Alles was nicht direkt zu den obigen Foren passt, findet hier Platz. Also Fragen zu den Verbänden, Vereinen, oder einfach allem was generell tauchspezifisch ist oder sonst einen Bezug zum Taucher.Net hat.
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Messungen O2 / Nitrox

Geändert von Herbert,
16.07.2022 21:39

Im Zuge einer Diskussion um den Kauf eines Doppelgeräts in der sich die Tipps Richtung einzelne Rückenflasche und Ergänzung des Gasvorrats (Luft) durch eine Stageflasche, wurde auch das Thema Messung der Füllung (O2 Gehalt) diskutiert. Aufgrund eines Artikels im Magazin Sporttaucher bezüglich ‚Fehl’Messungen, entwickelte sich eine eigenständige Diskussion über den Inhalt des Sporttaucher-Artikels die wir aus dem Original-Thread abgetrennt haben.


Der Einstieg in die neue Diskussion wurde durch Marv31 mit folgendem Beitrag eröffnet:


Wer das neuste Fachmagazin des VDST gelesen hat, weiß, dass nur messen auch nichts bringt, wenn man nicht die Messfehler mit beachtet:
https://www.yumpu.com/de/document/read/67064862/vdstsporttaucher-nr-4-juli-2022/32



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NilsNaseUnfertiger Taucher
15.07.2022 16:48
Och Marv, musste diese Peinlichkeit auch noch an Licht gezerrt werden? Dümmer als der Artikel geht doch nun wirklich nicht
Dominik_Emind is like parachute
15.07.2022 17:19Geändert von Dominik_E,
15.07.2022 17:30
Nicht kritisieren, den Marvin! Dieses Stück kannte der Dominik noch gar nicht. Und das zu meinem Geburtstag!

Man tut mit so -- vermutlich immer gut gemeinter -- Spekulation vor allem dem Opfer keinen Gefallen, finde ich. Die formal resultierenden wenigen Minuten Differenz in der Dekopflicht zeigen doch schon, dass es wenig zielführend ist sich auf die Messunsicherheit bei der Analyse des Gases einzuschiessen.

Wie wäre es denn ganz einfach mal mit Schluss mit der Spekulation, und runterschlucken, dass Modelle so gemacht sein müssen, dass eine gewisse Restchance auf einen Unfall bleibt? Und dass es sehr wenig bringt, dann jedes Mal verbissen einen "Grund" haben zu wollen? Der Grund ist sich wechselndem Umgebungsdruck auszusetzen. Wir können die Restchance ja sogar noch ein bisschen beeinflussen! Bühlmann mit 30/80 ist nicht risikofrei und nichtmal konservativ. Das ist sehr gut bekannt. Man kann es machen, und das ist auch komplett OK. Aber genau wie niemand jedes Mal versucht CSI Skipiste zu spielen wenn sich wer bei Harsch das Kreuzband reisst, müssen wir das dann auch nicht tun. Jemand hatte einen Sportunfall, zum Glück liess es sich schnell und unkompliziert kurieren. Freut mich ehrlich! Weiter geht es, nicht das ganze Leben und die Taucherei nun von sinnloser Suche nach "dem Grund" beherrschen lassen.

"Verdienter" Unfall verdient übrigens mal diesen Pokal für das Unwort des Jahres. Hat ja jemand Connections?
NilsNaseUnfertiger Taucher
15.07.2022 17:40
Herzlichen Glückwunsch

Ja, der Artikel ist in allen Dimensionen eine so unterirdische Leistung, da fehlen einem echt die Worte. Der Betroffene hat das nach seiner Entlassung auch auf deutlich zu wenig getrunken und keine wirklich gute Gesamtverfassung zurück geführt. Was es vermutlich deutlich eher trifft als maßgeblichen Anteil, als die erwähnten 5Minuten, die zum Teil ja auch durch Gaswechselzeiten hervor gerufen sind die doch eher Realititsfern sind. Auch die Abweichung von wenigen Prozent ist wohl kaum in der Hauptsache ursächlich. Diese Genaigkeit schafft ja nicht einmal ein O2 Sensor
Ich glaube wirklich es wird Zeit, dass der VDST da mal das Personal wechselt, es ist ja nicht der erste Blödsinn den er schreibt
16.07.2022 00:49

@Dommi, Unwort kann hier jeder eins einreichen:

https://www.unwortdesjahres.net/vorschlag-einreichen/

Finde das auch echt mies sich unter dem Schutz der VDST Zeitung hinzustellen und zu sagen, der hat den Unfall "verdient" gehabt, ohne irgendwie dabei gewesen zu sein.

Und das rumrechnen mit verschiednen O2 % sagt uns konkret was??


Leider nicht seine einzige, fragwürdie Publikation

16.07.2022 05:21
hm...

nachdem ich das auch gelesen habe, muss ich als ösi das fragen:
VDST steht wofür? Verwirrte Deutsche Selbsternannte Tauchgötter?
AnkouVielleicht
16.07.2022 07:21

Nun bitte Grauer, Frank O. ist der Experte für Kaltwassertauchen und Erfinder des sagenumwobenen Bojenreitens!
Es ist fast unerreicht, wie er verknüpftungen herstellt, wo keine sind und Belanglosigkeiten mit zu teilen
Es fehlt wie immer bei solchen Auswürfen eine konkreter Sachverhalt und eine Herleitung. Die Frage ist was wollte der Autor uns sagen. Es gibt Messtoleramzen? Ja, gibt es! Bergwerkstauchen ist böse? Vielleicht! Das Model ist böse?
Ich frage mich schon länger, ob es keinen Lektor mehr gibt?

NilsNaseUnfertiger Taucher
16.07.2022 08:46
Lektor ist ja das Eine, dass dieser sog. "Sporttaucher" zu einem wirklich ziemlich schlechten Stück Altpapier geworden ist, ist zwar schade, aber noch OK. Wie aber ist es denn bitte über Jahre möglich, dass sich so eine Oberpfeife in einem Verband wie dem VDST auf dieser Position behaupten kann, obwohl sich im Grunde jeder mit etwas Sachverstand mit Grausen abwendet? Das übersteigt irgendwie schon deutlich meine Vorstellungskraft. Und das es keinen Aufschrei gibt, wenn jemand in dieser Position von "möglicherweise verdientem Unfall" spricht. Was für ein Empathieloses Riesenarschloch muss ich sein, so einen Bullshit in einem Verbandsmagazin von mir zu geben?
16.07.2022 09:38Geändert von kwolf1406,
16.07.2022 09:39
Ein bisschen mit der GF gespielt und die Messvarianzen werden eingeholt.
NilsNaseUnfertiger Taucher
16.07.2022 09:46
Natürlich hat das einen sehr viel größeren Einfluss. Um so absurder ist dieses Geschmiere in der sog. Zeitschrift
16.07.2022 10:07

Lol... ihr sabbert wie pawlowsche Hunde nur weil Stichwörter wie VDST und F. O. gefallen sind.
In dem Wahn wird auch zusammengeschmissen, das "Verdienter" Tauchunfall eigentlich aus dem Artikel von K. Meine stammt und hier nur zitiert wurde.

Aber ich greife das mal auf. Ein "verdienter Tauchunfall" ist es dann wenn der Verunfallte, kurz gesagt, Scheisse gebaut hat.
Sei es weil Verplant, falsche Gase, nicht ausgemessene Gase, falsche Dekoeinstellungen usw. usw.
Also die Ursachen des Unfalls sind nicht irgendwo im Medizinischen oder am Dekomodell, sondern beim Verhalten des Verunfallten zu finden.
Die Frage die sich hier stellt ist,
wo wurde überall gegen das was man üblicherweise als Ok annimmt verstoßen?
-Da sind z.B. die auf die Kante genähten GFs bei einem TG mit derart langer Grundzeit.
-Oder was der verunfallte selbst aussagt, das er zu wenig getrunken hat.
-Der hohe p02 über lange Zeit.
Genau das sagt der Artikel aus.

Das der Sporttaucher an Qualität verloren hat, ja, denke ich auch (lediglich über die Wetnecks lasse ich nix kommen). Ebenso wie der Divemaster, den ich über viele Jahre abonniert habe und jetzt gedenke zu kündigen.

Ist man empathielos wenn man sagt, das hast du dir selbst zuzuschreiben - ich denke nein, nur ehrlich.

Es ist immer leicht Leute als Pfeifen zu betiteln weil sie was machen und publizieren. Was an Artikeln kam denn von euch? Wo kann man die lesen? Wann kam jemals mehr als Persönliche Beleidigungen, Angriffe und Beschimpfungen sobald bestimmte Reizworte fallen.Selber nix machen aber andere anscheissen - das sind mir die Liebsten.

Und - jemanden als "empathieloses Riesenarschloch" zu bezeichnen ist noch viel Niveauloser als das was ich in beiden Artikeln gelesen habe.
Passt aber zu den Schreiberlingen hier und habe ich auch so erwartet.

AnkouVielleicht
16.07.2022 10:23Geändert von Ankou,
16.07.2022 16:37
Robert, zwei Sachen sollten wir unterscheiden. Die Beleidigung und Auswürfe gehen nicht. Kritik an dem Autor geht immer. Und da bieten sich über die Jahre sicherlich genug Punkte am denen m/w/d sich abarbeiten kann. Sachlich und pointiert! Und die Frage ist berechtigt, warum jemand mit derartigen Artikeln eine derartige Position im VDST bekleiden kann. Entweder unterscheiden sich die Artikel vom Echten oder es interessiert keinen, was der so brabbelt. Ich vermute letzteres. Wenn bei einer JHV 10% der Mitglieder anwesend sind, ist das schon ausgezeichnet. Und Bojenreiten hat immerhin einen hohen Unterhaltungswert!
Ich finde mich übrigens bei den Wetnecks bei dem Typen mit dem Mistral wieder.......
16.07.2022 10:57
Ankou,

Kritik, ja lese ich gerne und mach mir auch Gedanken dazu. Habe selbst auch genug an den Artikeln zu kritisieren oder ich sehe es komplett anders.
Auch soll man darüber diskutieren. Diskutieren - nicht diese Schlammschlacht an Beleidigungen und Beschimpfungen.

Dann ist es wohl so, finde mal Leute die sich hinstellen, was machen und das auch öffentlich publizieren - Wohlwissend das gleich ein Schwall an Beleidigungen und Beschimpfungen über sie hereinbricht. Weil das heutzutage im Netz so üblich ist. Bei der JHV anwesend zu sein birgt ja auch immer die Gefahr das man sich einbringen soll - einbringen und nicht vom Rand aus dumm reinquatschen.

Jeder der heute zwei Youtube Videos gesehen hat ist anerkannter Virologe und weis mehr darüber als Leute die schon viele Jahre an dem Thema arbeiten.
Aufs Thema Bezogen - Jeder der heute sich ein Paper über Gradientenfaktoren heruntergeladen und überflogen hat (überflogen, nicht gelesen) ist Dekospezialist und weis viel besser darüber Bescheid als Leute die jahrelang daran forschen.

Ich will jetzt nicht sagen das die Leute die die Artikel verfassen schon jahrelang daran forschen, allerdings sind sie schon über viele Jahre im Tauchsport verankert und haben Kenntnisse, die man sich anhören kann, man muss sie ja nicht teilen, aber man kann über die Sache diskutieren.



16.07.2022 12:02
Nunja, Robert, ich gebe dir Recht, dass die persönlichen Angriffe und das sowieso Pavlow'sche VDST-Bashing niveaulos ist. Einige valide Kritikpunkte wurden aber genannt: Die Frage des sowieso nicht komplett vermeidbaren Risikos und dass das Wählen der GF größere Varianzen ergeben, als 2-3% Messfehler.
NilsNaseUnfertiger Taucher
16.07.2022 12:24

Robert, man muss aber schon mal ein paar Dinge unterscheiden.

Es ist eben vor allem auch ein himmelweiter Unterschied, ob ich z.B. hier im TNet als Privatperson und am quasi virtuellen Stammtisch meine Weisheiten ausbreite, oder ich das in offizieller Funktion, in „Amt und Würden“ im Organ desjenigen Verbands tue, in dessen Vorstand ich bin. Ob ich nun in dieser Funktion ein Zitat in meinem Artikel verwend oder die Aussage selbst tätige, dafür habe ich ganz allein die Verantwortung.

Sicher gibt es auch derart „strafbares“ Verhalten, das es schon an ein Wunder grenzen würde, käme es nicht zu einer DCS. Selbst dann würde ich die Aussage „verdient“ von offizieller Seite in einem offiziellen Organ als absolut Empathie los bezeichnen. Auf gravierende Fehler kann man auch anders aufmerksam machen. Oder wie würde Dir die Ansage zur Witwe gefallen, nachdem ihren Mann gerade Tod aus dem Weiher gezogen wurde;“…ist er ja selbst Schuld, wäre er mal zur TTU gegangen.“

Wirklich gravierende und bewusst in Kauf genommene Fehler liegen hier aber ja gar nicht vor, man mag über GF 30/80 diskutieren, es liegt aber absolut INNERHALB eines allgemein anerkannten Deko Modell. Der Verunfallte sprach später davon, vielleicht zu wenig getrunken zu haben, gleichzeitig hat er aber ja nicht bewusst weniger getrunken als sonst auch. Reicht das schon um sich so etwas zu „verdienen“, frei nach dem Motto, lass das Kind ruhig auf die Herdplatte greifen, dann lernt es das fürs nächste mal? Der Tauchgang war völlig in Ordnung und korrekt gerechnet und durchgeführt, alle die an dem Tag dabei waren, ich kenn sie, haben identische, bzw. sehr ähnliche Profile getaucht und haben diesen TG genau so auch schon mehrfach durchgeführt. Dominik hat es doch völlig korrekt gesagt, das ist ein Modell, nach wie vor und dieses Modell beinhaltet nun einmal auch die Möglichkeit, das es auch mal nicht passt. Manchmal klappen Dinge, die nie jemand für möglich gehalten hätte, manchmal geht ein Stock-konservativer TG schief. Mehr als „da hat offensichtlich wirklich alles gepasst“ oder „da ist wohl einiges schief gegangen“ lässt sich aber in aller Regel in Keinem der beiden Fälle sagen. Niemand auf diesem Planeten kann wissenschaftlich fundiert DEN einen Grund nennen, nicht einmal mehrere, warum genau dieses oder jenes heute bei dem Einen klappt und beim Anderen schief geht. Mit einem gewissen Restrisiko müssen wir in unserem Sport nun einmal leben, geht ganz gut, zumal es extrem klein ist, im Gegensatz zu dem was man sich in anderen Sportarten so einhandeln kann. Vor diesem Hintergrund bleibt es für mich dabei, das der Artikel in der Form wie sich hier von einem Funktionsträger geäußert wird unerträglich ist. Dazu kommt eben auch diese völlig erkenntnisfreie Erzählung zum Messen. Natürlich passieren Messfehler, O2 Sensoren sind ziemlich unpräzise, höhere Strömungsgeschwindigkeit/Druck am Sensor, je nach Messgerät beeinflusst das Ergebnis… Jeder der eine ordentliche Ausbildung genossen hat weiß das und weiß auch, das ich es einpreisen muss. Jeder von denen weiß aber auch, das 5Minuten Deko rauf oder runter womöglich das Zünglein an der Waage sind, niemals aber monokausale Ursache, sondern eben vielleicht ein Zahnrad von vielen, in einer Reihe von Unbekanntem, warum es heute eben mal nicht geklappt hat. Etwas Anderes zu behaupten und für mich impliziert das der Artikel, ist höchst unseriös. Das hat auch nichts mit Verbands Bashing zu tun und mit sabbernden Hunden, das dieser unsägliche Mist von Herrn Ostheimer im VDST Magazin veröffentlicht wurde, da kann ja nun kein Außenstehender was dazu. Gleichzeitig reiht es sich ja durchaus in eine Reihe von „Erzählungen aus dem Paulanergarten“ ein

16.07.2022 12:24
kwolf, man sollte schon Sinnerfassend lesen können. Es gibt eine Beispielberechnung wie sich ein bis 2 % Messfehler auf die Deko auswirken können. Im Artikel steht aber von bis zu 10% Messfehler und da ist noch nicht mal eine falsche Messung wegen zu hohem Gasstrom, falscher Kalibrierung oder altem Sensor mit berücksichtigt.

Es ist halt EIN Detail von vielen Ursachen die letzendlich zum Unfall geführt haben.
Was soll man denn auf zwei möglichen Seiten mit Bildern und Grafiken alles unterbringen und detailliert begründen?
Hier wurde hat mal über Messfehler geschrieben, meiner Meinung nach zurecht, denn wenn ich mir anschaue wie von manchem der schon jahrelang seine Flaschen ausmisst, gemessen wird dann ist das nötig.
Ich hatte mal einen der hat sich vehement geweigert sein Messgerät zum Trimix ausmessen zu kalibrieren weil sonst die Kalibrierung kaputt geht. - Seit vielen vielen Jahren Trimix Taucher.

Jetzt solle der Faden aber wirklich aufgetielt werden, mein Blick hat sich gerade am Titel des Threads verfangen. SORRY!





NilsNaseUnfertiger Taucher
16.07.2022 12:34

Robert ein fundierter Artikel über das Analysieren von Gasen und was dabei warum schief gehen kann, gegen was ich mich sicher schützen kann und womit ich leben und umgehen muss, das wäre mal was. Das aber bietet der Artikel ja nicht einmal im Ansatz und die Verquickung mit dem Unfall ist halt unsäglich.

Scheint aber ja zu klappen, Du übernimmst ja auch schon die Formulierung von dem einen Detail von vielen... Wissen wir aber doch gar nicht, weiß niemand, ob es nicht passiert wäre, hätter nicht 31,irgendwas sonder genau 32 geatmet, oder 5 Minuten länger O2 Deko gemacht, oder wäre mit 1m/Minute ausgetaucht. Nur wenn wir das sicher wüssten, könnten wir ja Aussagen dazu machen, weiß aber keiner

16.07.2022 12:48
Robert, habe gerechnet: 1% höher Messwert statt 30 ist eine Abweichung von 3%. Wo liegt mein Fehler?
16.07.2022 13:19
Die 10% Messfehler hatte er im Artikel be der Messung von "reinem" Sauerstoff. Da wurden dann 90 statt 100 % gemessen. Ja, Messgeräte sind an ihrem Anzeigeende meist ungenauer, aber 10% Abweichung ist nicht ungenau sondern einfach Schrott.
16.07.2022 13:45Geändert von Robert,
16.07.2022 13:46
Klaus, darin das ich dich falsch verstanden hatte.
... und das du dich in Fitzelkram verlierst. Aufgezeigt wurde das 1% Fehler in der Berechnung ausmachen. Aber niemand weis wie groß der Fehler tatsächlich war.
Und es wurden grob auch mögliche Fehlerquellen aufgezeigt. - Das ist ein Artikel in einem Magazin, kein Lehrbuch oder Kursersatz.
Da muss man damit leben das bestimmte Punkte nur grob angerissen werden.

Letztendlich geht es um den letzten Satz in Absatz 2 des Artikels: "Doch wie sind eventuelle Messfehler genau einzuschätzen."
Punkfish Divingbunte Kärtchen, einfarbige Kärtchen, egal - Hauptsache Tauchen :-)
16.07.2022 13:52

In dem Blatt sind ja zwei Artikel zu dem selben Tauchunfall, und ich weiß gar nicht, welchen ich lächerlicher finden soll... Warum bleiben Fragen, was denn nun die Ursache war, auf eine Art und Weise offen, dass mal wieder ein allseits beliebter Schluss ("Dehydrierung!!!!!") einfach stehen bleibt? Warum wird der Frage des Verunfallten, ob das jetzt ein "deserved hit" war, nicht klar und eindeutig widersproche? Warum wird ein derart inhaltsleeres Geseiere auch noch gedruckt - liest denn in dem Laden niemand Korrektur?

Dass Messfehler um 1% "normal" sind, steht übrigens sogar in jedem Beginner Nitrox Manual. Anstatt über die wenigen Minuten Unterschied in der Dekozeit zu schwadronieren hätte man das Papier auch mit sinnvollen Informationen füllen können, z.B. darüber, wie die Sensoren funktionieren und warum man einen, der in den hohen ereichen nicht mehr zuverlässig misst, einfach mal tauschen sollte.

Rotzdumme Artikel zu publizieren passiert aber nicht nur dem VDST, das letzte mal war es eine "Unfallanalyse" in der Tauchen, die beim lesen ähnliche Schmerzen verursacht hat... Also, ihr seid nicht alleine, aber habt ihr in dem Laden nicht ach ein paar Leute, die schreiben können?

NilsNaseUnfertiger Taucher
16.07.2022 14:23

Punkfish, einen Unterschied sehe ich dennoch. Das eine ist eine Zeitschrift im wahrsten Sinne des Wortes, die muss vor allem auch unterhalten, ist keinem Organ oder sonst wem gegenüber verpflichtet und muss vor allem schauen, sich zu verkaufen. Klar wäre auch da etwas mehr Qualität wünschenswert, aber wo ist es das nicht.

Das Andere nennt sich zwar auch Zeitschrift, es ist aber das Printmedium, das Organ eines Tauchverbands, der sich selbst oft genug ja auch als einen der besten und umfassendsten Ausbildungsverbände darstellt und betrachtet. Das soll bitte an dieser Stelle ausdrücklich kein Verbandsbashing sein, es ist eine nüchterne Feststellung die wir hier nicht diskutieren müssen, daraus ergibt sich für mich aber ein völlig anderer Anspruch an das was ich an "Wissen" zum Besten gebe und auch eine andere Verantwortung.
Bestimmt gibt es da Leute die das mit dem Schreiben besser können. Aber es sind wohl zwei Dinge an denen es hängt. Das Eine ist das Interesse sich wirklich zu engagieren, das hat Ankou ja auch schon als Problem benannt. Das wird aber wohl nahezu überall wo man damit nicht reich und berühmt werden kann so sein. Das Andere aber ist eine vor allem an der Stelle sehr verkrustete Struktur, in der es eine sehr deutliche Meinungsführerschaft gibt und man es bislang schon sehr erfolgreich geschafft hat alle engagierten "Freigeister" derart zu demotivieren, dass sich die Frage nach engagierter Konkurrenz nicht ernsthaft stellt.

AnkouVielleicht
16.07.2022 16:48
Naja Niels Chefredakteur des Sportauchers und des Divemasters ist der ehemalige Herausgeber der Unterwasser. Da darf ich das Handwerkszeug voraussetzen und die Eier einem Autor zu sagen, nöh, veröffentlichen wir nicht. Ist BullshitBingo.
16.07.2022 18:04Geändert von kwolf1406,
16.07.2022 22:34
Genau: "Fitzelkram" Das war ja mein Punkt. Aber dazu werden im Artikel zwei Beispielrechnungen gezeigt mit Abweichungen, die schon, zumindest in der Gesamtdekozeit, ein Sicherheitsstopp auffängt. Was in beiden Artikeln aber fehlt, und viel wichtiger ist: Wieweit war für den TG 30/80 nicht konservativ (für die langsamen Gewebe doch schon, oder?) und was wäre da besser zu empfehlen. Und was macht das dann in der Dekoberechnung aus.
Dominik_Emind is like parachute
16.07.2022 19:34Geändert von Dominik_E,
16.07.2022 19:35

Nun ihr könnt mein Posting lesen, und viele andere auch. Ich glaube, dass ich mich in der überwiegenden Mehrheit meiner Aussagen -- und insbesondere zu dem Artikel -- kritisch, manchmal sicher auch "belehrend", aber eigentlich niemals unsachlich oder persönlich den Autor angehend äußere.

Es ist aber einfach nicht gut, zu versuchen Unfälle über die sich Menschen ernsthafte Sorgen machen so zu "verarbeiten". Das betrifft beide Artikel, den vom Mediziner und den vom Technik-Zuständigen. In beiden Artikeln ist sehr wenig bis nichts Verwertbares. Warum wird betont, dass es dem Buddy bei gleichem Profil gut geht? Das ist in der gewaltigen Mehrheit aller Fälle so! Es ist bis heute nichtmal gelungen, einen eindeutigen statistischen Zusammenhang zwischen Dehydration und Unfällen zu belegen. Der kann existieren. Aber es bringt wenig, das nun in einem konkreten Einzelfall, wo nichtmal der reale Hydrationsstatus bekannt ist ("es kam wenig Urin" reicht da nicht) so in den Vordergrund zu stellen. "Ein Tauchunfall ist nie monokausal" ist eine dermaßen triviale Aussage, die könnte auch im Corona-Maßnahmen-Bericht stehen. Maßnahmen wirken besser je mehr Leute mitmachen. Ja.

Das getauchte Profil ist vor allem mit der Randbedingung mäßige Tiefe und relativ langer TG keinesfalls konservativ. GF_low 30 heisst früher Beginn der Stops, heisst mittelschnelle Kompartimente (und die werden dann ca. bei den Zeiten irgendwann führend) sättigen lange auf. GF_high 80 ist deutlich in einem Bereich in dem Unfallzahlen nichtmehr verschwindend klein sind. Ja, man kann das machen, natürlich. Ist nichts schlimmes dran! Aber wenn das paar 1000 Leute machen haben vermutlich einer bis ein paar halt hinterher Probleme. Wo ist denn der Sinn, wenn dann gefragt wird was bei denen "falsch" gelaufen ist? Nichts, sehr oft! Einfach nur Pech! Wie beim Impfen. Es gibt eben eine kleine aber existente Zahl Komplikationen.

DAS wäre sinnvoll gewesen zu diskutieren: wenn man seine Chance, zu dieser kleinen Gruppe zu gehören, weiter reduzieren will, wie könnte man bei diesen Profilen vielleicht seine GFs wählen? 30/80 wäre es bei mir nicht geworden. Vielleicht 55/70 eher.

Bei dieser riesigen, von vielen Taucher*innen ziemlich unreflektiert in Anspruch genommenen Wahlfreiheit (--> hat der Verunfallte seine GFs bewusst gewählt, oder weil alle es so machen, oder weil mal im Kurs gehört...) ist es einfach am Ziel vorbei über EAN31 oder 32 zu spekulieren. Zumal, selbst *wenn* man sich auf diese Seite schlägt, was genau will der Autor sagen? Er redet von maximal 10% Fehler (was ich übrigens noch bei keinem funktionierenden Gerät gesehen habe, aber nun). Wie schlägt er konkret vor damit umzugehen? Die Deko für jedes Gas so zurechnen als enthalte es 5% mehr Inertgas, aber die MOD so als enthalte es 5% mehr O2? Sorry aber so kommen wir nicht weiter. Die Artikel sind einfach nicht gut, und sie perpetuieren dabei den Mythos, dass man jeden einzelnen Dekounfall irgendwie "aufklären" könne / müsse. Kann und muss man nicht, wie beim Kreuzband beim Skifahren. Manche, ja. Aber viele auch nicht.

Der Sprachgebrauch "verdienter Unfall" ist einfach grundsätzlich daneben. Egal von wem er kommt und in egal welchem Kontext. Wie weit sind wir? Warum verdient es jemand einen Unfall zu haben? Menschen machen Fehler. Wir alle. Und genau so oft haben Menschen einfach nur Pech. Das Opfer verdient eines, und das ist Mitgefühl.

16.07.2022 22:33
@kwolf1406

Gegenfrage, wie willst du das alles auf 2 Seiten unterbringen?

In dem Artikel geht es um Messfehler und wie sie sich auswirken können. Auslöser dafür war der besagte Tauchunfall.

Messfehler, nicht 30/80 oder Heizung oder oder oder, einfach nur Messfehler.
Das wird m.E. ganz gut rübergebracht.


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