Hmmm,
in Deutschland ist die Ausbildung … *anders* - vielleicht, aber pauschal sicherlich nicht besser.
Dass die grundlegenden Fertigkeiten hier wie da weitestgehend identisch sein sollten - nämlich gemäß den Standards, darüber dürfte doch Einigkeit bestehen. Dass es hier wie da Ausbilder gibt, die – gelinde gesagt – selbst noch Ausbildung benötigen würden, liegt ebenso auf der Hand.
Wie oft kommen einem solche „Horrorgeschichten“ zu Ohren, egal ob in D, TH oder sonst wo auf der Welt. Das schenkt sich doch nichts. Dass man von den „sogenannten“ schwarzen Schafen im Ausland ein weniger öfter hört, liegt aus meiner Sicht nur darin begründet, dass die Anzahl der Basen im Ausland einfach um ein Vielfaches höher als hier ist. Prozentual dürfte sich das im selben Rahmen bewegen, oder irre ich da?
Dass ich in meiner Ausbildung (im warmen Meer) nichts von dunkel, kalt und trübe erlebt und auch dahingehend vermittelt bekommen habe (außer ein paar wenigen theoretischen Hinweisen), sondern eher Tips bekommen habe, wie man sich im Meer verhält, bspw. bei Strömung etc. pp., liegt doch auf der Hand. Meinem Buddy, die hierzulande ausgebildet wurde, wurde eher erklärt, wie man sich über sedimentreichen Grund verhält und so weiter. Ihr erster Tauchgang im Meer war auch nicht von Spaß gekrönt, genauso wenig wie mein Erster im 4° kalten See.
Dass ich, egal wie ausgebildet, mich an einem neuen (unbekannten) Tauchplatz und erst recht unter neuen Umgebungen und Bedingungen erstmal zurecht finden muss, ist doch schon irgendwie klar, oder nicht! „Discover local diving“ eben. Und dass es da bisweilen ein wenig hakt und nicht einer Perfektion gleicht, ist doch offensichtlich.
Und wenn ich sehe, weil selbst erlebt, wie sich mit vielen Sternchen behaftete Taucher in einer satten Wirbelströmung angestellt haben (reine Seentaucher bis dato), dann wäre es doch vermessen dies anzuprangern. Nur weil man (ich) selbst in vielen, vielen Tauchgängen sich daran gewöhnt hat und die Handhabung solcher Situationen eher in Richtung Routine tendieren.
Aber es liegt einfach in der Natur des (oder besser vieler) Menschen sich in Vorurteilen und Pauschalierungen zu verrennen oder in Grundsatzdiskussionen abzutauchen.
Naja, es gibt sinnvolleres – ich würd’s mal mit Tauchen versuchen, nett bei dem Wetter. Aber Achtung, der ein oder andere See hat aufgrund der vergangenen Regentage sichtmässig stark gelitten. Aber egal, wer die 30°-Celsius-Strömungssuppe überstanden hat, der kommt auch mit einer 30-Zentimer-Sicht klar. Oder!?
Gruß
Joe
PS: glücklicherweise gibt’s in der realen Welt weniger Unangenehme als wie einem hier oftmals Glauben gemacht wird
