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Tinu86Padi Dm

Herzinfarkt

Geändert von Tinu86,
25.07.2017 13:13

Bezugnehmend auf den auf der Hauptseite verlinkten Artikel mit dem Herzinfarkt muss ich doch sagen, dass einiges schief ging und das etwas rosa gefärbte Fazit hinterfrage. Es gibt in der Medizin den Spruch:

When you hear hoofbeats, don’t think zebras

In dem Sinne der lokale Arzt vor Ort hat den Infarkt verpasst, Aquamed hat eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung ebenfalls um mehrere Stunden vertändelt. Bei Stefan R. ist mit 55 Jahren und wahrscheinlich entsprechendem Risikoprofil ein Herzinfakrt eine naheliegende Diagnose die imediat bestätigt und behandelt gehört oder eben lege artis ausgeschlossen werden muss.

Ich finde die Geschichte, so wie sie geschildert und niedergeschrieben ist bedenklich. Und da ist Stefan R. mit einem ziemlich blauen Auge davongekommen. Keine Ahnung wie sein aktueller Gesundheitszustand ist, aber mit einer solchen Zeitverzögerung geht unter Umständen ziemlich viel Herzmuskel drauf mit konsequtiver Herzschwäche. Muss nicht sein.

Es ist nicht immer, es ist sogar sehr sehr viel häufiger nicht die Dekompressionserkrankung. Und Brustschmerzen gehören abgeklärt, besteht auf eine Untersuchung im Krankenhaus !

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mario-diverRescue,EAN<40,Deep, SRD, UW/Schiffsarchäologie I (VDST),
25.07.2017 14:00Geändert von mario-diver,
25.07.2017 14:03

Du solltest in solchen Fällen den Bezugsartikel hierher verlinken, da er auf der Startseite irgendwann "verschwindet":

https://taucher.net/diveinside-tauchen_____eine_herzensangelegenheit__-kaz7059

25.07.2017 17:42

Der lokale Arzt und die 1.Hotlineempfehlung, naja

Wäre besser nochmals einige Vorlesungen zu besuchen.

Es würde viel Zeit bei nicht gerade untypischer Symtomlage vertrödelt.

04.08.2017 19:49

Da darf man sich als Arzt wirklich nicht so leicht auf die falsche Fährte locken lassen. Klar dass man bei einem Taucher gleich an einen Tauchunfall denkt, aber wenn hier das klinische Bild nicht passt muss man sich auch schnell wieder von dem Gedanken lösen.

Letztendlich ist das wieder mal der alte Denkfehler "cum hoc ergo propter hoc". Der Mensch sucht automatisch Kausalzusammenhänge.

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