Hier können alle Fragen zum Thema Tauchausbildung ausgiebig diskutiert werden. Verbandsübergreifend kann hier nach allem gefragt werden was zum Bereich Aus- und Fortbildung gehört - moderiert von erfahrenen Tauchern.
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Von der Gegenteiligen Franktion mit Frage ...

Geändert von Kraxxler,

Servus zusammen

Ich komme von der genau gegenteiligen Fraktion, dem Klettern. Bei uns geht es nicht runter, sondern rauf ;)

Ich habe mich heute mit meinem Kletter-Buddy unterhalten und irgendwann sind wir auf das Thema Tauchen gekommen, weil es ja das ziemliche Gegenteil ist. Ein klein wenig Fachgesimpel, bei dem uns recht schnell klar wurde, dass wir beide davon absolut keine Ahnung haben. Meine einzige Erfahrung war einmal in Kroatien ein Schnuppertauchkurs in einer Tiefe von 6 Metern oder so.

Irgendwie hat mir das Ganze dann daheim keine Ruhe gelassen und ich habe angefangen rum zu suchen und bin irgendwann über YouTube immer weiter ins Extreme geraten. Logischerweise haben mich persönlich eher die tieferen Regionen interessiert und da bin ich irgendwann auch auf das Blue Hole Dahab in Ägypten gestoßen. Mal abgesehen davon, dass es doch recht dunkel ist, scheint es für viele einen extremen Reiz zu haben, durch dieses 'Arch' zu tauchen. Ich muss zu geben, das ist irgendwie schon beeindruckend ausgesehen hat, wobei mir die Sicht vom Fels auf's Tal im Sonnenuntergang mehr zusagt ;)

Bevor ich ab schweife, jetzt zur eigentlichen Frage:

Wie lange dauert die gesamte Ausbildung und wie hoch sind die Kosten, bis man einen solchen Tauchgang durch ziehen darf?

Ich kann das ganze absolut nicht überschlagen, habe Begriffe gelesen, welche ich noch nie gehört habe. Da es sich mit der Luft Unterwasser wahrscheinlich ähnlich verhält, wie in den höheren Berglagen wir das doch bestimmt auch einen bestimmten Einfluss haben, oder?

Während wir damals nur unseren Grundkurs für 50 € gemacht haben und uns eine eigene Ausrüstung für 500 € zugelegt haben, war der Rest mehr oder weniger eine Erfahrungssache und wir haben uns weiteres Wissen von anderen Kollegen beibringen lassen, ohne weitere Kurse zu belegen und sind damit auch verhältnismäßig sicher unterwegs. Funktioniert das beim Tauchen auch oder wie läuft das da genau ab?

Fragen, dumme Fragen. Nein, Spaß. Leider finde ich dazu im Internet nichts oder ich weiß einfach nicht genau, nach welchen Begriffen ich suchen muss.

Grüße aus der Höhe

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21.05.2019 19:20
Hi,

das wird ein interessanter Thread. Ich bin einen ähnlichen Weg gegangen, glaube ich. Komme eigentlich auch aus dem Bergsport. Ich schreibe bestimmt noch einiges mehr, nur vorweg um alles einzuordnen: Beim Tauchen akzeptieren die Leute nur ein _sehr_ viel niedrigeres Level an Risiko. Ganz andere Mentalität. Viele normale alpinisitische Sachen wären hier extrem, und die wirklich extremen Sachen sind undenkbar, von der Inkaufnahme der objektiven Risiken her.

Auch ist die Kultur so, dass viel mehr auf formalisierte und "vorgeschriebene" Ausbildung und Nachweise baut. Hat Vor- und Nachteile, die Welt ist eben divers.

Ein guter Start wäre vermutlich ein Open Water Diver Kurs. Ab da dann eben immer schön Erfahrung sammelnd in Richtung tieferes und technisches Tauchen, wenn es echt bei dem Interessenschwerpunkt bleibt. Tauchen macht süchtig, da werden schöne Ablenkungen und ganz andere Ziele kommen.

Ich habe es nicht bereut


nandersenIANTD CCR
21.05.2019 19:28
Ganz grob und idealerweise ohne Reisekosten, Ausrüstung etc.? Du brauchst dazu min. normoxisches Trimix, das kannst Du frühestens ab 100TG machen. Rechne mal bis dahin 30Eur/Tg wären 3000Euro Erfahrung nötig. Dazu kommt der Normoxic Kurs und einige vorhergehende Pflichtkurse Bspw. RD, AdvNx... Vermutlich nicht unter 5000euro
Gelbe MaskeAbz. "Für gutes Wissen" (Gelb)
21.05.2019 19:28Geändert von Gelbe Maske,
21.05.2019 19:30
Für den Anfang 300EUR Kurspreis (OWD) plus vielleicht 500EUR teilweise Ausrüstung (Rest geliehen). 1 Woche (oder eher verteilt über mehrere Wochen) Ausbildung. Längerfristig alles mal 4, nur so als grober Richtwert, gibt auch Expressausbilder und monatelanges Kachelschwimmen als Möglichkeit.

(P.S.: Ich rede nur vom normalen Tauchen, nicht von späteren tiefen Trimixtauchgängen.)

Ein eigenes Auto wäre gut, wenn man kein reiner Urlaubstaucher (oft ewiger Anfänger) sein will.
TechnomancerPlastikkärtchen
21.05.2019 19:32
Grundkurs 200-400 Euro, je nachdem ob mit Verein (Kurs billiger, aber Vereinsbeitrag usw.) oder kommerziell.

Bis zum AOWD/** mit Deep den man da wohl brauchen wird noch mal + 300-600.

Ausrüstung komplett... Wenn man Schnäppchen und gebrauchtes nimmt evtl. ab 1000€, mit Flaschen leihen.
Sollte man aber nur tun wenn man sich mit dem Zeug auskennt.

Mit allem für Warm- und Kaltwasser, eigenen Flaschen, eigenem Atemluftkompressor... Ich habs in Excel, die genaue Summe speichert mein Unterbewusstsein nicht, aber für 2 Taucher locker fünfstellig. Ohne Rebreather, oder Doppelgeräte für anspruchsvolleres tauchen.

Nach oben offen, as most hobbies.
21.05.2019 19:40
Ich weiss, beantwortet die Frage nur mittelbar, aber: was Alex Honnold beim Klettern macht gibt es auch hier:

https://www.youtube.com/watch?v=hrXQbucZUDA


Kosten: 10 Euro Badehose, 50 Euro Maske...
21.05.2019 19:51
Das Video habe ich auch schon gesehen, aber die Luft bekomme ich grobe 30 Sek. angehalten no

Der Tauchplatz scheint auch recht gefählich zu sein, weil es wohl schon recht viele Tote gegeben hat. Hab da was von einem jugen Russen gesehen. Da konnte ich selber schon kaum beim zugucken atmen ...

Also mit ca. 5000 EUR & 2-5? Jahren hätte ich nicht gerechnet, das muss ich zugeben.
21.05.2019 19:54Geändert von AMV29,
21.05.2019 19:56

@Dominik, die Hauptmahlzeit eines Freedivers, die Avocado, darfst Du bei der Rechnung nicht unterschlagen big
@Kraxxler, ich glaube nicht, dass 5000 reichen. Kommt natürlich auch etwas drauf an, wie viel Risiko du eingehen willst...

21.05.2019 19:57
Also, ich kenne den Tauchplatz auch nur von Videos, daher Vorsicht bei dem was ich sagen, aber: Schau Dir mal die Zugspitze an. Kein schwieriger Berg, auf keinem der üblichen Wege. Die Anzahl der Unfälle würde andere Schlüsse nahelegen. Wie lange und wie aufwendig ist es für jemanden der noch nie einen Berg bestiegen hat den Höllentalsteig bewältigen zu lernen? Machbar, mit Zeit und auch Geld für Trainingstouren. Dennoch kommen immer mal wieder Leute um. Einfach auch weil es so viele hinzieht!
nandersenIANTD CCR
21.05.2019 20:12
@Kraxxler

Die Gefahr an diesem speziellen Tauchplatz liegt u.A. an der Grenzwertigkeit des Arcs. Wenn man da hinuntertaucht scheint es ein Leichtes diesen mal fix zu durchqueren. Gemischt mit einer guten Portion Stickstoff in der Birne werden dort viele mutig...

Solche Grenzfälle gibt es beim Klettern bestimmt auch- denn auch dort musst Du ja ggf. rechtzeitig die Rückreise in ein Camp antreten...
21.05.2019 20:16
Camp...naja in Europa eher Hütte. Aber das grundsätzliche Prinzip passt, und auf 4000m denkt man auch nicht mehr top klar, zumindest nicht ohne Gewöhnung...
TondobarPassivtaucher
21.05.2019 21:40
Wenn Du in Dahab einen Freund hast, der eine zweite Trimix-Tauchausrüstung verfügt und sie dir unentgeltlich leiht und dich mit runter nimmt, dann kostet dich der Tauchgang im Blue Hole nur die Reise nach Dahab. Und die relativ teure Gasfüllung mit Helium. Tauchkurse sind im Allgemeinen keine Pflicht. Aber sie sind Voraussetzung dafür, dass eine gewerblicher Veranstalter oder ein Tauchverein dicht mit auf einen Tauchgang nimmt. Wobei es auch immer wieder Ausnahmen gibt, die auch Leute tauchen lassen, die keinen Tauchschein haben.
Du wirfst aber eine interessante Frage auf, nämlich, warum sich nicht zumindest ein Teil der Taucher einfach so zusammentut und das Tauchen selbst organisiert. In hiesigen Seen aufgrund der vom Eigentümer / Pächter erlassenen Hausordnung nicht immer möglich, aber im Meer wäre das möglich. Vielleicht stimmt Dominiks Vermutung, dass Taucher weniger Mut haben als Bergsteiger. Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut!
NDLimitTaucher
21.05.2019 22:38
"Wenn Du in Dahab einen Freund hast, der eine zweite Trimix-Tauchausrüstung verfügt und sie dir unentgeltlich leiht und dich mit runter nimmt, dann kostet dich der Tauchgang im Blue Hole nur die Reise nach Dahab. Und die relativ teure Gasfüllung mit Helium. Tauchkurse sind im Allgemeinen keine Pflicht. Aber sie sind..."

ähem... wie war noch mal das Wort, was da folgen sollte???? Ach ja.... sinnvoll
kwolf140614413-1; Nitrox**
22.05.2019 00:58
Naja, wenn man die offensichtlich höhere Risikobereitschaft eines Alpinisten berücksichtigt, kann man den Tauchgang durch den Arch auf etwa 60m Tiefe auch mit Pressluft machen*. Dazu sollte man einen advanced Tauchschein haben (oder eine vergleichbare Erfahrung): Divemaster oder CMAS***. Die üblichen Ausbildungskosten/Vereinsbeiträge bis dahin liegen etwa bei 600-1000 €. Die Ausrüstung (ohne Flaschen: Die kann man vor Ort leihen), liegen (Warmwasserausrüstung) etwa bei 1200-1500 Eur. Wobei man Ausrüstung ebenfalls leihen kann. Allerdings schätze ich mal, dass man in etwa 100 Tauchgänge pro drei Jahre an Erfahrung auch im Tieftauchen sammeln sollte: Da fallen Tauchreisekosten an und auch Tauchgänge in tieferen heimischen Seen - man sollte also doch besser eine eigene Ausrüstung haben (also schlage ich nochmal einen Trockentauchanzug mit Unterzieher, zusammen 1500€ drauf...).

*Das wird viele hier zum Aufschrei bringen. Auch ich persönlich tauche nicht so. Fakt ist aber, dass vor allem in früheren Jahrzehnten Lufttauchgänge sogar bis unter 80m gemacht wurden - und auch überlebt. Das Hauptproblem dabei war die Stickstoffnarkose. 78% Stickstoff in der Atemluft hat eine narkotische Wirkung, die bei etwa 40m Tiefe beginnt. Grob vergleichbar mit einem Alkoholrausch. Je tiefer, desto mehr „Promille“ bis zur Unzurechnungsfähigkeit und Handlungsunfähigkeit und man ertrinkt. Aber auch der Sauerstoff und das CO2 können auf solcher Tiefe lebensgefährlich werden. Deswegen nimmt man heute für Tiefen unter 40-50m doch lieber Gasgemische, in denen Teile des Stickstoffs mit Helium ersetzt werden und für weitere Tiefen auch weniger Sauerstoff enthalten ist. Dies erfordert wiederum eine weitere Ausbildung, irgendwo im vierstelligen Bereich. Aber auch das sind keine Geheimwissenschaften und man kann autodidaktisch einiges erreichen: Wiederum provoziere ich damit „heiße“ Diskussionen, denn vernünftig wäre das nicht!
22.05.2019 01:13
@kwolf: Ich zumindest glaube Du hast das sehr treffend analysiert! thumbup
JykCMAS **
22.05.2019 09:53
@kwolf:
Wäre vielleicht noch interessant zu Wissen wie viele damals bei solchen Tauchgängen nicht wieder hochgekommen sind. Also wie viel Erfahrung damals nötig war um solche Tauchgänge regelmässig durchführen zu können ohne bei Problemen sofort in Todesgefahr zu schweben.
22.05.2019 10:06
Der Vorteil damals war natürlich auch, dass man sich keinen Scheiß im Internet anlesen konnte ;)
AnkouJedimeister
22.05.2019 10:14
Die Unfallzahlen haben sich nicht signifikant verändert. Es waren nach meiner Wahrnehmung in meinem Umfeld geplante und durchdachte Tauchgänge mit ausgesuchten Tauchpartnern und keine planlosen Aufzugfahrten. Ich persönlich habe von tiefen Tauchgängen mit Pressluft Abstand genommen, man wird nicht jünger......
22.05.2019 10:18
Hei Kraxxler, wie schön, (noch) ein Bergmensch! Ich komm auch vom Bergsport, und muss den Kollegen soweit zustimmen, das haben sie sehr treffend beschrieben. Neben der höheren Risikoaversion unter Wasser kommt vielleicht als wichtiger Unterschied noch die "Zugänglichkeit" dazu - selbst auf den Jubigrat kann ich theoretisch einfach losmarschieren und mal sehen, ob ich klarkomme. Beim Tauchen ist das nicht so easy, weil Du Ausrüstung brauchst, jemanden der Dich mitnimmt, wofür wiederum eine Ausbildung nötig ist, ...

@: "Camp...naja in Europa eher Hütte. Aber das grundsätzliche Prinzip passt, und auf 4000m denkt man auch nicht mehr top klar, zumindest nicht ohne Gewöhnung..."
Das DLR hat auf der Capanna Margherita vor einigen Jahren eine Studie gemacht, leider nur mit 11 Teilnehmern, aber die haben sie vor und nach einigen Tagen im Monte Rosa ins MRT geschoben. Zwei von den 11 hatten tatsächlich ein höhenbedingtes Hirnödem, wobei nur einer der beiden sich erkennbar "komisch" verhalten hat. Das erklärt dann vielleicht auch einige "schräge" Entscheidungen von Bergsteigern in Höhen jenseits der 4000m no

Dafür ist das Tauchen selbst - imho, bitte steinigt mich nicht - nicht annähernd so anspruchsvoll wie einen 8er zu klettern. Man muss logisch viel wissen und können und üben, einige Handgriffe blind beherrschen, aber an sich chillt man während des Tauchgangs hart - im Vergleich zu einer alpinen Route.
Für mich ähnlich ist in beiden Spielarten die Natur, in der man Gewaltiges erleben kann, und einfach völlig rauskommt aus dem Alltagstrott, und dieses bisweilen so wilde Freiheitsgefühl und Sprachlos-Sein - das hatte ich auf vielen Berggipfeln, und zum Beispiel auch, als ein riesiger Manta auf uns zukam, der völlig in Angelschnüren verheddert war, und uns quasi um Hilfe bat... Bevor es zu philosophisch wird: probier's aus ;)
22.05.2019 10:33Geändert von Dominik_E,
22.05.2019 10:34
phayuko, auch hier, ich stimme Dir voll zu. Ich habe in dem Weltrekord-Thread eben geschrieben, dass ich glaube, dass der Mount Everest des Tauchens noch nichtmal bestiegen ist. Oder der K2 meinetwegen. Nicht dass ich in einer der beiden Sportarten nun zu den Leuten gehören würde die sich das vornehmen könnten big.

Das Experiment mit den Leuten die auf der Signalkuppe in der Hütte waren ist sehr instruktiv. Hätten von 11 Leuten bei einem bestimmten Profil oder TG 2 eine leichte neurologische DCS, das würde hier einschlagen wie eine Bombe, jeder würde nach Maßnahmen gegen solche Profile schreien, und den Opfern würde "Tauchtauglichkeit aufgehoben, 6 Monate warten, auf PFO untersuchen lassen, erst nach ärztlicher Freigabe jemals wieder tauchen und dann low bubble!!!einself" entgegenschlagen. Beim Bergsteigen ist sowas interessant, die Betroffenen und hunderte andere jede Sommerwoche besteigen eben weiter ihre Monte Rosa 4000er und schlucken ASS gegens Kopfweh...
22.05.2019 14:50
An deiner Stelle würde ich das komplett sein lassen, wenn die Motivation für dich von Anfang ist, möglichst tief runter zu gehen. Das sind dann die Toten. Tauchen ist Wandern und nicht Bergsteigen.
22.05.2019 17:14
Er hat ja nichtmal gesagt dass er das machen will. Möglicherweise geht es auch nur um eine grundsätzliche Diskussion. Und selbst wenn: mal keine Panik. Einen speziellen Platz sehen zu wollen und sich dann ranzuarbeiten muss gar keine schlechte Motivation sein.
22.05.2019 17:34
Insbesondere in Dahab muss man sehr routiniert sein! Viele sind dort schon draufgegangen. Ab 50 und weiter sind Fehler schnell tödlich! Ist beim Bergsteigen zumindest ähnlich. Einen einfachen 3000er okay. Aber ab 5000 werden die Umweltbedingungen und Anforderungen an Material und Fähigkeiten exponentiell größer. Im Paket gibt es Kurse oft billiger! Wo du deine Ausbildung machst entscheidet ebenfalls.

22.05.2019 18:20
David, ich will Dir nicht zu nahe treten, aber hast Du eigene Erfahrung im Bergsteigen? Das klingt ehrlich gesagt nicht so. Die reine Höhe eines Berges ist ein sehr sehr schlechtes Maß für die alpinistischen Schwierigkeiten. Viel schlechter als die Tiefe beim Tauchen...
AlpöhyFreestyle Vollhöhle 9Sterne Vereinsmeier DIR-MIR Platincard
22.05.2019 19:22
@dominik: nichts für ungut, aber David hat schon nicht ganz unrecht. Ich habe auch schon einige Gipfel über 4000m auf dem Tacho, unter anderem 3 6000er.
Auf 5000m ist die Luft schon ganz schön dünn. Wenn du da ausser Atem kommst und ein Problem lösen musst, ist das was ganz anderes als auf relativ entspannten 3000m, was für ungeübte und unanklimatisierte schon herausfordernd ist. Zudem kann das Wetter auf 5000m noch mal ganz anders abgehen, wenn es umschlägt, z. B. Temperaturstürze, Eisregen, Hagel usw und meist ist der Abstieg in Sicherheit zu einer Schutzhütte wesentlich länger.

Aber ansonsten weitermachen: als Sporttaucher, der nur ab und zu die 40m Marke toucht, finde ich eure Diskussion hier und beim Weltrekord Tröt sehr interessant popcorn spin
22.05.2019 19:28
Alpöhy, wie gesagt, der Punkt ist, dass die Höhe ein sehr schlechtes Kriterium ist. Erstens ist damit nichts über den Akklimatisationszustand des Bergsteigers gesagt, zweitens nicht über das Klima (ein 3000er in Patagonien ist eine GANZ andere Nummer als ein 5000er in Mittelamerika), und drittens vor allem nichts über die technischen (klettern, Eis) Schwierigkeiten. Es gibt auf der Welt eine Menge 5000er die einfacher zu besteigen sind als die Zugspitze. Natürlich sind auch beim Tauchen 50m nicht immer 50m, aber die Tiefe ist meiner Meinung nach jedenfalls ein objektiveres Maß als die Höhe eines Berges. Nichts anderes wollte ich sagen.
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