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Hyperventilation

Wie reagiert man als Betroffener und wie als Buddy bei einer Hyperventilation am "besten"?

Wobei die Frage nach der Reaktion des Betroffenen wohl ehr theoretisch ist, da man in einer solchen Situation das Denken wohl zwangsläufig auf einen Minimum reduzieren muß, da das Gehirn wohl nur noch an "überleben" denkt und nach oben will...

Gibt es dazu irgendwelche guten Tips?
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25.07.2003 00:50
Hallo Tino,

schau mal im Thread 503 nach (Medizin: Krampfanfälle nach dem Tauchen bei Seegang),
genau das Problem hatte ich 2 Mal (aber Gott sei Dank auf dem Boot nach TG...) Hier meine (subjektiven) Erfahrungen
Als Betroffener: beim ersten Mal vermutete ich (obwohl es eigentlich nicht sein konnte) Dekokrankheit und war ziemlich unruhig - wobei ich auch nichts anderes tat als beim 2. Mal, wo ich aber viel besser damit umgehen konnte, weil ich wußte, was es war und dass es nicht sooooo schlimm ist: daliegen und warten bis es vorbei ist, versuchen so ruhig wie möglich zu werden. Man könnte noch den `Plastiktütentipp` versuchen, wobei ich nicht wirklich nach Luft geschnappt hatte oder das Gefühl hatte die sei knapp. Ansonsten: mgl. ruhig liegen, Schatten, man hat mir trotzdem jedes Mal Sauerstoff gegeben (war wohl eher psychologischer Effekt, beim 2. Mal hat mein Freund dafür gesorgt, dass ich nciht zu viel Sauerstoff einatme).
Als Buddy: ruhig bleiben, Person beruhigen, Händchen halten und versuchen, dass die Atmung regelmäßig bleibt/wird... kaltes Wasser geben (trinken, auch dosiert überleeren)zwischendurch fragen, ob Krämpfe/ Prickeln besser wird - wenn nicht dann mal trotzdem zum Arzt) dauerte bei mir ca. 30-45 min. Danach habe ich mich (körperlich)gefühlt als könnte ich gleich einen Marathon laufen, aber psychisch sitzt das erst mal... und ich würde auch keinem empfehlen sofort den nächsten TG zu machen. Bei mir: eine Woche Pause (incl. Arztcheck!), dann Safari, die ersten 2 TGs super nervös (könnte ja gleich wieder kommen, zumal ich dann auch noch extrem viel Luft gebraucht hatte, aber das war wohl der Kopf), danach war wieder alles wie immer. Würde im Moment nur nicht gerne mit einem Buddy tauchen, den ich nicht kenne oder zu dem ich kein Vertrauen hätte... Just in case.... Anja
25.07.2003 00:52
Vergessen: Wie das unter Wasser aussieht habe ich mich auch gefragt und bin auf die anderen Antworten gespannt!
25.07.2003 06:00
Ich hatte auch ehr an die Situation unter Wasser gedacht, aber trotzdem danke für die "Überwasser-Antwort" - da kann man ja auch in die Situation kommen.
25.07.2003 12:16
Hi Tino

Hyperventilation unter Wasser kommt vor allem bei Anstrengung vor (gegen Strömung paddeln). Da kann man als Betroffender selbst entgegenwirken (vorausgesetzt man erkennt bei sich selbst, dass Hyperventilation droht) in dem man einfach mal Pause macht, sich ausruht und bewusst immer ganz tief ausatmet (richtig Luft aus der Lunge pressen). Es hilft natürlich, wenn man sich grundsätzlich eine ausatemorientierte Atmung angewöhnt hat (sollte eigentlich schon in der Ausbildung so gelehrt werden).

Wenn der Buddy anfängt zu hyperventilieren dann zu ihm hinschwimmen, festhalten und versuchen beruhigend auf ihn einzuwirken. Dabei versuchen mit der Hand ihm "Atem zu zeigen", sprich durch Handbewegungen ihm anzuzeigen wann er einatmen soll und dass er gaaaaaanz lange ausatmen soll. Das funktioniert aber nur im Anfangsstadium, wenn die Hyperventilation schon in Panik umgeschlagen hat, dann wird`s schwierig unter Wasser! Drum immer schauen wie`s dem Buddy denn so geht!

Gut Luft!
29.07.2003 08:31
ich finde es ja ganz toll dass ihr auf der Hyperventilation herumreitet, aber es handelt sich hier wohl eher um das sg essoufflement.

also eine ermüdung der atemmuskulatur.

einem essoufflement beugt man dann auch ganz einfach vor, indem man einige meter höher geht oder aber kpl austaucht.

ein nicht erkanntes essoufflement gipfelt dann in der tatsache das zum einatmen in der lunge "einfach kein platz mehr ist"

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