Hier können alle Fragen zum Thema Tauchausbildung ausgiebig diskutiert werden. Verbandsübergreifend kann hier nach allem gefragt werden was zum Bereich Aus- und Fortbildung gehört - moderiert von erfahrenen Tauchern.
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Anfänger Fragen

Hi

Ich bin 25Jahre komme aus Berlin und bin neu hier im Forum. Seit geraumer Zeit liegt mir der Gedanke am Herzen, Tauchen zu lernen. Nun ist der Punkt gekommen, wo ich konkrete Schritte machen möchte. Einiges an Literatur hab ich schun durchgestöbert und somit kamen auch die ersten Fragen auf:

-Es gibt verschiedene Tauchorganisationen wie PADI, SSI, NAUI, ACUC usw. Was ist der Grund dafür, muss man irgendeiner angehören und wenn ja was sind die Unterschiede?
-Verschiedene Anbieter bieten Tauchkurse an die mit einer Prüfung abschließen. Muss man die Prüfung absolvieren um auf offener See respektive Meer Tauchen zu dürfen?
-Es gibt Trocken- und Halbtrockenanzüge. Ich nehme an, Trockenanzüge braucht man entweder bei großer Kälte oder großer Tiefe. Für den "normalen" Rifftaucher ist der Halbtrockenanzug ideal, lieg ich da falsch?
-Worauf sollte man als erstes achten, wenn man gebrauchte Anzüge, Flaschen usw. kauft?

Ich möchte nicht monateweis auf dem Trockenen sitzen und mich durch zahllose Bücher quälen. Auch wenn Tauchen kein ungefährlicher Sport ist, lieb ich den Sprung ins kalte Wasser nicht nur aus sportlicher Sicht. Was würdet ihr nun als nächstes tun?


Gruß
Toxx
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18.01.2008 23:40
Hallo Toxx

suche dir eine Tauchschule aus mit der du zufrieden bist. Spreche mit dem Tauchlehrer und vergleiche Preis / Leistung.

Ich werde hier keine Verbandsdiskussion anzetteln ... (meine Otternasen sind nämlich aus)

Die Unterschiede liegen in der Ausbildung und den Anforderungen die an dich gestellt werden. Suche dir ggf. eine Tauchschule die mehrere Verbände und deren Ausbildung anbietet ... und vergleiche diese.

Man muss den Tauchschein abschliessen um das Brevet zu bekommen das ab und an auf hoher See / oder im Baggerloch gesehen werden will.

Es gibt verschiedene Anzüge - richtig ! Was willste denn damit machen ?? Willst du hier in Deutschland tauchen ? Dann solltest du dir einen vernünftigen halbtrockenen Anzug zulegen - der auch gerne 7 mmm haben darf. Im tropischen gehen auch dünnere Anzüge / je nach dem.

Es gibt aber auch Nassanzüge

Trockenanzüge braucht man - also ich - das ganze Jahr über. Bin ich im ersten Jahr noch Halbtrocken durchgetaucht - was auch gehen kann - verweichlicht der Taucher (also ich) von Tauchgang zu Tauchgang. Ich entscheide immer für mich wann ich den Trocki nehme - z.B. im Sommer wenn´s dann - in meinen Augen - für den Semi Dry zu "schattig" ist.

Beachte bei gebrauchten Anzügen das die Dinger dir auch passen ... Also es nutzt dir kein halbtrockener etwas der 3 Nummern zu gross ist - da kannst auch nen günstigen Nassanzug nehmen - und wenn das Ding zu klein ist - nutzt es auch nichts.

Solltest du nen Trocki schiessen wollen - dann überzeuge dich davon das der auch passt (passt inkl. Unterzieher oder vergleichbaren) und das der auch dicht ist.

Flaschen sollten TÜV haben. Das heisst: Nimmst du ggf. ne Flasche ohne TÜV kann die eventuell keinen mehr kriegen. Und vom TüV angebohrte Flaschen zurückzubekommen ist NICHT WITZIG !

Was würde ich an deiner Stelle tun:
Mir ein paar Tauchlehrer raussuchen die nach den oben angegebenen Verbänden ausbilden. Pack da noch den CMAS, VDST oder Barakuda mit hinzu beim informieren und sieh zu welcher dir und deiner "Wellenlänge" am nächsten kommt. Sprich mit ihm über das was du "tauchen" willst und vor allem das "wo"

Die Zeit ist günstig jetzt mit Theorie und Schwimmbad anzufangen und mit den ersten Sonnenstrahlen ins deutsche Freiwasser zu gelangen. Bis du das wirklich mal gemacht hast - auch im Freiwasser - würde ich über AUSRÜSTUNGSKAUF noch nicht "gross" nachdenken. Vielleicht gehörst du ja zu denjenigen die lieber Rad fahren ... und bevor du dir da nicht sicher bist - lass das kaufen - hinterher haste ne Tauchausrüstung aber kein Rad

jo - und wenn es einigermassen gut abläuft ... kannst du zum Offiziellen Antauchen (wenn´s nicht schon in 2 Wochen ist) deinen Tauchschein haben und mit antauchen.

Ich hoffe ich konnte helfen
18.01.2008 23:41
äh, Tauchen ist eine ungefährlicher Sport.

Wenn du deine Frage in die einzelnen Fachbereiche gelegt hättest wäre das Antworten leichter.

Orgs. für den Anfänger unwichtig.

Geht nur mit Prüfung Thoerie/Praxis soweit man Prüfungen im Anfängerbereich Prüfungen nennen kann.


Anzüge: benutz die Suchmaschine hier bei Tauchernet das Thema ist sehr lang und schon sehr sehr sehr oft beantwortet worden.

Worauf du achten musst? auf lauter Sachen von denen du jetzt noch keine Ahnung hast. Laß dich also im Fachgeschäft beraten und wenn du dir das nicht leisten kannst such dir einen ECHTEN Freund der dir helfen kann.

GRuß,
D3
18.01.2008 23:46
Aso - ...
wenn du Info über Ausbildung, Ausrüstung und die verschiedenen Verbände usw. komprimiert haben willst

Ich glaub von morgen bis nächsten Sonntag startet die Boot 2008 in Düsseldorf

Da kriegste INFO bis zum Abwinken

(Ich weiss - ist nicht wirklich um die Ecke - aber immer wieder interessant)

Das aber nur am Rande

Gruss in die Hauptstadt
tl3Instructor Trainer
18.01.2008 23:46
@Toxx
„Was würdet ihr nun als nächstes tun?“
Ich würde mich zu einem Tauchkurs anmelden, und mir alles im Rahmen der Kurses erklären lassen.

„Es gibt verschiedene Tauchorganisationen wie PADI, SSI, NAUI, ACUC usw. Was ist der Grund dafür, muss man irgendeiner angehören und wenn ja was sind die Unterschiede?“
Wenn du mit dem Kurs wartest, bis die Frage erschöpfend ausdiskutiert wurde, wird du noch sehr lange auf den trocknen sitzen.
18.01.2008 23:57
Hallo Toxx,

willkommen im Taucher.Net. Ich stimme D3 zu, dass es fast besser gewesen wäre, Deine Fragen zu trennen. Worüber ich mir an Deiner Stelle jetzt überhaupt keine Gedanken machen würde ist, welche Ausrüstung du brauchst! Der nächste Schritt wäre es zum Arzt zu gehen und herausfinden zu lassen, ob Du überhaupt tauchtauglich bist.

Dann überlegst Du Dir, ob Du die Ausbildung hier oder im Urlaub machen möchtest und suchst Dir (z.B. mit Hilfe der Basen-DB hier) eine Tauchschule.

Wo ich D3 widerspreche ist die Gefährlichkeit - denn Tauchen ist ein potentiell sehr gefährlicher Sport, auch wenn die Wahrscheinlichkeit einmal einen Tauchunfall zu haben nicht besonders groß ist. Aber wenn etwas passiert kann das schnell gravierende Folgen haben. Deshalb ist eine gute Ausbildung wirklich sehr wichtig.

Übrigens ein guter Startpunkt für Anfänger ist das Titelthme "Tauchnovizen" von DiveInside, dem OnlineMagazin von Taucher.Net: http://www.diveinside.de/ausgabe_2.html

Gut Luft,

Andreas
19.01.2008 00:39
Hai toxx,
kann mich den Vorrednern nur anschliessen.
Ansonsten willkommen in Berlin
vielleicht sehen wir uns ja mal bei:
www.berliner-taucherstammtisch.de
19.01.2008 01:54
Der Sternetaucher grüßt den Teichmeister.
19.01.2008 02:00
Deine Fragen sind ja alle schon beantwortet. Was noch bleibt, es macht nichts das Du erst 25 Jahre bist, das ändert sich jährlich. Auch aus Berlin zu sein ist nicht wirklich schlimm.
19.01.2008 09:20
Hallo Jungs (und Mädels falls welche drunter sind )

Danke mal für die vielen Antworten. Hätte nicht gedacht, dass ich so rasch eine Resonanz bekomme. Werde nächste Woche mal bei Tiefenrausch vorbeischauen die bieten auch Kurse an.

Grüße
Toxx
Kölle AlaafPADI - DM,SSI-MD ...
19.01.2008 11:14
"Vorbeischauen" ist für einen Anfänger die wichtigste Entscheidung: damit ist der erste Schritt getan (bei welchem Verband auch immer man dann landet). Und dann fragen, fragen, fragen - dabei stellt sich schnell heraus, ob man der Person, die die Fragen mehr oder minder gut beantwortet, seine Tauchausbildung "anvertrauen" will - neben fachlicher Kompetenz hat das insbesondere auch was mit Persönlichkeit bzw. sozialer Kompetenz, oder anders ausgedrückt "dass man auf der gleichen Wellenlänge" taucht, zu tun. Den Verband kann man bei weiteren Ausbildungsstufen immer noch wechseln, wenn es denn sein soll bzw. "muss". Und die Ausrüstung kommt erst dann, wenn feststeht, dass man überhaupt richtig Spass am Tauchen hat - dafür sollte man aber erst mal den Kopf unter Wasser gehabt haben.

Viel Spass jedenfalls mit Deinem neuen Hobby !!!!
19.01.2008 11:23
Naja: mann könnte denNamen "Tiefenrausch" ja mal hier im Tauchernet nachsuchen lassen ...

Die Suchfunktion nutzen und mal sehen was andere so über "Tiefenrausch" schreiben

PraetoniusIntro-Cave, Normoxic Trimix, TL
19.01.2008 11:39
Eine Alternative zur Ausbildung in einer Tauchschule ist sicherlich dann noch der Eintritt in einen Verein. Dort hast du zum Großteil auch die Wahl welchen Verband du nun nehmen willst und die Ausbildung ist dort vielleicht sogar entspannter (weil mehr Zeit).

Der große Vorteil von einem Verein ist natürlich, dass du dort dann auch gleich andere Tauch"verrückte" kennen lernst, mit denen du nach bestandener Ausbildung gleich in den nächsten See springen kannst ;)
19.01.2008 13:26
Hallo toxx,
in Berlin kann ich dir Haubentaucher.biz empfehlen. Solide ,kompetente Ausbildung.

Eine gute Schule stellt dir Ausserdem die Ausrüstung zur Verfügung. Kauf möglichst erst wenn du sicher bist und was du kennst. Gerade beim Tauchen heißt es sehr schnell " Wer billig kauft, kauft 2 mal" . Ausserdem hängt deine Gesundheit an der Zuverlässigkeit deiner Ausrüstung.
19.01.2008 13:59
Hallo Toxx,
meiner Meinung nach sollte Dein erster Schritt sein, dass du eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung machst. Die brauchst Du unabhängig von der Tauchschule bei der Du Deinen Kurs machen möchtest. Diese Untersuchung kann jeder Allgemeinmedeziner durchführen. Ich würde Dir aber raten, auf der Seite www.getuem.org einen auf Tauchmedezin spezialisierten Arzt in deiner Nähe zu suchen.
Gruß Rasmus
19.01.2008 15:58
Hallo Toxx, lass Dir kein X für ein U vormachen. Eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung (kurz: TTU) brauchst Du nur, wenn Du für Dich weißt, dass mit Dir gesundheitlich irgendwas nicht in Ordnung ist (Deine "Krankheitsgeschichte" wirst Du hoffentlich kennen?). Wenn Du zu einer der führenden Tauchschulen gehst, wird man Dir als Tauchschüler das sogenannte "Medical Statement" vorlegen. Was da drinsteht, kannst Du im WWW sehen: http://www.padi.com/padi/common/pdfs/sd/MedicalStatement_07_G.pdf . Da Du selbst in Deiner Eingangsfrage die Tauchsportverbände benannt hast, mit dem Medical Statement arbeiten alle im RSTC zusammengeschlossenen "Vereine" (ACUC, BARAKUDA, NASDS, PSS, SNSI, IDEA Europe, IDD, PADI and SSI, as well as DAN) und RSTC wird auch von der weltweit agierenden "UNDERSEA & HYPERBARIC MEDICAL SOCIETY" unterstützt. Also bist Du in einem solchen "RSTC-Verein" immer auf der sicheren Gesundheits-Seite, da RSTC weltweit bekannt ist. Die an verschiedenen Stellen genannte GTÜM ist eine Gesellschaft, die sich ausschließlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz befindet und deren TTU manchmal, und vor allem öfters, in den weltweiten Basen nicht gekannt und deshalb nicht anerkannt ist. Dann legt man Dir dort zusätzlich das RSTC-Formular zum Ausfüllen vor. GTÜM wird hauptsächlich vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST), der nach CMAS ausbildet, verwendet.

Alles andere, was für die Ausbildung notwendig ist, haben oben schon die anderen beschrieben. Wichtig für Dich und Dein Leben ist auch, über eine Tauchsportversicherung nachzudenken. Bei DAN (Dive Alert Network) bist Du dabei am besten aufgehoben, sofern Dein Privatversicherer in Deinen Unfall- oder Lebensversicherungen so etwas (gegen geringen Aufpreis zu bestehenden Verträgen) auch anbietet.

Also los, anmelden und Tauchen lernen.

Viel Spaß
PhilipPADI DM, CMAS**
19.01.2008 16:36
Hallo Toxx,

lass dir nicht irgend einen Schmarrn von Leuten erzählen, die offensichtlich keine Ahnung haben. In Deutschland wirst du nämlich keine Tauchschule oder Tauchverein finden, die dich ohne TTU ins Wasser lassen. Das gilt auch für die genannten Organisationen PADI, SSI und andere (übrigens SLT, Barakuda bildet nach CMAS aus, auch wenn sie im RSTC sind und verlangen immer eine TTU). Das Medical Statement ist in Deutschland bedeutungslos und reicht nicht aus. Hintergrund ist u.a. ein versicherungstechnischer für die Tauchschulen. Würde dir etwas während der Ausbildung passieren und dabei rauskommen, dass Du keine gültige TTU hast, könnte das für die Tauchschule haftungstechnisch richtig bitter aussehen. Und das Risiko gehen die nicht ein.

Außerdem ist eine TTU für Dich auch wichtig. Gerade beim ersten mal sollte man eben schon schauen, dass alles passt. Wir hatten bei uns mal den Fall, dass bei einer Taucherin im Freiwasser rauskam, dass sie Probleme mit den Nebenhöhlen hatte. Die TTU war von ihrem Taucharzt total oberflächlich ausgestellt worden. Tja, war Pech, sie hat ein Barotrauma davon getragen, keinen Schein bekommen und das Geld für den Kurs war auch weg.

Nächster Schmarrn: Die TTU der GTÜM ist natürlich weltweit anerkannt, da die ausländischen Basen in der Regel auch die entsprechenden Bescheinigungen von sonstigen Ärzten akzeptieren. Und sollte das wider Erwarten mal nicht der Fall sein dann genügt denen meist eh die Selbstauskunft.

So oder so, sprich mit ein paar Leuten vor Ort und lass dich in den Shops beraten.

Philip

P.S.: Auch das mit den Tauchversicherungen ist so wie beschrieben ein Schmarrn. Während deiner Ausbildung brauchst du keine (du bist versichert) und anschließend kannst du dir Gedanken machen.
19.01.2008 17:56
Hab heut nachmittag etwas umhergestöbert. Die meisten Anbieter bilden nach PADI oder CMAS aus. Was micht nun interessiert ist welche Vor- und Nachteile bei beiden sind.
Verfällt der Tauchschein eigentlich oder muss man eine bestimmte Anzahl von Tauchgängen nachweisen um den Schein behalten zu können? Ich nehme mal an, dass er keine Jahresgebühr oder dgl. nach sich zieht, oder?

Gruß
Toxx
PraetoniusIntro-Cave, Normoxic Trimix, TL
19.01.2008 18:42
Nein, der Tauchschein verfällt nicht und zieht auch keine Jahresgebühr mit sich

Vor- und Nachteile der beiden Organisationen... Tja, darüber streiten sich die Geister ;)
19.01.2008 19:19
Der Tauchschein zieht keine Gebühren nach sich ... Die Tauchversicherung (DAN oder Dive Card oder VDST Versicherung) schon.
Aber zieh erstmal die Ausbildung durch und dann kannst du die immer noch abschliessen.

Die TTU wirste brauchen. Erkundige dich hier bei VERSCHIEDENEN ÄRZTEN was die kostet. In der Regel gibt es hier auch diverse Unterschiede im Preis - meine - grad aktuell liegt bei knapp 90 Euro - die eines bekannten Tauchers schon bei fast 150 Euro. Frage da ruhig nach - das allein kann schon bares Geld sein.

Gemacht werden diverse Tests - u.a. Lungenfunktion.

Ich spar mir das mal alles aufzuzählen - aber durch http://www.gtuem.org/76/Tauchtauglichkeit.html
gibts die Info

Vor und Nachteile von CMAS, PADI und Co.

Wir wollen doch auf dem Wege wo´s grad sachlich ist keine Verbandsdiskussion vom Zaun brechen
(meine Otternasen sind immer noch aus)

Wie schon mehrfach gesagt:
Schau dir - auch mehrere - Tauchschulen / Tauchlehrer an ... sprich mit Ihnen und entscheide für dich wer es dann sein soll.

(Nur weil ich den TL XY klasse find heisst´s ja nicht das du auch mit ihm zwangsläufig zurande kommen musst)

19.01.2008 19:21
@Philip, woher nimmst Du die Information, das Toxx seine Tauchausbildung in Deutschland machen will? Er schreibt im Eingangsthread " ... auf offener See respektive Meer Tauchen ... " und " ... den "normalen" Rifftaucher ... ".

" ... da die ausländischen Basen in der Regel ... " Der Ausdruck "In der Regel" schränkt immer stark ein. Hier habe ich u.v.m. ein Beispiel, wo es nicht "in der Regel" ist: http://www.sinai-divers.de/sd/deutsch/basis/village/village_index.htm . Direkt in der Mitte der Seite kann man weiß auf schwarz nachlesen, dass das RSTC-Formular unterschrieben werden MUSS!

Und noch zur Versicherung: Keineswegs ist ein Tauchschüler von selbst während der Ausbildung versichert. Der Tauchlehrer mit seiner Ausbilderhaftpflichtversicherung haftet nur für Schäden, die er fahrlässig während der Ausbildung erzeugt. Alle "normalen" Tauchunfälle hat der Schüler selbst zu tragen.

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@Toxx, überleg mal, ob Du Deine Tauchausbildung unter Stress (Deutschland: kaltes Wasser, Sichtweiten im Frühjahr/Sommer/Herbst bis höchsten 4 Meter in der Ausbildungstiefe, als Biolandschaft ab und zu mal `ne Wasserpest und ab und zu mal ein klitzekleiner Barsch) oder völlig entspannt in der schönsten Zeit des Jahres (Urlaub: warmes, klares Wasser mit Sichtweiten in Ausbildungstiefe bis zu 20 Metern, viele bunte Fische, Korallen, ...) machen willst.

Pass auf, gleich kommt ein ganz schlauer ums Eck und schreibt Dir was von "... und wenn Du mal in einheimischen Gewässern tauchen willst, MUSST Du Deine Ausbildung zu Hause machen, bla bla bla...". Was meinst Du, wieviele im taucher.net registrierte User sich dazu bekennen, reinrassige Warmwasserurlaubstaucher zu sein? Hunderte.

Und falls es dazu kommt, dass Du Deine Ausbildung im nächsten Urlaub machst, ist auf die GTÜM-TTU gekackt (um es vornehm auszudrücken), siehe oben am Beispiel Sinai Divers mit seinen sechs Tauchbasen. Die sind wenigstens schon im Vorhinein ehrlich, alle anderen informieren Dich erst direkt vor Ort darüber. Hand drauf. Weil man Dir weltweit genau aus den Versicherungsbedingungen des Ziellandes den RSTC-Bogen zum Unterschreiben hinlegt (wenn Du Glück hast, in deutscher Sprache)!

Aber Du bist alt genug, um das selbst zu entscheiden. Einen GTÜM-Arzt in Deiner Nähe findest Du http://www.gtuem.org/62/Taucherärzte.html . Dein Hausarzt darf jedoch auch diese Untersuchung machen, wenn er sich an die Untersuchungsrichtlinien hält (!!) http://www.gtuem.org/208/Tauchtauglichkeit/Untersuchungsrichtlinien.html Ist sogar von Vorteil, weil er Dein bisheriges "Gesundheitsbild" kennt und in den Akten hat.

Toxx, zu Deiner letzten Frage: Der Unterschied zwischen PADI und CMAS ist der, dass PADI nach amerikanischem Standard weltweit ausbildet und anerkannt ist. CMAS ist eine europäische Geschichte (Ursprung Frankreich), die zwar bekannt, jedoch nicht immer anerkannt wird (z.B. Lateinamerika und Nordamerika. Vereinzelt sind Fallbeispiel hier im taucher.net nachzulesen). Zur Ausbildung selbst sei gesagt, dass diese bei CMAS schwieriger und langwieriger ist, PADI ist mehr auf "den Spass und das Abenteuer" ausgelegt. Wie die Ausbildung abläuft, liegt jedoch nicht im Titel oder im Namen der Organisation, sondern einzigst und allein in der Qualität der Tauchschule und ihrer Ausbilder.

Also los, anmelden und Tauchen lernen.

Viel Spaß
19.01.2008 19:34
@schon lange Taucher:

Ausbildung zu Hause machen:
Schreib ich sicherlich nichts von ...

Aber mach die heimischen Seen nicht alle schlecht !

Hemmoor hat ausgezeichnete Sichtweiten, hier im Blausteinsee ist´s auch mehr als 4 Meter

OK - bunte Fische gucken kannste hier nicht so dolle - oder an Korallen Riffen vorbeitauchen

(dafür wohn ich hier und will ausser in der Urlaubszeit auch Tauchen)

Was den DOC angeht:
Dein TL der DICH ausbilden wird - wird dir hierzu das ein oder andere sicherlich sagen. Dieser hat seine Standards (Regeln der Verbände) einzuhalten und das wird er sicherlich tun.

Was das weltweite anerkennen angeht:
Sollte sich ein Basenleiter nicht sicher sein was du ihm da vorgelegt hast - (das kann dir auch mit PADI oder CMAS Brevets passieren) wird er mit dir einen Checkdive machen.
(er lebt von deinem Geld das du da lassen willst)

und das bringt uns wieder zu schwarzen und weissen Wollziegen ...

19.01.2008 20:34
Hallo schon langer Taucher,

ganz ehrlich gesagt - ziemlicher Müll was Du hier ablässt, das meiste davon ist einfach nicht richtig. Ich habe oben geschrieben, dass er zum Arzt gehen soll um zu sehen ob er tauchtauglich ist - der Grund genau der den Philip beschrieben hat - persönliche Sicherheit. Ob man dann die TTU bei einer ausländischen Basis hinlegen kann oder den Wisch unterschreiben muss ist erst einmal zweitrangig. Einzelbeispiele hier zu bringen ist daher auch Panne denn ich kenne in Ägypten eine Basis da wurde die TTU verlangt. Kann man daraus Rückschlüsse auf ganz Ägypten ziehen? Nur wenn man klugscheißen will.
Ich habe den PADI Wisch bisher nur ein einziges Mal unterschrieben, bei einer Basis in Mexiko. Den anderen mexikanischen Basen genügte meine TTU. Die reichte auch in Australien.

"Dein Hausarzt darf jedoch auch diese Untersuchung machen, wenn er sich an die Untersuchungsrichtlinien hält (!!)" Das ist auch ausgesprochener Quark. Es wird zwar sehr empfohlen, die TTU nach den Richtilinien der GTÜM zu machen, aber es gibt keine Verordnung oder Gesetz, was dies vorschreiben würde. Letztlich muss Dir ein Arzt nur bescheinigen, dass Du tauchtauglich bist.

Der Unterschied zwischen PADI und CMAS liegt wohl nicht unbedingt in der Anerkennung. Es ist überhaupt kein Problem mit irgendeinem Brevet irgendeiner Organisation überall in der Welt tauchen zu gehen. Warum? Weil es inzwischen Internet gibt und die Tauchshops theoretisch nachgucken könnten was sie da vor sich haben. Tun sie aber nicht, denn sie wollen ja Kohle machen. Also passiert das was Euregiotaucher sagte - es wird ein (natürlich kostenpflichtiger) Checktauchgang gemacht.

Vielleicht solltest Du, Schon lange Taucher, mal Dein Wissen auffrischen.

@Toxx Letztlich ist es für die Anfängerausbildung völlig egal ob PADI, CMAS, BSAC oder sonst etwas, was wichtig ist ist der Lehrer. Wie man da ein wenig Auswahl treffen kann, habe ich ja im Artikel, den ich oben erwähnt habe, geschrieben.
Letztlich ist der Unterschied zwischen PADI und CMAS, das PADI eher auf den Aspekt Tauchen ist Fun ausgerichtet ist, wogegen CMAS das Tauchen eher aus sportlichen Aspekten sieht. Da man aber jederzeit von der einen zur anderen Organisation wechseln kann (ich habe selbst Brevets von 4 Organisationen) ist das alles kein Grund, sich am Anfang darüber den Kopf zu zerbrechen!

Gut Luft,

Andreas
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
19.01.2008 23:58
Andreas:

Es ist eigentlich alles gesagt. Nur zu einem Punkt vielleicht noch:

"Der große Vorteil von einem Verein ist natürlich, dass du dort dann auch gleich andere Tauch"verrückte" kennen lernst, mit denen du nach bestandener Ausbildung gleich in den nächsten See springen kannst ;)" -> nichts gegen Vereine, es gibt sehr gut mit tollen Leute. Nur, dieser Vorteil ist nicht von Vereinen gepachtet. Die meisten Tauchschulen hier, egal im welchen Verband, haben Taucher, die regelmäßig tauchen, Stammtische und Interessensgruppen bilden, Ausfahrten machen, mit ins Bad zum Üben gehen usf. usf. und alle Tauchschulen helfen bei der Suche nach einem Buddy oder stellen Guides und MAterial. Trotzdem ist der Hinweis gut, also bei der Auswahl auch hiernach schauen.
Viel Glück.
20.01.2008 12:37
Guten Tag Herr Nowotny, gegenüber mir als unregistriertem Besucher (und auch als registriertem User) haben Sie den Vorteil, Ihre Meinungen ganz nach belieben kund zutun. Mal als privater Kumpel (Nowotaucher), mal als gestrenger Dienstherr (Andreas Moderator) oder gar als Knüppelschwingender taucher.netter (Andreas Team-TNet).

Ich lese aus Ihren Zeilen, dass ich nicht unrecht habe, denn wenn das Meiste davon einfach Mist ist, dann ist das Wenige richtig gewesen?

Weiterhin habe ich verstanden, dass eine Vernetzung von internationalen Tauchsportorganisationen, "um minimale Sicherheitsstandards für die Ausbildung von Tauchern und Tauchlehrern festzulegen und der Unterstützung eines besseren Verständnisses zwischen den Mitgliedern sowie einer verstärkten Akzeptanz der Taucherbranche auf europäischer und weltweiter Ebene zu dienen" (Recreational Scuba Training Council = RSTC ), nichts wert ist, denn wer einen "Wisch" kreiert, der auch noch von der weltweit agierenden "Undersea & Hyperbaric Medical Society" und dem "Divers Alert Network DAN" unterstützt ist, kann nichts taugen. Und zu allerletzt legen einige, auch hier im taucher.net gut bekannte Tauchbasen (Sinai Divers, Emperor Divers, Euro Divers, Sydney Project Dive Team, Pro Dive Cairns [Great Barrier Reef]), ... diesen "Wisch" auch noch den Tauchschülern zum Unterschreiben vor?! (Damit es nicht bei der Panne mit dem "Einzelbeispielen" bleibt.)

"Nur bescheinigen, dass Du tauchtauglich bist?" Ohne die GTÜM-Richtlinien kann er zur TTU von mir aus aus dem Fenster schauen und jedem die Tauchtauglichkeit auf der Schürze seiner Sprechstundenhilfe quittieren. Aber bitte schön nicht auf dem GTÜM-Formular. Denn dort bestätigt der Arzt mit Unterschrift und Stempel, dass er die Untersuchung nach den Richtlinien gemacht hat: "Mediz. Vorsorgeuntersuchung von Sporttauchern nach den Richtlinien (Ausgabe 1998) der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizien e.V. (GTÜM)". Also bleibe ich bei meiner Aussage: "Der Hausarzt darf auch diese Untersuchung machen, wenn er sich an die Untersuchungsrichtlinien hält (!!)."

Noch eine letzte kleine Anmerkung: Ob ich mir am Anfang einer Taucher-"Karriere" Gedanken über die Ausbilung und die Organisation mache ist schon wichtig. Denn man kann zum Marktführer mit seinen 80% Marktanteil gehen (PADI) oder halt zu jemand anderem. Das entscheidet jeder bitte für sich selbst.

Ich wünschen Ihnen, Herr Nowotny, und allen anderen einen schönen Sonntag.

Schon-Lange-Taucher
(der jährlich auf Tauchtauglichkeit untersucht wird und trotzdem im Urlaub auf jeder Tauchbasis das Medical Statement unterschreiben musste)
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@Philip , auch "Barakuda"-Tauchbasen arbeiten mit dem "Wisch" nach RSTC: http://www.j-dive.de/academy/pdf/untersuchungsbogen.pdf . Denn dieser "Wisch" kann bei der Barakuda-Zentrale abgerufen werden bzw. wird von dieser ihren Partnertauchschulen zur Verfügung gestellt.
20.01.2008 12:58
Ich würde Toox einen Verein empfehlen. Die Ausbildung ist sehr gründlich und es wird ihm keiner noch irgendein Speciality verkaufen wollen. Interessant wäre noch aus welchem Bezirk er kommt.

Ein Bekannter hat vor kurzem in einer Tauchschule seinen Tauchschein gemacht und hat dafür 350,-Euro gezahlt. Der Tauchladen hat ihm dann noch Equipment für 1200,- Euro verkauft (angedreht würde besser passen), wovon die hälfte Mist war, das wäre ihm bei uns im Verein nicht passiert.
So richtig toll fand ich dabei, dass man ihm mit 8 Tauchgängen, die er hatte, versucht hat, ihm den AOWD aufzuschwatzen.
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