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hunnihundTrimix, CCR

Südtour - Omneia Soul - 03. bis 14.11.2022

Schiff und Crew

Die wohnliche Atmosphäre der relativ neuen Omneia Soul gefällt sehr: großzügig und durchdacht, hell und stilvoll, ein wenig exotisch. In den Aufenthaltsbereichen im Freien könnte etwas mehr Schatten sein, aber da hat jeder andere Vorlieben. Das Tauchdeck ist sehr gut geschnitten, man kommt sich kaum in die Quere. Für Fotografen gibt es einen großzügigen Trockenbereich mit vielen Steckdosen. Positiv und funktional sind die zwei verschiedenen Leitern.

Das Essen ist abwechslungsreich und allermeist bemerkenswert wohlschmeckend. Der Koch zeigt sich gerne in seiner Uniform, ein schöner Farbtupfer. Höhepunkt war ein stimmungsvolles beach dinner mit Fischgrillen. Die Safari war durchfallfrei, was zeigt, dass die Hygiene funktioniert. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit.

Die Crew ist weit über den Standard hinaus freundlich und hilfsbereit. Moni ist es gelungen ein echtes Team zu schmieden, das zusammenarbeitet und mitdenkt. Beim Anziehen und aus dem Wasser kommen sehen die Jungs alles und leisten unaufdringlich Hilfe. Der Kapitän ist ein Könner, vor allem beim Einparken. Auch der Service ist sehr freundlich und aufmerksam.

Tauchbetrieb

Die Briefings fand ich informativ, nicht zu lang, nicht zu knapp, ohne Allgemeinplätze. Das Wesentliche kommt deutlich zur Sprache. Vor dem Briefing erfolgt ein Strömungscheck durch einen Guide. Dieser war selten nicht korrekt. Am Elphinstone-Riff gab es einen Tag mit häufiger wechselnden Richtungen. Aber so ist das halt auf dem Meer, letztlich war es kein Problem für die Taucher.

Einschließlich Moni waren für 27 Gäste 5 Guides an Bord, so dass auch unerfahrenere Taucher und auch ein augenscheinlicher Spezialfall gut betreut werden konnten. Es scheint mittlerweile einen Trend zu geben sich mehr betreuen zu lassen und die Verantwortung für den Tauchgang abgeben zu wollen. Möglicherweise hängt das mit der ganz allgemein um sich greifenden Vollkaskomentalität zusammen. Das ist mein Eindruck. Die Gruppeneinteilung und Auswahl des Guide erfolgte durch die Taucher selbst. Eigenverantwortliches ungeguidetes Tauchen, auch bei anspruchsvollen Tauchgängen, ist auf der Soul möglich, was ich sehr schätze, eine gewisse "Safaritauglichkeit" natürlich vorausgesetzt.

Die Tauchplatzauswahl hat mir sehr gefallen. Meist gab es morgens und mittags Drop offs, nachmittags und abends dementsprechend flachere Korallengärten. Es waren auch sehr selten betauchte, weitgehend unberührte Plätze dabei, z.B. die Farcha-Riffe - sehr schön. Aus der Tour und den Gegebenheiten hat Moni wohl das situationsbedingt Bestmögliche gemacht. Außer uns waren jeweils nur wenige oder gar kein Schiff am Riff.

Für Taucher mit entsprechender Ausbildung und Ausrüstung wurden einige Tauchgänge der Extraklasse mit Trimix und Dekostages ermöglicht.

Bei mir blieben keinerlei Wünsche offen. Von den ca. 40 Tauchsafaris, die ich bereits gemacht habe gehört diese wohl zu den Top 3.
Vielen Dank an Moni und ihr Team!