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SrkiSSI-OWD

Anerkennung von SSI Specialities bei CMAS

Hallo zusammen,

ich habe eine einfache Frage – werden die Specialities von SSI bei CMAS/VDST anerkannt?
Beispiel: ich weiß dass die Voraussetzung für z.B. ein CMAS** Orientierung unter Wasser, „Gruppenführung“ und ein „Medizin-Seminar (HLW)“ sind. Bei SSI gibt es ein Kurs – Navigation dessen Inhalt der Orientierung unter Wasser entspricht. Wenn ich bereits die Navigation bei SSI gemacht habe, muss ich für CMAS** unbedingt die Orientierung unter Wasser machen?

Besten Dank!

Grüße
Serge
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tauchgeistPDG Seepferdchen3 und überhaupt
28.01.2014 13:58
Moin Serge,

für CMAS ** brauchst Du das nicht, wenn Du späte rmal den *** machen möchtest ( was empfehlenswert ist ) , steht eine Anerkennung nichts im Wege.

Schau mal hier unter Punkt 6.)

http://www.vdst.de/uploads/media/dtsa_aequivalenzliste_2009-02_01.pdf

tg
28.01.2014 15:52
Hi,

Gruppenführung, HLW und Orientierung braucht man sehr wohl für Cmas**, das ist in der Äquivalenzliste etwas irreführend, ebenso steht dort das die Brevets von anderen Verbänden nur weil sie Äquivalent sind nicht automatisch anerkennt werden. In dem Diagramm der Ausbildungsstufen ist es übersichtlicher. http://www.vdst.de/uploads/media/VDST_Ausbildungsstufen.jpg

Kein Plan wie man hier n link setzt, bin noch neu

gruß

Dude
haitaucherinSSI-AOWI,IAC,CMAS**M
29.01.2014 05:57
Hi, rede mit deinem SSI-Tauchlehrer was er unterrichten/zertifizieren darf.
Ich hab als SSI-TL z.B. auch die Berechtigung Gruppenführung zu unterrichten und zu zertifizieren (da wurde die CMAS Lehrberechtigung anerkannt) ; HLW/React Right gibt es bei SSI auch....
lg
PsychodadCourse Director
29.01.2014 10:24
@Srki

Du kannst den CMAS** auch außerhalb der CMAS Germany machen. Die für den ** geforderten Specialties werden vom VDST bzw. der CMAS Germany gefordert.

Die CMAS an sich verlangt so etwas nicht. Du kannst es unter CMAS.org nachlesen.

Die einzelnen Mitglieder bauen die Kurse um, wie es ihnen beliebt, was natürlich auch in Ordnung ist.

Bei uns zum Beispiel brauchst Du gute Tauchkenntnisse, 50 TG und "ausreichende Kenntnisse in diversen Spezialgebieten". Specialties wären jeweils sehr gut, aber auf keinen Fall ein muss.

Das Brevet am Ende ist genauso CMAS** wie beim VDST.

Schau dir mal folgenden Link an:

http://www.cmas.org/cmas/federations

All diese Verbände bilden nach CMAS aus und geben natürlich auch die entsprechenden Brevets aus. Die Welt ist größer als man denkt.

Bei weiteren Fragen kannst Du Dich gern melden.
SrkiSSI-OWD
29.01.2014 10:37
Hallo zusammen, nochmals besten, besten Dank für die ausführlichen Antworten!

Beste Grüße
Serge
stan-diveDM/***
29.01.2014 10:48
Hallo,
warum ins Ausland schauen?
Wir von Protec sind zB nicht dem VDST/CAMS angeschlossen sondern direkt in Rom.
PsychodadCourse Director
29.01.2014 11:19
Ja, da hat stan-dive absolut recht.

Wir sind nur der CMAS in Rom verantwortlich. Das hat sicherlich deutliche Vorteile.

ProTec ist eine INT-Federation, darf demzufolge weltweit ausbilden.

Die örtliche Verbände (wie auch der VDST (GER- Federation)) dürfen dies nicht bzw. nur unter sehr strengen Vorgaben.

Leider hält sich nahezu niemand daran.
29.01.2014 15:37
"Leider hält sich nahezu niemand daran."
Warum denn auch?
"Die einzelnen Mitglieder bauen die Kurse um, wie es ihnen beliebt, was natürlich auch in Ordnung ist."
Genau darum, weil es sowieso keine einheitliche Ausbildung bei CMAS gibt. Zu viele Verbände und Organisatoren mit noch mehr Funktionären und Eitelkeiten.
Leider gehen dadurch viele gute Dinge verloren. Schade!
PsychodadCourse Director
29.01.2014 16:45
@bluescuba

Da verstehst Du, glaube ich, so manches komplett falsch.

Die CMAS gibt, genau wie der RSTC, Mindeststandards vor.

Die einzelnen Lizenznehmer können mehr verlangen und viele machen das auch, genau wie z.B. PADI im Vergleich zu dem RSTC-Minimum schon einiges mehr verlangt.

Das das CMAS-Minimum mehr verlangt als das RSTC-Minimum (z.B. * zu OWD 5 zu 4 Mindest-Freiwasser-Tauchgänge), ist eine ganz andere Sache.

Du, und viele andere verwechseln immer wieder, dass die CMAS kein Ausbildungsverband ist, der RSTC ja schließlich auch nicht. CMAS und RSTC sind Dachverbände.
CMAS mit PADI zu vergleichen ist schlichtweg falsch. Dann sollte man PADI, SSI usw. mit VDST, ProTec, TDA usw. vergleichen.

Es vergleicht ja auch niemant Äpfel mit Zitronen und sagt dann, Äpfel sind besser weil süßer.

Was ich mit den Regeln meinte, hier mal ein kleiner Exkurs durch das Vertragsrecht der CMAS:

Es gibt lokale Federations und International Federations bei CMAS.

Der VDST ist z.B. der deutsche Vertreter (Federation CMAS GER-F00).

Diese lokalen Federations sind die offiziellen Vertreter der CMAS in dem jeweiligen Land.

Sie dürfen aber grundsätzlich nur in diesem Land ausbilden. Die einzige Ausnahme besteht darin, dass die eigenen Landsleute im Ausland (sofern sie dort keine festen Wohnsitz haben) ausbilden dürfen, wenn die originäre lokale Federation zustimmt.

Folglich ist es absolut korrekt, dass der VDST nicht will, dass Barakuda (neu) über die CMAS Baltic in Deutschland ausbildet. Dies verstößt gegen die CMAS-Verträge.

Andererseits gibt es zig VDST Auslandsbasen und dies ist dann, sagen wir mal rechtlich bedenklich.
Von den CMAS-Germany Unterlizenznehmern einmal ganz abgesehen.

Das Ganze ist aber nicht mein Problem, sondern darum soll sich die CMAS in Rom kümmern und solange niemand klagt, wird auch keiner richten.

Neben diesen lokalen Federations gibt es die Internationalen Federations (z.B. ProTec, CMAS INT-F08). Diese dürfen weltweit ausbilden.

Internationale Federations gibt es nur sehr wenige und Neue werden nicht hinzukommen, aber das ist einer ganz andere Diskussion.

Wenn ich also folglich Deine Aussagen angepasst zitieren darf:

ZITAT (angepaßt):

Die einzelnen Mitglieder bauen die Kurse um, wie es ihnen beliebt, was natürlich auch in Ordnung ist."
Genau darum, weil es sowieso keine einheitliche Ausbildung beim RSTC gibt. Zu viele Verbände (PADI, SSI, SDI usw.) und Organisatoren mit noch mehr Funktionären und Eitelkeiten.
Leider gehen dadurch viele gute Dinge verloren. Schade!

Zitat Ende.

Du hast Recht schade.

Wir werden es aber nicht ändern können.

Würden die CMAS Mitglieder sich an die Verträge halten, gäbe es 2-3 weltweite CMAS-Verbände und der Rest bliebe in seinem Land.

Aber auch Mitglieder von PADI EMEA bilden in Australien aus, wenn sie "zufällig dort aufhältig" sind. Bei SSI usw. wird es nicht anders sein.

Es ist schon eine kranke Welt.

Das soll kein Angriff sein. ich mag nur keine pauschalierten Aussagen, zumal dann erst recht nicht, wenn sie sachlich ganz oder teilweise falsch sind.

CU.
29.01.2014 20:53
Psychodad, ich verstehe es nicht als Angriff, habe es genau richtig verstanden und habe mit deinen eigenen Aussagen pauschalisiert.
Und genau mit deinem langen Versuch die Dinge zu erklären beweisst du es selbst was für ein Durcheinander es ist.
Und genau das ist schade.
Lass in dem Fall die RSTC aus dem Spiel. Dies ist eine Cmas interne Sache.
Padi Instrukturen dürfen bis zu einer gewissen Zeitdauer international ausbilden, dauert es länger einfach mit einem Anruf/email beim zuständigen Padi Office eine "relocation" melden. Fertig. Müsste bei SSI aähnlich sein. Aber das weisst du ja selbst.
Mehr möchte ich mangels Interresse auch nicht beitragen.
PsychodadCourse Director
30.01.2014 15:38
@bluescuba

Das hab ich mir schon gedacht, auf cmas schimpfen und den rstc aussen vor lassen wollen.

der rstc ist ist weder besser noch schlechter

es ist schön, dass du so padi begeistert bist, war ich auch mal, ich habe aber seit längerem keine Lust mehr darauf, von padi gemolken zu werden. in 2014 haben sie erneut die Preise erhöht und auch die tolle Idee, dass der efr-i jetzt jährlich bezahlt werden darf ist wirklich nicht schlecht, aber jährlich 46,50 ist nicht das gleiche wie alle 2 Jahre 70 Euro.
das system ist gut, aber mittlerweile viel zu teuer.

und warum kostet padi americas nur rund 110 Usd im Jahr, während EMEA mindestens 153 euro nimmt.
wieso ist bei padi Nordic die Haftpflicht inklusive und bei emea trotz gleichen Preises nicht?

jeder sollte vor seiner eigenen Tür kehren und nicht die Fehler bei anderen suchen um sich evtl besser zu fühlen.
31.01.2014 14:11
Psychodad,
wie kommst Du darauf, dass ich von Padi begeistert bin??
Was bei Padi seit mehreren Jahren und insbesondere seit letztem Jahr passiert gefällt mir ganz und gar nicht.
Jedoch das System mit Materialien, Ausbildungsstandards etc. passt und ist weltweit vergleichbar.
CMAS Verbände mit ihren einzelnen Unterlizenzen gemixt mit komerziellen Lizenznehmern jedoch nicht.
Und das ist schade - nix weiter habe ich gesagt.
Und Den RSTC lass aus dem Spiel - dies ist keine Organisation mit eigenen Zertifizierungsmöglichkeiten. Das weisst du selbst.
Also, du kannst genauso SSI oder SDI neben Padi erwähnen oder sonst was. Mir ging es nur vergleichbare geregelte Abläufe.
Nur als Beispiel, überleg mal genau folgende Aussage: "Bei uns zum Beispiel brauchst Du gute Tauchkenntnisse, 50 TG und "ausreichende Kenntnisse in diversen Spezialgebieten". Specialties wären jeweils sehr gut, aber auf keinen Fall ein muss."
Du kannst dir vorstellen was da je nach Instructoreinstellung alles möglich ist??
Für mich zu schwammig.
Aber egal, es freut mich wenn Du deine Cmas Sache zum laufen bringst.
Ob und was bei anderen Offices bei Padi integriert ist, ist mir ehrlich gesagt egal. Ich bin bei DAN sehr gut versichert und würde nicht wechseln. Ich bin oft und längere Zeit im Ausland und beantrage dann eine relocation. Fertig. Und für den Rec Bereich bietet Padi für mich immer noch die besten Möglichkeiten. Allerdings sehe ich Padi auch nicht als Religion oder sonstige Ersatzbefriedigung an.
Also bitte nicht dünnhäutig sein.


PsychodadCourse Director
31.01.2014 15:42
Bluescuba

Das hört sich doch schonmal ganz anders an. So kann ich Deine Meinung sogar unterstützen.

Die Unterlizenznehmer, auf die du anspielst, gibt es übringens fast ausschließlich in Deutschland.

Und wie ich schon sagte, wir sind ein eigenständiger Verband mit mittlerweile über 7000 Tauchlehrern (Vergleich SSI ca. 10000, VDST 800), also nicht wirklich klein.
Wir versuchen, wo es eben geht, selbst anerkannt zu werden, leider klappt es nicht immer, bzw. die Anerkennung läugt noch. CMAS hingegen wird überall anerkannt. Und schon macht die Lizenz Sinn.

Es ist nicht ganz richtig, dass der RSTC kein Ausbildungen anbietet. Die Grundlagen sind schon codifiziert. Bei der CMAS hat man halt für jeden Level Sternchen davor gemacht.

Und Du hast recht, PADI ist wirklich sehr gut, sonst hätte ich nicht bis zum IDC-Staff investiert, aber was da mittlerweile abgeht, seit dem aus PADI Europe EMEA wurde, ist einfach nur nicht hinnehmbar.

Schau die letzten Jahre zurück, wer soll das bezahlen? Dem Schüler kann man keine Preiserhöhung in diesem Maßstab erklären, zumal die anderen Verbände es nicht machen.

SSI ist PADI sehr ähnlich, da hast Du recht, aber durch die Basenbildung dennoch verschieden. SDI ist eher SSI ähnlich, die haben auch Basenbindung, hebeln sich aber selber dadurch aus, dass jeder TL auch SDI Germany brevetieren kann.

Du siehst, auch da liegt viel im Argen.

Ich bin nicht zu 100% der CMAS - Fan, ich finde CMAS mittlerweile nur deutlich besser als die RSTC Schiene.
Was allerdings manche CMAS Lizenznehmer daraus machen ist echt krank. Aussagen wie "Solotauchen ist verboten" hat CMAS nie vorgegeben. Es ist schade, wenn Lizenznehmer extrem abwandeln und dann Unterlizenzen vergeben, um effektiv größer zu sein.

Dennoch finde ich Deine Einstellung, da ich sie jetzt anscheinend erst verstanden habe, nachvollziehbar.

Zu DAN... Ein sehr guter Versicherer, genau wie Aquamed. Die Restlichen Anbieter habe ich mir noch nicht angeschaut. Bei uns kann jeder seinen Versicherer selbst wählen, hauptsache er ist versichert.

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