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FlatterflosseTec Fundi

Training fürs Tec-Tauchen

Hallo Leute,

ich bin vor ein paar Monaten in den Tec-Bereich eingestiegen und wollte mal fragen wie eure Übungen/Training unter Wasser zum Einstieg und zum fit halten im Tec-Bereich aussehen. Macht ihr was Bestimmtes im Bereich Gaswechsel, Tarierung usw.?

Danke schon mal im Vorhineindoei

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28.08.2018 22:15
Hin und wieder Boje schießen schadet nicht. Beim OC Rückengerät immer wenn die Deko durch ist nochmal einen Valvedrill dranhängen.
Ansonsten einfach tauchen und sich Schritt für Schritt an das Niveau herantasten das man beherrschen möchte.
diverhans...autark
29.08.2018 07:52
*Ventile öffnen / schließen am Rückengerät
* Deco-Boje / Hebesack setzen

..wurden genannt, weiterhin:

* Gaswechsel
* Stage-Tanks Unterwasser ab- und anlegen
* komplette Ausrüstung (einschließlich Wingjacket) Unterwasser ab- und anlegen
* komplette Ausrüstung (einschließlich Wingjacket) nach dem Ablegen in Vorhalte positioniert und neutral tariert -> definierte Strecke so tauchen, horizontale Höhenunterschiede bewältigen (Jacket in Vorhalte tarieren), ...dann wieder anlegen
* Reel als Ariadnefaden legen und einholen
* Maskenwechsel
* (...) u.a.m.

wichtig dazu:

...alles im ca. fünf Meterbereich mit Atemgas Luft (auch in den Stage-Tanks) trainieren, bei nicht mehr als insgesamt ca. sieben Meter Wassertiefe, und das im Ufer nahen Bereich.




CutchemistCMAS***; TDI Trimix
29.08.2018 07:55

Am besten ist es natürlich die Tauchgänge so zu gestalten, dass du das gelernte anwenden kannst. So tastest du dich Schritt für Schritt an anspruchsvollere Tauchgänge ran.

Immer geht natürlich der Valve Drill, Back-Kick, Boje sowie Gaswechselprozeduren. Um es etwas "realistischer" zu gestalten kannst du natürlich auch einen Computer sehr konservativ einstellen bzw. den TG maximal konservativ planen und so mit viel Sicherheitsreserve "echte" Dekotauchgänge machen (Aber Achtung: Hierdurch verliert man ein wenig das Gefühl für die eine realistische Deko und hat oft sehr große Unterschiede zu den TC der Buddies). Sowas muss immer vorher kommuniziert werden.


Ab und an mache ich mit meinem Buddy (vorher abgesprochen) Problemlösungen. Meißt zum Ende des TG gibt es dann ein klaren Zeichen für "jetzt Übungen". Dann kann es zu "out of air", kaputten Lampen, versagendem Dekogas, abblasendem Regler oder auch mal versagendem Auftriebsmittel kommen.

Darüber hinaus halten wir es so..... wenn jemand Übungsbedarf hat (neulich z.B. Freiwasseraufstieg und Deko) dann bauen wir das in unseren Tauchplan mit ein.

diverhans...autark
29.08.2018 08:08
by the way:
du solltest Scooter-fahren drauf haben. Leih dir so'n Teil und nach einer Stunde Training mit dem ganzen Gerödel solltest du dein Erfahrungen auch hinsichtlich schlechter Konfig (Regler blasen ab?) gemacht haben und es können. Der Grund liegt darin, unter Atmung TMX Anstrengungen zu vermeiden.
Versuche weiterhin solokompetent zu tauchen, auch im Beisein eines Tauchpartners. Das heißt: löse deine (theoretischen = Übung und reale) Probleme autark.
Gelbe MaskeAbz. "Für gutes Wissen" (Gold)
29.08.2018 10:09
@diverhans
Ich kann UW gar nicht, oder nur mit Mühe im Notfall (dann auftauchen), die komplette Ausrüstung ablegen. Das trifft vermutlich auf die Meisten TEC-Taucher zu. Kein Blei am Körper, sonderm V- oder P-Blei, abgesehen von 300bar-D12-Tauchern (die lt. Tnet ja keine "Auftriebskörper" benutzen dürfen).
diverhans...autark
29.08.2018 10:35

> Das trifft vermutlich auf die Meisten TEC-Taucher zu

Ich habe mein Blei am Körper und im Jacket im Bauch-/Leistenbereich verteilt.

Und Gott sei Dank bin ich kein TEC-Taucher. ssst
FullcaveVDST Sternenhimmel und Bojenreiter der ersten Stunde
29.08.2018 11:00
In der Tat. Dem lieben Gott sei es gedankt 👍🏻
FlatterflosseTec Fundi
29.08.2018 11:07
@ alle erst mal vielen Dank für die Masse an Inputs, ein paar von den geschriebenen Vorschlägen werde ich gleich mal peu à peu in meine Tauchgänge einbauen. (Will ja keinen task-overload bei den nächsten Tauchgängen) Vor allem der Tipp mit dem extrem konservativ gestellen TC gefällt mir richtig gut. Zumal man dann ja auch die Deko mit einem nicht Tec-Taucher üben kann (der dann natürlich keine Dekopflicht hat).

@ Hans Im nicht-Tec-Bereich mach ich die An- und Ablegeübung auch immer mal wieder. Im Tec-Bereich mit D12 und Stage) werd ich das erst mal nicht machen. Trotzdem vielen Dank! Caveline legen (danke auch für den Tipp) übe ich erst mal das bisher Gelernte. Will mir jetzt nicht autark irgendeinen Blödsinn anlernen.

FullcaveVDST Sternenhimmel und Bojenreiter der ersten Stunde
29.08.2018 11:10
"Will mir jetzt nicht autark irgendeinen Blödsinn anlernen. "

Damit machst Du alles richtig.👍🏻
Gelbe MaskeAbz. "Für gutes Wissen" (Gold)
29.08.2018 11:11Geändert von Gelbe Maske,
29.08.2018 11:13
(Fullcave ignorierend) .. finde ich nicht schlecht, aber a) müsste ich dann meine D12/300 verschrotten (oder Auftriebskörper basteln), und für das andere Doppel das Blei absägen (und durch Bleigurt ersetzen). Und b) hab ich Bedenken, dass Bleigurt und restliche Ausrüstung sich "verheddern" (beim Abwurf, bei o.g. Ablegeübungen, im Bereich des Gurtschlosses...). Muss ich mal ausprobieren, vielleicht mit dem AP Tekwing...

P.S.
"Will mir jetzt nicht autark irgendeinen Blödsinn anlernen."
Finde den Widerspruch.
29.08.2018 11:28
Freiwasseraufstieg üben. Wenn unten irgendwas schief läuft endet's fast immer in einem Freiwasseraufstieg, also muss der unter Stress und schlechter Sicht mit Dekostufen, Gaswechsel und Boje klappen wenn schon sonst nicht's klappt Und nicht irgendwie hochtrödeln üben, sondern genau mit 10m/min, simulierter Deko nach zB GF15/50 runtime Tabelle am Handgelenk, Gaswechsel, Boje, runtime Tabelle einhalten, alles synchron mit dem Buddy, Nachkontrolle am PC.
diverhans...autark
29.08.2018 12:14
( ebenfalls Fullcave ignorierend)

Nun @Gelbe Maske, probiere es mit eben einer anderen Gewichts- (Blei) Konfiguration. Es gibt verschiedene Gründe sein Ausrüstung Unterwasser ab- und anlegen können zu müssen.

Ich habe - für mich festgestellt - dass das Gewichtssystem auf dem Rückengerät nicht sinnvoll ist. Ich versuche den Gewichtsschwerpunkt unten zu halten. So ist es beim Jacketanlegen auch deutlich bequemer dort wieder einzusteigen, wenn die - sofern erforderlich - Gewichte seitlich vorn am Bauchgurt angeordnet sind. So kann sich auch hier nichts verheddern (Schwerkraft).

Der Bleigurt bleibt am Körper und ist - logisch - eng anliegend. Es kann sich nichts verheddern. Und den Bleigurt abwerfen? In knapp 20 Jahren Tauchen habe ich so einiges an ernsten Problemen Unterwasser gehabt und autark gehandelt, aber noch nicht ein einziges Mal das Teil abgeworfen respektive abwerfen müssen.

> Muss ich mal ausprobieren,

Ja tu das! sm1 Und wenn es lediglich eine Erfahrung ist und bleibt. Jeder sollte natürlich seinen eigenen Weg und den "persönlichen Blödsinn" finden.
Ich jedenfalls ziehe mich morgens alleine an und abends alleine aus. Und so handhabe ich das auch Unterwasser.



StoneXNormoxic Trimix IANTD Minediver
29.08.2018 12:15
@Flaltterflosse

Ich würde die Übungen wiederholen, die Du in den Kursen gelernt hast. Wiederholen heisst für mich entweder eine reine Übung während eines Tauchgangs durchführen oder einen "richtigen" Tauchgang machen.

Einen quasi simulierten Dekotauchgang mit Hilfe eines sehr konservativ eingestellten Rechners, den man dann im Notfall ignoriert, gefällt mir nicht. Ich möchte in einem Notfall mich nicht damit beschäftigen müssen, ob die von meinem Rechner angezeigte Deko "real" ist oder nicht. Da brauch ich meine Gedanken für andere Dinge. Ich würde lieber eine Runtime ausserhalb einer Deko abtauchen und den Rechner mal Rechner sein lassen und ihn als Bottomtimer nutzen.

Wichtiger noch als die Übungen selber ist die Selbstreflektion nach dem Tauchgang. Was habe ich richtig gemacht und was falsch und was muss ich noch üben. Ich sehe des öfteren, z.B. in Panheel, Taucher die mit Stages hantieren, dabei sich zig Meter von ihrer eigentlich Position entfernen, dabei Mulm aufwirbeln wie sonst was und nach dem Tauchgang dann debriefen, dass ja alles super geklappt hat und nur Übung den Meister macht (so oder ähnlich).
diverhans...autark
29.08.2018 12:16
> genau mit 10m/min

puzzled

Tekki = TMX = 6m/min
diverhans...autark
29.08.2018 12:20
> den Rechner mal Rechner sein lassen und ihn als Bottomtimer nutzen.

kissing thumbup
29.08.2018 12:41
Den Comuter extrem konservativ zu stellen, um Deko angezeigt zu bekommen, ist - mit Verlaub - der größte Schwachsinn, den ich seit langem gehört habe. Was soll das denn bitte bringen?

Mein Vorschlag wäre, erst einmal alle Grundübungen (V-Drill, Maske wechseln, Atemgasspende, auf Backuplampe wechseln, auf Stage wechseln, usw.) an einer Plattform im Flachbereich zu üben, bist das sitzt, OHNE die Plattform dabei zu berühren. Wenn das klappt, dann einen Freiwasseraufstieg machen und bei 21 m stoppen und eine der Übungen machen. Danach auf 18 m aufsteigen und wieder eine Übung machen, usw.Am Ende auf 3 m dann die Boje setzen und im Freiwasser zum Ausstieg navigieren.

Solche Übungen sollten immer im Freiwasser gemacht werden, ohne optische Referenz. D.h. wenn alles schon mit Blick auf den Tauchpartner gut klappt, kann man sich auch mal vom Tauchpartner wegdrehen bei den Übungen. Wer jetzt Angst hat bei der Übung Teile der Ausrüstung im Freiwasser zu verlieren: Das gibt der Übung den nötigen "Thrill", den es bei einem Problem im Ernstfall auch gibt ;)

Was ein konservativ eingestellter Tauchcomputer mit der ganzen Sache zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.
gr3yw0lflife is better in fins
29.08.2018 12:54
---- zitat diverhans 29.08.2018 10:35----

Ich habe mein Blei am Körper und im Jacket im Bauch-/Leistenbereich verteilt.

Und Gott sei Dank bin ich kein TEC-Taucher.
---- zitat ende----

@diverhans
nur nebenbei gefragt: die überschrift des eingangsposts gelesen und verstanden??
kopfpatsch
FlatterflosseTec Fundi
29.08.2018 15:03
@ Gelbe Maske: Den Wiederspruch kann ich nicht ganz entdecken. Ich hol mir hier lediglich Inputs, übe das mit erfahrenen Tekkies und wenn ich´s drauf habe übe ich selbständig.

OK, danke für die Einwürfe mit dem konservativ gestellten TC. Das schieb ich mal nach hinten und mach die nächsten TG mit "fiktiver" Deko. Das mit den Übungen während den Stops im Freiwasseraufstieg werd ich mir gleich mal groß zu Herzen nehmen. Wie immer alles schön in Ruhe und eins nach dem anderen abhandeln. Irgendwann muss ja alles mal klappen.

Danke nochmal!
diverhans...autark
29.08.2018 17:00
@gr3yw0lf

Es ist gemeinhin bekannt, dass ich mich auf die Formulierung TEC, TEKK, TECH, TEKKI, (...) nicht einlasse, nur weil ich mich mit Stagetanks behänge und Mischgase verwende. Für mich ist das bei meinem Tun an und in Wracks bis 100m TT anspruchsvolles Sporttauchen und nicht mehr.

kissing

Nur weil einer einen 500PS Porsche auf der Autobahn mit gemächlichen 200km/h fährt, ist er auch noch lange kein Rennfahrer.

wink2
29.08.2018 17:23
Es gibt verschiedene Gründe sein Ausrüstung Unterwasser ab- und anlegen können zu müssen.

@Diverhans: Welche?
gr3yw0lflife is better in fins
29.08.2018 18:14
@diverhans
ok - mir wars mal nicht bekannt....
ändert auch nix an der tatsache, daß mich deine beschreibung der übungen irgendwie an "private paula" aus "full metall jacket" erinnert.....
über sinn und gehalt mag ich grad nicht diskutieren - wäre zu ot...

gottseidank bist du autark (oder gelegenheits-autonom?)......
29.08.2018 18:40
Moin Jamproof,

entschuldige Diverhans wenn ich Vorgreife. Aus der Ausrüstung herraus und wieder rein braucht man sehr selten beim Tauchen.
Aber es gibt Ereignisse die dieses erfordern können, wie z.B.:
- Wenn man im Netz oder wo auch immer hängen bleibt um sich zu befreien.
- Um nur mit einer Stage in einem U-Boot einzudringen.
- Um Engstellen im Wrack oder Höhle zu überwinden
- Im Notfall einen Anderen eventuell engeren Ausgang aus einem Wrack wählen zu können.
- ....

Gut wenn man es kann, besser noch wenn man es nicht Braucht.

Gruss
Hammerhai
29.08.2018 19:53
Servus Hammerhai

Wie oft hast Du das denn schon praktiziert? Auf welcher Tiefe? Mit welchen Gasen? An welchem Wrack?
(Hab ich bei Shadow Divers gelesen würde ich als Antwort nicht gelten lassen.)

In der Höhle löst man das heutzutage mit einer Sidemount Konfi. Der letzte der meiner Kenntnis nach den anderen Ansatz gewählt hatte ist in die ewigen Tauchgründe eingegangen: http://www.iucrr.org/mar10-2008.php


FullcaveVDST Sternenhimmel und Bojenreiter der ersten Stunde
29.08.2018 21:31
Eagles Nest Oktober 2016 klebte einer der Verunfallten ohne seinen JJ nur mit Trocki, Maske und Flossen tot unter Höhlendecke.........
diverhans...autark
29.08.2018 21:50
@ jamproof

So wie es Hammerhai07 beschrieben hat. Höhle interessiert mich nicht, tauche ich nicht und deshalb nehme ich das aus meinem Dafürhalten heraus. Sidemount interessiert mich auf meinen TG's (Wrack) ebenfalls nicht, Ausnahme UBoot-Penetration (hier bevorzuge ich jedoch Monkey-Konfig).

Konkret ich praktiziere das Aussteigen öfter a) im Training im Freiwasser und b) im Wrack und hier ebenfalls zum Training, und um Engstellen zu passieren und selten in Notfällen im Wrack mit TMX (hängen bleiben), letztmalig vor ca. 2,5 Jahren in TT 62m im Maschinenraum eines intakten 5500BRT Frachters aus WKII. Wegen des Permanentfilmens im Maschinenraum hatte ich die Öffnung des Oneway-Austieges im Querschnitt unterschätzt. Und erstmalig vor über 10 Jahren vor Port-Vendres im Fischernetz an der "Alice Robert" auf TT ca. 40m (Strömung, extrem schlechte Sicht und unvorsichtig).

> Gut wenn man es kann, besser noch wenn man es nicht Braucht.

Nun, ich denke der "technische Taucher" sollte das erst Recht drauf haben.

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