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ScubarAOWD

Sony FDR X3000R vs Gopro Hero 7 Black

Geändert von Scubar,
11.07.2019 20:45

Hallo liebe Tauchgemeinde

Ich möchte mir gerne eine Actioncam zum Tauchen kaufen.

Nach dem lesen und schauen von etlichen Vergleichstests im Internet, habe ich mittlerweile zwei Favoriten: die Sony FDR-X3000R und die GoPro Hero 7 Black.

Die beiden schneiden im Vergleich, je nach Tester, mal besser mal schlechter ab.

Der Preis kann vernachlässigt werden, weil sich beide in der gleichen Kategorie befinden (mindestens hier in der Schweiz).

Ich tauche sehr gerne in Seen, folglich sind die Lichtverhältnisse nicht immer gut. Trotzdem soll sie aber auch für die bunte Korallenwelt der Meere geeignete Features oder Filter haben.

Könntet Ihr mir vielleicht einen Tipp geben welche besser geeignet wäre?

Ich bin zwar Sony-Fan trotzdem möchte ich mein Geld nicht für eine Kamera ausgeben die zwar mal die beste war aber mittlerweile überholt wurde.

Vielen Dank und gut Luft

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m-n-nCMAS** / Nitrox
12.07.2019 10:31
Bildtechnisch sind beide auf dehr hohem Niveau, ebenso die Bildstabilisierung. Die GoPro hat durch die 60 Frames bei 4K mehr "Reserven" was die Zeitlupen angeht und punktet unter Wasser natürlich mit dem Bildschirm (über Wasser gefällt mir die Bilschirmlösung von Sony besser). Und: für die GoPro bekommst Du deutlich mehr Zubehör (Dome, Filter usw.). Dafür ist bei Sony das UW-Gehäuse im Lieferumfang.

Natürlich gibt es auch "negative" Punkte (bei beiden Kameras): GoPro bekommt die Firmware immer mal wieder nicht in den Griff - das Ergebnis sind "Abstürze" die sich nur durch ziehen des Akkus beheben lassen. Bei Sony hast Du (erstmal) keinen Bildschirm unter Wasser, das Sony-eigene Zubehör ist nicht besonders umfangreich und wenn Du hochwertige Sachen zusätzlich suchst, fällt mir spontan nur INON ein (sehr teuer).

Meine Wahl wäre daher die Hero 7 Black und dazu das T-Housing "Power" samt Filter und Flipadapter. (https://www.t-housing.de).

Aber mal kurz nachgefragt: warum eine Actioncam?
ScubarAOWD
12.07.2019 21:13Geändert von Scubar,
12.07.2019 21:31
Und Danke erstmal.
Ich habe noch nicht viel Erfahrung beim Tauchen, bin aber extrem fasziniert davon. Deshalb möchte ich mich in erster Linie aufs tauchen konzentrieren. In meiner Fantasie kann ich auf diese Weise den Tauchgang geniessen ohne mich zu sehr mit der Kamera zu befassen.
Ich würde die Kamera einfach mitlaufen lassen mittels Befestigung am Kopf. Desahlb stelle ich mir die Sony vom Wasserwiderstand (längliche Form) geeigneter vor und die Möglichkeit sie seitlich zu montieren wirkt auch sympathischer.
Die Kamera filmt einach das was ich sehe und ich hätte eine Erinnerung an jeden Tauchgang.
mezzAnwärter auf Kiemen
13.07.2019 08:27
Schau dir mal noch die paralenz an. Das ist eine Kamera, welche extra von Taucher für Taucher entwickelt wurde. Braucht kein Gehäuse, 200m dicht, usw.
13.07.2019 09:03

Ich habe am Anfang mit einer Sony AS-15 gefilmt, die ich eigentlich mal für's Radfahren gekauft hatte. Vorteil war, dass sie im Vergleich zu den damaligen Heros eine sehr gute Akkulaufzeit hatte und zumindest ein elektronischer Bildstabilisator dabei war. Wie man sich das Gewackel und Geruckel der damaligen Gopros ansehen konnte, war mir immer ein Rätsel. Der fehlende Monitor hat mich nie wirklich gestört, ganz im Gegenteil, ich habe auch einfach nur hin und wieder draufgehalten, um Erinnerungen einzufangen - dafür war sie perfekt.

Vor zwei Jahren hätte ich mir fast eine x3000r gekauft (der optische Bildstabilisator ist auch jetzt noch unschlagbar), wollte dann aber doch mal etwas mit Monitor haben. Die Gopros und Actionpros gingen nach Testkäufen aber alle wieder zurück, weil sie nach ein paar Minuten im Gehäuse ständig eingefroren sind und nur durch Akku entfernen wiederbelebt werden konnten. Gopro hatte bis zur 6er extrem mit Qualität zu kämpfen, daher kamen die für mich weiterhin nicht infrage. Wie nun die 7er ist kann ich aber nicht sagen, ich habe mich nach der 6er nicht weiter informiert.

Sollte die Gopro mittlerweile nicht mehr ständig einfrieren, der Akku 2 Tauchgänge halten und der Bildstabilisator nun auch endlich auf einem vernünftigen Niveau angekommen sein, dann würde ich ihr eine Chance geben, wenn der Monitor und 4k für dich wichtig sind. Wasserwiderstand kannst du komplett ignorieren, da merkst du sicher keinen Unterschied.

Ich selbst bin nach den enttäuschenden Tests mit Actioncams vor zwei Jahren auf eine Canon G7xII umgestiegen, aber Gehäuse ist deutlich größer und "task load" ist natürlich höher - je nach dem, was man einfangen will, einfach laufen lassen geht natürlich auch weiterhin. Mit einer einigermaßen günstigen Actioncam einzusteigen, um ganz einfach Erinnerungen mitzunehmen finde ich heute immer noch eine gute Idee. Mach dir vielleicht noch einen Boltsnap an eine oder zwei günstige Stellen, damit du sie schnell weghängen kannst und die Hände frei hast.

wettrafficAOWD, Self-Reliant Diver, Nitrox
13.07.2019 10:06

Der unterschiedliche Wasserwiderstand wird keine große Rolle spielen. Auch halte ich die Idee, die Kamera laufend auf dem Kopf zu montieren, nicht wirklich für zielführend. Das Ergebnis sind meist Aufnahmen, die sich hinterher doch niemand mehr ansehen möchte.

Ich stand vor kurzem auch vor der Wahl, wohin es gehen sollte. Dabei war die Ausgangslage die folgende: Ich habe eine Sony RX 100 V und war mir unsicher, ob ich den Weg mit dieser weiter gehen sollte. Wir brauchen gar nicht darüber zu debattieren, dass die Sony tonnenweise mehr Lichtstärke bietet und in einer völlig anderen Liga spielt.
Nach wirklich sehr vielen Überlegungen, die hier auszuführen nicht Sinn des Threads ist, stand ich dann vor der Wahl RX 100 V vs. H7B vs FDR-X3000R. Von der FDR hat mich dann der fehlende Bildschirm als Killer-Kriterium abgehalten. Natürlich kann man so was nachrüsten, aber dann fange ich mit dem gleichen Ausufern an, den ich bei der RX gerade verlassen wollte.

Ein weiterer wichtiger Punkt war für mich der Zugang zu RAW-Video und da habe ich aus der H4-Zeit sehr gute Erfahrungen mit ProTune gemacht. Ich würde keine Kamera mehr kaufen, die das nicht kann.

Am Ende ist für mich der Form Factor der GoPro einfach unschlagbar: Klein, bei gutem Licht sehr ordentliche Ergebnisse, Ein-Knopf-Bedienung und viele Möglichkeiten in der Nachbearbeitung. Besser geht natürlich immer. Aber irgendwann nehmen die Kosten einfach exponentiell zu und die Verbesserungen sind im Verhältnis dazu überschaubar (ich will da keine Grundsatzdiskussion lostreten. Sicherlich kann man sich darauf einigen, dass Action Cams eine Qualität liefern, von der vor 20 Jahren Hobby-UW-Filmer geträumt haben).

Dass GoPros ständig einfrieren oder bis zur 4er erhebliche Qualitätsprobleme hatten, kann ich nicht bestätigen. Mit der 4er habe ich sicherlich über 150 Tauchgänge gefilmt. Richtig ist: Ja, so etwas (Freezer) ist mir auch schon passiert. Aber es ist selten. Sicherlich kann man auch darüber diskutieren, dass das angesichts des Preises gar nicht passieren darf. Sicher ist aber, dass die Thematik IMHO maßlos übertrieben wird. Einige haben Montagsgeräte erwischt, andere präferieren ihre Billig-Kopie und giften gegen den Platzhirschen. Von meinen (bisher) vier GoPros hatte keine ein inakzeptables Stabilitätsproblem. Allen Unkenrufen zum Trotz hat sich zudem auch die Akku-Problematik deutlich verbessert. Mit einem Akku komme ich in 80% der Fälle locker einen Tauchtag á 2 TG hin. Bei der 4er hingegen war das abenteuerliche Wechseln bei Wind und Wellen obligatorisch.

Hier übrigens Mal die letzten beiden Videos, die ich mit der 7er gedreht habe:

https://youtu.be/OSRxgNq1is8

https://youtu.be/7vfkUR7yWTQ

Im Vergleich dazu ein Film mit der RX 100 V:

https://youtu.be/pax_9f6XWRw

Und das ist von der GoPro Hero 4:

https://youtu.be/rdsJWScdg-A

https://youtu.be/JNGxqKYpERU

m-n-nCMAS** / Nitrox
13.07.2019 11:19
Die Kopfmontage solltest Du definitiv überdenken - selbst Du wirst Dir das Gewackel hinterher nicht mehr ansehen wollen.

Was die schwache Akkuleistung der meisten Actioncams angeht, so liegt das natürlich an der kleinen Bauform - da ist schlichtweg kein Platz für größere Akkus. Aus diesem Grund ja mein Tip die Hero 7 Black mit dem T-Housing Power zu nehmen - hier sorgt eine integrierte Powerbank für ordentliche Laufzeiten.

Die Paralenz ist für mich persönlich keine Alternative - sie hat sicher ihre Berechtigung wenn z. B. Archeologen einen TG dokumentieren wollen, aber die im Vergleich zu den Top Kameras doch sichtbar schlechtere Bildqualität, das eingeschränkte Zubehör und natürlich der unverschämz hohe Preis machen sie in meinen Augen zu einem absoluten Exoten.

Vielleicht denkst Du aber mal über einen Kompromiss nach: kauf Dir eine 70 € teure Rollei und lerne erstmal "richtig" zu tauchen ... und wenn Du dann in der Lage bist, eine Kamera mit den Händen zu führen und sicher zu bedienen, dann schaust Du mal ob Du nicht in Richtung Kompaktkamera willst. Vorteil: bessere Bildqualität für Foto und Video ... Nachteil: nicht mehr so kompakt wie eine Actioncam.

Alternativ käme eventuell auch ein Gehäuse für das Smartphone in Frage - ich habe mir kürzlich das WeeFine angeschafft und erste Aufnahmen im Süsswasser mit dem iPhone X waren auf Anhieb sehr ordentlich.
m-n-nCMAS** / Nitrox
13.07.2019 11:22
@ Wettraffic: schöne Videos spin

Hast Du nicht Lust am Actioncup teilzunehmen? Gibt auch was zu gewinnen

wettrafficAOWD, Self-Reliant Diver, Nitrox
13.07.2019 11:24
Danke! Ich nehme schon am Actioncup teil.
m-n-nCMAS** / Nitrox
13.07.2019 15:42
Sehr gut ... viel Erfolg !!!

yes
14.07.2019 08:20
Actioncam`s sind halt nicht sehr lichtstark und das Bildrauschen ist halt ein Manko. Mein Wahl wäre eher eine Sony RX100 oder Olympus TG. Ist zwar nicht ganz so klein und auch nichts für die Maske (da würde ich die Actionpro auch nicht tragen) aber dafür hast Du Fotos oder Videos in sehr guter Qualität. Zubehör dazu ist natürlich reichlich vorhanden.
14.07.2019 11:19

Vor dieser Entscheidung stand ich letztes Jahr auch. Die GoPro7 kam gerade raus und die Marketingabteilung von GoPro hat natürlich hervorragende Arbeit geleistet, so dass es mich seeehr angesprochen hat. Nach langen Recherchen, Tests lesen, Vergleiche im Internet gucken - dies und jenes und was sonst noch was - fiel meine Wahl auf Sony. Und diese habe ich nicht bereut, die Aufnahmen sind super und das Handling auch. Sie ist einfach, unkompliziert aufgebaut - kein Touch-Display, aber Unterwasser greift es auch nicht und sie funktioniert tadellos.

Selbstverständlich habe ich nun kein Vergleich, wie es wäre mit der GoPro zu filmen (hatte nur die GoPro3 gehabt vor Jahren und war mit der nicht Glücklich). Meine alte Kamera hatte auch ein Display, ich muss ehrlich sagen - ich vermisse es nicht. Ab einer gewissen Tiefe war es doch nicht klar ablesbar. Und wenn man sich mit der Sony vertraut gemacht hat - weiß man im Grunde was man filmt - und der große Vorteil - der Akku hält länger.
Beide Kameras haben Ihre Vor- und Nachteile. Es ist glaub ich wie alles im Leben - eine sehr subjektive Entscheidung. Nimm das, was dich am ehesten Anspricht. Einen Filter brauchst du nicht - das schluckt nur unnötig Licht. Den ganzen Tauchgang zu filmen, wie bereits gesagt wurde - tue das nicht. Du willst später nicht eine ganze Stunde Filmmaterial auswerten und auf "spannende" Momente hoffen - das macht das Bearbeiten später nur noch unnötig kompliziert und langatmig.
Wichtig bei beiden Kameras ist eine schöne, stabile Schiene und viel Licht ;)

Viel Spaß beim Tauchen, mit egal welcher Kamera.

wettrafficAOWD, Self-Reliant Diver, Nitrox
14.07.2019 13:58
"Einen Filter brauchst du nicht - das schluckt nur unnötig Licht. "

IMHO (aus meiner Erfahrung heraus): Falsch. Ohne Filter säuft das Bild ins Grüne oder Blaue ab, das kann man auch nicht mehr am Computer retten. Künstliches Licht bringt nur auf kurze Entfernung etwas. Einen Bildschirm finde ich übrigens in genau dem Zusammenhang wichtig, um die Ausleuchtung zu beurteilen. Ich habe auch bisher in jeder Tiefe das Display gut erkennen können.
Steini0809ISO 24801-2,
ISO 11107,
(von Diversen Verbänden (VDST/CMAS, Padi, SSI))
14.07.2019 16:37
Ich habe vorher mit meiner GoPro auch mit Filter gefilmt, weil ich es halt so im Internet gelesen habe. Im ersten Augenblick waren die Ergebnisse ganz schön. Aber ein Filter ist halt auch nur für eine gewisse Tiefe oder Entfernung gedacht.
Mit einer guten Bearbeitungssoftware (Adobe Premiere Pro) erziele ich aber mittlerweile in sämtlichen Tiefen bessere Ergebnisse, als mit Filter (mit oder ohne Bearebitung). Kommt natürlich auch immer noch auf die Kameraeinstellungen an (GoPro -> PROTUNE nutzen!)
Eine Lampe hilft da schon eher als ein Filter. Natürlich darf hierbei das Objekt nicht so weit entfernt sein, dafür hat man aber immer das gleiche Licht.
14.07.2019 19:48
@wettraffic
Das ist deine Erfahrung und Meinung, die will ich dir nicht ausreden. Aber falsch ist meine Aussage nicht Licht und noch mehr Licht bringt mehr als ein Filter. Was und wie viel einer einsetzt - das steht auf einem anderen Blatt.
Mit Sony habe ich dieses Problem nicht, das Nachbearbeiten geht sehr einfach und der minimale grüne Stich lässt sich sehr gut entfernen, wobei es gar nicht nötig ist, da die Ergebnisse auch so überzeugt.
Wie Steini0809 schon geschrieben hat mit der richtigen Software lässt es sich gut korrigieren, wenn benötigt ist.
MikeOnCreteRescue Diver
16.07.2019 07:02
Es kommt für mich nur die Sony in Frage. Was diese kleine Kamera leistet ist unglaublich. Ein wichtiges Kriterium ist für mich auch der unterwasser Weissabgleich und der ist bei der Sony wirklich fantastisch. Die Softwareprobleme der GoPro haben mich einige male verzweifeln lassen wenn ich dann im Wasser war....
m-n-nCMAS** / Nitrox
16.07.2019 09:35
Wenn es denn eine Actioncam werden muss, werfe ich mal noch die DJI Osmo ins Rennen - was man so liest und auch bei youtube sieht, macht einen sehr guten Eindruck.
ScubarAOWD
17.07.2019 12:07
Hey Leute
Vielen Dank für eure Ratschläge. So wie ich das sehe bevorzugt ihr eher die Sony.
Die GoPro 7 ist aber meines Erachtens noch nicht so verbreitet dadurch fehlen wohl die positiven Erfahrungsberichte zur neusten Generation. Über die Softwareprobleme habe ich bereits viel gelesen (und dass würde mich Unterwasser extrem nerven).
Sony punktet bei Vielen wegen der einfachen und umfänglichen Nachbearbeitung.

Aber von der Befestigung am Kopf und Daueraufnahme werde ich absehen.
Ich werde mich wohl für eine Variante entscheiden müssen mit der ich die Kamera schnell hervor holen und bei nicht Gebrauch wieder wegstecken kann. (Gibts das überhaupt?)

Vielen Dank nochmal für eure Erfahrungen bis jetzt stehts 2-1 für sony
Die anderen genannten Geräte werde ich mir aber auch mal anschauen.

17.07.2019 12:26
Meine Actioncam hatte ich damals mit zwei Boltsnaps versehen (bzw. die Schiene, auf der die Cam war). Einer für den D-Ring linke Schulter, einer für einen D-Ring rechts unten. So hatte ich beide Hände frei und das Teil dennoch eng am Körper, wenn nicht in Gebrauch.
Alternativ kann man die Sony auch, weil schlank, auf einem Selfie-Stick unter den Bauchgurt stopfen. Andere Seite des Selfie-Sticks mit Boltsnap versehen und z.B. am rechten D-Ring des Schultergurts einklippen.
m-n-nCMAS** / Nitrox
17.07.2019 15:50
Das mit der "umfangreichen" Nachbearbeitung hast Du falsch verstanden - das ist eigentlich die Stärke von GoPro (deswegen siehst Du bei TV Sachen sehr viel mehr GoPro's als andere Actioncams).
Die Sony produziert "out of the Cam" die schöneren Aufnahmen - ist also eher etwas für Leute, die sich nicht näher mit entsprechenden Bearbeitungen befassen wollen.

Für den Gebrauch unter Wasser empfielt sich eigentlich ein Tray mit zwei stabilen Handgriffen - eine längere Selfiestange ist ein Kompromiss, die kurzen Geschichten a la Floaty oder Handhalterung neigen sehr viel mehr dazu, Deine eigenen Bewegungen auf die kamera zu übertragen (Stichwort: Verwackeln).

Inwiefern die Softwareprobleme der Hero 7 jetzt aktuell sind, vermag ich nicht zu beurteilen (ich habe nach der 4er aufgehört) - da sollte sich vielleichtmal jemand äussern der die Cam auch wirklich hat.

Ich würde daher zur GoPro tendieren - allein schon wegen dem Monitor und dem deutlich besseren Angebot an Zubehör - und wenn es das Budget hergibt, das T-Housing mit integrierter Powerbank dazu nehmen.
m-n-nCMAS** / Nitrox
17.07.2019 19:55
Ich meine nicht die Verwackelungen beim ein- und ausschalten (die bekommst Du mit so einem Trigger-Ding sicher weg, kannst Du aber auch in der Nachbearbeitung abknipsen) ... ich meine primär die Wackler die beim Filmen entstehen - und zwar wenn sich die "normalen" Tauchbewegungen ungedämpft auf den Handgriff übertragen, da hilft dann nur ein ordentlicher Zweihand-Tray oder zur Not eine längere Selfistange.
Bert667CMAS***
18.07.2019 09:44
Ich würde nie eine Kamera ohne Display kaufen.

Man hat keine Chance, die Belichtung einzuschätzen und evtl. Einstellungen oder die Beleuchtung anzupassen. So kann nur "suboptimales" Material enstehen...
18.07.2019 20:32
@Scuba: da muss ich dir widersprechen - die Sony ist nicht so verbreitet im UW, und GoPro dagegen sehr, da sehr viele Wert auf das Display legen big
Das Nachbearbeiten musst du mit jeder Kamera, um schöne Aufnahmen zu haben.
Ich befestige meine Kamera an einer Schiene, die mit einem Karabiner am Jacket hängt.
wettrafficAOWD, Self-Reliant Diver, Nitrox
20.07.2019 14:15

"Licht und noch mehr Licht bringt mehr als ein Filter."

Ich finde, in dieser Absolutheit kann man das einfach nicht sagen. Gerade nicht im Hobby-Bereich, über den wir hier ja sprechen. Wenn Du Dir die Aufnahmen anschaust, die ich dieses Jahr in Palau am Siaes Corner gemacht habe, dann siehst Du da Entfernungen (15 Meter? 20 Meter?), die von keinem Licht der Welt mehr ausgeleuchtet werden können. Der Theoretiker sagt jetzt: "Kein Problem, so eine weite Strecke können die Rot-Anteile ohnehin nicht zurücklegen." Der GoPro-Praktiker jedoch sagt: Erstens sieht es mit Filter immer noch anders aus und zweitens sind im Bild verschiedene Wegstrecken des Lichts enthalten: Im Vordergrund die Riffkante, dann kommen die ersten Haie und kleinen Kaiserfische, dahinter dann das Blauwasser. Mit künstlichem Licht kannst Du nicht Mal die Riffkante ausleuchten. Ohne Filter säuft alles ins Grün-Blaue ab. Da nun jedoch gar keine Rot-Anteile mehr im Raw-Material enthalten sind, kann man die Farbe in der Post-Production nicht mehr korrigieren. Das Blauwasser sieht nun vielleicht noch so aus wie mit Filter, dafür ist alles andere unrettbar verloren. Richtig an Deinem Standpunkt ist IMHO: Ja, natürlich geht durch den Filter Licht verloren. Aber das ist ein Deal, den ich gern eingehe, um korrigierbares Raw-Material zu bekommen. Auf den Filter zu verzichten, nur um des verlorenen Lichtes wegen, ist (praktisch buchtstäblich) in meinen Augen so wie bei dem Cartoon aus "Loriots großem Ratgeber": "Mein Herr, der Lachs war leider alle, dafür bekommen Sie doppelt so viele Kartoffeln". Deiner Einschätzung zur Verbreitung der GoPro vs. der Sony stimme ich im Übrigen voll zu. GoPros (und ihre clones) sehe ich ständig, eine FDR habe ich hingegen noch nie gesehen. Und inzwischen ist die 7er natürlich verbreitet. Ebenso bin ich wie Du der Meinung, dass man um eine Nachbearbeitung so oder so nicht rum kommt. Selbst, wenn der Weißabgleich out of the box stimmen sollte, kann man aus gutem Material phänomenales Material machen. Eine jede Aufnahme hat ihren sweet spot.

"Ich würde nie eine Kamera ohne Display kaufen. Man hat keine Chance, die Belichtung einzuschätzen und evtl. Einstellungen oder die Beleuchtung anzupassen. So kann nur "suboptimales" Material enstehen..."

Ganz meine Meinung
02.08.2019 08:52
Ich komme gerade von einem Roadster-Trip quer durch Italien zurück und bin mal wieder maßlos von meiner GoPro4 enttäuscht worden. Immer und immer wieder ist dieses Drecksteil softwareseitig eingefroren. Mal 10s nach dem Einschalten ohne das man gefilmt hat, dann mal nach 50min. Sprich: es gibt keine Zuverlässigkeit. Die Kamera selbst wurde (als sie neu war) übrigens schon 2x getauscht. Auch die Akkus und die Speicherkarte wurden inzwischen ersetzt, brachte aber alles nix.
Meine alte GoPro3 läuft hingegegen problemlos, schafft aber mit Display unter Wasser keine 60min Laufzeit.

Ich suche also auch eine neuen Actions-Cam für den Tauchurlaub im Herbst. Eine GoPro wird es definitiv nicht mehr. Auch bei der aktuellen GoPro7 sind die Foren voll vom Problem mit dem Einfrieren der Kamera.

Ich schiele aktuell also auch auf die DJI Osmo Action. Das DJI UW-Gehäuse scheint aber noch nicht verfügbar zu sein. Von Drittherstellern gibt es schon Gehäuse, aber teilweise wohl nur mit mäßiger Qualität. Ich hoffe, dass sich da bis Ende September noch was tut.
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