Tauchen ist ein schöner, aber auch ein gefährlicher Sport. Um Dir auch die Gefahren dieses Sports aufzuzeigen, gibt es die Tauchunfallseite, auf der aktuelle Tauchunfälle aus der ganzen Welt aufgezeigt werden.

Font d'Estramar Höhlentaucher verstorben

Die Font d'Estramar, einst betaucht von Jacques-Yves Custeau und Haroun Tazieff hat das seit 1955 fünfte Todesopfer gefordert. Zuletzt verstarb dort ein Taucher im Januar 2016.

Am Samstag den 10ten Juni machte sich eine Gruppe gut ausgerüsteter finnischer Taucher auf in das über 2800m lange Höhlensystem. Bei 200m erkundete einer der Taucher den 'gulf de Font d'Estramar' als ein bisher nicht weiter bekanntes technisches Problem ihn daran hinderte wieder aufzutauchen.

Sein 45 jähriger Buddy war in der Lage das Außenteam zu alarmieren nachdem er unter Einhaltung der Dekostopps austauchte.

Die lokale Feuerwehr schickte spezialisierte Taucher auf eine Suche nach dem 44-jährigen Opfer. Nähere Informationen zu den genauen Umständen sind bisher nicht bekannt- die Polizei hat die Ermittlungen eingeleitet.

Quelle: https://www.francebleu.fr/infos/faits-divers-justice/un-plongeur-speleo-meurt-dans-les-pyrenees-orientales-1497115176

Info zur Höhle: https://de.wikipedia.org/wiki/Font_Estramar

Info zum Tauchplatz: http://www.epaves-passion.com/plongee_speleo.htm

Bitte beachtet, beim Posten, dass nur folgende Postings freigegeben werden:

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- neue Fragen die sich daraus ergeben

- neue Lösungsansätze für das beschriebene Problem

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- allgemeine Betrachtungen

- ungesicherte Spekulationen über den Unfall

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El_Dudovorhanden...
12.06.2017 10:10

Man sollte vielleicht in der Beschreibung klarstellen, dass der Unfall in 200m Tiefe passierte nicht 200m Eindringentfernung im Höhlensystem.

Dies ist etwas mißverständlich formuliert und muss man sich dann aus den weietern Links Zusammensuchen..

Die Stelle an der es so tioef wird scheint in ca. 400-500 m Entfernung vom Eingang zu sein, dem Kartenmaterial abzuschätzen.

nandersenIANTD CCR
12.06.2017 21:37

Es gibt ein Update zu diesem tragischen Unfall.

(Aufgrund der schwierigen Übersetzung aus dem Finnischen könnte der folgende Text Fehler enthalten)

Die Iltalheti berichtet heute von näheren Umständen die zu dem Unglück führten. Demnach brach bei 200m Tiefe (!) das Gehäuse des Scooters mit welchem der verünglückte Taucher vertäut war und verlor seinen Auftrieb. Dieser wurde von dem Gerät in die Tiefe gerissen.

Als es ihm nicht gelang sich von dem Gerät zu lösen, eilte sein Buddy zu Hilfe und fuhr dem Verunglückten zunächst mit dem eigenen Scooter zu Hilfe, welchen er dann schleppte bis sich die Verbindung zum defekten Gerät lösen ließ. Die Sicht in der Hähle verschlechterte sich durch diese Aktion dramatisch und führte zum Leinenverlust.

Nachdem eine neue Leine gefunden war, verhedderte sich das Opfer in einer Führungsleine. Als sein Buddy ihn freizuschneiden versuchte war dieser bereits bewußtlos. An diesem Punkt konnte der Buddy nicht mehr helfen.

Ein weiteres Update veröffentlichte Yle, in der Randnotiz sollen die Taucher nicht wie berichtet auf 200m Tiefe, sondern vielmehr 200m Penetrationstiefe erreicht haben.

Quellen:

http://www.is.fi/ulkomaat/art-2000005250041.html?ref=emailshare

https://yle.fi/uutiset/osasto/news/mondays_papers_president_on_brewing_govt_crisis_finnish_diver_dies_in_france_warm_weekend_keeps_police_busy/9664093

nandersenIANTD CCR
17.06.2017 14:33

Ein weiteres Update zu diesem Unfall veröffentlicht die 'Sukeltaja', die Finnische Tauchorganisation. Hier wird Klarheit geschaffen was Tauchplan und Tiefe angeht, der Unfallhergang wird beleuchtet. In wie weit dies eine 'offizielle' Untersuchung ist wird in dem Paper nicht erklärt.

(Aufgrund der schwierigen Übersetzung aus dem Finnischen könnte der folgende Text Fehler enthalten)

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Eine Gruppe von 5 Höhlentauchern machten sich auf den Weg in den Süden Frankreichs um dort einen Höhlentauchurlaub zu verbringen. Der Plan war zwei Wochen lang in der Region Höhlen zu betauchen die die Gruppe bereits vormals betauchte.

Es war vorgesehen am 9ten und 10ten Juni Die Font Estramal Höhle in Salses-le-Château zu betauchen.

TAG 1 (9.6.2017)

Am ersten Tauchtag wurden die Backupflaschen in die Höhle verbracht, ein erster Eindruck vom Wasser- und Leinensystem wurde gewonnen. Dies diente der Vorbereitung auf den zweiten Tauchtag, welcher auf ca. 200m Tiefe führen sollte. Die Gruppe bestand aus zwei Tieftauchern, zwei Sicherungstauchern und einer Person an der Oberfläche.

Am Morgen des 9ten wurden Tiefen von 190m von den Tieftauchern und 70m von den Sicherungstauchern erreicht. Insgesamt 20 Backupflaschen wurden in das Höhlensystem auf unterschiedliche Tiefen verteilt. Gute Sicht und 18°C Wassertemperatur wurden notiert. Nach diesem Tauchgang pausierte die Gruppe um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten.

TAG 2 (10.6.2017)

Die beiden Tieftaucher der Gruppe (Taucher 1,2) begannen den Abstieg um etwa 9.00. Auf ihrem Weg deponierten sie einen zusätzlichen Backuprebreather auf 100m Tiefe. Bei 200m Tiefe angelangt vernahm Taucher1 ein lautes Geräusch hinter sich. Beim Umschauen bemerkte er, daß der Scooter von Taucher2 implodiert war und den Taucher1 auf Tiefe hinab zog. Das Gerät war mit einer Leine und einem Clip an ihm befestigt, die er jedoch nicht löste sondern aggressiv versuchte gegenan aufwärts zu schwimmen. Taucher1 schwamm ihm nach und es gelang ihm schließlich die Leine bei 214m zu zerschneiden, so daß der implodierte Scooter allein weiter in die Tiefe sank.

Die mittlerweile sehr schlechte Sicht führte zum Leinenverlust worauf sich beide Taucher in einer Sackgasse des Höhlensystems wiederfanden. Nach kurzer Suche fand Taucher1 die Leine und es gelang ihm Taucher2 an die Leine zu bringen welcher bereits deutlich erschöpft wirkte. Die Situation eskalierte schließlich als sich Taucher2 in den losen Leinen verfing. Taucher1 versuchte seinen Buddy zu beruhigen, welcher bereits eingetrübt war, und begann diesen loszuschneiden. An diesem Punkt verlor Taucher2 endgültig das Bewußtsein und Taucher1 war gezwungen ihn zurück zu lassen um sich selbst zu retten.

Er begann seine Dekompression ab 130m mit verbleibenden 450 Minuten TTS. Die Sicherungstaucher begannen ihren Abstieg wie vereinbart 100 Minuten nach dem Abstieg der Tieftaucher und als diese Taucher1 in der Dekopause antrafen teilte er ihnen mit was passiert war.

Taucher1 wurde unter ihrer Aufsicht bis ins Flachwasser eskortiert. Die Nachricht über den Unfall wurde zur Oberfläche abgesetzt und von dem Landhelfer der Notruf abgesetzt. Polizei und Feuerwehr trafen noch vor dem Auftauchen des Tieftauchers ein und die Feuerwehrtaucher übernahmen die Verantwortung der Sicherungstaucher für den Rest der Dekompressionsverpflichtung.

Nach schließlich 500 Minuten Tauchzeit erschien Taucher1 gesund wieder an der Oberfläche.

Die französische Gendarmerie hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Das Onlinemagazin is.fi berichtet weitere Details über den Taucher1, Unfälle in der Vergangenheit und Reaktionen einer Bergwerkstauchbasis. Aufgrund der Persönlichkeitsrechte der Person kann das der interessierte Leser ja selbst mal in google schmeissen. Der Artikel enthält meiner Ansicht nach Spekulationen ohne gesicherte Erkenntnis. (Forenregeln).

Quellenangaben:

Originalbericht https://www.sukeltaja.fi/files/upload_pdf/100993/Kuvaus sukelluksesta Font Estramariin Ranskassa 10.6.2017.pdf

https://www.facebook.com/sami.paakkarinen/posts/10211471091485708

Weitere Infos, auch über den Taucher1: http://www.is.fi/ulkomaat/art-2000005253513.html

Dank an: https://translate.google.com

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