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Freigabe von 2,10 meter Schlauch von Hersteller

Geändert von manta60,

Hallo zusammen, laut VDST und DIR soll man ja zwischen 1.Stufe und 2.Stufe beim Hauptregler eine 2,10Meterschlauch montieren.

Weiss zufällig jemand, von welchem Hersteller es eine Freigabe für diese Schlauchlänge gibt, für mich privat ist das nicht so dramatisch, aber bei unserem Verein möchte ich für die Leihausrüstung lieber nach Möglichkeit etwas in der Hand haben.

Hersteller haben auf Ihren Internetseiten leider wenig Info.

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04.12.2019 21:03
Was soll denn bei 210cm grundlegend anders als bei ca. halber Länge sein? So rein physikalisch/technisch.
Freigegeben ist sowieso nur, was jemand Fremdes dir komplett montiert verkauft. Nimm die Hände hoch, dann bist du safe.

TondobarPassivtaucher
04.12.2019 21:51
@T.Afkam: Denk dir einfach, der Schlauch wäre ein dünner Draht und statt Atemgas flösse ein elektrischer Strom durch. Dann kommst du vielleicht drauf, was sich mit der Länge ändern könnte, so rein physikalisch/technisch.
04.12.2019 21:59
Das wäre ähnlich der Frage, ob der LED-Lampenhersteller Verlängerungsschnüre von 2,10m Länge freigegeben hat, da standardmäßig nur ein 80cm-Kabel an der Leuchte dran ist.
(Bei LEDs mit 3600W und 21m langen Verlängerungen könnte man drüber reden.)
Nebenbei die Idee, dass deine Analogie unvollständig ist. Denk mal an den 210cm über oder unterm Gasspender tauchenden Buddy... Darüber könnte man kurz nachdenken.
PerkedderCMAS**
04.12.2019 22:15Geändert von Perkedder,
04.12.2019 22:16
@T.Afkam: Da es heute wohl keine einstufigen Atemregler mehr gibt, machen die 0,21 Bar kein Problem. Die 2. Stufe regelt auf ihren Umgebungsdruck, also den, der bei dem Buddy anliegt.
04.12.2019 22:19
@Perkedder
So ist es. Höchstens bei grenzwertiger Einstellung der 2. Stufe wäre ein Abblasen denkbar, aber das ist vom speziellen Schlauch und einer Reglerfreigabe unabhängig.
TondobarPassivtaucher
04.12.2019 22:45
Nein, den (hydro)statischen Druck meine ich nicht. Du hast zwei gekoppelte Regelkreise, der Mitteldruck als Regelgroße des ersten ist eine auf den zweiten aufgeschaltete Störgröße. Durch die Änderung der Schlauchlänge veränderst du die Übertragungsfunktion der Kopplung, alldieweil der Mitteldruck am einen Ende des Atemschlauchs (MP Port 1. Stufe) sich noch bis zum anderen Ende (Eingang 2. Stufe) fortpflanzen muss. Man kann die beiden Regelkreise bei konstanter Kopplung aufeinander abstimmen; aber die Abstimmung könnte suboptimal sein, wenn man die Kopplungsfunktion verändert.
04.12.2019 22:52
Theoretisch (so aus der Regelungstechnik..) ok, praktisch aber ist der MD sowieso dermaßen gestört, je nach aktueller Entnahme... da macht das auch nichts mehr aus.

Im Gegenteil, ein doppelt so großer Speicher zwischen 1. und 2. Stufe könnte den MD-Verlauf bei Gasentnahme glätten (wie ein Kondensator).

(Genug. Sonst wird gesperrt...)
TondobarPassivtaucher
04.12.2019 23:28
Vermute mal, dass wenn der Strömungsdruckverlust über die Schlauchlänge in die Größenordnung von ein paar zig Prozent des Mitteldrucks kommt, das Ganze instabil wird. Ein normaler Schlauch hat einen genügend hohen Innendurchmesser, aber es gibt da auch schlechte Imitate von dilettantischen Produktpiraten. Waren da nicht mal pseudo-Miflexe im Umlauf? Ich denke, wenn man einen Original-2,10-Meter-Schlauch des Herstellers anschraubt, ist man haftungstechnisch auf der sicheren Seite. Das ist dann schon die Freigabe, wenn es den zu kaufen gibt.

[Was hast du eigentlich wieder auf gepostet, dass Urs dich weggelöscht hat?]
04.12.2019 23:43
Ich vermute, und die Praxis (hallo boltsnap) gibt mir wohl recht, es ist weit entfernt von "kritisch". Ich vermute, der (nur die 1. Stufe betrachtet) kleine Druckspeicher für den MD ist eher kritisch, als ein um "Faktor 2" längerer Schlauch. Die 2. Stufe muss sowieso viel ausregeln.

[Wollte ich dich auch fragen. Man weiß es eben dann nicht...]


OberspindelGrundtauchschein!
04.12.2019 23:58
Fernab von allen diskussion in welchen millibar bereichen und nach wieviel millisekunden sich der mitteldruck ändert....


Weshalb kaufst du nicht alles direkt mit 210cm schlauch für den verein und/oder gibst es nach jmbau zur revision um dir ein prüfbericht von der prüfbank zu holen?
Danach kannst du ja anzeigen, dass alles ordnungsgemäß funktioniert.
boltsnapSSI AOWD
05.12.2019 00:02
Wenn der Regler spürbar an Performance verlieren würde durch etwas mehr Mitteldruckschlauch, dann würde ich den Regler in die Tonne kloppen, denn der eignet sich nicht fürs tauchen

Problematisch wären Schläuche mit einem zu geringen Querschnitt (das gab es mal irgendwann vor 10-11 Jahren auf der Boot mit so Metallschläuchen. Die bröselnden Miflexschläuche haben damit aber bix zu tun.

Was heißt das für den Fragesteller?

1) Ein langer Schlauch wird im allgemeinen als ein Schlauch mit einer Länge zwischen 150-210 cm definiert
2) Jede Schlauchlänge bis 210cm sollte keinerlei relevante Auswirkungen auf die Performance des Reglers haben
3) Wenn der Fragesteller einen Schlauch eines seriösen "Drittanbieters" kauft, also Bts, DIrzone, Miflex (original), dann ist er praktisch auf der sicheren Seite, weil die Querschnitte stimmen und sich bestens in der Praxis bewährt haben
4) Damit ist er auch haftungstechnisch raus, denn ein Unfall muss ja kausal auf den Schlauch zurückzuführen sein

Übrigens würde es mich wundern, wenn die "original Herstellerschläuche" auch original vom Hersteller sind.

Ja, jetzt werden wieder einige kommen und mit irgendwelchen Normen kommen und der Baugruppe und PSA usw.
Wie heißt es so schön? Man kann sich auch die Finger im Spinat brechen

PS: Bei scubapro macht man ab und zu so schwachsinnige Rekordversuche, wo bis zu 75 Taucher an einer ersten Stufe hängen. Ich meine, der Mitteldruckschlauch hätte schlappe 115 Meter gehabt ......
NDLimitTaucher
05.12.2019 00:08Geändert von NDLimit,
05.12.2019 00:08
sieh an... Maske ruft boltsnap und schon ist er da... ist ja fast wie in Gotham-City
joebarbrevetiert
05.12.2019 06:23
Grundsätzlich sehe ich das wie Boltsnap

Aber warum gibst du den Ball nicht an den VDST zurück? Ist ja deren Vorgabe. Schreib sie an ob sie im Fall der Fälle die Haftung übernehmen lol
Dominik_EOpen Water
05.12.2019 09:30
Den Vorschlag finde ich gut, joebar. Das ganz ohne Häme. Das Thema ob etwas "freigegeben" und so richtig schön offiziell erlaubt ist, spielt ja anscheinend für viele eine extrem große Rolle, und die immer gleichen Diskussionen darüber bringen den Leuten relativ wenig. Da könnte ein Dachverband vermutlich vielen seiner Mitglieder einen echten Gefallen tun, wenn er das ein für alle mal klärt. Ob das nun tatsächlich notwendig ist oder nicht ist dabei vielleicht nichtmal so wichtig, wie gesagt, es treibt viele Taucher ja um. Ich persönlich sehe das wie der Fullcave (schon das zweite Mal in einer Woche!). Die Frage würde sich in Wahrheit erst stellen, wenn die Länge des Schlauchs die Ursache eines Unfalls ist. Also nie. Und da ich gegen ausnahmslos alle anderen Fälle die niemals eintreten können auch in keiner Weise abgesichert bin, finde ich diesen einen weiteren auch so richtig gar nicht schlimm.
SolosigiPADI DM, RAB/VDST CCR Tec, Poseidon SE7EN CCR
05.12.2019 10:08
@Dominik_E
Du magst schon recht haben, dass der Haftungsfall so gut wie nie eintritt! Aber...
Ich weiss nicht, wie das bei euch in Deutschland rechtlich ist. Aber bei uns in Österreich gibt es seit ein paar Jahren ein modifiziertes Vereinsgesetz. Und das besagt, dass der Vorstand persönlich für alles haftet! Natürlich wurden dann dazu Versicherungen abgeschlossen. Aber wie wir aus der Praxis eben wissen, sträuben sich die IMMER gegen das Zahlen. Und versuchen alles, um die Lasten irgendwie abzuschütteln.

Wundert es ich da, wenn so einer aus dem Vorstand dann eben absolut sicher gehen will?

Gruss
Solosigi
Dominik_EOpen Water
05.12.2019 10:11
Mich persönlich ja. Wie gesagt, ich bin gegen keinen einzigen Fall der niemals eintreten kann versichert, glaube ich zumindest. Ich denke aber, ich habe gründlich genug ausgeführt, warum ich die Idee, dass der VDST das für seine Mitglieder klärt dennoch für gut halte...
SolosigiPADI DM, RAB/VDST CCR Tec, Poseidon SE7EN CCR
05.12.2019 10:20
Dominik, bei uns in A haftet werder der VDST noch der ÖBV oder sonst wer, sondern ausschließlich der Vorstand persönlich, auch mit seinem privaten Vermögen für alle Schäden, egal welcher Art!

Gruss
Solosigi
Dominik_EOpen Water
05.12.2019 10:24
*seufz* habe ich verstanden. Meine Meinung war, dass der VDST für seine Mitglieder (nicht für mich, nicht für Dich, wir zahlen ja da keine Beiträge, uns sind die nichts schuldig!) mit den Herstellern klärt (nicht: haftet), dass man 210cm lange Schläuche zwischen 1. und 2. Stufe montieren "darf". Ich bin mir sicher, auch in Österreich haftet der Vorstand nicht für Schäden die gar nicht eingetreten sind...
SolosigiPADI DM, RAB/VDST CCR Tec, Poseidon SE7EN CCR
05.12.2019 10:29
Natürlich haftet der Vorstand nicht für Schäden, die nicht eingetreten sind.
Aber es könnte eben ein Schaden eintreten und dann haftet der vorstand persönlich. Und ist dann möglicherweise im Falle eines Falles absolut pleite...

Also wird sich jeder Vorstand eben 100%-ig (oder noch mehr) absichern, insbesondere da die meisten keine Juristen sind...

Gruss
Solosigi
Dominik_EOpen Water
05.12.2019 10:35Geändert von Dominik_E,
05.12.2019 10:38
U+(t, t0) U(t, t0) = 1
boltsnapSSI AOWD
05.12.2019 10:37
Um mal wieder zur Diskussion zurückzukehren. Der VDST hatte mal vor Jahren eine Übersicht herausgegeben. Ob das noch aktuell ist, kann der Fragesteller ja bei Frank Ostheimer erfragen.

Wie gesagt, das Problem war meines Wissens seinerzeit 2008 dieser nicht zugelassene Schlauch mit zu geringem Querschnitt. Ich denke nicht, dass im Jahr 2019 und der "Tekkisiering" des Sporttauchens noch relevant ist.

Apeks zB hat offiziell ja gar keine MD Schläuche für Stemregler mehr im Programm, oder?

Dominik_EOpen Water
05.12.2019 10:40Geändert von Dominik_E,
05.12.2019 10:46
Ah, sie haben also schon gefragt. Ich war nicht auf dem Stand, sieht man mal! Wobei, ist natürlich auch irgendwie zu erwarten, dass die Hersteller wenn sie welche im Programm haben immer die eigenen Schläuche empfehlen werden...Apeks verkauft zumindest Schläuche mit Swivel, aber ob die wirklich der Hersteller des Schlauches sind, absolut keine Ahnung!
05.12.2019 12:13
""Tekkisiering" des Sporttauchens"
Nicht schlecht...

Ich hab auch einen:
"Idiotisierung des Abendlandes"...
(Da gibt es in Dresden Verwirrte, die gegen das Falsche sind.)

Zum Kern:
Wer ist eigentlich für so eine gefährliche Fehlkonstruktion verantwortlich?
Darf jede Hinterhofwerkstatt und jeder chinesische Juppie Ersatzteile für sicherheitsrelevante Tauchausrüstung produzieren, reicht die Selbsterklärung des Herstellers der Ersatzteile (incl. CE in einer der 2 Varianten..)?
05.12.2019 12:14
Mal eine Frage am Rande: Sind alle bei Euch mietenden Taucher mit dem Vorgehen am Longhose vertraut? Scheint mir eher unüblich, dass Leute, die schon über 2.10 nachdenken, noch Mietausrüstung verwenden. Umgekehrt kann das arge Verwirrungen im Ernsfall stiften.
boltsnapSSI AOWD
05.12.2019 12:24
Ich hab auch einen:"Idiotisierung des Abendlandes"...(Da gibt es in Dresden Verwirrte, die gegen das Falsche sind.)

Was war noch gleich das Thema? Muss auch dieser Thread erst wieder geschlossen werden?
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