und viel Sediment? Wohl wissend, wir Ihr schreibt, daß Ihr "wie erwähnt nur im Urlaub" tauchen wollt?

Da verstehe ich es sehr gut, daß viele andere Tauchanfänger auf den erholsamen Urlaub warten, dort seelenruhig ausspannen und die Seele baumeln lassen, Laptop, eMail und Smartphone liegen lassen können, die Sonne genießen, und ganz entspannt zwischendurch den Tauchkurs bei warmen Sonnenschein, blauem Himmel, Strandumgebung etc. zu absolvieren. Ob man nun am Strand in der Sonne die Bildzeitung liest oder den letzten Groschenroman, oder das Tauchbuch durchblättert und die Tauchregeln liest, ist manchen Tauchanfängern herzlich egal.

Ich spreche da aus Erfahrung, denn ich selbst habe - ganz böse! - meinen Anfängerkurs im Urlaub im Ausland gemacht! Und ich hatte eine sehr gute Tauchausbildung, bei einem langjährig erfahrenen Tauchlehrer, der zuvor schon auf der ganzen Welt als TL tätig war. Und ich hatte Einzelunterricht, weil ich zu der Zeit der einzige Tauchschüler war. Alles ganz gräßliche und widersinnige Bedingungen für eine gute und verläßliche Tauchausbildung, denn sie fand ja a) nicht in Deutschland statt und b) im schrecklichen "Urlaub" - igitt !!

Mit meinen wenigen Tauchanfänger-Freiwasser-TG kam ich aus dem warmen Urlaub nach Deutschland zurück, um mich kurz anschließend mit großer Begeisterung auch in kalte, dunkle, sedimentwabernde deutsche Seen zu stürzen. Die nächten drei Wochenenden war ich mit einer Tauchschule in der Nagoldtalsperre und habe gelernt, was "nimm die Flossen hoch" zu bedeuten hat

Fazit:
Chipy, ICH rate Euch davon ab, VOR dem Tauchkurs großartig Tauchausrüstung zu kaufen. ABC (Maske, Schnorchel, Flossen) machen Sinn, habt Ihr aber evtl. schon. Mit allem weiteren würde ich abwarten, sonst kauft ihr zu früh, eventuell falsch und letztendlich doppelt.
Gegen die Tauchausbildung im bösen Ausland spricht nichts - genießt den Urlaub und den Tauchkurs!

Grüßle vom Neptun
explorer08Commercial Diver // PADI MI // CMAS **TL // PSD Instructor
12.10.2017 16:08

Was die eigene Ausrüstung angeht schließe ich mich denjenigen an, die nur eine eigene ABC-Ausrüstung und einen eigenen Anzug empfehlen. Die Gründe hierfür wurden bereits mehrfach genannt.

Die verschiedenen Möglichkeiten die Ausbildung zu machen wurden auch bereits besprochen. Wenn jemand ohnehin vor hat nur im Urlaub zu tauchen, macht es für mich keinen Sinn, die Freiwasserausbildungstauchgänge "zur Abhärtung" in D zu machen. Mehr Sinn macht es da, die Freiwassertauchgänge unter Bedingungen zu machen, den denen ähneln unter denen man später auch Tauchen will. Wenn man sich dann im weiteren Verlauf der Taucherkarriere dazu entscheiden sollte auch mal unter anderen Bedingungen zu tauchen, ist auch das ohne weiteres möglich. Empfehlenswert ist dann allerdings die ersten Tauchgänge unter völlig veränderten Bedingungen unter professioneller Anleitung zu machen.
Ob man nun Theorie und Poolausbildung in D oder im Urlaub macht, darüber kann man fast endlos diskutieren. Die "Poolausbildung" muss übrigens auch garnicht unbedingt im Pool stattfinden, sondern kann auch in Freiwasser mit poolähnlichen Bedingungen durchgeführt werden. Da wird es dann allerdings in D schon schwierig.
Das die Ausbildung in D grundsätzlich besser ist als im Urlaub, ist jedenfalls völliger Quatsch und wenn ich hier von einem Kollegen lese: "Entweder die Ausbildung wird komplett bei mir gemacht oder garnicht." dann wüßte ich als Kunde jedenfalls schon wo ich definitiv nicht hingehen würde. Grundsätzlich denke ich, dass man im Urlaub viel entspannter an die Sache rangeht.
Und ein ganz wichtiger Punkt wurde überhaupt noch nicht erwähnt. Er betrifft die Theorieausbildung. Es gibt mittlerweile auf der ganzen Welt Tauchschulen und Tauchlehrer, die bereits im 21. Jahrhundert angekommen sind und die Theorieausbildung mittels eLearning anbieten. Das sind professionell erstellte Programme, die es dem Tauchschüler ermöglichen die Theorie zu jeder ihm beliebigen Zeit und an jedem ihm beliebigen Ort zu erlernen. Aber für die Kameraden, die sich selber gerne reden hören, ist das natürlich absolutes Teufelswerk.
Gerade beim eLearning macht es Sinn, dies bereits vor der Urlaubsreise zu erledigen, so dass man vor Ort direkt mit der praktischen Ausbildung anfangen kann.
Ich empfehle euch, sucht euch einen Ort aus wo ihr hin wollt, dort sucht ihr euch dann ein paar Tauchschulen im Internet und setzt euch mit denen in Verbindung. Lasst euch Angebote machen und besprecht die Details mit denen und entscheidet euch letzendlich für die, die euch am besten zusagt. Auf der BOOT sind auch viele Tauchbasen vertreten, so dass ihr dort auch mit den Leuten direkt reden könnt.

SirManfredCMAS**** und PADI-RD
13.10.2017 07:43

Moin,

auch ich würde Dir empfehlen, NUR die ABC-Ausrüstung und den Neopren-Anzug zu kaufen.
5mm ist ein guter allrounder und mit dem Scubapro Everflex machst Du nix verkehrt.
Bare und Camaro bauen auch gute Anzüge!
Schau einfach auf der Boot, dort gibt es oft Auslaufmodelle bzw. Vorjahresmodelle recht günstig, die kann man bedenkenlos kaufen

Viel Spaß beim Tauchen.

PS: Macht den OWD, dann einige Tauchgänge und im nächsten Urlaub den AOWD; das macht einfach mehr Sinn.

13.10.2017 11:25

Hi Chipy,

ich (wir) sind soeben aus Ägypten heimgekommen, genauer gesagt vor 4 Stunden. Und dort, bei Coraya in Marsa Alam, haben wir den Tauchschein gemacht.

Hatten ebenso wie ihr, keinerlei Vorkentnisse, ausser Schnorcheln.

Zu allererst, wir haben uns für den Tauchverband SSI entschlossen, weil wir vorab zu Hause schon den kompletten Kurs online

durchgehen konnten und die Wiederholungsfragen, die man sonst im Kurs (abends als Hausaufgaben) machen müsste.

4 Tage gehen sowieso "drauf", kann man wenigstens die Abende genießen

Als Ausrüstung haben wir auch Maske/Schnorchel, Flossen und neopren gekauft, das reicht erstmal. Tauchen und Schnorcheln sind doch zwei paar Schuhe, kann sein dass man irre gerne Schorchelt aber man beim Tauchen nicht zusammenkommt.

Auch bei uns gab es das eine oder andere Problemchen, bis zu einem komplett katastrophalen Tauchgang bei starker Strömung, wo wir überfordert waren.

Dennoch, wir wollen dabei bleiben, Nitrox machen und viel Erfahrung mit Guides sammeln. Alleine würden wir uns noch nicht trauen, tauchen zu gehen.

Ist wie beim fliegen: Man hat die Lizenz aber keinerlei Ahnung oder Feingefühl

Viel Spaß euch

Dive-ManUDI-CMAS TL*
13.10.2017 11:29
@ explorer.
Ich weiß nicht ob du schon mal vor dem Problem gestanden bis. Theorie zu Hause und Praxis im Ausland. Da tut sich einiges auf. Kontaktaufnahme mit der Basis im Ausland. Rückfrage ob sie mit dem Schüler fertig machen. Über die abgelegte Theorieprüfung Bestätigung ausstellen, welche auch im Ausland anerkannt wird. Wie gestalte ich meinen Kurspreis und ein Hauptding, wer prevetiert ? Also da brauchst du gute Freunde auf der ausländischen Basis damit alles glatt über die Bühne geht. Wenn dann im Ausland etwas nicht funktioniert, wer hilft dannn weiter. Sorry es ist halt meine Einstellung, entweder alles bei mir oder nichts bei mir.
13.10.2017 13:31
Ich habe meinen OWD komplett zu Hause gemacht. Dabei sollte man bedenken, dass ich nur 4 Nächte im Hotel in Mosambik war, da gibt es sicher keinen deutsch sprechenden Tauchlehrer oder deutsche Unterlagen.

An Material hatte ich meine ABC Ausrüstung (Maske, Schnorchel, Füsslinge, Flossen), die musste ich für den OWD Kurs kaufen. Ausserdem habe ich mir noch meinen eigenen Tauchcomputer gekauft.

Erst kurz vor Abreise als ich die detailierten Unterlagen bekommen hatte, stellte ich fest das die Tauchbasis gar keine Schulung anbietet, man muss ausgebildeter Taucher sein um dort tauchen zu gehen. Einzig die Freiwasserausbildungstauchgänge werden dort gelegentlich von Gästen gemacht. Ich hatte also alles richtig gemacht!

Für den Urlaub nahm ich nur meine Maske, Schnorchel, Füsslinge und Tauchcomputer mit. Die Flossen fielen dem Gepäck-Gewichtslimit zum Opfer. Die Füsslinge hatte ich umsonst mitgenommen da es auf der Basis nur Schwimmbadflossen gab - da hatte ich mich verspekuliert. Die Schwimmbadflossen waren aber absolut in Ordnung.

Die Variante "persönliche Maske und Tauchcomputer - alles andere auf der Basis leihen" wurde dort von den meisten Gästen angewendet.

Gruss
Wernfried

explorer08Commercial Diver // PADI MI // CMAS **TL // PSD Instructor
13.10.2017 19:21

@Dive-Man

Die Situation hatte ich oft genug und von beiden Seiten, sowohl als ich noch in D gelebt und gearbeitet habe, als auch seit ich im Ausland lebe und arbeite.
Wenn man mit einem professionellen Verband arbeitet ist das überhaupt kein Problem. Dann gibt es vom Verband Überweisungsformulare, die füllt der überweisende TL aus und gibt sie seinem Schüler. Alles weitere regelt der Schüler mit der Basis seines Vertrauens im Ausland selbst. Und falls diese Basis irgendwelche Rückfragen an den überweisenden TL hat, so enthält das Überweisungsformular auch dessen Kontaktdaten und die Basis kann jederzeit gerne bei ihm Rückfrage nehmen.

Wer brevetiert ist vom Verband ganz klar geregel:. Der TL, der den letzten Freiwassertauchgang mit dem Schüler macht.

Als überweisender TL brauche ich weder gute Freunde im Ausland, noch muss ich den die Ausbildung weiterführenden TL überhaupt kennen. Ich brauche nur einen vernünftigen Verband.

Und wenn du ein Problem mit der Kurspreisgestaltung hast, dann solltest Du mal einen Kurs in Mathe oder in BWL belegen.

explorer08Commercial Diver // PADI MI // CMAS **TL // PSD Instructor
13.10.2017 19:24
@Chipy
Noch ein kleiner Hinweis. SSI ist nicht der einzige Verband der eLearning anbietet. Es gibt da auch noch andere und wahrscheinlich weiter verbreitete. Einfach mal Tante Google fragen. Ich will ja hier schließlich keine Werbung machen. lol2
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