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philkenobiFull Cave/CCR Liberty,CMAS *** & Trainer C :-)

Scrubber Isolierung mit Neoprenhüllen

Geändert von philkenobi,

Hi Gemeinde,

ich verfolge immer ganz gerne auch neue CCR Projekte wie z.B. den aktuellen S7 CCR. Jener hat einen axialen Scrubber,

ergo auch keine "Isolierung" durch an den Innenwänden des Scrubberkanisters vorbeiströmenden Gasen. Optional bietet jene

Firma einen Neoprenüberzug an. Ist sowas nicht eigentlich mehr Schein als Sein? Im Wirkbereich auf Tiefe ist jener ja mehr oder

minder nutzlos. Auch für KISS Classic gibts sowas - andererseits werden lange Tauchgänge auf Tiefe auch mit einem KISS Classic ohne

Neoprenhülle durchgeführt. KISS Sidewinder nutzt einen Isolierschaum. Gibts in der Community Erfahrungen von Tauchern die zb mal Sidewinder mit und ohne jenen Schaumstoff bei ähnlichen Außenbedingungen getaucht sind? Oder einen Classic Kiss mit und ohne Neoprenhülle? Würde mich einfach mal interessieren was sowas bringt bei axialen Scrubberkanistern.

Grüße

philkenobi

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NilsNaseCave 3 CCR, PSCR, Trimix, CMAS 3*, ...
09.10.2026 17:43Geändert von NilsNase,
12.10.2026 08:47

Ich denk, eine seriöse Antwort wird es darauf nicht geben. Warum, dazu musst du schauen, was die Hersteller sagen, wozu der Überzug gut sein soll. Es gibt bei den „Verdächtigen“ eine Scrubber Standzeit im warmen Wasser und eine im kalten Wasser. Wir nehme mal völlig fiktive Zahlen, warmes Wasser 5h, kaltes Wasser 4h, mit Isolierung dann auch 5h. Begründung, so weit nachvollziehbar, die Reaktivität ist eben in gewisser Weise temperaturabhängig, im warmen geht es besser, im Kalten schlechter, bis dahin richtig und simpel. Die Menge CO2 die gebunden werden kann, ändert sich allerdings nicht, im Kalten braucht es nur mehr Zeit und wenn ich nur noch wenig „guten“ Kalk im Scrubber habe, könnte es eben am Ende knapp werden. Wir wissen auch, wie konservativ Hersteller Standzeiten angeben. Was also passieren müsste, ich müsste meinen Kalk ziemlich dicht bis ans Ende seiner realen Standzeit bringen, dann ein CO2 Problem bekommen und mit Sicherheit sagen, „guck, hätte ich jetzt die Neoprenmanschette um den Scrubber gehabt, dann wäre das nicht passiert!“. Wie genau soll das denn bitte seriös funktionieren? Bzw. Bis wohin soll ich denn die Standzeit mit gutem Gewissen ausdehnen, weil ich annehme, dass ein paar Grad mehr den ausschlaggebenden Effekt bedeuten?

Ich packe die Scrubber meines „Custom - Build a la Sidewinder“ nicht ein, tauche kalt und lange ohne jedes Problem.Andererseits, so ein Neopren Cover tut nicht weh und wenn es den Kopf beruhigt, hat es auch einen realen Nutzen.

Nachtrag, auch den Scrubber meines PSCR habe ich nur mit seinem Neoprenüberzug versorgt, wenn ich dran gedacht habe. Geändert hat sich da aber außer der Optik in der Regel jeweils nix.

blackraiderNormoxic TX (plus) OC & CCR / DM
12.10.2026 12:53
Na, das Neopren Cover schützt aber das Gerät vor Kratzern. sm1

Anmerkend zu Nils Ausführungen. Wie viel wärmer glaubt man denn wird es mit dem Überzug? Gilt das auch in der Tiefe? Was schlussfolgert man jetzt draus? Angenommen man ermittelt mit Temparatursensoren im Scrubber die Reaktionstemparatur mal mit mal ohne Überzug von mir aus sogar auf Tiefe.
Jetzt kommt raus: Scrubber ist 3,5°C wärmer. Was genau würde man nun von der Temparatur ableiten im Bezug auf die Standzeit?

Vermutlich eher so ein Ding: Ich machs rum fürs gute Gewissen um mich bei "überzogener" Standzeit besser zu fühlen.
SolosigiSporttaucher
13.10.2026 09:21
Und dann kommt ja noch was dazu: man ist nicht jeden Tag in der gleichen Form! Einmal schnauft man "hecktischer" einmal entspannter. Auch das beeinflußt die Standzeit des Kalkes.
Wer so exakt auf das Ende der CO2 Absorbtion hinarbeitet lebt IMHO nach sehr gefährlich!
Außerdem ist der Kalk fanziell nicht unbedingt das Maß der Dinge beim CCR! Da kostet ja ein simpler Pinkel-Pariser mehr als der verbrauchte Kalk!

NilsNaseCave 3 CCR, PSCR, Trimix, CMAS 3*, ...
13.10.2026 10:37
Och Siggi, mal wieder das Thema nicht verstanden. Klar hat das AMV und etliche weitere Faktoren ebenso einfluss auf die Standzeit des Kalk, diesen Einfluss hat es aber völlig unabhängig davon, ob da einen Neoprenverpackung über den Scrubber ist oder nicht. Sollte die Neoprenverpackung einen signifikanten unterschied machen, würde sich der Kalk ja in jedem Falle besser verhalten, als wenn der Überzug nicht drüber ist.

Das Neoprencover vor Kratzern schützen ist eher ein Argument gegen deren Verwendung. Kratzer sind schließlich wie Narben, jede erzählt mindestens eine Heldengeschichte. Ein Rebi ohne Kratzer erzählt nur, dass er von der Welt noch nichts gesehen hat.

Um etwas zum Thema Standzeit und Temperatur zu sagen, schaust Du am besten mal bei Revo, laut Aussage eines bekannten Ausbilders führt der Tempstick zu sehr relevant längeren Standzeiten unter asbolut sicheren Bedingungen. Es ist ja auch völlig unbestritten, dass Kalk warm eben besser funktioniert als kalt. Die Frage ist, welchen relevanten Einfluss hat so eine Neoprenverpackung und da darf man durchaus Zweifel anmelden, bzw. wüsste ich keinen seriösen Weg den Nutzen allgemeingültig nachzuweisen und in klare und sichere Aussagen zur Standzeit zu übersetzen, zumal nicht innerhalb der offiziellen Angaben zur Kalkstandzeit der verschiedenen Geräte.
CiccioneAdvanced Technical Mermaid
13.10.2026 10:56Geändert von Ciccione,
13.10.2026 11:02
Nun ja, experimentell nachweisen ließe sich das schon - halt viele (simulierte) TG mit und ohne Überzug, aber der Aufwand wäre nicht ohne

Im übrigen wird sich keiner den Schuh anziehen wollen und zu einer verlängerten Nutzung raten. Spätestens nach dem ersten tödlichen Unfall hätte das für ihn ein unangenehmes Nachspiel.

Auch kann ein solch experimentelles Setup nicht 1:1 auf alle realen TG extrapoliert werden. Erst recht bei verschiedenen Tauchern, vom zierlichen 50Kg Mädel bis zum 100+kg Hühnen.

@Sigi: ich weiß ja nicht, welch edle Präser du verwendest, aber so ganz billig ist der Kalk nun auch nicht. Der schlägt pro Füllung mit mind 20€ zu Buche, wenn du das Zeug über eine Tauchbasis nutzt natürlich entsprechend mehr
Sascha314SSI MD, Nitrox, Deep
13.10.2026 11:03
Naja Leute kaufen auch 2mm Tapeten Styropor Isolierung für die Wand. Oder Stecker im Elektrosmog zu bekämpfen. Kann man Geld mit machen.

Das Thema an sich ist ja klar, und macht für sich Sinn. Aber ob die Wirkung signifikant ist, sei dahingestellt.

Mal ganz grob: Atemkalk wärmt sich durch chemische Reaktion plus die durch Körperwärme erwärmte Luft auf. Der Kontakt mit dem kalten Wasser führt die Wärmenergie ab.
Neopren hat etwa eine Wärmeleitfähigkeit von 0,05-0,06 W/(m K), für 2mm Neopren Überzug also grob 0,036 m^2 K/W im Vergleich zu 0,015 m^2 K/W für 3mm Plastik.

Aber Neopren komprimiert... also rund 41% weniger auf 20m.

Ideal gerechnet mit einer angenommenen Reaktionswärme und Atemlufttemperatur können sich schon Temperaturunterschiede bis rund 17 Grad langsam bis 90min aufbauen und dann stationär werden. ABER: stirnflächen nicht isoliert, temperatur ist nicht gleichverteilt, komprimiertes Neopren. Denke mal eher im Bereich 4-7 Grad Unterschied. Das ist aus dem Vergleich Stirnflächen nicht isoliert und 40m Tiefe (Komprimierung).
Muss jeder für sich entscheiden, ob es das bringt. Ich sag mal so, Schaden tut es nicht, gibt vielleicht etwas Reserve, die man aber nicht einrechnen sollte.

PS: Ja ich hab chatgpt die Annahmen gegeben und mir das in dwm idealen modell mal rechnen lassen.


NilsNaseCave 3 CCR, PSCR, Trimix, CMAS 3*, ...
13.10.2026 11:43

Theoretisch kann der Kalk bis zu rund 400g Co2 je Kg Kalk binden. Die Hersteller von Atemkalk geben in der Regel rund 230g je Kg Kalk an, hier ist also schon mal „Puffer“ Nummer 1.

Bei leichter Arbeit produziert ein Mensch rund 50 bis 100 g Co/Stunde, wir nehmen mal den oberen Wert an. Daraus folgt, wir könnten mit einem Kg. Kalk rund 2h 20min tauchen.

In den KISS Classic gehen 3 Kg Kalk, was demzufolge eine Tauchzeit von 7h zur folge hätte. empfohlen laut Hersteller sind aber nur 180Minuten, also 3 Stunden, Puffer Nummer 2.

Die Leistungsfähigkeit bei Kalk ist, da sind sich ja alle einig, Temperaturabhängig und sinkt, wenn es kälter wird. Bei einer Temperatur von 1,5°C sind wir bei 50% angekommen, von unseren 7h bleiben also noch 3,5h über.

Wenn wir uns also innerhalb der Angaben der Gerätehersteller bewegen, an welcher Stelle soll denn dann der Neoprenlappen einen Vorteil bringen?

So lange wir, anders als z.B. der Temp Stick im Revo nicht den tatsächlichen Temperaturverlauf erfassen, lassen sich keine echten Aussagen dazu treffen. Einen realen Nutzen KÖNNTE! das Einpacken dann haben, wenn wir extrem kalte Tauchgänge von mehr als 3,5h mit einem KISS Classic und 3Kg Kalk an Bord planen. Hier ist die Differenz zwischen 3,5 und 7 Stunden Standzeit eben rein von der Temperatur abhängig, hier würde zusätzliche Isolierung also in keinem Fall schaden, da wir aber dennoch den tatsächlichen Temperaturverlauf nicht kennen, sind auch keine seriösen Aussagen hinsichtlich der sicheren Standzeit möglich. Und ganz ehrlich, ich mache ja schon manchmal komische Sachen, aber wer will denn länger als 3,5h in 1,5 Grad kaltem Wasser tauchen?

@Cicci, bei Siggi sind nicht die Pinkelpräser an sich das Teure, teuer wird es, wenn du das Anlegen mit buchst.

CiccioneAdvanced Technical Mermaid
13.10.2026 12:18
@Nils: Danke für die sachlich richtige Betrachtung.
Ich hab vor langer Zeit mal Chemie studiert und mir ebenfalls ausgerechnet, wieviel CO2 der Kalk rein stöchiometrisch binden könnte. Da kommen (achtung: reine Theorie!!!) ewig lange Zeiten raus.

ABER: man darf auch die Diffusion, die eigentliche Kontaktzeit und die daraus erwachsenden Limitierungen nicht vergessen.

Wenn der Kalk zu einem großen Teil aufgebraucht ist, macht das Atemgas nur noch eine kurze Wegstrecke durch unverbrauchten Kalk. Beim radialen Scrubber liegt dieser Kalk dann auch noch innen, wo die Strömungsgeschwindigkeit am höchsten und die Kontaktzeit am geringsten ist.

Das kann bedeuten, dass der vorhandene noch unverbrauchte Scrubber es in der Kürze der nur noch geringen Kontaktzeit nicht mehr schafft, das CO2 quantitativ zu binden was für den Taucher zu Hyperkapnie führt.

Mir ist sowas einmal passiert, als der Scrubber gerademal 2h auf dem Buckel hatte. Ich hatte (nach meinem Knöchelbruch) noch etwas Schwierigkeiten mit dem Fuß und war beim Flossenschwimmen ziemlich gehandicapt. Mein Buddy ist ziemlich firsch voran geschwommen und ich versuchte hinterher zu kommen. Dabei hab ich dann wie eine Lokomotive geschnauft was dann zu einem recht üblen CO2-Buildup geführt hat. Ich musste dann anhalten und meinen Atem zu Ruhe bringen (ich war kurz davor auf Bailout zu wechseln). Danach ging es dann wieder und der Scrubber tat weitere 2h seine Dienste (das Wasser hatte 19-20°C).

Von daher hängt die reale Scrubber-Standzeit von einer Menge an Faktoren ab. Im Extremfall kann diese sogar unter den (sehr konservativen) Herstellerangaben liegen. Die CE-Norm macht dafür ja sehr genaue Vorgaben, die ziemliche Worst-Case Bedingungen widerspiegeln.

Auf InDepth gibt es dazu auch einen sehr lesenswerten Artikel und es gibt sogar ein (leider nicht ganz einfach zu beschaffendes) Buch, das ich irgendwann mal gerne lesen will (wenn ich endlich mal die Zeit dafür finde)
14.10.2026 06:48
Jedes Grad mehr ist jedenfalls besser, wieviel besser könnte man ausrechnen. Und neben der Kalkstandzeit bin ich im Kaltwasser doch auch um jedes grad wärmere Luft froh damit ich nicht so schnell auskühle.
Und jede Isolierung mindert auch das Kondensat Problem, welches bei solchen Bauweisen wie der Kiss Sidewinder usw sowieso problematischer sind.
Fuer Kaltwasser halte ich die Bauform mit Luftumsteoemten Scrubber für die bessere Wahl, aber die sind natürlich nicht so kompakt.
SolosigiSporttaucher
14.10.2026 09:46
@Ciccione
ich weiß nicht welchen Kalk du verwendest (wahrscheinlich den 797???).
Ich habe den Intersorb Plus verwendet. Den habe ich als Palette eingekauft. Da kam ein Kanister (5 Liter) auf ca. €15,-. Aus so einem Kanister gingen ca. 2 Füllungen heraus. Ergibt pro Füllung ca. €7,50. Pro Füllung habe ich ca. 2-3 TG a 90-100 Minuten gemacht. Ergibt ca. €3,-.
Ein Inkel Pariser kostet ca. €3,- (Ultraflex, Sonderangebot €87,-/30 Stk).

Gruss
Solosigi
CiccioneAdvanced Technical Mermaid
14.10.2026 10:06Geändert von Ciccione,
14.10.2026 10:08
@Sigi: das hattest du schonmal geschrieben. Nur was hilft es, wenn du mal vor 100 Jahren ein derartiges Schnäpchen geschossen hast. Für den 797er Kalk sind die Preise heutzutage bei etwa 150€ für den 20Kg Kanister. Das macht den Spaß dann doch deutlich teurer. Für das Geld kriegst du nicht nur den Pinkelpräser, sondern kannst dir auch Personal für das Drüberziehen leisten
philkenobiFull Cave/CCR Liberty,CMAS *** & Trainer C :-)
14.10.2026 10:49
Hallo Gemeinde,
Danke schon mal für die zuweilen interessanten Gedankengänge - mir kam der Gedanke aus einem Grund. Ich redete mit einem Tauchbuddy, Besitzer eines Sidewinders mit diesem Isolierschaum und
seine Gedanken bzgl. jenes S7CCR waren eher zwiespältig - einerseits für enge Höhlen hübsch, bzw. Anlegen am Boot, weil im Gegensatz im Sidewinder nicht auf einen Schlag das komplette Paket
angehoben, angelegt werden muss. Man hat eben ein kleinen kompakten CCR den man entsprechend im Wasser mit den notwendigen Gasen anschließen kann.
Andererseits war er kritisch gegenüber der fehlenden Isolierung besonders im Hinblick auf Höhlen im Bereich <8°C.
Sidewinder gibts ja mit und ohne Isolierung - daher dachte ich bekomme ich ein wenig Erfahrungsberichte - aber wahrscheinlich wird ein Sidewinder Interessierter, der in hiesigen Höhlen Tauchen will
einfach die Isolierte Version wählen und gut ist.
Und da erinnerte ich mich eben auch dass es für KISS Classic solch Neoprenhüllen gibt. Bei Axialen Scrubbern ohne kann man wohl sagen, je voluminöser der Scrubberkanister (im Durchmesser),
umso länger die Isolierwirkung ggü. kaltem Nass - diesbzgl ist der Classic dem Sidewinder sicherlich überlegen.
blackraiderNormoxic TX (plus) OC & CCR / DM
14.10.2026 11:02
@Sigi, das ist auch etwas Milchmädchenrechnung oder?
Du nimmst den Intersorb Plus, der über keinerlei Freigabe für gängige Rebreahter verfügt.
Soweit ich gesehen habe auch nicht für den Seven und vergleichst das mit den geprüfften und freigegebenen Atemkalkvarianten.

Ich sage nicht, das das grundsätzlich nicht geht, aber man ist eben selber "Versuchskaninchen".
Ist ein bisschen so als würde man vorrrechnen, dads es doch viel billiger ist seinen Hochleistungsdieselmotor mit Heizöl zu fahren, in dem eben keinerlei Additive die dem Motor zuträglich sind entahlten sind, vs. ultimate Diesel, der garantiert für den Betrieb moderner Motoren geeignet ist.

Egal wie man es dreht und wendet, wenn man zumindest beim vom Hersteller freigegebenen Kalk bleiben will ist man in der Regel bei Sofnolime 797 oder beim Intersorb 812. Beide liegen preislich mittlerweile im Bereich ~150€/20kg.
Bei ner Sammelbestellung sind dann ~135€ drin. Macht eben 6,75 pro Kilo und die Füllung kostet dann eben mit ~17€ mittlerweile eben doch nennenswert Geld. Die Tauchstunde auf so ner Kiste kostet eben (180 Minuten CE Laufzeit angenommen) ~5,50€ allein an Atemkalk.
Das ist noch optimisitsch gerechnet, weil kein Versand und günstiger Bezug vorrausgesetzt.
Aber klar, das passt nicht zu der Philosophie, das man beim Rebreather Tauchen noch Geld verdient. lol2
Sascha314SSI MD, Nitrox, Deep
14.10.2026 11:38
Aus Interesse: Wie dick und teuer ist die Isolierung.

Meine Rechnung war rein aus Interesse an der Theorie ... ob und wieviel das praktisch nutzt weiss ich nicht.

PS: Ich hab meine Pinkelpariser für knapp 2 Euro das Stück letzres Jahr erworben, eine andere Sorte für knapp 3 Euro im Test.
NilsNaseCave 3 CCR, PSCR, Trimix, CMAS 3*, ...
14.10.2026 11:51

@philkenobi, ja, alle die ich kenne die den originalen SW tauchen, haben den mit dem „Isolierschaum“. Das habe ich bewusst in „“ gesetzt, wenn du dir das mal aus der Nähe anschaust, kann ich mir niemals vorstellen, dass das Zeug in dieser Dicke einen relevanten Einfluss hat. Für ausgesprochene Kaltwassertauchgänge gibt es die SW Kanister ja sogar elektrisch beheizt. Wie gesagt, ich tauche quasi einen SW, allerdings mit custom made Scrubberkanistern, die haben keine Isolierung und tauchen sich ganz hervorragend auch lange in kaltem Wasser.

Der S7CCR ist sicher ein absolut witziges Gerät, aber allein aufgrund der geringen Scrubberkapazität würde der aus meiner Sicht für ausgedehnte Höhlentouren ausfallen, hier sehe ich den eher als witziges Gerät für Multisumps mit kurzen Tauchstrecken. Als BO Rebreather hat er für mich den Nachtei nicht autonom zu sein. Ergo müsste ich die Gase stecken die ich eh schon mitführe, was das Thema Redundanz deutlich einschränkt, oder würde zusätzliche Offboardgase mitnehmen müssen. Als Begleiter im Urlaub wiederum sicher ein cooles Gerät. Zumindest wäre der Gedanke das der Kanister nicht zusätzlich isoliert ist, der Letzte den ich mir machen würde.

Spannend finde ich diese Idee, modular aufbaubar, als vollwertiger BO Rebreather konfigurierbar und preislich hoch attraktiv. Aber ja, du kaufst halt nur Teile, kein fertiges Gerät, da musst du dich dann schon selbst drum kümmern.

NilsNaseCave 3 CCR, PSCR, Trimix, CMAS 3*, ...
14.10.2026 11:54
@Sascha, das ist eine Beschichtung, bei einer Bekannten ist die abgeblättert (hat sie ersetzt bekommen), ich würde das von der Dicke und Optik vergleichen mit sog. "Rhinohaut" wie man sie oft auf Pick Ups als Beschichtung der Ladefläche nutzt. Vielleicht zwar ein anderes Wundermaterial, aber die Materialstärke geht nicht darüber hinaus.
14.10.2026 16:12
Nach mehreren Aussgen ist es genau das... Beschichtung aus dem KFZ Bereich.
philkenobiFull Cave/CCR Liberty,CMAS *** & Trainer C :-)
15.10.2026 09:18Geändert von philkenobi,
15.10.2026 09:57

@NilsNase ... tatsächlich interessant .. ein Divesoft Liberty SM als mCCR Variante. Irgendwann hatte mal jmd. ein ähnliches (vielleicht wars auch genau das) Gerät bei FB zum Verkauf angeboten - da dacht ich mir auch schon, ja krass, da hat sich jmd. Arbeit gemacht .

Wegen der Beschichtung der Sidewinders - also wenn das wirklich nur besserer "Raptor Lack" ist, dann ist das wirklich Panne - würde aber zur Fertigungsqualität von KISS USA passen (siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=3Qf9wEG9mio)

Gibt ja auch noch den Sidewinder Klon von Fathom (siehe auch https://indepthmag.com/face-off-gemini-vs-sidewinder/) - durch dortige Scrubber Einschübe hat man sicherlich etwas "Isolierung" mehr ggü. "Raptor Lack". Halten wir fest - mehr Isolierung wäre gut, wie groß der Einfluss am Ende ist, ist auch messtechnisch schwer zu erfassen in der Gesamtheit der Einflüsse wie man allein den Scrubber packen kann (siehe dazu
auch das Buch: Breakthrough von John R. Clarke). Die Neoprenhülle wird final nicht viel bringen, ausser Schutz des Kanisters - aber hier fehlen dann die Narben für etwaige Heldengeschichten am Gerät. Mit
Sidewinders werden auch lange Tauchgänge durch geführt - kenne selbst persönlich Nasen die mit vergrößerten custom-made Sidewinder Behältern auch in kühlen Höhlen (<12°C) 8h Tauchgänge machen (Rebreather Reunion 2025, Vortrag Baume de Anges Exploration).

By the way: Sofnolime 797 - die 2 deutschen Distributoren die laut Molekular gelistet sind, sind der Frankenberger Tauchladen und "Xray Scuba" bzw. CM Sports - letzterer hat zumindest auch bei Einzelbestellung den Kalk für 132,50€ (mit Versand bei ~142€) - dieses Jahr ist dort allerdings gut Verzögerung in der Abarbeitung der Bestellungen drinnen, hoffe das wird sich bald wieder normalisieren. Zum Glück hatten Tauchfreunde mir aushelfen können.

NilsNaseCave 3 CCR, PSCR, Trimix, CMAS 3*, ...
15.10.2026 14:08
@philkenobi, dann kennen wir vermutlich die selben "Nasen"

Ja, der Fathom hat ein paar Details die erst einmal besser kunstruiert wirklen als beim SW1. Worüber die Gelehrten streiten ist das Theam den constant flow mit einem Nadelventil zu regeln. Was aus mener Sicht gar nicht geht, vergossene Kabel, wir wissen alle, dass so Kabel nicht unbedingt für die Ewigkeit gemacht sind, wenn ich aber jedes mal den Kopf einschicken muss um es auszutauschen, ist das ein absolute No Go. Wenn es etwas "Fertiges" in der Richtung sein soll, ist einiges am SW2 tatsächlich beachtenswert, auch wenn die Milchtüten fruchtbar aussehen, scheint die Fertigungsqualität doch deutlich besser zu sein, als dass, was die Amis da gemacht haben.
Sascha314SSI MD, Nitrox, Deep
15.10.2026 14:59
Ich hab das als ideale Theorie mit 3mm Neopren (das stand oben) aus Interesse gerechnet. Dabei bin ich davon ausgegangen, dass das sowas wie nen Neopren Socken ist - günstig und einfach drüberziehen.

Also so ne Beschichtung isoliert dann doch selbst aufb40m Tiefe deutlich schlechter und wird vermutlich auch deutlich teurer sein ...
philkenobiFull Cave/CCR Liberty,CMAS *** & Trainer C :-)
16.10.2026 10:28
@Sascha - was nicht vergessen werden sollte: es dringt ja auch Wasser zwischen Scrubberkanister und Neoprenhülle - bei einer festen Isolierung ("Raptorlack") ist das zumindest nicht vorhanden.
Neoprenhüllen mögen an der Oberfläche (Luft) noch sinnvoll sein (sieht man zuweilen bei E-Bike Akkus) - aber im Wasser eher so "naja" - es sei denn sie hätten Dichtlippen wie bei Neoprenanzügen
an den Handgelenken und geklebte Nähte. Daher denke ich nicht dass ein Neoprensöckchen einen POM Scrubberkanister mit ordentlich Wandungsstärke relevant vor Abkühlung durch das Wasser schützen kann.
Antwort