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Tauchunfall - bleibende Folgen?

Hallo!
Kurz zu meiner Geschichte: Vor 1,5 Jahren (damals war ich 27J.) bekam ich einen defekten Regler, und atmete Wasser ein. Es folgte ein Notaufstieg, woebei ich bis heute nicht weiß, ob ich damals eingeatmet habe.
Nach 2 Tagen stellten sich Engegefühle und Druck im Brustraum ein.
Der Lungenarzt machte ein Röntgen und befand dieses für in Ordnung. Nähere Untersuchungen ergaben, daß meine Lungenfunktionen zwar normal, meine Diffusion jedoch mit 79% vermindert war. Diagnose: Salzwasseraspiration. Cortison und Antibiotika konnten meine Symptome lindern. Die Diffusion stieg auf 86% nach weiteren 6 Wochen.
Außerdem diagnostizierte der Arzt dann eine leichte Lungenüberblähung; wobei ich nicht weiß, ob diese beim Notaufstieg passierte, oder viell. durch das jahrelange Klarinettespielen bedingt ist.
Was dann jedoch noch dazu kam war ein Gefühl, immer ganz tief durchatmen zu müssen, auf die Art wie Seufzen; bei Belastungen noch intensiviert. Dies ist nicht in den Griff zu bekommen.
Der Arzt meinte nur, ich solle damit aufhören, das sei nicht gut für mich, und mit der Lunge könnte ich eh 100 Jahre alt werden. Man brauche und nutze soundso nicht die gesamte Lunge. Mit dieser Diagnose konnte ich nicht sehr viel anfangen. Ich weiß nicht, ob ich nun weiterhin Tauchen gehen kann, ob dieses Durchatmen müssen mit der Diffusion 86% (zu wenig?) zusammenhängt, und ob ich mit diesem Diffusionswert überhaupt noch Tauchen gehen kann.
Andere Ärzte konnten mir auch keine konkreten Auskünfte geben, und Ärzte meide ich jetzt, wo es nur geht.
Viell. hat jemand von euch einen Tip!
Liebe Grüße
Jutta
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25.12.2002 19:12
hallo jutta,

geh einfach mal zu nem arzt, der auf tauchmedizin spezialisiert ist. am besten ein arzt von gtüm. kannst ja mal auf der homepage vorbeischauen. http://www.gtuem.org/
dort kannst du auch nachschauen, wo der nächste arzt ist. kannst auch mal bei dan nachfragen (www.daneurope.org). wahrscheinlich kommen hier auch wieder diese antworten, dass man diese untersuchungen bei gtüm sowieso in die tonne stecken kann, aber ich glaube wirklich, dass das deine beste möglichkeit ist. viel glück und schöne feiertage, boris
25.12.2002 21:13
Hai,
der Tip von boris war gut, ein Arzt, der tauchmedizinisch nicht weitergebildet ist, kann eine Tauchtauglichkeit in einem so speziellen Fall nicht beurteilen.
Viel Glück beim Finden des richtigen Kollegen in Deine Nähe
S.Overhagen http://www.tcsoverhagen.de
26.12.2002 10:14
Hallu!
und danke für eure Tips.
Aber dzt. bin ich, nach meiner Arztkarriere, zu einem weiteren Arztbesuch jedoch nicht bereit, und Tauchärzte, da informierte ich mich schon damals, gibt es in unserer Nähe nicht. Der nächste ist 150km entfernt.LG
Jutta
30.12.2002 09:52
Was willst Du hören? Das Dir irgendjemand hier auf Grund deiner Beschreibung eine Ferndiagnose stellt und Tauchfähigkeit bescheinigt??? Du BIST vorbelastet und Tauchen kann gut gehen oder auch nicht - welcher Arzt soll Dir die Erlaubnis geben, wenn er sich vorher nicht sicher sein kann, daß Du nach Stand der Dinge den TG auch ohne gesundheitliche Schäden beendest? Laß was passieren - wen machst Du dann verantwortlich? Selbst wenn Du die Probleme auch ohne diese Vorbelastung gehabt hättest - in so einem "Fall" kann man auch eine Fahrlässigkeit des Arztes schnell konstruieren. Aber wenn Dir 150 km Fahrt zu weit sind, um zumindest mal einen Tauchmediziner aufzusuchen, ist das Ganze vielleicht eh nicht so wichtig. Ansonsten noch ein Denkanstoß: kann das tiefe "Seufzen" auch eine psychische Komponente beeinhalten? Es wäre ja nicht verwunderlich, wenn Du nach einem Tauchunfall mit Atemnot und Aspiration bei erneutem Autreten von Streß/-Belastungssituationen, (die ja mit erhöhter Atemfrequenz und u.U. dem subjekt. Gefühl, weniger/keine Luft zu bekommen)mit einer vertieften Atmung reagierst...
30.12.2002 14:11
Hi Jutta,

ich bin kein Arzt, kann Dir aber aus sporttechnischer Sicht ein paar Fakten geben.
Zuerst einmal ist die Lunge nicht das leistungsbeschränkende Organ. D. H., wenn Du mit der Herzfrequenz am Anschlag bist, dann hat die Lunge immer noch Restkapazität.
Es gibt Leute, die durchaus mit nur eine Lunge ein gutes Leben führen und auch Sport machen.
Von daher sind Deien 86 % Diffusion m. E. noch kein extremes Problem, beurteilen sollte das aber der Doc.

Du solltest einfach mal zu einem guten Lungenfacharzt gehen und Dich checken lassen.

Ich selber hatte neulich beim Langstreckenjoggen ein extremes Problem. Ich habe an einem Marathon teilgenommen und hatte das Gefühl, dass ich zu wenig Luft bekomme. Als ob man bei einem Motor den Ansaugstutzen zuhält. Das hat mir Angst gemacht und ich bin zum Lungendoc. Der hat auch alles gecheckt und die Diagnose war wie folgt:
Alle Werte top, Sauerstoofausnutzung 131 %. Die Erklärung war dann, dass ich vor ca. 4 Jahren aufgehört habe zu rauchen und das noch immer Problme verursacht, die man medikamntös behandeln kann oder von alleine "ausheilen" lässt. Wir haben uns dann auf nichtmedikamentös geeinigt.
Du siehst, es gibt verscheidene Ursache und verscheidene Methoden zur Behandlung. Diese können Dir gute Ärzte (und die gibt es wirklich noch) aufzeigen. Ich bin z. B. zu 100 % tauchtauglich. Also nicht allzuviel Angst vor Onkel Doc. Ich rate Dir wirklich zu einem Lungenfacharzt (und da gibt es an jeder Straßenecke einen ). Das einzige was dort ein wenig komisch ist ist ein Allergietest, der eine gewisse Atemnot erzeugt. Ist aber weiter auch nicht schlimm. Denk immer dran, dass Du auch verantwortlich für Deinen Tauchpartner bist und schon aus diesem Grund ein ordentlicher Check nötig ist.
Savannah hat auch sehr recht. Psychische Komponenten sind nach Situationen wie Du sie erlebt hast nicht zu vernachlässigen, an meinem Beispiel siehst Du aber auch dass es von einer ganz anderen Seite her rühren kann.
Gruß
Stefan


31.12.2002 09:25
Hallo!
Wieder einmal danke für eure Antworten!
Ich möchte nur anmerken, daß ich nach diesem Tauchunfall nacheinander bei 8 verschiedenen Ärzten war. Immer von einem zum anderen weitergeschickt und überwiesen. Darunter war dann sogar eine Magnetresonaztomographie des Schädels.
Natürlich hätte ich zu einem Arzt mit Taucherfahrung gleich gehen können, aber damals habe ich ans Tauchen gar nicht mehr gedacht. Dies kam mir jetzt erst wieder, und ich möchte keine Ferndiagnose haben, sondern lediglich die Frage von einem medizinisch versierten Taucher beantwortet haben, ob ein Wert von 86% Diffusion, ohne Beachtung weiterer Komponenten, grundsätzlich bedklich für das Tauchen sind, UND ob jemand vielleicht mein "Atemproblem" kennt, und diesbezüglich mit mir Erfahrungen oder Tips austauschen könnte. Von den Ärtten konnte ich diesbezüglich nicht das geringste erfahren. Die waren ratlos mit meinem Symptom. Einer diagnostizierte wirklich ein mögliches psychisches Problem beim tief durchatmen; da war ich auch schon davor(als angehende psychoanalytikerin)in meiner bestehenden Therapie am "Arbeiten", jedoch war ein Trauma noch nicht festzumachen. Ich will einfach einfach wissen, ob jemand so etwas wie mein Problem kennt, und wenn ja, wie er oder derjenige der es hatte, damit umgegangen sind, unabhängig von den Arztbesuchen.
Liebe Grüße
Jutta
31.12.2002 17:37
Jutta,

wie stehst du denn mittlerweile zum Tauchen, allgemein? Bist du soweit, dass du sagst du möchtest es wieder probieren?

Schon darüber nachgedacht, dir einen guten, sehr erfahrenen Buddy zu suchen, der dich behutsam mal wieder mitnimmt? Vielleicht erst mal mit Gerät im Schwimmbad? Schaun, ob`s funktioniert? Vielleicht mit Einschränkung was Tiefe und Dauer angeht? Sauerstoff nicht vergessen, für den Fall der Fälle.
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