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Mikrogasblasen nach dem Tauchen

Hallo,

habe kürzlich in einer DAN Zeitschrift gelesen, das die höchste Anzahl der Mikrogasblasen ca. 40 – 60 min nach dem Tauchgang erreicht wird.

Wer kann mir erklären was eigentlich genau im Körper passiert, wenn ich
nach einer Oberflächenpause von ca. 30 min einen Wiederholungstauchgang durchführe.
(Ich habe im letzten Jahr bei Albatros Diving auf Mallorca mehrmals solche Two-Tank-Dives mit höchstens 30 min Oberflächenpause dazwischen gemacht)

Treten nach dem Wiederholungstauchgang vermehrt Mikrogasblasen auf?
Sind die Mikrogasblasen größer
Danke

Michael
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09.06.2005 16:18
naja soweit ich weiss - amateur wissen - werden die gasblasen beim wiederholungstg wieder "zusammengedrueckt" und nicht sofort wieder im blut geloset.
Nun ist es moeglich, dass diese gasblasen ueber die blutbahn in bereiche kommen wo sie wirklich nichts zu suchen haben (gehirn??) oder/und dann etwas "verstopfen".
Beim ersten tg war das kein problem denn da waren sie noch im blut geloest - ein richtiges ausstiegs profil vorausgesetzt. nun sind sie es nicht mehr .....


cu
10.06.2005 08:24
Hallo.
Auch bei mir: Laienwissen.

Allerdings halte ich generell eine OP von 30min schon fast als fahrlässig Denn es ist zwar so, daß Gasblasen bei der Rekompression wieder in Lösung gehen können, aber dies ausgerechnet beim Blasenmaximum zu tun kann Komplikationen bringen (wie gesagt: kann).

Wenn die Blasen nicht "vollständig" wieder in Lösung gehen, dann sind Microblasen hervorragende "Keimlinge", an denen sich weitere Moleküle ablagern können. Schnell entstehen dann bei ungünstigeren Rahmenbedingungen größere Bläschen, wo sie tatsächlich Probleme verursachen können.

Ungünstige Rahmenbedingungen sind besonders Dehydration, Jojo Tauchen und zu schnelle Aufstiege....

Bei normalen Tauchgängen (Pressluft, ca. 20m, ca. 30-60min (nagelt mich jetzt aber nicht auf die Zahlen fest)) halte ich eine OP von mindestens 1,5, besser 2 und mehr Stunden für absolut angebracht. Nitrox ist da auch nicht viel besser.

Andernfalls sehe ich meiner Meinung nach das DCS Risiko schon erhöht. Und merke: Eine DCS ist nicht gleich Tod oder Querschnittsgelähmt sondern fängt beim leichten Jucken unter der Haut an.

Der Körper vergisst nicht - und wenn man einmal vorgeschädigt ist, kann es immer leichter zu "Problemen" kommen.

Ich persönlich finde es auch nicht gut, dass die Tauchbasis überhaupt sowas anbietet. Aber das möge jeder selbst entscheiden.

Grüße
Martin.
10.06.2005 09:51
Hallo,

wie du ja schon gesagt entstehen am Ende bzw. nach jedem Tauchgang Mikroblasen im venösen Blutkreislauf. Diese stellen aber kein Problem dar, da diese in der Lunge durch den sogenannten Lungenfilter abgefangen und abgeatmet werden.

Probleme kann es aber dann geben, wenn bei einem Wiederholungstauchgang (oder Bounce am Ende eines TG) diese Bläschen so stark komprimiert werden, das sie durch den Lungenfilter hindurchkommen und dann plötzlich auf der Arteriellen Seite wieder auftauchen und sich dann dort wieder vergrössern wenn der Druck nachlässt.

Das kann dann zu DCS Fällen führen und leider eben hier dann fast immer zu DCS-II also evtl. mit neurologischen Ausfällen.

So ich hoffe ich hab das so korrekt wiedergegeben...

GRuss

Tobias
11.06.2005 20:28
Was Tobias gesagt hat, ist genau das, was bei solchen TGs passieren kann.

wenn man solche kurzen OP nicht verhindern kann, sollte man "steile profiele" danach vermeiden, also schnelles ab und wieder auftauchen.

auftauchen mit auftauchgeschwindikeiten um 9m/min und auf den letzten 10m mit max 3m/min.
auch sollten tiefenstops eingelegt werden.

es wäre sogar zu überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre bei so kurzen profielen und oberflächenpausen, den Tiefsten TG am schluss zu machen und richtig ausdekomprirmiern mit einem guten Sicherheitspolster und deepstops.


grüässli Blub
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