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Kraken Macro to Wide

Geändert von Hypilein,

Das Kraken KRL-09S ist nun rausgekommen. 1000€ billiger als das Nauticam MWL-1. Bin gespannt ob Weefine das auch rausbringt, oder ob wir bei der amerikanischen Schwester kaufen müssen. Auf jeden Fall eine spannende Optik. Wenn jemand das Teil testen kann wäre ich über einen Testbericht mit vielen Bildern sehr erfreut.

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02.03.2021 13:02Geändert von unterwasserkamera.at,
02.03.2021 13:16
Die Optik wurde bei der Dema 2019 vorgestellt. WeeFine hat es nun rausgebracht und Kraken hat halt auch den Label drauf... Unsere Lieferung wird hoffentlich nächste Woche da sein. Kraken ist übrigens ein Chinese mit Markenrecht in Kanada, damit der Preis nicht verfällt
03.03.2021 10:39
Ja, meine mich zu erinnern, dass Weefine/Kraken quasi identisch sind. Deshalb auch die Frage. Wer jetzt das "original" ist, ist ja für mögliche Käufer wie mich eher uninteressant. Hab mir auch gedacht, dass du das kriegen wirst.

Ich wäre auf jeden Fall sehr interessiert an ein paar Testbildern. Insbesondere auch mit Micro Four Thirds. Bislang habe ich nur die (wenigen) Bilder von Mike Bartick gesehn, aber der hat das Ding auf einer D850 und Facebook Auflösung ist jetzt auch nicht das Wahre um die Bildqualität zu beurteilen.

Ich überlege das Teil entweder am 12-50mm im Nauticam Macro Port zu haben. Das MWL-1 von Nauticam, dass ja vermutlich sehr ähnlich ist, ist da mittlerweile von Nauticam getested worden und bietet einen Bildwinkel von 70-150°, was schon sehr geil ist. Alternativ könnte ich mir auch eine Nutzung am 45mm Macro von Panasonic vorstellen. Ich weiß, dass es eigentlich für 60mm KB (also zB das 30mm von Panasonic) vorgesehen ist, aber die 30mm Brennweite gefällt mir für Macro nicht ganz so. Da wäre ich halt auch interessiert ob es kompatibel ist (natürlich mit geringerem Bildwinkel).


03.03.2021 11:16
Der Hersteller ist weder WeeFine noch Kraken. Aber WeeFine und X-AD.. (X-Light) sind zumindest mal die obersten in der Kette der Verbandlungen. Es ist eine spezielle Optik und nicht für alle Tage. Auch wenn der Effekt gut ist und man flexibel damit ist, es scheitert dann an der Licht- und Tiefenschärfe. Man muß quasi immer mit Blende 8, 11 oder kleiner fotografieren um gute Randschärfe zu bekommen. Von der Technik ist es nichts besonderes, das hatte INON schon vor Jahren für kompakte Kameras. Es muß halt der Abstand zur Optik stimmen und das ist vom Port abbhängig. Nicht jeder Hersteller bietet passgenaue Ports für das Makroobjektiv. Bei zu großem Abstand (Flip Adapter) kommt es zur Vignettierung
03.03.2021 11:43
Naja. Auch mit dem 8-18mm im Domeport muss ich für Randschärfe auf f8 runterblenden. Das ist ja im Prinzip ein Problem fast aller Weitwinkeloptiken. Bei passgenauen Ports hab ich auch eher weniger ein Problem. Die Portauswahl ist wohl einer der größten Vorteile von Nauticam.

Wie gesagt, es steht und fällt wie immer alles mit der Bildqualität, und die sieht man am besten in Bildern. Ist eigentlich das gleiche Problem wie bei allen anderen UW-Foto sachen auch. Man muss leider immer alles selber probieren, weil kaum jemand die Möglichkeit oder das Interesse hat solche Optiken an einer Vielzahl von Kameras/Objektiven zu testen. Und selber probieren ist blöd, weil kein Händler nach so eine Optik nach dem Test gerne zurücknimmt, wenn sie nicht gefällt.

Ich hoffe, wenn ihr das Teil habt, kannst du aus der Praxis berichten und (wichtiger) ein paar Fotos zeigen. Du hast ja sicher schon jemanden zum ausprobieren am Start.
03.03.2021 11:55
8-18 ? welche Optik ist das ? welchen Port hast Du. Wenn Du hier Randunschärfen hast, dann stimmt der Port nicht zu 100% oder der Extension Ring. Oder das Objektiv ist kritisch quasi eher ungeeignet. 8-18 sagt mir nichts
03.03.2021 12:06
Panasonic-Leica 8-18mm im Nauticam 7" Acryl dome (am Olympus EM5 Nauticam Gehäuse). Ab 5,6 wird es nutzbar aber ab f8 wird es eigentlich erst wirklich gut. Ich habe aber ehrlich gesagt auch noch nie von anderen gehört, dass ihre Weitwinkel Optik hinter dem Dome bei Blenden von f5,6 scharfe Ränder produziert. Fisheye-Objektive natürlich ausgeschlossen.
03.03.2021 12:14Geändert von unterwasserkamera.at,
03.03.2021 12:21
Für die 8mm Brennweite brauchst Du zumindest einen 8" Domeport und noch besser dann auch als Glas statt Plastik. Der INON Domeport hat sich auch sehr gut bewährt. Dazu den Portadapter N85-INON in der passenden Länge. er Nauticam 7" ist ein Universal Port und nicht speziell für das 8-18 gerechnet. Bei Nauticam wäre das die Portoption 2 laut Chart. Na sicher funktioniert auch F4 oder F2.8 aber dazu braucht es dann gutes Glas am Gehäuse. Jede Optik ist Unterwasser nur so gut, wie der Port der verwendet wird (ein alter Hut...)
03.03.2021 12:57
Ehrlich gesagt kann ich mit der Bildqualität und der Blende leben. Womit ich sicher nicht leben kann ist ein noch größerer Dome Port, noch dazu in der schweren Ausführung aus Glas. Deshalb interessiere ich mich ja überhaupt für die Nassoptiken.

Es gibt in der Unterwasserfotografie keine perfekten Lösungen. Alles ist ein Kompromiss. Man kann wählen zwischen Geld, Größe, Gewicht und Bildqualität. Billig, klein leicht und mit der besten Bildqualität gibt es halt nicht. Ich suche halt brauchbare (nicht exzellente) Bildqualität, möglichst geringe Größe und Gewicht und nach Möglichkeit sollte es auch nicht die Bank sprengen. Dass das eine ziemlich anspruchsvolle Haltung ist, ist mir klar. Fast mein gesamte Equipment habe ich gebraucht gekauft, mit Ausnahme der Blitzarme (die sind von dir) und des Objektivs (das ich schon vor dem Gehäuse hatte). Den Zoomring für das 8-18 habe ich im 3D druck designed weil ich 180€ für ein Zahnrad unverschämt finde.

Was mich an dem Macro to Wide reizt sind mehrere Dinge:
- Allround optik (vor 12-50mm) die bei unbekannten Tauchplätzen die volle Bandbreite an Bildern ermöglicht
- Gute Closefocus Wideangle Möglichkeiten um auf reinen Macrotauchgängen (z.B. Lembeh) einen alternativen Look zu haben, ohne gleich einen ganzen Tauchgang nur mit Fisheye zu verbringen. In diesem Setting vermutlich eher vor einem echten Macro Objektiv.
- Kompakte größe um den großen Domeport nur noch bei Absoluten Weitwinkel Tauchzielen mitzuschleppen

Blende 8 ist gut, f11 ist für mich noch ok, aber Blende 16 wär nicht mehr so super. Dann würden nämlich meine relativ schwachen YS-02 Blitze nicht mehr langen und für ein Blitzupgrade fehlt mir das Geld. Randschärfe muss aber gegeben sein. Wenn der Preis vom Weefine wie beim Kraken bei ca 1000€ liegt kann ich das vielleicht sogar der häuslichen Finanzverwaltung erklären.


03.03.2021 13:10
Klar, gute Qualität kostet Geld. Der INON Domeport wäre nun nicht viel größer, liefert aber deutlich bessere Offenblende Resultate. Durch den Extension Ring und modulare Bauwese kann man den INON Domeport aber für viele Objektive nutzen. Die Macro to Wide Optik benötigt ein 60mm Makro. Das Objektiv muß im Port plan abschließen. Du brauchst den Nauticam Makroport und das 60mm MZuiko damit das funktioniert. Vergleichsaufnahmen bringen aber nur dann etwas, wenn alle Parameter gleich sind. WeeFine ist in der Regel günstiger als Kraken. Soweit ich weiß war der Richtpreis damals bei ca. 900 USD
03.03.2021 14:03
Das mit dem Dome ist wie jede andere Kaufentscheidung auch. Bin ich bereit für bessere Randschärfe bei offener Blende (sagen wir f4) mehr Geld zu bezahlen.

Wenn ich nur/überwiegend mit Umgebungslicht arbeiten würde, wäre die Antwort ein klares Ja. Da ich aber fast immer mit Blitzen Arbeite ist die Antwort ein klares nein. Jetzt sind wir aber wirklich schnell off-topic gegangen.

Zum WFL-09s: Sollte die Optik nicht auf den Bildwinkel angelegt sein, also 60mm für Vollformat, 30mm für Micro Four Thirds? So ist es zumindest beim Nauticam Äquivalent. Ich würde davon ausgehen, dass bei einem 60mm auf MFT sonst der Bildwinkel drastisch anders ist.
03.03.2021 14:21
Ich habe diesen Konverter bei der Dema ausprobiert. MIt dem 60mm Olympus. Das 12-50 geht nicht. Das 30mm und 45mm auch nicht. Nikon und Canon 60mm geht auch. Aber ich bin da vielleicht mehr kritisch. Ich habe nie die von Fantasa gelobten WW Konverter aktiv beworben, da stehe ich etwas über den Vorstellungen. Wenn schon, dann richtig.
03.03.2021 15:33
Aber mit dem 60mm auf MFT wäre doch ein Bildwinkel von 150° vollkommen unmöglich, wenn der gleiche Bildwinkel auch mit 60mm auf Nikon/Canon Vollformat entstehen soll. Da wäre ja bei dem Olympus Objektiv ein ganz anderer Faktor nötig. Auf dem Datenblatt steht dass ein 39,7° Bildwinkel zu einem 150° Bildwinkel konvertiert wird. Das Olympus 60mm hat aber nur einen Bildwinkel von 20,7°. Da sich die Optik ja nicht ändert würde dass mit Konverter nur noch ca. 78° Bildwinkel ergeben. Wenn das 60mm also wirklich das einzige kompatible MFT Objektiv wäre, wäre die ganze Optik für MFT vollkommen unbrauchbar.
03.03.2021 15:52
Der Bildwinkel ist vom Objektiv abhängig. Die 150° sind Angaben für ein Vollformat 60mm. Beim Olympus 60mm was ich vor Ort getestet hatte waren es etwa 130°. Wir werden dann vom Test berichten
03.03.2021 16:14
130° ist weit mehr als ich gedacht hätte. Wahrscheinlich kann man das nicht einfach so umrechnen. Ich bin gespannt auf die Testergebnisse. Wenn ihr mit dem 60mm testet wäre das auf jeden Fall fein.
03.03.2021 16:18
Ja klar. mit dem 60mm Olympus (EM1 Mark II Isotta) und 60mm Nikon (D850 Isotta). Martin Aigner (D850) hat auch das Nauticam zum direkten Vergleich
03.03.2021 17:35
Du meinst das MWL? Das wäre natürlich extrem fein im Vergleich.
03.03.2021 17:40Geändert von unterwasserkamera.at,
03.03.2021 18:57
ja genau. ich hatte hier schon mal ein Foto gepostet
aber wie gesagt, nix für alle Tage
Antwort