Hier können alle Fragen zum Thema Tauchausbildung ausgiebig diskutiert werden. Verbandsübergreifend kann hier nach allem gefragt werden was zum Bereich Aus- und Fortbildung gehört - moderiert von erfahrenen Tauchern.

ProTec/PADI Divemaster Aquivalent

Geändert von Taucher325245,

Hallo liebe Tauchgemeinde

Ich hätte mal eine Frage an euch die sich gut mit dem Thema Gleichstellung der Brevets der einzelnen Organisationen auskennt. Ich habe bereits Den Divemaster bei ProTec gemacht wollte aber jetzt nun doch den IDC bei PADI machen, nun meine Frage ist der ProTec Divmaster mit dem PADI Divemaster gleichgestellt oder erkennt PADI in nicht als Aquivalent an und ich muss den PADI Divmaster nochmals bei PADI machen bevor ich mit dem IDC starten kann leider finde ich im Internet nichts aktuelles nur alte Listen die nicht auf dem neusten Stand sind!
mask

AntwortAbonnieren
WaterCommanderProTec 2* Diver
26.10.2019 22:43

ProTec ist momentan ein schwieriges Thema, siehe z.B.
https://taucher.net/forum-protec_versus_prorectec-ioz89557 oder https://taucher.net/forum-international_membership_cmas_nicht_mehr_moeglich_-ioz87859

Unter der alten Annahme, dass ProTec = CMAS bzw. unter der neuen Annahme ProTec = ISO-zertifiziert würde gelten: ProTec 3* Diver ist äquivalent ProTec Divemaster ist äquivalent PADI Divemaster

Aber wie gesagt, das ist gerade schwierig und vielleicht sollten wir die Diskussion im Forum nicht noch einmal aufmachen. Neue Infos gibt es ja kaum. Grundsätzlich muss in deinem Fall PADI entscheiden, wie sie Äquivalenzen im Crossover bzw. als Ausbildungsvoraussetzung anerkennen. Wie hier der Stand ist, weiß ich nicht. Da ja die CMAS nicht offen kommuniziert, kann es gut sein, dass PADI ProTec als CMAS einfach anerkennt. Hier hilft: Nachfragen.

Viele Grüße
WaterCommander

27.10.2019 08:34
Kurz: Du musst den Padi DM vorher noch machen, der Protec DM interessiert Padi überhaupt nicht! Da hat sich in den letzten Monaten auch nichts geändert.
IGL
27.10.2019 12:47
ProTec hat sich der ISO verpflichtet der auch PADI unterliegt. Somit sind die DMs natürlich gleichzusetzen.

Ob eine Basis das anerkennt ist eine andere Frage. Auch jeder Verband kann natürlich für sich selbst entscheiden, was er anerkennt und was nicht.
GarfiSchnorchelabzeichen
27.10.2019 13:06Geändert von Garfi,
27.10.2019 13:08
Auch wenn sich die Pro(rec)Tec Jünger das immer wieder selbst einreden wollen.

ProTec ist NICHT ISO zertifiziert: Siehe hier

Auch wenn man das ständig wiederholt, wird es davon nicht wahr.
Und um dem Ganzen noch eins draufzusetzen:
Ein zertifizierter Verband darf Brevets einer nicht zertifizierten Organisation gar nicht so ohne weiteres anerkennen, sonst gefährdet er seine eigene Zertifizierung.
Er muss seine Qualitätsstandarts nachweisen und belegen. Das kann er nicht, wenn er ungeprüft irgendwelche Brevets anerkennt.
27.10.2019 13:27Geändert von MarieLei,
27.10.2019 13:32


Zertifizieren lassen haben sie sich nicht, das stimmt. Dazu muss man wissen, dass diese Zertifizierung nicht staatlich geleitet wird. Mit anderen Worten:
- Wer zertifiziert denn da und wie wird geprüft?? Die EUF? Wer ist denn die EUF eigentlich und wie ist diese entstanden? Und wer hat ihnen den Auftrag erteilt??!
- Und ausserdem, nur weil sich ein Verband hat zertifizieren lassen, was sagt das über die Ausbildung dessen Tauchschule Seeigel aus Timbuktu aus? Gar nix. Und was sagt es darüber aus wie Taucher ausgebildet sind?

ProTec hat sich den Iso Standards verpflichtet. ProRecTec ebenfalls. Diese Verpflichtung haben die Verbände dem Deutschen Institut für Normung gegenüber abgegeben und daraufhin eine DIN EN ISO Nummer erhalten.

Willst du, Garfi, nun das DIN (staatlich!) anzweifeln?? Und der EUF (nicht staatlich) gibst du Recht? Ich vermute du weisst nicht was und wie geprüft wird bei der Iso Zertifizierung?

Quizfrage: Wer überprüft eigentlich die Standards des stärksten deutschen Verbandes, des VDST? Soweit ich weiss hat der VDST keine direkte ISO. Jeder der jetzt sagt "die CMAS aus Rom prüft das natürlich", der sollte sich vielleicht mal schlau machen und wird vermutlich böse überrascht werden.


Mein Tipp ist:

Sprich mit der Tauchschule bei der du den IDC machen willst. Sie sollen deine Fähigkeiten fair beurteilen, so wie es vermutlich jede Tauchschule macht, die fremde Taucher mit sich tauchen lässt (Stichwort: Checkdive). Dir den DM nochmal auf zu drängen, nur weil du ihn bei einem anderen Verband gemacht hast, ist Geldschneiderei (sofern dein Können dem eines DM entspricht).

27.10.2019 13:45
Ruf doch einfach mal beim Chef von Protec, Gerhard, an und sprich mit ihm über das Thema.
Super netter Typ, der dir sehr viel zum ganzen erzählen kann.
Hier im Forum bekommst du idR Halbwissen und Meinungsmache zu gewissen Themen. Vielleicht steht er ja auch in Kontakt zu den grossen Verbänden und kann dich unterstützen.
GarfiSchnorchelabzeichen
27.10.2019 14:11Geändert von Garfi,
27.10.2019 14:21

Ist es wirklich zielführend hier zu lamentieren und auf der einen Seite Protec die Einhaltung bestimmter Normen zuzugestehen und sie anderen, die nachweislich zertifiziert sind abzusprechen? Es gibt Stellen (auch private) die berechtigt sind, solche Zertifizierungen auszustellen. Diesen Stellen die Kompetenz abzusprechen ist nichts weiter als Stimmungsmache, die hier anderen vorgeworfen wird.
Zu den Stellen, die prüfen dürfen, gehören z. Bsp. TÜV, Dekra und neben vielen anderen eben auch Austrian Standards. EUF ist ein Produkt von Austrian Standards.
Von daher ist die Frage, ob ich EUF Recht gebe eindeutig mit ja zu beantworten. Was im Umkehrschluß aber nicht heißt, dass ich DIN (oder staatliches) anzweifeln würde, sondern das Gegenteil ist der Fall. Austrian Standards hat die Aufgabe die Einhaltung der Normen bzw. ISO Vorgaben zu überprüfen. Austrian Standards hat dabei als einer der wenigen Dienstleister ein Produkt entwickelt, das es möglich macht Tauchverbände und Basen zu zertifiziern (EUF). Dafür haben sie Richtlinien erstellt, Prozesse entwickelt etc. Zu derartigen Prozessen gehört auch sicherzustellen, dass die Tauchschule Seeigel eben doch die verbandseigenen Standards einhält. Genau solche Dinge gehören zu den grundlegensten Pflichten im Rahmen einer Zertifizierung und genau das macht eine Zertifizierung ja auch so wertvoll und aufwändig.

Und um noch Deine Quizfrage zu beantworten. Auch der VDST hat sich EUF zertifizieren lassen. Wenn Du den von mir verlinkten Beitrag gelesen hättest, wüsstest Du das.

Um das abzuschließen, weil ich dann hier raus bin: Natürlich darfst Du auch mir jegliche Kompetenz zum Thema Zertfizierungen absprechen. Damit kann ich leben.

stan-diveDM/***
27.10.2019 16:18

Hallo,

ist schön wenn man Zertifiziert ist ( vor 30 Jahren hat man noch gesagt das das ein System ist arbeitslose Ing. von der Straße zu hohlem )

Zu einer Zertifizierung gehört neben dem Unternehmen was Zertifiziert auch eine Aussage was Zertifiziert worden ist. Das sehe ich dei diesem EUF Siegel nicht.
Man verweist hier zwar auf Standarts die es gibt mehr sehe ICH aber nicht.

Meines Erachtens ist das noch mehr Augenwescherei...

Ankou1. Plagenbringer
27.10.2019 17:01
Wenn der Herr auf der Seite der EUF nachlesen würde, würde er wissen was zertifiziert wird und keine Verschwörungstheorien verbreiten, wie ein Flatearther.
stan-diveDM/***
27.10.2019 19:50
@ Ankou: ja wo denn, wie gesagt eine einfache Aussage reicht da nicht.
stan-diveDM/***
27.10.2019 19:59Geändert von stan-dive,
27.10.2019 20:01
Hier mal ein Zertifikat:
Wie schon geschrieben hier reicht nicht nach TÜV... aber vieleicht in Österreich.
stan-diveDM/***
27.10.2019 20:48

@ Ankou:

Ja das genau meine ich, das sind die minimal Anforderungen, die reichen um EUF zertifizert zu sein.
Aber halt nicht nach DIN/ISO/EN
Ich habe den Vorteil als Unternehmen so sagen meine Zulieferer arbeiten nach den Normen ohne selbst Zertifiziert zu sein.

Ankou1. Plagenbringer
27.10.2019 20:54
Verständnisproblrm?. Die EN regeln die Mindestanforderungen als europäische Norm. Mehr wird nicht bescheinigt und auch nicht beworben. Was soll noch zertifiziert werden?
stan-diveDM/***
27.10.2019 21:20
Hast du. Ich kann mich zertifizieren lassen nach einzelnen Normen und bekomme ein schöne Schein, dem ich jeden senden kann und dieser kann sich drauf verlassen( na ja sehen wir ja zur zeit mit Wurst und Rückrufen in der Automobil Industrie) oder ich als Unternehmen bescheinige das meine Zulieferer nach
Normen arbeiten, dieses geschiet in der Regel über eine direkte Abnahme vor Ort.

Ich glaube das sprengt den Rahmen hier und hat nichts mit der eigentlichen Frage zu tun.
Gerne kannst du mir einen PN senden oder wir machen das ganze mal als eigenes Post öffnen.

@Taucher325245: derzeit hast du einen schweren Stand


Ankou1. Plagenbringer
28.10.2019 09:11
Ich habe nicht behauptet, das eine Zertifizierung was aussagt, ausser das man Geld bezahlt hat, zumal ich zufällig die Entstehungsgeschichte genau dieser Normen kenne.

SavediverInstructor
30.10.2019 12:10
Zurück zum Thema, direkt bei PADI anfragen, ob diesen den ProTec Divemaster akzeptieren und dann ggf. den Divemaster neu machen. Die nicht Profilevel, akzeptieren die meisten Verbände problemlos. Also alles unter dem Divemaster.
PsychodadCourse Director
30.10.2019 12:50Geändert von Psychodad,
30.10.2019 12:51
Ja genau. Einfach in Bristol anrufen bei PADI und fragen.
Ich gehe allerdings schwer davon aus, das dein ProTec DM Brevet nicht anerkannt wird, da ProTec weder CMAS noch RSTC ist.
Auch die angesprochene ISO-Zertifizierung ist lediglich eine Selbsterklärung, die praktisch jeder ablegen kann, wenn er sie dann bezahlen will.

Muss es unbedingt PADI sein, oder möchtest Du lediglich eine anerkannte TL-Zertifizierung haben?

Ich war selbst mal ProTec CD und PADI Staff Instructor und kenne das Problem.

Kannst Dich gern per PN melden.
Antwort