Alles was nicht direkt zu den obigen Foren passt, findet hier Platz. Also Fragen zu den Verbänden, Vereinen, oder einfach allem was generell tauchspezifisch ist oder sonst einen Bezug zum Taucher.Net hat.
  • 1
  • 2
14.08.2018 08:40

Das ist doch ähnlich wie bei uns am Bodensee in Überlingen.
Da werden die Parkplätze, ein Campingplatz und die Grundstücke zweier Tauchvereine für 3 tolle Tauchplätze vernichtet zu Gunsten eine Landesgartenschau, die niemand braucht.

Es werden sogar die Tauchvereine angelogen.

Wahrscheinlich wird das Grundstück nach der Landesgartenschau zu JuppiWohnungen umgebaut und für viel Geld versilbert, das ist jetz aber nur Spekualtion.

Machen kannst du wahrscheinlich gar nichts......
.... für eine Unterschriftenaktion ist die Taucherlobby wahrscheinlich zu klein.

14.08.2018 09:16
Kenne die Tauchplätze am Walchensee und in Überlingen und finde es schade das Taucher in Deutschland eher als lästig angesehen werden und nicht als Wirtschaftsfaktor. Wenn ich z.B. nach Holland an die Oosterschelde fahre und sehe wie viel dort für Taucher getan wird (Füllstationen, Parkplätze direkt an den Tauchplätzen, saubere Toiletten, teilweise sogar Waschplätze extra für Tauchausrüstung) kann sich Deutschland mal eine Scheibe von abschneiden.
Wenn ich sehe wie viele Millionen für Radfahrer verbraten werden wegen der großen Lobby und z.B. in Überlingen noch nicht mal Geld für ein DIXI Klo da ist. Da wird sich lieber jahrelang im Gemeinderat darüber aufgeregt das die Taucher wild pinkeln aber kein Geld für ein DIXI. Aber Millionen für unnütze Gartenschauen und sonstigen Scheiss ausgeben.
14.08.2018 10:32

Wie wäre es mit so etwas?

taucher.net hätte dan auf einmal einen Sinn.....
https://www.openpetition.de/petition/neu

14.08.2018 10:36
da kann man sich bei den ganzen Idioten bedanken, die dort über Nacht stehen bleiben und ihren Müll überall verteilen. Ist insgesamt abzuwarten das die komplette Mautstrecke gesperrt wird.
14.08.2018 10:58
Kommunale Lobbyarbeit für den Breitensport wäre doch eine sinnvolle Beschäftigung für die VDST Oberen. kwolf: was ist da los beim BLTV, fühlen die sich berufen?
kwolf140614413-1; Nitrox**
14.08.2018 13:20Geändert von kwolf1406,
14.08.2018 13:21
Ich weiß nicht, ich bin in Nordbaden angesiedelt. Werde aber meinen Landesverband mal anschubsen.
kwolf140614413-1; Nitrox**
14.08.2018 13:28
Steve, das hat aber auch etwas mit Pflege der Infrastruktur zu tun: Wo Menschen sich aufhalten entsteht immer Müll. Das muss man nur organisieren. Warum wird dieser Platz nicht ordentlich für 5-8 PKW ausgebaut und täte damit etwas für die Touristik? Da schläft die Lokalpolitik und denen fällt ausser bequemen Verboten nichts zum Allgemeinwohl ein.
Nanaimareicht zum sporttauchen ;)
14.08.2018 14:20
Das Totschlagargument ist halt der Steinschlag. Daher wurde ja diese "Überdachung" gebaut. Die Fläche, die kein Parkplatz ist, ist davor.
Will man das offiziell machen, müsste man die dann auch überdachen. Sonst wäre großes Fingerzeigen ansagt wenn ein Stein runter fällt, eine Person oder ein Fahrzeug beschädigt und derjenige dann sagt, die Stadt/Gemeinde hat das hier aber als Parkplatz ausgewiesen.
Das wird denen zu teuer sein für die kleine Fläche.

Sehr sehr schade
kwolf140614413-1; Nitrox**
14.08.2018 14:39Geändert von kwolf1406,
14.08.2018 14:43
Mit einer Parkgebühr würde sich das amortisieren. Und die Dauerparker würden fern gehalten.
Oder gegen Haftung bei Steinschlag hilft ein einfaches Warnschild, wenn man auf einen ausgebauten Parkplatz verzichtet und nur die Ausfahrt "entschärft", z.B. mit einem Spiegel.
kwolf140614413-1; Nitrox**
14.08.2018 14:43
... es gäbe genügend Lösungen. Man muss nur wollen.
14.08.2018 14:50
@kwolf
Das bischen Geld das die paar Hanseln da lassen ist für die Touristik am Walchensee uninteressant. Und die ganzen Camper, die in den letzten Jahren trotz Verbots immer mehr wurden lassen genau 0 Euro da.
SeraphinCMAS**
14.08.2018 21:32Geändert von Seraphin,
14.08.2018 21:38

>>> Was kann man tun?

Tauchboot: Angebot und Nachfrage.

Ansonsten, ist es heute nunmal usus, sich in alle rechtlichen Richtungen abzusichern. Kommt davon, dass zunehmend und wegen allem und jedem mit einer möglichen Klage gerechnet werden muss. Vgl. Bisswunde durch Hecht im Badesee.

Der andere Part ist dann auch noch das Verhalten, der Leute die diese Infrastruktur nutzen. Wenns da eben zunehmend Auffälligkeiten gibt, sieht man irgendwann eben auch nicht mehr weg.

Und was das Argument des ehemaligen KriPo-beschäftigten Hobbytauchers betrifft: Fenster runterlassen, und dann hörst beim losfahren eh, ob was im Tunnel kommt oder nicht; ... da brauchst gar nix zu sehen.

Dazu fällt mir vieles ein, aus Gründen der Netiquette beschränke ich mich auf: Ohne Worte.

kwolf140614413-1; Nitrox**
14.08.2018 22:57
Ich suche eigentlich keine Begründungen für die Sperre, sondern unter Tauchern sollte doch klar sein, dass wir Lösungen wollen, die auch unsere Interessen berücksichtigen. Dazu bedarf es keiner Konfrontation, sondern der Suche nach win-win-Ergebnissen. So kann ich über die beiden letzten Kommentare auch nur den Kopf schütteln no
SeraphinCMAS**
15.08.2018 12:00
Das Tauchboot ist also keine praktikable Lösung, einen Tauchspot zu erreichen, der vom Ufer nichtmehr gut erreicht werden kann.

Und natürlich kannst du mit den Gründen unzufrieden sein, wenn solche Gründe allerdings zu diesen Problemen führen, muss eine Lösung diese nunmal auch berücksichtigen.

Ursache und Wirkung können nunmal nicht getrennt werden.

Und ich erlebe es selbst immer wieder mal, wie auch Wasser predigende Taucher dann selbst ihren Wein trinken. Soll heißen, sich deren Verhalten nicht mit vermittelten Themen der Rücksichtnahme gegenüber Mensch und Natur decken.

Natürlich kann man das, insbesondere falls es einen selbst betreffen sollte, nicht wahrhaben wollen und ignorieren ... doch sollte es Teil des Problems sein, braucht man sich auch nicht wundern, wenns keine Lösung gibt.

Win-Win beschreibt eben, dass beide Seiten davon profitieren. Und nicht, dass eine Seite ihren Kopf durchsetzt. Wenns auf letzteres hinaus läuft, gewinnt einfach der mit dem längeren Hebel ... und von rechtlicher Seite sind das wohl die Eigentümer/Betreiber jener Infrastruktur (hier: der alten, als Parkplatz zweckentfremdeten, Straße)

15.08.2018 12:27
Am Ende ist es wie bei vielen anderen Verboten eine Haftungsfrage. Wenn was passiert (Steinschlag) sind Kläger(und Anwälte) nicht weit und da kann ich verstehen, daß die Gemeinde vorsorgen will.
Und dieses Vorgehen trifft nicht nur Taucher.
Aber man darf ja weiterhin tauchen, nur der Weg zum Tauchplatz wird beschwerlich. Aber das nehmen wir bei anderen Tauchplätzen ja auch in Kauf - ich sage nur Flusstauchen.
15.08.2018 13:48
Das mit dem Steinschlag ist doch Unsinn. Dann müsste ja auch der durch das Gelände führende Fuß- und Radweg gesperrt werden. Fakt ist, dass man sich dort halt immer mehr breit gemacht hat, bis es zu einem Ärgernis wurde. Es mussten unbedingt Tische und Vordächer aufgebaut werden und alle Durchgangswege mit Segeln und sonstigem Material blockiert werden. Vom Müll mal ganz abgesehen.

Dass nun einer der spektakulärsten Tauchplätze in Mitteleuropa nur noch schwer bis gar nicht erreichbar ist macht mich tieftraurig.

In Österreich, wo der Tourismus begrüßt wird, regelt man so etwas vernünftig, stellt Tafeln auf und verlangt einen Obolus. In Deutschland weiß man sich nur mit Verboten zu helfen. Das war schon immer so.
kwolf140614413-1; Nitrox**
15.08.2018 23:55
@ Seraphin, ein Tauchboot wäre eine Lösung - allein, es gibt keins. Wäre also einer von mehreren Ansätzen für die Zukunft. Würde aber das Tauchen dort umständlicher und teurer machen, als wohlwollendere Anätze.
Ansonsten verstehe ich deine Unterstellungen nicht. Ebensowenig, wie du im Grunde gegen das Tauchen dort argumentierst. Es stimmt wohl leider: Wir Taucher sind nicht in der Lage, Geschlossenheit zu zeigen und eine Lobby aufzubauen, wie mir ein Local vor Ort auch gesagt hat.
Dominik_EDarf mit zum Schnuppertauchen
16.08.2018 00:21
Ich habe null und gar keine Erfahrung mit behördlichen Maßnahmen für oder wider Tauchgebiete. Glaube aber, aus einem anderen Hobby einiges Grundsätzliches gelernt zu haben. Insbesondere: Einzelne werden als Liebhaber, oder auch als Störenfriede, wahrgenommen. Vereine dagegen sind eine feste, etablierte Größe. Ihr ehrenamtliches Engagement (vollkommen zu Recht!) hoch angesehen. Das ist gerade gegenüber lokalen Behörden oft eine Basis auf die sich aufbauen lässt. Es gibt in Deutschland eine Tauchvereins-Landschaft, und zusätzlich einen aktiven Dachverband. Wenn ich es zu machen hätte, das wären die Wege über die ich an die verbotsverliebte Behörde herantreten und um die gemeinsame Suche nach einer Lösung bitten würde...
16.08.2018 04:01
Mit Tauchbooten wird es leider nix. Am Walchensee herrscht Motorbootverbot.

GrögiRostfrei
16.08.2018 09:00
Hallo zusammen,

leider lässt sich das mit den Steinschlägen nicht ganz von der Hand weisen. Ich habe zwei Zwischenfälle miterlebt, bei denen es glücklicher Weise nur zu Sachschaden gekommen ist. Beide Male ist ein ca. fussballgroßer Steinbrocken runtergekommen. Einmal traf es das Dach eines PKWs und einmal durchschlug es ein Sehel eines Surfers, der da gerade an seiner Ausrüstung rumgenestelt hat.
Unabhängig davon habe ich allerdings auch den Eindruck, dass seitens der Anwohnerschaft des Sees das Tauchen als lästig und unerwünscht (Teufelszeug) empfunden wird und alles nur erdenkliche (teils offen, teils unterschwellig) getan wird um die Zahl der Taucher zu minimieren. Touristen sollen gerne kommen, vielleicht auf den Herzogstand rauffahren, in ein Caffee gehen oder irgendwo einkehren, aber bitte nichts ungewöhnliches tun...
kwolf140614413-1; Nitrox**
16.08.2018 13:18
Dominik_E, da stimme ich dir absolut zu. Deshalb habe ich auch den Vorstand meines Landesverbands dazu angeschrieben und dieser Thread soll Öffentlichkeit für unser Probem herstellen und ggf. auch die erreichen, die lokal etwas bewegen können.
kwolf140614413-1; Nitrox**
16.08.2018 13:21
Ja, die Steinschlaggefahr mag eine Rolle spielen. Ob real, kann ich nicht beurteilen. Aber ich bin überzeugt, es gibt bessere Lösungen, als den Platz einfach zu sperren. Man muss nur wollen. In letzterem sehe ich das Problem.
17.08.2018 09:10Geändert von Robert,
17.08.2018 09:13

Wir sind doch alle selbst Schuld an dem Dilemma.

Es gibt, mittlerweile zu viele, Sozialautisten, die tun und lassen was sie wollen.

Wie oft hab ich in den vergangenen Jahren gehört, sag nichts, mach nichts, sonst machen sie den Platz zu, oder "wir sind doch alle Sportler und müssen zusammenhalten". Jeder duldet es und sagt nix. Selbst wenn einer vor aller Augen seinen Müll neben das Auto wirft winkt man ihm noch freundlich nach.

Taucher die ihre Pinkelkondome einfach neben das Auto werfen gehören genauso zur Gruppe wie die die mal eine Erziehung genossen haben. Warum sagt niemand - "du kannst dich nicht benehmen, such dir jemand andern mit dem du Tauchen gehst".
Da wird immer auf die "Gemeinschaft" "Rücksicht" genommen - was dabei rauskommt sehen wir gerade.

Ich war die letzten Wochenenden, entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten, am Walchensee an der Mautstrasse und kann nur sagen, ich verstehe die hilflosen Aktionen die da gerade stattfinden. Den Vogel hat einer abgeschossen der mit der Hand aus dem fahrenden Auto einen Müllsack gehalten und diesen dann während der Fahrt in die Büsche geschmissen hat. Leider hab ich seien Autonummer nicht lesen können - aber was wäre passiert, Aussage gegen Aussage und dann war es das.

Wie oft bin ich früh morgens, gegen 6 Uhr (Parken ist aus Naturschutzgründen am Walchensee von 6 - 22:00 Uhr erlaubt) gekommen bin und die Galerie komplett mit Wohnmobilen zugestellt war, nein nicht komplett, aber ein paar Gratler schaffen es immer sich so hinzustellen dass außer ihnen keiner mehr rein kann. Vorzelte, Tische, Segel die auf dem Platz wild rumliegen - ja und der Müll der zurückgelassen wird. Vor zwei Wochen haben wir sogar den Müll von Fremden der rumlag mitgenommen und entsorgt – geht’s noch.

Mittlerweile gehe ich tauchen bevor alle anderen kommen und schau zu das ich wieder weg bin bevor die große Masse auftaucht, weil man sich sonst nur aufregen muss. Hirn, Benehmen, Anstand sind in unseren Zeiten komplett auf der Strecke geblieben und es interessiert auch keinen.

Für mich kann ich nur sagen, wenn so jemand kommt gebe ich mich nicht mit ihm ab und sage das auch ganz klar – „Du kannst dich nicht benehmen, such dir einen anderen Ausbilder, einen anderen Tauchpartner - mach was du willst, aber weit weg von mir“, ich gebe mich nicht mir dir ab. - Leider scheint es bin ich mit dieser Einstellung ziemlich alleine und die Situation ist, wie sie ist. Auch werde ich immer wütender wenn ich sehe was da alles so passiert und es niemanden schert.

Der Steinschlag ist nur vorgeschoben – ich denke das lässt sich mit einem Schild für 2EuroFuffzig regeln. Wenn ich weiß da kann es zu Steinschlägen kommen und ich parke da bin ich selbst Schuld.
Die wilde Camperei ließe sich mit einer Höhenbeschränkung, die nur „Normale“ PKW einlässt regeln, so wie es auch schon an vielen Parkplätzen um Bayerns Seen gemacht ist. Wer dann noch Campt – Polizei und drastische Strafen, keine Ordnungswidrigkeit für 20 Euro, was weniger als die Hälfte dessen ist was man an einem Campingplatz bezahlen müsste.

Das Schlimme an alledem ist, das die einfachsten Benimm-Regeln für ein normales Zusammenleben von mittlerweile zu vielen ignoriert werden und man mit gut zureden nicht mehr weiter kommt. Erst wenn es richtig weh tut – finanziell oder durch andere konsequenzen beginnt ein Umdenken.

Wir alle decken durch unsere „mir doch Egal“ Einstellung dieses Verhalten – Frechheit siegt.

Der Klügere gibt nach – drum wird unsere Welt von Deppen regiert, gesteuert oder bestimmt.

Grüße

kwolf140614413-1; Nitrox**
17.08.2018 13:06
Ja Robert, da hast du recht. Aber wir regen uns über eine Minderheit von Deppen auf und die Mehrheit wird am Ende ausgeschlossen. Das ist aber leider überall so. Man kann Unarten auch durch intelligente Platzgestaltung vermeiden. Dazu braucht man den politischen Willen. Wenn der fehlt, lassen sich immer Killerargumente gegen jedwede Dienstleistung finden. Dagegen sollten wir uns wehren - und durchaus auch dadurch, dass wir schwarze Schafe an den Pranger stellen und ausschließen. Aber nur die!
PS privat: Wir sind Freunde von EMD
17.08.2018 13:33Geändert von Robert,
17.08.2018 13:42

Hallo Klaus,

die Minderheit wird aber mittlerweile ganz schön groß. Wie gesagt ich war an den letzten Wochenenden an der Mautstrasse.
Zusammenbauen und Gerät anlegem am Auto mit dem Rücken ca 2m von der Strasse entfernt. Was sich während der dreiviertel Stunde des Zusammenbauens da abgespielt hat lässt einen an der Menschheit zweifeln.

Intelligente Platzgestaltung -> genau das wird ja nun gemacht.
Im Ernst, was willst du an der Galerie anders gestalten ohne das Stellmöglichkeiten wegfallen.
Es ist doch gut wie es ist. Ich will in die Natur. Ich brauche nicht den Einstieg mit Rolltreppe und planiert von Anfang bis Ende, sonst könnte ich ja gleich meine Tauchaktivitäten auf Indoor Hallenbad beschränken.

Politisch setzte man wohl auf Selbstregulierung und die Vernunft der Leute. Das was wohl diesen Sommer da alles los war hat wohl eine Reaktion erzwungen. Politisch gesehen wäre doch wohl jeder froh gewesen wenn er nichts machen müsste.

Mich würde tatsächlich interessieren was der eigentliche Grund für diese Aktion war/ist.

PS privat: Klar weiß ich das hab dich aber noch nie dabei gesehen. Ok - ich hab die letzte Zeit auch geschwächelt und war mit anderen Tauch-Aufgaben eingedeckt.

  • 1
  • 2
Antwort