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Britannic wird Touristenatraktion

Hallo allerseits,

Geht es nach dem Willen von Simon Mills wird das Schwesterschiff der Titanic bald zur gut besuchten Touristenattraktion!

Mit U-Booten will er dann regelmäßig zum Wrack der Britannic fahren in 122m Tiefe und nebenbei auch noch erforschen warum sie überhaupt untergegangen ist.

Prima, wenn das Schule macht dann kann ich mir die Teckieausbildung ja sparen

Quelle (en): http://www.eturbonews.com/5901/wreck-titanic-sister-ship-finds-new-destiny-tourist-attraction

Gruß
MikeRD03
_____________
tauchfunzel.de
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diverhans...autark
02.11.2008 15:11
> wird das Schwesterschiff der Titanic bald zur gut
> besuchten Touristenattraktion!
> (...)

Nun gut, für eine UBoot-Fahrt zur Titanic muss man etwa 35.000,-Euro hinblättern.

> ...in 122m Tiefe...

In Anbetracht dieser Tatsache wird es wohl deutlich kostengünstiger verlaufen - für die die nicht tauchen oder nicht so tief tauchen und für die die 35.000 Euro nicht ausgeben können.

> ...warum sie überhaupt untergegangen ist.

Das kann ich "ihm" (theoretisch) beantworten - wie auch andere auch:
Ursache - ein ordentliches Leck an Stb.-Seite, Vorschiff, das allein dem Hostpitalschiff nicht den Untergang bescherte. Vielmehr standen die Bullaugen (Schiffsfenster) offen - ganz im Gegensatz zur Titanic die im eiskalten Nordatlantik unterwegs war. Die Britannic hingegen fuhr im Mittelmeer nahe Kea. Die Schotte der Britannic waren nach der Erfahrung des Unterganges der Titanic "hochgezogen" und ein Überlaufen in die nächste unbeschädigte wasserdichte Abteilung nicht in der Art möglich.
Ein(!) Minentreffer allein wäre nicht fatal gewesen, wenn nicht wieder die Fehlerquelle Mensch so erheblichen Einfluß gehabt hätte. Die Theorie der Versenkung durch ein UBoot-Torpedo (ähnlich großes Leck) soll wohl wiederlegt worden sein (ich muß da nochmal blättern).

Schöner in Form von Interessanter / Neuer wäre es, wenn Mills nachweisen könnte, ob die Britannic Konterbande (Waffen, Munition) an Bord hatte. Es wäre kein Einzellfall.



Lg., Rene
03.11.2008 14:58
da war ja mal ne Tauchexepdition zur BRittanic die die untergagsursache erforschen wollten.
Tauchen eigentlich noch Tekkies zu dem Wrack wäre ja ein super Spot :D oder braucht man genehmigungen?

lg Nuno Gomes
diverhans...autark
03.11.2008 19:43
> ..die die untergagsursache erforschen wollten

Ich gehe mal runner in`ne Küche und erforsche mal die Ursache, warum der Abwasch noch nicht gemacht ist.
Es gibt immer vorgeschobene Gründe um an ein bestimmtes Ziel zu kommen, das von hier und von da abhängig ist. Kea ist Griechenland und in Griechenland wirst du als Taucher skalpiert, wenn du dich nicht an hier und an da hältst. Ein Grund, warum das nicht so meine Ecke ist.
Ich kann nur spekulieren, dass eine Genehmigung erforderlich sein wird. Zudem kommt der Umstand, dass das Schiff ein "HMS" ist. Ich müßte Nachschalgen, ob es den Status eines Kriegsschiffes hat, denn das weiß ich (bedauerlicher Weise so eben aus dem Kopp) nicht. Und der Grund dafür ist, dass ich mich mit einem Tauchvorhaben an der Britannic deswegen noch nicht befaßt habe, da das Wrack für mich (derzeit) noch zu tief liegt.

So; ich habe viel erzählt und nichts gesagt .. egal.

> ..wäre ja ein super Spot

Das glaube ich so erstmal nicht. Den Dampfer betaucht Jedermann so einfach nicht - auch wenn er mit TMX auf 120m beinahe fitt ist. Und ein TG reicht da lange nicht - für büschen Backbord-Bordwand-Schrammen vielleicht, frei nach dem Motto: "Ich war an der Britannic". Der Kick ist, den Dampfer zu penetrieren! Und da solltest du Profi sein - nicht nur im Umgang mit TMX und Stage-Handling.

Lg., Rene
05.11.2008 11:05

Hi Rene,

ein Wrack unter 100m zu penetrieren ist schon eine Nummer. Aufgrund der kurzen Grundzeit, kann man höchstens eine kleine Runde durch die Brücke machen, das wars dann aber auch wieder.

Übrigens Küche wäre auch ein lohnenswerter Ort, da es sehr hübsches Geschirr der White Star Line gab. Aber wie Du schon so treffend festgestellt hast, ist mit den Griechen da nicht zu spassen.
Die HMHS Britannic ist genehmigungspflichtig und die Erteilung dauert meistens 1 Jahr oder länger.
Eine Gruppe die zuletzt dorthin pilgerte, haben übrigens pro Person 5000 EUR kalkuliert.
Ist also keine Kaffefahrt dorthin, die es für lau gibt.

Viele Grüße, Patrick
diverhans...autark
05.11.2008 11:34
Moin Pat

> ein Wrack unter 100m ...

Jupp, eben! Mit D20 wird`s eh eng im Gang. Vier Decogase? Wo diese lassen? Sicherungsmannschaft? Hin- und Rückweg schlauchversorgt? Es wird - wenn überhaupt - auf einen "Ich war da"-Tauchgang hinauslaufen. Darum sehr wenig Interesse meinerseits an diesem Dampfer.

> Die HMHS ...

Jaaa-doch, ich weiß; so(!) ist die korrekte Bezeichnung. Das zweite "H" für Hospital.



> ...Britannic ist genehmigungspflichtig...

Danke! So brauche ich (mangels Interesse) nicht nachschlagen.

> ...die Erteilung dauert meistens 1 Jahr

Soll`n `se sich den Eimer an die Backe nageln! Man muss nicht jeden Blödsinn unterstützen.

> ...pro Person 5000 EUR

Soviel kostet nunmehr ein vernünftiges Sofa. Würde die Logistig auch bzgl. Penetration stimmen, wäre ich mit dabei... , mal abgesehen von eventuell unakzeptablen "gesetzlichen" Auflagen.

Sollte ich jeeemals wieder (so richtig) Wrack-Tauchen, schnappe ich mir die beiden Siebeneinhalb-Tausend-Tonner vor Leghorn und bin dann vielleicht immer noch der erste am Spot und liege da knapp unter 100 Metern (Meeresboden minus Schiffshöhe/Penetrationsziel). Und für die Kombüse - zumindest für die unberührte Brücke sollte es logistisch klappen.
Willst`e dann da mit?

Lg., Rene
05.11.2008 14:56
D20?
Bei Wracks in diesen Tiefen wird faast nur mit Kreisel getaucht, ansonten ist es wirklich nur eine kleine Runde über die Brücke!
Aber ansonsten ist das für eine "Handvoll" Taucher noch keine Tiefe für Wrackpenetrationen.
Könnte ich mir auch mal Vorstellen, aber da müßte ich jetzt aufhören zu schreiben und Geld verdienen sonst wird das nie etwas mit den Kosten für die Logistik

diverhans...autark
05.11.2008 20:03
> ...nur mit Kreisel...



Sättigungstauchen .. könnte ich mir vorstellen.

06.11.2008 15:55

Nun übertreibt mal nicht.

OC kann man den Kutter schon noch reißen.
Keiner wird ja schließlich 10 Minuten um den Schiffspropeller auf über 120m kreisen.

1. TG
Gemütlicher Abstieg (mit Scooter). Dann ein netter turnaround, dann mal in die Brücke gucken oder was sonst noch lohnen könnte.

2. - X.-TG sich anschauen was lohnt.

Grundzeit mit einem 10/65 in einer D-18 oder D-20 mit ca. 10-15 min. Grundzeit. Zwei Stages mit Travelmix brauchts dann schon (Z.B. 20/50) und dann nochmals 50/25 und O2 für oben. Ein Dekorigg mit ein paar Reservestages wäre besser als wenn nur so gelangweilt am Seil rumbaumelt. Und ja, 2,5 -3 Std. sollte man sich dann für den TG schon Zeit nehmen.

Achja Aufstieg an irgendeiner selbst geschossenen Boje - vergiss es.

Kreisel:
Alles was tiefer ist, wird fast auschließlich mit Rebbies gemacht.
Hier z.B. Capathia auf 155m
http://www.deepwreckdiving.de/

Rene, hilf mir mal weiter, wo finde ich bitte Leghorn ?
Interesse ? Unbedingt !!!

Viele Grüße, Patrick
diverhans...autark
06.11.2008 17:53
Moin Pat

> Schiffspropeller

...gibt es (insoweit) nicht.
Flugzeug=Propeller, Schiff=Schraube

So, jetzt sind wir mit "HMHS" quitt.

Den Scooter kann ich mir für außenrum recht nützlich vorstellen. Konkret ich bräuchte da aber noch `n Kuaas + Training. .. fällt also aus (zumal .. mit dem ganzen Gerödel .. ooch nöö). Es ist halt so oder so ein logistisch Ernst zu nehmendes Problem.

Alternativ habe ich da etwas an` neres: nämlich die ex "Berlin". Gebaut 1925, gesunken 1986 als "Admiral Nachimov". Liegt vor (tsss..tsch..ro..schnarrr) im Schwarzen Meer auf etwa 40m. Die konkrete Pos. habe ich. Sind immerhin um die 25.000 BRT. Da wollte ich vor wenigen Jahre mal hin, hatte sich aber zerschlagen. Könnte man ja wieder aufleben lassen.

> 2. - X.-TG sich anschauen was lohnt.

Nee, Pat .. das(!) sollte man schon vorher wissen und zielgerichtet penetrieren. Macht aber nix, es gibt Deckspläne, Lagepläne, etc. , denn; wieviele Wochen wolltest du - in Form von finanziell durchhalten - vor Ort bleiben und am Spot tauchen?
Lohnt eh nicht, man wird schließlich den _einen_ Teller, die _eine_ Tasse vor Gericht rechtfertigen und/oder eine befremdliche Lügengeschichte spinnen müssen (für das brit. Woar-Wuuseum ... im Gedenken an die Dooten des Königreichs im I.Wk. und so). Und das ist die Sache, den Aufwand nicht Wert.

> 10-15 min. Grundzeit

17min. Grundzeit waren mir an der hammergeilen "Polynesien" (6600 BRT,Zweischornsteiner) vor Malta auf 65m schon zu kurz! Vergiss es Pat.

> Aufstieg an irgendeiner selbst geschossenen Boje -
> vergiss es



(EgoModus: EIN)
Kauf (lies) mein Buch, wenn es fertig und auf dem Markt ist.
(EgoModus:Aus)
Es gibt Ähnliches - aber wesentlich Besseres; wenn auch "tiefenbegrenzt". Ich habe da seinerzeit büschen experimentiert und - für mich - eine akzeptable Lösung gefunden. Zudem; ein Wrack in der Größenordung betaucht man - nach meiner unmaßgeblichen Meinung - segmetweise. Und da hast`e eh ein "lose-fixes" Seil.

> fast auschließlich mit Rebbies

Ich habe keine Ahnung von den Dingern. Und wahrscheinlich deshalb traue ich denen auch nicht über`n Weech.

> wo finde ich bitte Leghorn ?



Tipp`s doch mal in google ein und schwuppdiwupp erscheint:

Leghorn = Livorno (Italien)

Aber; ich habe doch über die beiden stattlichen Frachter der DDG Hansa schon einiges verlauten lassen. Sogar eine ital. Wracktauchergemeinschaft in Form einer Interessengemeinschaft der beiden Schiffe hatte mich zur "Mitarbeit" bzgl. Wracksuche eingeladen. Nun gut, da ich weiß wo sie (in etwa? - ich war schließlich noch nicht dort) liegen und ich vermute, dass ich nach ca. 2h Gitternetzsuchmusterfahrt einen von beiden als Ausschlag auf dem Fishfinder haben werde und 2-3 weitere Stunden später den anderen, hatte ich dankend aber höflich abgelehnt.

> Interesse ? Unbedingt !!!

Schick mir mal bitte eine PM, mit einen ordenlichen Absender ...
Vielleicht kann man sich ja arrangieren...

Lg., Rene
06.11.2008 19:09

Hallo Rene,

> Schiffspropeller
...gibt es (insoweit) nicht.
Flugzeug=Propeller, Schiff=Schraube
So, jetzt sind wir mit "HMHS" quitt.

Du solltest Dein Wissen diesbezüglich mal updaten.
Da die Zeiten von Archimedes doch schon eine Weile vorrüber sind.

Guckst Du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Ressel

Und guckst du z.B. da. Die Leute wissen doch was sie bauen - oder ?
http://www.piening-propeller.de/de/bid9.htm

Du kannst mich ja Dein Buch nochmal Korrektur lesen lassen.

Wenn Du im übrigen Positionen von alten U-boot-Logs oder von Lloyds hast, so sind die zumeist nur in Winkelminuten angegeben. Vorausgesetzt die Angaben stimmen, sprechen wir da von einem Suchquadranten von 2 x 2 km. Wenn man von einer realistischen Fehlpeilung von +/- einer Winkelminute ausgeht, spricht man von sagen wir mal 5 x 5 km.
Das ist in 2h nicht getan. Da reden wir eher von roundabout 2 Monaten mit sämtlichen Fehltauchgängen, weil etwas so ähnlich aussieht.

Ein Norweger hatte mir mal ein rattenscharfes Sidescan angeboten - ein Gammastrahler. Das hat eine Auflösung auf den Schirm gehauen, da hat man sich das Tauchen fast sparen können. Leider lies das damals mein Budget nicht zu.

"Zudem; ein Wrack in der Größenordung betaucht man - nach meiner unmaßgeblichen Meinung - segmetweise."

Das habe ich zwar nie so gemacht, aber klingt plausibel. Wahrscheinlich waren die Kutter auf denen ich tauchen war einfach zu klein.

Pläne anschauen - auch eine gute Sache, wenn verfügbar.

"Schick mir mal bitte eine PM, mit einen ordenlichen Absender"

Mache ich.

Viele Grüße, Patrick
diverhans...autark
06.11.2008 19:34
(Schiffspropeller)

> Du solltest Dein Wissen diesbezüglich mal updaten



Ich bin ein unverbesserlicher alter (aber fitter) Sack! Ich habe bei August Neptun in Rostock gelernt und bei eisiger Kälte in einem voll genieteten UBoots-Dock aus 1942 dat Krähennest von völlig vergammelten Fischdampfern geschweißt und als ich damit fettich war die Schraube demontiert, die Schwanzwelle gezogen und das alte Wellenlager mit neuem Pockholz belegt und die Stopfbuchse versorgt.



Und da mir dat irgendwann zu blöde (besser: zu arschkalt) war, habe ich wat füa meine Birne getan und darf mich heute beurkundet Dipl.-Ing. f. Schiffsbetriebstechnik nennen.

Und jetzt erzähl` mir nix von Propellern .. man (!)



Zu dem Rest können wir ja per PM plauschen. Sonst rejen sich hia die Leude uff .. weg OT und so.

Lg., Rene
07.11.2008 06:27

Hi Rene,

"...darf mich heute beurkundet Dipl.-Ing. f. Schiffsbetriebstechnik nennen.

Und jetzt erzähl` mir nix von Propellern .. man (!)"

ok,ok ich erwähns nie wieder.

Viele Grüße, Patrick

P.S. PM ist unterwegs.
discoblitzIANTD Tmx &Full Cave
24.11.2008 10:17
OC ist seit 2007 nicht mehr möglich, es gibt schlichtweg keine Genehmigungen dafür. Im Übrigen sind 5000€ ein echtes Schnäppchen, meine Kalkulation lag jedenfalls einiges darüber. Es sei denn, man macht bloß 2-3 Tg.
Gruß
Stephan
Antwort