Hier können alle Fragen zum Thema Tauchausbildung ausgiebig diskutiert werden. Verbandsübergreifend kann hier nach allem gefragt werden was zum Bereich Aus- und Fortbildung gehört - moderiert von erfahrenen Tauchern.
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Probleme mit Lage im Wasser

Hi zusammen,

Ich mache gerade einen Open Water Kurs und hatte bei den letzten UbungÜb im Schwimmbad so einige Probleme, woraufhin wir abgebrochen haben und morgen weitermachen.

Es geht vor allem darum, dass ich nicht gerade bleiben kann. Ich kippe immer zu einer Seite bzw nach vorne/hinten und will dann auftauchen, weil ich es nicht ausgleichen kann. Oder ich dreh mich.

Habt ihr da vllt ein paar Tipps für mich, woran das liegen könnte??

Vielen Dank und liebe Grüße!

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25.05.2018 12:32
Hallo und Willkommen im Forum.

Ich hatte das Anfangs auch mit dem Hydros Pro Jacket, da es wie eine Blase ist. Mit was für einem Tauchst du den?

Anfänglich waren wir im Pool zuerst an der Wasseroberfläche getaucht, nur Kopf runter. Und im zweiten schritt im Flachen Pool (max. 1-1,5m) am Boden runter, und immer in Begleitung.

Evtl. solltest du dir einfach mehr Zeit lassen. Ich kann mir vorstellen dass negativer Auftrieb hilfreich ist, dass du mal ruhig am Boden liegst und langsam dich vorann tastest.

Du kannst das siher auch mit deinem Tauchlehrer besprechen. Und hat sicher gute Ratschläge oder andere Übungen für dich.
mario-diverRD,EAN<40,Deep, SRD, UW/Schiffsarchäologie I (VDST),
25.05.2018 12:54Geändert von mario-diver,
26.05.2018 21:23
Welcome Franzi!

Was hat dein TL dir denn für eine Flasche auf den Rücken gepackt? Kurz und dick? (12L)???
Da könnte ein zartes Wesen ungeübt schon ins "Rollen" kommen.
Falls ja, bitte um eine entweder "langer12er" oder eine 10L-Flasche, ggf. im Pool gar eine 8L-PTG.

Mit mehr Übung klappen dann auch "dickere Dinger"yes

@Dario: Hydros hätte dich nun so gar nicht "rollen" dürfen, wegen des Wingcharakters müsste es dich geradezu in die waagerechte zwingen müssen...und es reicht allgemein, von mehr Blei für mehr Abtrieb zu schreibselnwink
25.05.2018 12:59Geändert von Franzi323991,
25.05.2018 13:01
Danke

Welche Jacke ich hab kann ich dir gar nicht sagen, das weiß ich nicht.

Bei mir hat auch alles geklappt, bis es auf 5 Meter runter ging und eine Übung kam, bei der ich meinen Bleigurt ausziehen und wieder anziehen musste. Mir fehlen auch nur noch 4 Übungen, bis wir ins Meer können.. aber irgendwie klappt das eben nicht, ohne zu kippen, weder auf 5 noch auf 2 Meter..

@mario-diver: Ja, die 12 Liter war's.
Danke, ich frag ihn mal.
StoneXNormoxic Trimix IANTD Minediver
25.05.2018 13:02
Das kann man in einem Forum schlecht beurteilen, woran es schlussendlich liegt.

Klingt vielleich doof und ist nicht das, was Du Dir erhoffst, aber am besten ist, wenn Dein Tauchlehrer sich Deinem Problem annimmt und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Aber der Vorschlag eine andere Flasche und auch ein anderes Auftriebsmittel auszuprobieren ist definitiv ein guter Anfang.

Herzlich willkommen beim Tauchen
25.05.2018 13:10Geändert von Felix322671,
25.05.2018 13:13

Also ich bin jetzt nicht der Fachmann bei der Ausbildung und werde dir daher nur von meiner Erfahrung berichten. Hatte damals bei meinem ersten Schnuppertauchgang und auch beim ersten OWD-Tauchgang im Pool auch Probleme gehabt. Bin dann beim nächsten Tauchgang natürlich mit Frust / Streß etc. dran gegangen und glaube mir, dass macht es nicht besser.

Mein Tipp an dich: Bleib ruhig, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und setze dich nicht selbst unter Druck! Wenn du einfach ein paar mehr Anläufe brauchst ist es so und solange sollte sich ein guter TL Zeit für dich nehmen!


ramklovApnoeTL, TL**
25.05.2018 13:30Geändert von ramklov,
25.05.2018 13:32
Wenn Du undefiniert zu (irgendeiner) Seite oder (undefiniert) nach vorne oder hinten kippst, würde ich eher an die Körperspannung denken. Das hat mehr mit Gleichgewicht halten zu tun als mit "Auswuchten". Auch eine "kurze 12er" und ein normales Jacket führen in der Regel nicht dazu, dass man ohne Anstoß von außen das Gleichgewicht verliert. Der Anstoß durch den Bleigurt lässt sich dabei auch bewältigen.

Nur Geduld und Übung bringen Dich weiter. Konkrete Tipps müsste Dir Dein Tauchlehrer geben, der Dich im Wasser sieht.

gruß ramklov
25.05.2018 13:46
noch eine mögliche Ursache: wenn das Jacket einfach zu locker sitzt. Der Schüler legt sich ein wenig zur Seite, die Flasche rutscht, und schon dreht er weg. Also beim Anziehen und nochmal beim Abtauchen auch mal die Schultergurte und Bauchgurt etwas anziehen damit das straff sitzt.
25.05.2018 14:12
Vielen Dank für eure vielen Ideen und Ratschläge

Das heißt um mein Gleichgewicht zu halten, muss ich vor allem auf meine Körperspannung achten? Darauf hab ich heute gar nicht geguckt, scheint mir aber ein möglicher Grund sein zu können.
Auf das Jacket achte ich morgen auch nochmal genauer, danke.

Ich probier ruhig zu bleiben, aber ich bin so frustriert, wenn etwas nicht klappt. Deshalb haben wir heute auch aufgehört.. aber ich probiere es morgen nochmal bewusster, danke
gr3yw0lflife is better in fins
25.05.2018 14:20
kein grund, frustriert zu sein. wasser ist einfach ein medium, in dem wir menschen lernen müssen, uns zu bewegen.
und auch die taucher, die heute mit doppelpaket usw unterwegs sind, haben mal angefangen und auch ihre problemchen gehabt.
Gelbe MaskeAbz. "Für gutes Wissen" (Gold)
25.05.2018 16:08
"Es geht vor allem darum, dass ich nicht gerade bleiben kann. Ich kippe immer zu einer Seite bzw nach vorne/hinten"
Das klingt so, als wäre "gerade" in deinem Sinne: Füße unten, Kopf oben. Das wäre (normalerweise) falsch, die normale Tauchposition ist waagerecht, Gesicht zum Boden, nicht senkrecht, möglichst auch nicht Fahrradfahrer. Waagerecht hast du mehr Korrekturmöglichkeiten (auch mit den Flossen).

Daneben scheint es nicht um "8en auf Körperspannung" zu gehen, sondern um das niedrigere Ausbildungslevel: Kontrollierte dreidimensionale Bewegung im Wasser.

"und will dann auftauchen, weil ich es nicht ausgleichen kann."
Schon mal für die Zukunft: Auftauchen ist ein normaler Reflex, aber oft nicht hilfreich, sogar schädlich. Besser Problem unten lösen.

Ich würde zu Schnorcheltraining raten, Flosseneinsatz, Bewegung im Wasser, alternativ zu einem Tauchkurs mit mehr Zeiteinsatz. Evt. ist dein Kurs für dich zu knapp kalkuliert.

kwolf140614413-1; Nitrox**
25.05.2018 16:23
Beste Erfahrung zum Körpergefühl, Gleichgewicht, Trimm, Atmung habe ich mit Schülern, mit denen ich erst mal ohne Neopren, ohne Jacket, ohne Blei nur mit einer Stahl(!)Flasche auf Trageschale ins Wasser gehe. Das ist natürlich eher typisch für Vereinsausbildung, wo die Schwimmbadeinheiten ausführlicher sind, sls bei einem OWD-Kurs.
Aber ggf. kannst du nach dem Kurs und wieder zu Hause in einem Verein an dieser Frage in der Halle so (oder anders) arbeiten.
Gelbe MaskeAbz. "Für gutes Wissen" (Gold)
25.05.2018 16:46
...gegebenenfalls kann das auch noch vor OWD-Brevetierung erfolgen, das mit dem Training. Ein OWD, der in alle Richtungen wegkippt, und dann lieber erstmal auftaucht... das ist doch wohl nicht ernst gemeint, das erst nach dem Kurs in einem Verein anzugehen?
Seepferdchenhaltung, Fahrradfahrflossenstil, das ist ja normal, aber das nun auch schon?
kwolf140614413-1; Nitrox**
25.05.2018 17:35
GM, du hast natürlich recht. Aber ich fürchte, dass zusätzliche Einheiten auch zusätzlich kosten und der TO möglicherweise gerade so hingebogen wird, dass er besteht. Damit würde ich mich aber nicht zufrieden geben.
drysuit_missingAOWD, IANTD Essentials
25.05.2018 17:53
Also wenn Du den Bleigurt ablegst, ist es normal, dass Du ein wenig die Balance verlierst.
Was machst Du mit dem Gurt, weiter in der Hand halten oder komplett ablegen?
kwolf140614413-1; Nitrox**
25.05.2018 23:49
Ach... wenn das Problem nur beim Ablegen des Bleis auf 5m auftritt - imho ist das eine bescheuerte Übung wenn nicht das Ablegen des DTG bei integriertem Blei gemeint ist. Da verliere ich (auf 3,5m, tiefer habe ich es nie gemacht) auch die Balance und muss mich festhalten. Dann würde ich mich einfach durchmogeln und mich auf richtiges Tauchen konzentrierend.
26.05.2018 05:12
So, geschafft. Die letzten 5 Übungen in 45 Minuten fertig gemacht spin

Es hat mir sehr geholfen, was ihr hier geschrieben habt.

@Gelbe Maske: ich meinte mit "gerade" kniend im Wasser Das fiel mir schwer, weil das kippen sich immer angefühlt hat, als würde ich vom Stuhl kippen oder so. Hab heute aber nur immer gedacht "im Wasser kann man nicht kippen" und es ging.. "gerade" bleiben konnte ich auch heute nicht, aber es hat mich heute nicht gestört, dass ich mal auf dem Rücken, der Seite oder dem Bauch lag

@kwolf1406: ja, das Problem war echt nur das Abnehmen und wieder Anlegen des Bleigurts.

@drysuit_missing: Abnehmen, vorm Körper halten, wieder anlegen.

"Problem da lösen,wo es entsteht" ist ein super Tipp, hab ich mir immer gesagt, wenn ich kurz neben der Spur war. Kein Verlangen danach gehabt, aufzutauchen spin
kwolf140614413-1; Nitrox**
26.05.2018 14:01
Grauliere

“(Bleigurt) Abnehmen, vorm Körper halten, wieder anlegen“. Was soll dieser Schwachsinn *unter* Wasser?

FullcaveVDST Sternenhimmel und Bojenreiter der ersten Stunde
26.05.2018 14:17
Das Ab- und Wiederanlegen eines Bleigurtes ist bei manchen Verbänden Bestandteil der OWD Kurse, genau so wie das Ab- und Wiederanlegen des ADV Jackets. Darüber kann man sicher diskutieren. Es als "Schwachsinn" zu bezeichnen, finde ich unangemessen.
26.05.2018 16:16Geändert von Tondobar,
26.05.2018 16:17
In grauer Vorzeit schrieb PADI dazu im OWD Handbuch:
Es kann Situationen geben, in denen du vielleicht deinen Bleigurt an der Oberfläche oder unter Wasser ablegen oder anlegen musst. Dein Bleigurt hat sich vielleicht mit anderer Ausrüstung verfangen, du musst ihn vielleicht besser einstellen oder die Gewichte besser positionieren, oder du willst ihn vielleicht in einer Notsituation abwerfen. [...] Es kann beim Tauchen Situationen geben, in denen du vielleicht dein Tauchgerät ab- und anlegen möchtest. Unter Wasser muess es vielleicht einmal zurecht gerückt oder die Bebänderung muss nachgestellt werden, vielleicht bist du auch irgendwo leicht hängengeblieben, und das Gerät muss losgemacht werden. (...) Während dieser Schwimmbadlektion wirst du das Ab- und Anlegen des Tauchgeräts sowohl an der Oberfläche wie unter Wasser üben.
Beides kulminiert in der Schwimmbadausbildung Modul Fünf zu folgender Übung 2:
In Wasser, das zum Stehen zu tief ist, am Grund das Tauchgerät und den Bleigurt mit minimaler Hilfe ablegen, wieder anlegen, anpassen und sichern.
Die Zeichensetzung ist im Original so, ich hätte es anders gemacht. Hervorhebung von mir. Über Sinn und Unsinn der Übung lässt sich trefflich streiten. Ich bin ein Fan von Diversifizierung. Anscheinend - kwolf ist für mich das Gesicht des VDST hier im Forum - legen die *-Taucher ihr Gerät nur an der Oberfläche ab und an. Dafür können sie einen bewusstlosen Gerätetaucher apnoemäßig vom Grund des Schwimmbeckens heraufholen, was der PADI-OWD wiederum nicht kann. In der Praxis des gemischtverbandlichen Urlaubstauchens ergänzen sich die Fähigkeiten beider Fraktionen zu einer unfehlbaren Schwarmintelligenz. "Vielfalt statt Einfalt", sag ich immer.
Gelbe MaskeAbz. "Für gutes Wissen" (Gold)
26.05.2018 16:49
Blei ablegen verstehe ich, an der Oberfläche, meinetwegen übungshalber auch unten (in geringer Tiefe). Sinn des Anlegens im Wasser verstehe ich nicht. Geht bei einigen Ausrüstungen (z.B. bleiintegrierte Jackets mit fummligen Bleitaschenaufnahmen) auch gar nicht, mindestens nicht sicher genug, um sie dann nicht zu verlieren.

Die Rechtschreibung/Grammatik ist nicht zu beanstanden.

(Die Schwarmintelligenz besteht wohl darin, dass der Padianer das Blei bei der Übung verliert, und der Vaudeesteler es wieder hochholen kann, falls nicht zu tief.
Der Backplatetaucher kann hingegen nichts beitragen, sofern keine Rentnerleiter im Wasser steht.)
kwolf140614413-1; Nitrox**
26.05.2018 20:37Geändert von kwolf1406,
26.05.2018 20:40
Die Bewertung der Übung meinerseit ist völlig subjektiv. Bewusst. Bleigurt ablegen und wieder anlegen halte ich für eine gute Übung - allerdings an der Wasseroberfläche, wo es auf jeden Fall beim Tauchen vom Zodiak auch nötig ist ( jedenfalls das Ablegen). Ebenso sehr sinnvoll ist es, den Gurt unter Wasser öffnen, fester zurren und wieder schließen können. Auch das ganze DTG ab- und anlegen kann Sinn machen (bei integriertem Blei ist es lustig anzusehen, wie die Schüler und Lehrer wie Fähnchen im Wind mit den Beinen hoch treiben und sich mit den Händen am DTG festhalten)...Aber seitlich oder nach vorne weghalten: Da sehe ich keine praktische Notwendigkeit und als Anfängerübung auch völlig... (s.o.).
26.05.2018 21:21
Nicht für's Leben unter Wasser, sondern für die Tauchschule lernen wir. Und da sage noch einer, ein Vaudeesteler könne einem PADIaner nicht das Blei reichen.

Wozu man es brauchen könnte, hat PADI ja versucht zu erklären. So richtig überzeugt hat mich das ehrlich gesagt auch nicht. Aber das hat mich das Unterrichtskapitel "Tourismus an der Algarve" damals im Erdkundeunterricht in der Mittelstufe genauso wenig.
wie die Schüler und Lehrer wie Fähnchen im Wind mit den Beinen hoch treiben und sich mit den Händen am DTG festhalten)...Aber seitlich oder nach vorne weghalten:
Vielleicht ist das einfach ein Qi-Gong-Element für die asiatische Klientel, eine Art Korallengruß am Morgen.
mario-diverRD,EAN<40,Deep, SRD, UW/Schiffsarchäologie I (VDST),
26.05.2018 21:22
Das seitlich oder nach vorne halten dürfte eher als ein deutliches Zeichen für "siehe, ich habs getan Meister" zu werten sein. Ein "OK"-Zeichen am etwas ausgestreckten Arm als direkt vor der Brust zum Beispiel kommt auch deutlicher rüber😎
kwolf140614413-1; Nitrox**
26.05.2018 21:27
Tondobar, langsam verstehen wir uns...prost
kwolf140614413-1; Nitrox**
26.05.2018 21:38
... die PADI-Variante des Anziehens des DTG, im knieen seitlich in die Bebänderung einsteigen, funktioniert bleiintegriert jedenfalls nicht. Da war die VDST-Variante mit halber Rolle einwärts in die Bebänderung schon geeigneter. “War”, denn die Übung gibt es beim VDST nicht mehr. Für PADI weiß ich es nicht.
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