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Tauchunafllversicherung

Hallo und frohes neues Jahr........
kan mir jemand von Euch den Unterschied zwichen einer Tauchunfalllversicherung und einer "normnalen" Unfallversicherung erklären ???
Eine normale Unfallversicherung besitze ich schon...brauche ich da die TUV. (geile Abk.)überhaupt noch ???
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Stephan K.PADI DM, CMAS***, SSI XR, Apnoe 1, Eistauchen
03.01.2005 18:35
Übernimmt den deine Versicherung die Kosten bei Tauchunfällen?
Bergungskosten sind meistens mit dabei, aber wie sieht es bei Druckkammerbehandlungen aus?
Auch deine Krankenkasse übernimmt nicht in jedem Fall die Druckkammerbehandlung.


http://www.taucher.net/redaktion/4/Versicherung_beim_Tauchen_8.html
http://www.daneurope.de/mbs/index.htm

ps.;
ich gönne mir seit mehreren Jahren die "DAN Europe BASIC Membership"
03.01.2005 20:03
Hallo Ovico !
Es gibt nicht nur DAN als Tauchunfallversicherung. Schau doch auch mal bei www.aqua-med.de vorbei. Die sind auch ganz gut von ihrem Leistungsumfang und kosten nicht die Welt.
03.01.2005 21:22
Hallo.

Der Punkt ist der, daß wohl einige Unfallvesicherungen den Tauchunfall als solches explizit aus ihrem Versicherungsumfang gestrichen haben.

Ein Tauchunfall muss auf Grund eines Urleils jetzt anscheindend auch als Unfall im Versicherungstechnischen Sinn gewertet werden. (OLG Karlsruhe, Az. 19 U 283/94: die Caisson-Krankheit ist ein Unfall i.S.d. allgemeinen Unvallversicherungs Bedingungen). Daher die explizite Streichung in einigen Verträgen.

Frag bei Deiner UV nach und lasse Dir unbedingt im positiven Fall schriftlich bestätigen, dass ein TU (d.h. die Behandlung samt Bergung und Transport, auch im Ausland, Folgeschäden) mit versichert ist.

Die Druckkammerbehandlung ist aus dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen schon vor Jahren gestrichen worden, ist im Zweifelsfall also selbst zu zahlen.

Ob das bei Deiner, ggfs. privaten KV mit drin ist, erzählt Dir Dein Betater. Achte dabei auch peinlich genau auf den Unterschied zwischen Stationärer und ambulanter Behandlung! (Eine Druckkammerbehandlung bei einem leichten TU ist öfters wohl ambulant, was definitiv *nicht* von den gesetzlichen KK übernommen wird!)

Die Problematik des Rücktransportes ist ja auch schon angesprochen worden.

Bei einer TUV hast Du im zweifelsfall keine Probleme und streitereien um die z.T. erheblichen Kosten!

Als angenehmer Nebeneffekt ist eine Auslands KV und UV in der Regel gleich mit dabei.

Beispiele:
* DAN Europe (siehe Post von Stephan)
* Gerling / VDST - Vereins- oder Einzelmitgliedschaft (http://www.vdst.de, bekommt man in der Regel automatisch, wenn man in einem dem VDST zugehöhrigen Tauchverein ist.)
* Aqua Med (http://www.aqua-med.de)

Ich selbst bin bei Aqua Med versichert. Anmelden ging problemlos. Mit der Familycard ist auch der nicht tauchende Sohn (12Jahre) mit im Auslands UV/KV Schutz enthalten. Ich musste zum Glück deren Dienste noch nicht in Anspruch nehmen. (Zum Glück nicht deswegen, weil Aqua Med nicht zuverlässig wäre (ganz im Gegenteil), sondern weil ich auf Unfälle jeder Art dankend verzichten kann.)

Grüße

Martin.
04.01.2005 09:33
@ Ovico
Der Antwort von Matrin kann ich nur zustimmen. Nur Eins: Der Tauchunfall muß in einer normalen Unfallversicherung nicht explizit gestrichen sein, sondern vielmehr ausdrücklich (auf Deine Nachfrage bei Deiner Versicherung) mit aufgenommen werden. Hintergrund: Versicherungstechnisch ist ein Unfall als ein plötzlich von "außen" auf den Körper einwirkendes Ereignis definiert. Einige Versicherungen sehen aber in der DCI (decompression illness) ein von "innen" auf den Körper einwirkendes Ereignis (Gasblasenbildung im Gewebe) und reden sich dann aus den Leistungen raus. Frag genau bei Deiner Versicherung nach, wie das bei denen ist. Ansonsten ist Tauchen nicht einmal als Risikosportart wie z.B. Inleinern, Klettern etc. eingestuft.

Ich selbst bin über den VDST/Gerling versichert.

Aber wie war der berühmte Satz: Tauchunfälle passieren nicht, sie werden verursacht.....

dive safe

nebrius
Vercingétorixold school
04.01.2005 09:35
Es gibt verschiedene Anbieter von Versicherungen, deren Leistungen im wesentlichen gleich sind. Die vom VDST unfaßt neben den klassichen Unfallversicherung eine Auslandskrankenversicherung und eine Rechtschutzversicherung, wobei die lezteren erst eintreten wenn deine anderen Versicherungen nicht zahlen. Sie sind daher kosmetischer Natur. Vorteil ist, das Kinder beim VDST bis zum 14 Lebenjahr beitragsfrei sind, aber eine Versicherung haben.
Knackpunkt an der Sache ist folgender:
Ein Unfall ist ein von außen einwirkendes Ereignis. Daher sind DCS-Symtome nicht versichert. Kommt nicht von Außen. Das Urteil des OLG Karlsruhe ist eine Außnahme, hat aber die überwiegende Anzahl von Versicherungen dazu bewogen, das meiste aus dem Versicherungsprogramm zu streichen. Wenn du privat versichert bis, zahlen die meisten Versicherung die Behandlung aber nicht den Transport zur Druckkammer. Ein Hubschrauberticket gehört nicht zur Kategorie Billigflieger. Gesetzliche Krankversicherungen zahlen idR die Druckkammerkosten nicht. Unfallversicherungen zahlen auch nix, es ist entweder kein Unfall oder das Risiko ist gestrichen. Du mußt also folgendes machen:
Bitte deine Krankenbersicherung um schriftliche Bestätigung des Leistungsumfangs. Dann deine Unfallversicherung. Dann nimmst du dir die Versicherungsbedingungen der üblichen Verdächtigen und die Preise und vergleichst.
04.01.2005 09:42
Dank Euch !!!!!!!!!!
Ihr habt mir wie immer super geholfen !!!
Ich werde mich jetzt erst mal mit meiner UV in verbindung setzen.
04.01.2005 18:45
Ohne jetzt alles gelesen zu haben:

Unfall: Wenn du durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidest.

Frag bei deiner Unfallversicherung mal nach tauchertypischen Krankheiten!
Da gibts nämlich Unterschiede zwischen Tauchunfall und tauchertypischen Gesundheitsschädigungen!

Beim Gerling sind die z.B. in der exclusiv Deckung mitversichert!


04.01.2005 19:59
arbeite bei einer versicherung-

tauchtypische unfälle müssen im deckungsumfang ausdrücklich genannt werden- sonst ist eine leistung sehr unwahrscheinlich


bei uns ist das so

micha
05.01.2005 09:27
@Detlef:"Ein Unfall ist ein plötzlich von außen... Daher ist DCS nicht versichert. Kommt nicht von außen."

Natürlich sind die Folgen keine äußeren "Schäden", aber die Ursache kommt theoretisch von außen (zunehmender Wasserdruck). Der springende Punkt ist aber der, daß die Ursache nicht plötzlich auftritt, also unvorhergesehen ist. Die allg. Gefahren des Tauchens (Stickstoffnarkose, DCS, Embolien) sind eben allg. bekannt und gehören zu den "normalen" Gefahren. Damit winden sich die UV und die gesetzl. KV heraus.

Aber sei`s drum, umgehend bei eigener UV + KV nachfragen und dann ggf. zusätzl. TUV abschließen.

Gruß Rob
Vercingétorixold school
05.01.2005 12:49
@robster
Ich gebe zu es war eine stark verkürzte Darstellung. Sollte ja auch keine Abhandlung über Folgen eines Tauchunfalls, die jur. Unfall-Definition und das normale Risiko werden. Das rauswinden der Versicherungen läuft auf beiden Schnienen, soweit ich das aus den Entscheidungssammlungen ersehen kann. Die dritte ist ein ausdrücklicher Risikoausschluß in den Versicherungsbdeingungen. Insoweit sind wir ja im Ergebnis deckungsgleich. Es gilt also, wenn sie Geld haben wollen sind sie schnell, wenn sie zahlen sollen wohl nicht .
Daher auch die dringende Empfehlung eine spezielle Versicherung abzuschließen.
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