Als Seminar, (lat. seminarium, "Pflanzschule"), bezeichnet man
1. Lehrveranstaltungen und Lernangebote der schulischen, universitären und außerschulischen Bildung, siehe Seminar (Lehrveranstaltung)
2. eine Einrichtung, in der Lehrveranstaltungen stattfinden, siehe Seminar (Bildungseinrichtung) oder auch Musikseminar.
3. eine Ausbildungseinrichtung für Lehrkräfte, siehe Lehrerseminar
4. eine Ausbildungseinrichtung für Geistliche, siehe Priesterseminar und Predigerseminar sowie Theologisches Seminar.
Veranstaltung, in welcher sich eine kleine Gruppe intensiv, oft auch praktisch, mit einem bestimmten Thema auseinandersetzt. Lehrgänge sind moderiert, allerdings ist der Moderator den anderen Teilnehmern nicht immer fachlich voraus – oft handelt es sich um einen Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern (Arbeitstreff = Workshop). Praxisbezogene Lehrgänge gehen zum Teil auch über Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch hinaus und schaffen Neues oder geben den Teilnehmern Anregungen für weitere Entwicklungen mit.
In moderierten Workshops kommen Menschen zusammen, die gemeinsam Strategien entwickeln, Probleme lösen oder voneinander lernen wollen. Je stärker dabei Interaktionen zwischen den Teilnehmern ausgelöst werden und je weniger Vorbereitetes präsentiert wird, desto mehr neue Erkenntnisse gewinnen die Teilnehmer durch das Lernen voneinander.
Viele Lehrgänge dienen der beruflichen Weiterbildung. Bei Arbeitslosen wird der Besuch eines Lehrgangs unter bestimmten Voraussetzungen von der Bundesagentur für Arbeit bezuschusst oder die Kosten ganz übernommen. Manche Unternehmen veranstalten auch unternehmensinterne Lehrgänge, die der Schulung und Erweiterung der Fachkenntnisse ihrer Mitarbeiter dienen, oder stellen Mitarbeiter für die Teilnahme an Lehrgängen von ihrer Arbeit frei und tragen bisweilen auch die Lehrgangsgebühren.
Lehrgänge sind zeitlich begrenzt. Manchmal handelt es sich nur um ein einziges Treffen einer Gruppe. Sie werden oft im Rahmen größerer Veranstaltungen wie Messen, Tagungen oder Festivals angeboten, wo es den Teilnehmern möglich ist, sich auf sehr spezifischen Teilgebieten weiterzubilden.
Ein Beispiel stellen "Workshops" auf Jonglierconventions dar, bei denen ein Jongleur anderen Jongleuren sein Wissen und Können mitteilt und ihnen neue Tricks beibringt.
Siehe auch: Portal:Bildung und Schulwesen, Bildungsurlaub
Berufliche Weiterbildung, auch als Fortbildung bezeichnet, ist eine Form der Erwachsenenbildung, die dazu dient,die berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten und anzupassen oder zu erweitern und beruflich aufzusteigen.(§1 Berufsbildungsgesetz Abs. 4). Geänderte Fassung vom vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931). Anbieter von Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung sind öffentliche und private Träger der Erwachsenenbildung.
Der schnelle technologische Fortschritt in der Wissensgesellschaft, sowie die damit verbundene Notwendigkeit lebenslangen Lernens erfordern es, berufliche Fähigkeiten und berufliches Wissen auch nach der beruflichen Erstausbildung zu erhalten, anzupassen und zu erweitern. In einigen Berufen z.B. im Therapiebereich wird berufliche Weiterbildung als unumgänglich angesehen und die Praxiserlaubnis an eine regelmäßige Teilnahme gekoppelt. In anderen Berufen ist Weiterbildung ein Muss, um sich gegenüber Konkurrenten behaupten zu können, ebenso ist berufliche Weiterbildung für Arbeitslose oder für Frauen nach der Familienphase von Vorteil, um die Wiedereinstiegschancen in eine Berufstätigkeit zu erhöhen.
Soweit es sich nicht um von der Bundesagentur für Arbeit oder andere Kostenträger finanzierte Fortbildungs- oder Umschulungsmaßnahmen für Arbeitslose oder Rehabilitanden handelt, ist berufliche Weiterbildung eine freiwillige Anstrengung des Arbeitnehmers, für deren Kosten er selbst aufzukommen hat. Von daher ist die berufliche Weiterbildung auch zu unterscheiden von betrieblicher Weiterbildung, zum Beispiel im Rahmen von Personal-Entwicklungs-Management, wobei ein Unternehmen auf seine Kosten Mitarbeiter fortbildet bzw. fortbilden lässt. Einen Sonderfall der beruflichen Weiterbildung stellt die Umschulung in einen von der Erstausbildung unterschiedlichen Beruf dar. Eine neue Form der beruflichen Weiterbildung, die Theorie und Praxis zu verbinden sucht, ist das learning on the job, das dazu dient, einen Arbeitnehmer auf einem neuen, aber der bisherigen Tätigkeit ähnlichen Arbeitsplatz einzuarbeiten. Spezielle Formen der beruflichen Weiterbildung sind das Volontariat, Trainee und Praktikum.
Training on the job ist ebenfalls eine Form der beruflichen Weiterbildung, die auf deutsch mit "Lernen durch Tun" umschrieben wird. Sie erfolgt am jeweiligen Arbeitsplatz sowohl in der Einarbeitungsphase als auch in der Routinephase, um dann durch Einbringen weiterer und neuer Aspekte in den jeweiligen Tätigkeitsablauf die Betriebsblindheit in einem Unternehmen zu vermeiden oder rückzubilden.
Weitere Formen der beruflichen Weiterbildung sind:
* Training near the job (Fortbildungsmaßnahmen im eigenen Unternehmen, jedoch nicht am eigenen Arbeitsplatz)
* Training off the job (externe Weiterbildung)
Kurs (Lehrveranstaltung)
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Ein Kurs ist ein Sammelbegriff für Lehrveranstaltungen unterschiedlichster Formen. Er beschreibt den Weg von einem Ausgangspunkt zu einem Lernziel. Ein Kurs erlaubt es, ein Lernangebot zu einem (Dienstleistungs-) Produkt zu machen, dessen Gesamtkosten sich mehrere Teilnehmer teilen können. Darin unterscheidet er sich vom Einzelunterricht.
Von einem Kurs als ausgearbeiteter Lernweg ist seine Durchführung zu unterscheiden, also die Angebotsinformationen, wann, wo, zu welchen Kosten, mit welcher minimalen/ maximalen Teilnehmerzahl der Kurs angeboten wird.
Unter einem Kurs werden neben der klassischen Präsenzveranstaltung auch Angebote des Fernunterrichts oder des E-Learnings verstanden. Der Begriff wird darüber hinaus für Lernbeiträge in Fachzeitschriften verwendet. Umgangssprachlich wird in der Regel unter einem Kurs die Präsenzveranstaltung mit zwei Elementen gefasst: Das eigentliche Lernprodukt mit dem konkreten Durchführungsangebot.
Wichtige Informationen über die Rahmenbedingungen für einen Kurs sind Hinweise auf die persönlichen Voraussetzungen, gegebenenfalls auf formale Voraussetzungen (beispielsweise bestimmte Abschlüsse oder Besuch des Vorkurses) und auf eine gegebenenfalls besondere Methodik und Kursform. Diese Faktoren liegen der Ausgestaltung eines Curriculums stets zugrunde. Entsprechend wichtig kann ihre Erwähnung für eine qualifizierte Teilnahmeentscheidung sein.
allerdings habe ich unter Fortbilung nix gefunden, habe alternative Fortbildung genommen.
Bekomme ich jetzt Fleispunkte?
Gruß,
D3
