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Buddy-Check - Theorie und Realität

Zunächst meinen Lob an Andreas. Ich finde Du hast die Diskussion, die hier kürzlich lieft, gut aufgenommen und eine gelungene, hilfreiche Zusammenfassung verfasst. Danke dafür.

http://www.taucher.net/redaktion/71/Check_Your_Buddy__4.html

Meine Erfahrung/Behauptung auf Basis der Beobachtung mehrerer Tausend Tauchgangs-Vorbereitungen:

Bei der (deutlich) überwiegenden Anzahl von Tauchgängen (>> 95%) im Sport-/ Freizeitbereich passiert dies nicht auch nur ansatzweise. Umgekehrt erlebt man in jedem Urlaub (meist mehrfach), dass Flaschen zugedreht sind, Tanks aus der Jacket-Halterung fallen, oder ähnliche Späße.

Macht man einen Buddycheck, so wird man meist sehr ungläubig von sämtlichen anwesenden Tauchern angestaunt. Im Diver`s sind wir mal vom Staff (lobend) angesprochen worden, wir seien die ersten Taucher, die dort _jemals_ bei einem Buddycheck erwischt worden seien. Nimmt man andere zum Tauchen mit, erntet man i.d.R. völliges Unverständnis dafür, wenn man sich vorher zum Equpiment austauschen möchte. Usw.

Mich würde mal interessieren

a) wie die diesbezügliche Verteilung hier im Forum ist (Vorschlag: Online-Umfrage)

b) von denen, die keinen regelmäßigen gegenseitigen Buddy-Check (bei jedem Tauchgang) machen, warum Ihr das nicht tut. Kommt Ihr Euch dabei blöd vor, da es ja auch kein anderer tut? Haltet Ihr das für überflüssig? Sind 2 Minuten Check zu lange? Ist das nur was für "Anfänger" (z.B. OWD < 10 TG)? Habt Ihr noch nie davon gehört? Fehlt Euch jemand, der Euch sagt, dass Ihr das tun müsst? Was ist der Grund dafür?

Gut Luft
Christof
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Stephan K.PADI DM, CMAS***, SSI XR, Apnoe 1, Eistauchen
15.10.2006 15:42
Was ist ein Buddy-Check?

Das gegenseitige rumfummeln an der Ausrüstung des Anderen?
Oder auch schon die Sichtüberprüfung aus dem Augenwinkel?

Zumindest mit meinen üblichen Buddies reichen kurze Sichtprüfungen, teilweise auch schon mal ein Blick bei Ausrüstungszusammenbau. Bei "Fehlern" reicht dann ein Hinweis, bzw. dann mal eben hin und richten.

Wenn mir jemand ans Flaschenventil fasst, dann überprüfe ich das danach nochmal selber. Ich habe schon die dollsten Dinger erlebt.
15.10.2006 16:04
Gucken darf jeder, anfassen nur ausgesuchte Leute!
Hände weg von meinem Blei und von meinen Ventilen!
guntherTL***
15.10.2006 16:22
Hi,
ich bin recht gründlich, ABER wenn einer an meinen Ventilen meint drehen zu können, dann zieh ich die Flasche aus und guck selber noch mal... habe auch schon herliche Sachen erlebt.

Deshalb habe ich die Ventil voll aufgedreht, also entweder man kann beim Check nix drehen -> ok oder man dreht, dann falsch rum -> doof

Aber anosnten, lieber einmal mehr als zu wenig.

Gunther


15.10.2006 17:22
Mein Buddy darf gern schauen - aber Finger weg von meinem Equipment!!!
Meine Ausrüstung kontrollier ich selbst!
...ist ja schließlich "MEIN" Leben.


Interessant wäre noch: -wie haltet Ihr es mit dem Buddycheck beim Solotauchgang?
15.10.2006 17:24
...ach da war ja noch was!
REGEL Nr.1: Gehe nie alleine tauchen!
15.10.2006 19:12
buddycheck? IMMER!!!!,ohne ausnahme!
aber :nur kucken,nix anfassen!
AnnaFull-Trimix, Fullcave, mCCR
15.10.2006 19:40
wenn ich bei der Ausbildung helfe, gibt es immer einen Buddycheck. Ich erkläre und zeige meine Ausruestung,allerdings kein Gefummel der Schueler an meiner Ausruestung.

Wenn ich normale TG´s mache, sage ich bei fremden Buddy´s schon mal das eine oder andere. Buddycheck generell gibt es nicht. Ich werfe allerdings schon einen Blick auf die Ausruestung meines TP.

Gruesse Anna
PlattCMAS ***
15.10.2006 22:06
Wenn man häufig mit den gleinchen Buddy´s taucht, schaut man schon unbewußt zu, was der andere macht, auch ohne großes rumgefummel.



15.10.2006 22:09
Hallo Christof,

erst einmal vielen Dank für Dein Artikel, der aus einer ganzen Serie zum Thema Tauchtheorie stammt und in engem Zusammenhang mit dem Artikel zum Buddygespräch aus dem letzten Online-Magazin stammt. Für mich war der Ausgangspunkt bei beiden Artikeln, dass ich, gerade als Anfänger, praktisch keinen festen Buddy hatte, sondern sehr viele TG mit wechselnden Partnern, besonders auch im Ausland. Ich habe in der Zeit festgestellt, dass keinen Buddycheck zu machen tatsächlich einen Risikofaktor darstellen kann.

Für mich ist Dreh- und Angelpunkt bei der Planung das Vermeiden von unnötigem Risiko. Gerade bei fremden Buddys keinen Buddycheck zu machen erhöht meiner Ansicht nach das Risiko aus mehreren Gesichtspunkten:

1) Du weißt nicht, ob bei deinem Buddy alles OK ist. Daraus folgt, dass du noch stärker auf deinen Buddy achten muss, um sofort helfen zu können. Du befindest dich damit in einer kontinuierlichen latenten Stresssituation.

2) Falls es zu einem Zwischenfall mit ihm kommen sollte, ist nicht gewährleistet, das du mit seinem Equipment optimal vertraut bist.

3) Falls es zu einem Zwischenfall mit dir kommen sollte, ist nicht gewährleitet, dass er mit Deinem Equipment optimal vertraut ist.

Klar werden jetzt viele Leute sagen, dass jeder für sich allein verantwortlich ist und jemand sich auch erst einmal selber helfen können muss (z.B. das Ventil eines vereisten Automaten selber zudrehen). Zwar stimme ich letzterem zu, denke aber, dass bei konsequenter Befolgung der Eigenverantwortung das Buddysystem als solches geknickt werden kann. Dann macht man halt zu zweit Solo-TG.

Das will ich aber nicht. Wenn ich mir den Buddy sparen will, mache ich halt einen echten Solo-TG, wenn ich mit einem anderen tauche, gehe ich (auch abgesehen von rechtlichen Überlegungen) von einem echten Buddy-TG aus, das bedeutet, ich trage einen Teil seiner Verantwortung mit und er einen Teil meiner Verantwortung. Deshalb mache ich auch nicht jeden TG mit jedem Buddy. Wenn ich einen anspruchsvollen TG mache, brauche ich auch einen Buddy auf den entsprechend Verlass ist.

Wenn man aber das Buddysystem ernst nimmt (was ja jedem selber überlassen bleibt), halte ich einen Buddycheck für unerlässlich. Gerade mit meinen Stammbuddys dauert er pro Person keine halbe Minute, weil natürlich die Vertrautheit mit der Ausrüstung des anderen da ist und ich genau weiß, wo alles sitzt. Und bei TG in unserem Flachtümpel haben wir uns auch schon öfter mal nicht gecheckt (was prompt die TG waren, wo man dann vergisst den Inflator einzustöpseln). Aber der Normalfall ist ein kurzer Check.

An Ventile lange ich nicht und lasse ich, nachdem ich sie selbst gecheckt habe, auch niemand ran - außer (was ja mal vorkommen soll) man hat vergessen sie aufzumachen. In diesem Fall darf das der Checker beheben.

Auch ein Buddycheck ist keine Garantie, dass man alle möglichen Equipmentprobleme im Vorfeld erkennt. Neulich merkte ich während des Tauchgangs, dass meine Brücke gesperrt war - das fällt natürlich bei einem Check, wo die Ventile nicht angefasst werden erst einmal nicht auf
Aber ein Buddycheck kann zumindest einen Menge Risikofaktoren minimieren.

Gut Luft,

Andreas
AnnaFull-Trimix, Fullcave, mCCR
15.10.2006 22:38
@ Andreas,

ich mache etwas anspruchsvolleres TG´s eigendlich in der Regel immer mit den gleichen Leuten. Mir ist die Ausruestung dieser gut bekannt.

Wenn ich mit meinem Mann tauchen gehe, nehmen wir nacheinander die Ausruestung auf, d.h. ich sehe schon im Wesenlichen, ob alles o.k. ist. Da jeder mal ganz selten seine kleinen Schwachpunkte hat, weiss jeder auf was er bei dem andern besonders schaut.

Mit dem andern Herrn, mit dem ich regelmaessig tauchen gehe, machen wir uns in der Regel auch unmittelbar nebeneinander fertig, Ausruestung ist mir bekannt, Ventile auf- und zudrehen machen wir im allg. am Anfang des TG´s...

Einen generellen Buddycheck mache ich allerdings nicht, da ich der Meinung bin, ab gewissem Erfahrungsstand ist man fuer sich selbst verantwortlich

Mit fremden Buddy´s mache ich im allg. keine anspruchsvollen TG´s. Ausnahmen gibt und gab es wenige. Ich achte im dem Falle so und so staerker auf diesen Buddy.

Gruesse Anna

15.10.2006 23:11
Ich (CMAS*, 23TG) war im Urlaub und habe zehn Tauchgänge gemacht.

Folgendes: ich war der einzige, der seine Tauchausrüstung kontrolliert hat. Die anderen (von OWD mit 15 TG bis Master Diver mit 300 TG) haben sich nochnichtmals selbst vergewissert, dass alles i.O. ist. Das mussten die Instruktoren machen.
Aber sowas wie Finimeter auf Festhänger überprüfen war nicht drin.

Oder doch!
...
Mein Buddy hat mir immer die Jacketgurte festgezurrt und die Luftdusche meines Oktopusses bedient.

Noch extremer: eine 14-Jährige frisch brevetierte OWD lies sich die Ausrüstung von jemand Anderem zusammenbauen und hat sie auch nicht selbst überprüft. Jener musste ich den Tauchplatz "Lighthouse" buchstabieren.

Achja: ein AOWD, der gerade seinen Orientierungskurz gemacht hat, war die ganze Zeit nur am Radeln.
LinuskoelnBarakuda TL
16.10.2006 01:08
@Christof:

Wenn mich jemand fragen würde, ob ein Buddycheck generell sinnvoll und/oder ein Punkt zur Erhöhung der Sicherheit ist, würde ich ohne Überlegung aus den von Nowotaucher genannten Gründen sofort "Ja" sagen.

Aber mache ich ihn deshalb? Nein...
Der Buddycheck ist in der Praxis irgendwann (tauche meist mit den selben Leuten) von einem wirklichen "Check" auf die Frage "Alles fertig?" und "Jau!" geschrumpft.
Ergebnis: Auf der vorletzten Safari hat Buddy einmal das Blei vergessen.
Mir selbst fiel ein anderes Mal, nach 10 Minuten Zodiakfahrt am Tauchplatz angekommen, dann doch auf, dass meine Maske noch sicher und friedlich an Bord ruhte (wieder 10 Minuten zurück, Maske holen, dann wieder 10 Minuten unter blöden Kommentaren zum Tauchplatz....)
Auf der letzten Tour hat eine erfahrene, namentlich jetzt nicht genannte Mitreisende mit zugedrehter Flasche am Ankerseil gehangen - und wenn ich jetzt lang genug nachdenken würde, fallen mir sicher noch mehr Sachen ein....

In der Konsequenz waren die Beispiele alle nicht dramatisch und sorgten eher für Lacher. Aber unter anderen Umständen (z.B. überbleiter Anfänger mit zugedrehter Flasche) oder wenn weitere Punkte dazukommen, könnte das auch mal anders aussehen - und sicher hätte man alles vermeiden können, wenn man sich nur 2 Minuten mehr Zeit genommen hätte.

Fazit: Ich finde einen Buddycheck sinnvoll. Ich mache ihn aber trotzdem nicht. Und ich kann jetzt, wo ich mal drüber nachdenke, leider keinen logischen Grund nennen, warum nicht

Linus

Mytilus23TL CMAS
16.10.2006 08:27
Interessantes Thema! Nun auch meine Einstellung dazu:
Meine eigene Ausrüstung fummelt mir niemand an! Ob das Ventil geöffnet ist, zeigt mir der Blick aufs Fini nach 3 x Atmen an Land/an Bord. Gegen rausrutschende Flaschen gibts ein Wundermittel: Flaschengurt von AP Valves, den macht man nicht vorher nass und der hält. Vergessenes lässt sich vermeiden, wenn man alles in einer Kiste hat und noch mal reinguckt, ob sie leer ist. Das Zusammenbauen sollte eigentlich nach jedem Arbeitsschritt die innere Vergewisserung darstellen, ob man das richtig gemacht hat.

Für die Ausrüstung meiner Buddies interessiere ich mich, wenn ich daran Besonderes wie Knöpfe am HUB entdecke, gucke ggf. auch, wie Bleitaschen abgeworfen werden. Ab einer gewissen Menge TG sollte man sich Eigenkompetenz angewöhnen.

Bei Ausbildung und Tauchen mit Anfängern halte ich diese an, sich schnell mal untereinander zu checken, dabei aber nicht am Ventilrad herumzudrehen. Beim Tauchen vom Boot aus, falls ich für eine Gruppe verantwortlich bin, gibts vor dem Sprung nochmal an alle die Erinnerung zu Luft im Jacket.

@ rotakiwi

Was du da erlebt hast, ist leider weitverbreitete traurige Wahrheit. Die 14-jährige, die sicherlich seit 4 Jahren Englischunterricht hat, verursacht bei mir heftiges Kopfschütteln. Wer seine Ausrüstung nicht allein zusammenbauen und checken kann, hat kein Brevet verdient. Oder war sie etwas frühreif und der Instructor hat ihr auch noch beim Anzug geholfen?

Und das ständig zu beobachtende Radfahren ist Folge von Schnellausbildungen und Ignoranz der Ausbilder/später Guides, hier nicht korrigierend tätig zu werden. Manche von ihnen können es selbst nicht, wie z. B. mal in Hemmoor beobachtet: Instructor vorneweg, 5 Schäfchen hinterher, die nur an der Zahl der Blasenschwalle zählbar waren, weil sie von ihm in eine riesige Staubwolke gehüllt wurden.

Zurück zum Thema: Was ich auch absolut sinnlos finde, ist das endlose Palaver zwischen Guide und Rudel im Wasser, oft dauert es 5 Minuten, bis die endlich abtauchen. Briefings macht man vorher an Land.
DorisMittelschule (damals)
16.10.2006 09:17
Danke Linus, dass Du keine Namen nennst.

Ich halte den Buddycheck theoretisch auch für sinnvoll, mache ihn aber ebenfalls nur bei Anfängern.
Meine Klamotten checke ich i.d.R., lasse mich aber dabei auch gerne mal ablenken und vergesse so das Eine oder Andere.
Das ist aber meiner ketzerischen Meinung nach gar nicht so schlimm, dient es doch dazu, das Kriesenmanagement zu verbessern.
hketTL CMAS
16.10.2006 09:21
Meine Ausrüstung checke ich selbst. Luftversorgung wird penibel vor dem Sprung aus dem Zodiak / von der Plattform überprüft - bei dem permanenten Gefummel auf en Safaribooten trau ich keinem Automaten / Fini, der beim Anatmen nicht genau macht, was ich erwarte.
Viele Ausstiege bei Strömung oder Wellengang, wo nach dem Ausstieg sofort auf 5-10m getaucht wird, erfordern Sicherheit in der Ausrüstung.

Buddycheck jedoch soweit, daß ich wissen will, ob und wie mir mein Buddy Luft geben kann, ob er seine Ausrüstung alleine erreicht etc.
z.B. kommen viele Taucher nicht ohne Hilfe an den Inhalt Ihrer Jackettaschen - Backuplampe, Boje ...
Die ganze Prozedur natürlich auch umgekehrt.
Meinen Hauptregler am längeren gelben Schlauch kann ich schnell herausgeben, mein Oktopus hängt eng unterm Kinn.
Zum Thema Blei gibts auch genug zu sagen - manche sichern inzwischen doppelt und dreifach.
Ein Buddy kann seine Bleitaschen leicht aus dem Jacket ziehen, diese sind aber dann mit einer Schnur gesichert - Klettverschluß öffnen und nur das Blei entschwindet. Wenn mans weiss...

Helmut

16.10.2006 10:00
Ganz einfach: Da ich im Verein mit einer Art "hartem Kern" tauche, beschränkt sich die Zahl der möglichen Tauchpartner auf etwa 10-15 Leute. Deren Ausrüstung und Ausbildungsstand kennt man, es ist genug Vertrauen da und es gibt auch keine Bootstauchgänge, Strömung o.ä.(Bodensee) Das jemand mangels Buddy-Check irgendwas "Wichtiges" vergessen hat, hab ich eigentlich noch nie erlebt. Wer seinen Trocki-Inflator nicht anschließt, merkt dies i.d.R sehr schnell im Wasser. Denn dort prüft man vor dem Abtauchen nochmal selbst alles durch. Wenn eine Lampe mangels Laden ausfällt - wen juckts. Der Erfahrene Bodenseetaucher bleibt dann halt schön beim Buddy in der Nähe und gut is. Andere Leute würden da schon fast Panik kriegen.
Ich vergesse schon ab und zu, die Flasche aufzudrehen. Aber entweder fällt mir das ein, wenn ich das Ding gerade auf den Rücken gewuchtet habe oder auf dem Weg zum Wasser...
In Ägypten vor einem Jahr war das anders. Zum ersten Mal seit langem einen fremden Tauchpartner, zum Ersten Mal vom Zodiac ins Wasser hüpfen... Da hab ich das Erste Mal seit langem wieder `ne Ausrüstung vom Anderen gecheckt und durch Gespräche versucht herauszufinden, wie er taucht/drauf ist. Schon beim Ersten TG war dann klar, dass ich ihm vertruan konnte, und dann war gut.
Fazit: Buddycheck halte ich nur für notwendig bei fremden Leuten. Und dann auch unter Wasser beim 1.TG den anderen stets (mißtrauisch) im Auge behalten. Klar, das macht beim 1.TG Streß, aber lieber den, als dann völlig überraschend eine Paniksituation und alles gerät aus den Fugen. Wenn man sieht, wie der andere sich verhält, kann man beim Nächsten Mal ggf. wesentlich entspannter unterwegs sein. Bei erfahrenen Tauchern, im immer gleichen Gewässer usw. stimme ich den Vorrednern zu: jeder ist für seine Ventile/Automaten etc. selbst verantwortlich und sollte das i.d.R. auch ohne Hilfe des Buddy hinkriegen.

Gruß Schnecke
16.10.2006 10:31
Also ich persönlich halte den Buddy-Check für wichtig und mache ihn auch ohne Ausnahme. Vor allem wenn ich weiß ich habe unerfahrene Buddies dabei. Es dauert nicht lange, kann aber die Sicherheit erhöhen.

Durch Check vermeidbar, aber schon erlebt:
- Blei vergessen
- Flasche nicht aufgedreht
- Trockischlauch vergessen anzustöpseln
- Flaschengurt nicht zugemacht
- uvm.

Ob an irgendwelchen Ventilen rumgeschraubt wird oder nicht, darüber kann man sich ja im Vorfeld einig werden. Allerdings nehme ich keinen Buddy ungecheckt mit ins Wasser.
Bei mir gut bekannten Buddies kann man den Check auch sehr kurz machen.

Alles was mit Luft zu tun hat mach ich natürlich selbst - ich atme beim Check aus dem Automaten - an der Luftdusche meiner Automaten hat der Buddy nix rumzudrücken (kann dann im kalten Gewässer auch leichter zum abblasen neigen!).
16.10.2006 11:23
Ich tauche mit meinem Buddy seid 1989 zusammen, allerdings auch schon mal mit anderen. Bei meinem Buddy und mir hat es sich irgendwann einfach eingestellt den Buddycheck durchzuführen. Dann aber auf Reisen passierte es, das mein Buddy auf über 30 m keine Luft mehr bekam. Nach kurzem überlegen war das Problem gelöst. Sie hatte ihre Ausrüstung selbst kontrolliert und alles war in Ordnung. Jedoch bei dem Gang zur Plattform war einer der Guides so nett ihr die Flasche zu zudrehen, da er dachte sie sei verschlossen und öfnete sie dann um 1/4 Umdrehung. Auf über 30 m reicht der Luftdurchlauf nicht mehr aus. Glaubt es oder nicht, seid dem kontrollieren wir wieder gegenseitig, damit keiner ohne uns zu informieren wieder etwas macht - und das unmittelbar vor dem Sprung. Es war zwar keine gefährliche Situation, aber eine blöde! Wir begutachten aber eher, anstatt alles anzufassen. Bis auf das ventil - meine hand ist als letzte daran! Basta! Mit der Ausrüstung giebt es keine Probleme, da wir identische Equipment haben. Tauche ich mit andren, so sehe ich bereits bei der Montage zu, gerade wenn es HUB oder ähnliche sind. Allerdings habe ich auch schon erlebt das Guides Kleinigkeiten wie Maske und /oder Flossen vergessen etc. Ich denke davon hat jeder genug an Stories in Peto.
Generell ist ein Check sinnvoll - aber letzte Hand lege ich an.
Das dazu. In diesem Sinne
have fun

As allways
your Bounty
16.10.2006 11:59
@Bounty
Ohne groß zu meutern:
Was heißt eigentlich "As allways" auf deutsch?

(Den restlichen englischen Rotz konnte ich mit meinem Schulenglisch ja übersetzen. Soll ich mal russisch? Für eine Abschiedsformel reicht`s sogar noch...)
16.10.2006 12:14
@ D32:"Ob das Ventil geöffnet ist, zeigt mir der Blick aufs Fini nach 3 x Atmen an Land/an Bord"

Genauso, da muss also keiner am Ventil rumfummeln. Ich verstehe das ganze Gedöns nicht. Ein Buddy-Check dient der Sicherheit, warum gibt es da blöde Diskussionen ? Mag da so einer nicht "gecheckt" werden, weil er meint, ein Profi zu sein ? Oder aus Angst, seine Fehler könnten offenbart werden ? (Geht natürlich auch in der weiblichen Form). Es ist wie beim Sicherheitsgurt im Auto. Gurtmuffel finden da ja immer ein Argument. Wenn aber das Gehirn eines Gurtmuffels erst an der Windschutzscheibe rumsabbert, ist es zu spät. Habe schon einige Geschichten mitbekommen, die durch einen einfachen Check vorher aufgefallen wären. Was soll das ? Gibt nur Stress und kann unter Umständen zu einem Tauchunfall führen.

Daher: Einfach machen !!!!!!!!!

Kai-Hude aus Buxtetrude

16.10.2006 12:19
@emoticonator
Interessiert mich nicht die Bohne .....
16.10.2006 12:29
@bounty
Dachte ich mir schon, daß da nur heiße Luft dahintersteckt.
Wie auch immer, viel Glück auf allen Wegen, oder so.
С уважением!
16.10.2006 12:37
Ach, als Hilfe für die kleine schlecht englisch verstehende Minderheit in diesem old Country:
Buddy - Tauchpartner
Buddycheck - Tauchpartnerüberprüfung
Guide - Führer
Equipment - Ausrüstung
Stories - Geschichten
in Peto - ? (weiß nicht genau, wo Peto liegt...)
Check - Kontrolle
have fun - sinngemäß "gehabt euch wohl"
As allways - Interessiert mich nicht die Bohne
your Bounty - Euer Bauntie

С уважением!
16.10.2006 12:37
@emoticonator
du hast mich falsch verstanden! Was es heißt, dass weiß ich sehr sicher!
DEIN Kommentar interessiert mich aber echt nicht die Bohne! Ich denke, jetzt wirst sogar du es verstehen!
16.10.2006 12:42
@Bauntie
Daß *DU* es weißt, selbst wenn es an dem wäre, was ja nicht checkbar ist, interessiert nun wiederum *mich* nicht die Bohne.
С уважением!
Бутылка
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