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Bandscheibenvorfall Tauchen

Hallo,
Ich fliege am Freitag für 3 Wochen nach Bali in den Tauchurlaub. Leider habe ich mir vor 10 Tagen einen leichten Bandscheibenvorfall zugezogen. Ich habe keine Ausfallerscheinungen oder Lähmungen und vom Arzt ein positives Signal für den Flug bekommen. Es besteht lediglich ein leichtes Ziehen in der rechten Popacke bis zum Knie aussen entlang. Aber ich laufe und sitze und kann mich normal bewegen. Jetzt hat mir ein Arzt letze Woche eine Horrornachricht gegeben. Ich hätte absolutes Tauchverbot, da der Stickstoff beim Auftauchen die Bandscheibe zum Platzen bringen könnte. 
Was ist an dieser Behauptung dran ?
Hat da jemand schon Erfahrungen gesammelt oder von so etwas gehört ?

Viele Grüße,
Buddy Olli
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Stephan K.PADI DM, CMAS***, SSI XR, Apnoe 1, Eistauchen
28.12.2011 10:49
Ein Bandscheibenvorfall bedeutet, dass sich die Bandscheibe (der Knorpel) verformt hat und nun auf die Nerven drückt.
Das da Stickstoff die Bandscheibe zum platzen bringt wäre mir neu, aber ich bin auch kein Arzt.

Dennoch ist zumindest die zusätzliche Belastung mit dem ganzen Tauchgerödel nicht gut für die Bandscheibe. Solltest du tauchen gehen, dann achte unbedingt auf rückenschonende Bewegungen, heben usw.
EXIL - VFLerGUE Tech 1 / Cave 1
28.12.2011 10:54
Hi Olli,

ich selbst habe einen Bandscheibenvorfall L5S1 links und tauche damit ohne Probleme. Unter Wasser ist die mechanische Belastung ohnehin kein Thema und auch an Land lege ich ein paar Minuten mit schwerem Doppelgerät problemlos zurück, sofern ich auf die richtige Haltung achte. Allerdings liegt meine Diagnose bereits 13 Monate zurück und nach 20 Stunden Phytotherapie sowie fast täglichem Training bin ich im Alltag völlig schmerzfrei. Bis zu diesem Zustand hast du vermutlich noch ein paar Monat Arbeit vor dir. Damals war ich jedoch 3 Wochen nach der Diagnose auf einer Safari und habe (sehr zum Leidwesen der Crew) das Tauchgerät auch direkt am Boot immer im Wasser abgelegt und der Besatzung angereicht. Den gesamten Urlaub über hatte ich keine Probleme. Ich denke, wenn die Möglichkeit besteht, dir beim Ein- und Ausstieg rückenschonend helfen zu lassen, spricht nichts dagegen. Achte drauf, keinen Bleigurt zu verwenden. Soll es ja noch geben.

Wenn dein Profil Stickstoffblasen produziert, die ein Platzen der Bandscheibe verursachen, hast du vermutlich eine ganze Reihe anderer andere Probleme.
28.12.2011 10:57
Hi, danke für deine Antwort.
Selbstverstandlich werde ich langsam machen. Ich werde auch erst vor Ort entscheiden, ob ich es wage.
Ich denke ich werde auch erstmal nur flache 10 m TG machen. Wenn überhaupt.
Ich fand nur diese Horrorbehauptung sehr beunruhigend.
Buddy Olli
ag2908PADI Staff Instr.
28.12.2011 11:37
Ich denke dass es für dich schon feststand, dass du du tauchen wirst noch bevor du hier diese Frage gestellt hast.
Eigentlich weisst du auch dass es eine absolute Dummheit ist und suchst hier eben einige positive Antworten heraus um dir ein besseres Gefühl vermitteln zu lassen.
Ich weiss aus eigener Erfahrung wie es ist aufs Tauchen verzichten zu müssen. Vor Jahren hatte ich einen Tauchurlaub 3 Wochen mit Non Limittauchen auf Cebu gebucht und an dem 4 Tag hatte ich meinen letzten TG weil ich eine Ohrenentzündung nicht in den Griff bekam.
Es tut weh nicht ins Wasser zu dürfen, aber soviel Hirn sollte vorhanden sein, dass man seine Gesundheit nicht riskiert
Und ausserdem, Schnorcheln kann genau so schön sein wie das Tauchen

Grüsse aus Dahab
EXIL - VFLerGUE Tech 1 / Cave 1
28.12.2011 11:50
ag,

deine psychologischen Erklärungsversuche in allen Ehren: Das Tauchen selbst kann durch die Schwerelosigkeit sogar gut bei Rückenleiden sein. Mir ging es nach der Woche Safari jedenfalls deutlich besser als vorher. Problematisch ist das Davor und Danach. hier kann und muss man sich helfen lassen. Ich kenne viele Leute, die mit Rückenproblemen unterschiedlicher Art Tauchen waren und keinem hat es geschadet.
ag2908PADI Staff Instr.
28.12.2011 12:20
@Exil-VFLer
Ich sagte ja schon, dass jemand der ein Tauchverbot des Artztes ingoriert und eigentlich nur psyologische Unterstützung sucht, hier richtig ist.
Ich kenne durchaus auch Leute die beim Tauchen Rückenschmerzen bekommen, auch nachdem ihnen das Equipment ins Wasser getragen wurde.
Auf die Frage in wie weit sich der Buddy auf einen Tauchpartner mit Bandscheibenvorfall verlassen kann, will ich an dieser Stelle lieber verzichten.
Jeder Anfänger lernt, dass nur getaucht wird wenn man gesund ist. Leider kapiert das scheinbar nicht jeder


Grüsse aus Dahab
28.12.2011 12:24
Hi,
es steht für mich nix fest. Ich will nur wissen, ob jemand schonmal was von der Bandscheibe in Zusammenhang mit Stickstoff gibt.
Ich bin mir bewusst,dass es ein Risiko gibt. Klar, das Tauchen an sich ist bestimmt rückenschonend. Aber vorher Anzug anziehen, Geräte tragen, Flaschen anziehen, etc. das hat alles sein Gewicht.
Ich werde nur tauchen, wenn es sichergestellt ist, dass ich Hilfe der crew beim anziehen, ein- und ausstiegen bekommen kann. Wenn das nicht klappt oder ich für die crew,meinen Buddy oder andere eine zu hohe Belastung bin, werde ich es sein lassen und nur schnorcheln.
Es geht nur darum zu erfahren, was es sich mit Stickstoff und der Bandscheibe auf sich hat oder ob der Arzt einfach mal bischen übertrieben hat. Ein zweiter Arzt hat das übrigens nicht bestätigt....Daher ja auch meine Andeutung erstmal nur flache TG mitzumachen.
Keine Sorge, ich werde nix übers Knie brechen.

Olli
28.12.2011 12:47
Ich bin sicher kein Arzt, daher ist das nur meine persönliche Meinung.

Die mechanische Belastung ist sicher kein Thema, denn du kannst dein Jacket immer vom Boot ins Wasser scheissen und gemütlich erst dort anziehen.

Bali ist bekannt dafür, daß es sehr viele helfende Hände gibt, manche böse Zungen behaupten, daß man dort ausser Tauchen nichts machen muß. So habe ich das sogar schon selbst erlebt. Ich wurde schon blöd angeschaut, weil ich meinen Atemregler selbst montiert habe, egtragen habe ich nie etwas.

Zur Bandscheibe.......
..... das ist doch so ein elastisches Ding, daß sehr flexibel irgendwo im Rückgrat sitzt.
Ich könnte mir schon vorstellen, daß das Ding gut durchblutet ist und daher viel Stickstoff aufnehmen kann. Wenn es aber schnell viel aufnimmt, müsste es umgekehrt auch schnell viel abgeben. Vielleicht wäre da ja anstatt 3 Minuten auf 5 Meter ein sicherer Sicherheitsstopp von 10 Minuten auf 5 Meter helfen.

Die andere Sache ist, warum fragst du deinen Arzt, wenn du ihm nicht glaubst? Bali hat auch eine nette Infrastruktur

Ruf doch mal bei einem GTÜM Arzt an.........

Die "Taucherflöhe" sind, so viel ich weiß, auch geplatzte Zellen, halt nicht in der Bandscheibe.
28.12.2011 13:04
@schwob
habe auch schon eine mail / Anfrage an nen GTÜM Doc gestellt. Leider erreich ich da heute keinen.
Kann sein, dass die "zwischen den Jahren" frei haben.
Aber ich such nochmal nach nem anderen.

Olli
28.12.2011 13:56
Hallo,

bei einem Bandscheibenvorfall, der ohne neurologische Ausfälle ist, bestehen keine Einwände gegen eine TT. Bei falschen Bewegungen kann es nur Schmerzen geben bzw. die Sache verschlimmern, was aber unabhängig vom Tauchen auch passieren kann.
Die Erklärung wie der Stickstoff die Bandscheibe zum Platzen bringt, hätte ich gerne von dem Kollegen!!

Glückauf
ag2908PADI Staff Instr.
28.12.2011 14:00
@Buddy Olli
Es kann sein, dass es um diese Zeit schwierig ist jemanden zu erreichen, aber es ist auf jeden Fall der richtige Weg.
Eine andere Möglichkeit ist auch Mal bei Dan oder Aqua Med anzufragen

Grüsse aus Dahab
C_aus_GPADI Bubblemaker i.A
28.12.2011 14:04
Ich hatte 2004 einen BSV L5S1 (scheint der Standart zu sein) , Tauchen ist super, allerdings solltest Du darauf achten ein gutes Jacket zu benutzen ,und noch ein kleiner Tip:
Bewege Dich in Deinem Rahmen....Die Aussenseiten Deiner Füsse geben de n Rahmen vor. Lass Dich zwischen den Tg im Pool auf dem Rücken treiben und bewege dich locker wenn Du schmerzfrei bist.....
EXIL - VFLerGUE Tech 1 / Cave 1
28.12.2011 14:21
ag: Deine angedeutete Behauptung, ein Buddy mit Bandscheibenvorfall sei ein Sicherheitsrisiko, ist völlig entbehrlich. Nach meiner Beobachtung sind 80-90% aller Buddys ein Sicherheitsrisiko. Auf meinen Einzelfall bezogen - denn schließlich antwortest du direkt auf meinen Beitrag: Ich mache 6-7 mal pro Woche die unterschiedlichsten Sportarten und bin körperlich mit Sicherheit in einem besseren Zustand, als 98% aller Taucher ohne Bandscheibenvorfall.
28.12.2011 15:30
@ Buddy-Olli: Ich muss dir leider widersprechen.
"Ich habe keine Ausfallerscheinungen oder Lähmungen... Es besteht lediglich ein leichtes Ziehen in der rechten Popacke bis zum Knie aussen entlang." Das sind Ausfallerscheinungen, nämlich Dysästhesien.
Generell sollte man dem Rücken dann schwerere Belastungen, wie das Tragen von Tauchgerät am Land, zumuten, wenn die Sache stabil ist. Das dauert so ca. 2-3 Monate bei konservativem und ca. 6 Monate nach operativem Vorgehen... Also nach drei Wochen ist da noch nicht viel stabil. Aber man kann sein Gerödel ja auch im Wasser anlegen.
Das Stickstoff-Argument ist meiner Meinung nach (bin selber Arzt) Quatsch. Es bildet sich ja kein Kompartment, dass einen Überdruck enthielte.
Ich habe vor einem Jahr in der selben Situation auf meinen Tauchurlaub verzichtet - aber in erster Linie wegen der Befürchtung, dass es am A---h der Welt schlimmer wird und ich mit motorischen Ausfällen u.U. 12 Std. Flug bis zu einer Klinik meiner Wahl habe.

Besten Gruß und alles Gute für den Urlaub!
boesewichtProTEC PL5, SSI AOWI
29.12.2011 06:49
Man sollte hier nicht den Unterschied vergessen zwischen schon länger bestehendem Bandscheibenvorfall mancher Antworter und dem "akuten" und frischen Bandscheibenvorfall des Threadstarters ...

Heute - nach entspr. Rückenschule und entspr. Muskelstärkung tauche ich mit Bandscheibenvorfällen auch ohne Probleme und schleppe da auch mein Geraffel ...

Damals mit akut frischem Banscheibenvorfall hätte ich jedoch durch das Tauchen und die Belastung mit der Ausrüstung vor Schmerz jede Rehling durchbeissen können ...

Mit akutem Bandscheibenvorfall sollte man einige Dinge nicht machen ...
struppirennfahrerPADI Instructor
29.12.2011 12:47
"absolutes Tauchverbot, da der Stickstoff beim Auftauchen die Bandscheibe zum Platzen bringen könnte"

diese Aussage des Arzts ist für mich nicht nachvollziehbar,

tauche auch nach einem BSV ohne jegliche Probleme

Bin selbst kein Arzt, aber soviel weiß ich: ein BSV ist ein Aufplatzen des äußeren Faserringes der Bandscheibe, so dass ein Teil des inneren viskosen Kerns austritt. Die Bandscheibe selbst ist nicht an den Blut- und Nährstoffkreislauf angeschlossen. Wie also kann überschüssiger Stickstoff dann einen Bandscheibe zum Platzen bringen.

Meine Empfehlung: einen zweiten Arzt befragen

gruß und gute Besserung
ramklovApnoeTL, TL**
29.12.2011 14:50
"absolutes Tauchverbot, da der Stickstoff beim Auftauchen die Bandscheibe zum Platzen bringen könnte" klingt wie "Der Mensch kann nicht tauchen, weil das Trommelfell dem Wasserdruck nicht stand hält."

Sollte die Aussage des Arztes nicht völlig verzerrt wieder gegeben worden sein, unbedingt Arzt wechseln. Kompetenz und Doktorhut sind zwei verschiedene Dinge, die nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben.

gruß ramklov
29.12.2011 15:54
Hi,
habe folgendes von einem GTÜM Doc als Antwort erhalten:


--------------------Start-------------------------



Der Arzt mit der Horrornachricht hat Recht: Es besteht absolutes Tauchverbot – allerdings das die Bandscheibe platzt ist nun der größte Unsinn, den ich jemals gehört habe!!!!!!! (ich muß mich noch vom Lachen etwas einkriegen!!!)



So, jetzt geht es weiter.



Tauchverbot besteht deshalb, weil das ziehen was du beschreibst durch den Bandscheibenvorfall ausgelöst wird. Es werden also gerade die zuständigen Nerven etwas gereizt/gequetscht.

Deine Symptome können deshalb leicht mit einer Dekompressionssymptomatik verwechselt werden, bzw. verschleiern diese Symptome im Ernstfall. Außerdem ist das Gewicht der Flasche im Moment alles andere als förderlich – ja sogar definitiv verboten. Die Symptomatik kann sich ja auch noch verschlechtern.



Deshalb besteht bis zur vollständigen Symptomfreiheit und entsprechender Kontrolluntersuchung Tauchverbot.



Wenn du danach wieder weitermachst, solltest du vorher eine Rückenschule besuchen, weil wer einmal einen Bandscheibenvorfall hatte bekommt leichter (im Vergleich zu denen die noch kleinen BV hatten) wieder einen Vorfall.



-------------------------STOP--------------------



Ich denke auch, das der Arzt da ein wenig übertrieben hat oder er mir Angst einflössen wollte. Vielleicht glaubte er mir auch nicht, dass ich langsam machen werde und auch nur schnorcheln gehe.
Ich habe fast keine Schmerzen , nur ein leichtes "Zwicken".
Wenn das weiter stabil bleibt oder sich weiter verbessert, werde ich vielleicht in der zweiten Urlaubshälfte mal einen flachen TG testen.
Aber nur, wenn ich für andere keine Belastung bin.
Ich werde es sehen..

Morgen gehts los. Hauptsache erstmal raus hier...


Vielen Dank für eure zahlreichen Meinungen.
Ich lass euch wissen, wie es gelaufen ist.

So, ich tauch dann mal ab ....


Buddy Olli
struppirennfahrerPADI Instructor
29.12.2011 18:28
"Deine Symptome können deshalb leicht mit einer Dekompressionssymptomatik verwechselt werden, bzw. verschleiern diese Symptome im Ernstfall"

Da ist der Arzt allerdings meiner Meinung nach übervorsichtig.

Kann mir kaum vorstellen, dass du einen Dekounfall hast und dann nur das BSV-Ziehen genau in der selben Intensität wie zuvor und sonst keinerlei Symptome hast.

Mit dem Gewicht der Flasche wäre ich allerdings sehr vorsichtig, wofür gibt`s einen Buddy?

schönen Urlaub!
30.12.2011 01:28
Habe dieses Jahr einen Dekompressionsunfall miterlebt. Der Betroffene hat versichert, dass es die Bandscheibe sei und dass er das schon hatte. Daraufhin wurde die Rettungskette storniert (Schnellboot). Es ging ihm nach etwa einer halben Stunde auch wieder gut.

In der Nacht musste er aber in die Druckkammer und hatte mehrere Behandlungen machen müssen. Wie es ihm jetzt geht weiß ich nicht genau.

Ich will jetzt nicht schwarz malen. Einen Bandscheibenvorfall habe ich auch und bin damit auch getaucht, als es noch leicht akut war. Bei ihm war aber das Besondere, dass beide Beine Lähmungserscheinungen hatte (kann das eine Bandscheibe überhaupt bewirken?). Und das noch während des Tauchens (5 m Tiefe, der Buddy hat ihn hochgebracht). Insoweit hätte man die Bandscheibe ausschließen können. Im nachhinein ist man aber immer schlauer.

Meine Quintessenz aus diesem Vorfall war: Alle Probleme, die nach dem Tauchen auftreten, sind erst mal ein Dekompressionsunfall. Jedenfalls so lange, bis das Gegenteil bewiesen ist.


Gruß Arthur
crazy_Divers_GermanyIntensivstation
31.12.2011 11:57
Beim Lesen schwillt mir doch echt der Kamm sorry heut ist zwar Silvester aber
du erhälst von einem Facharzt für Überdruckmedizin eine sicher halbwegs, (da per Ferndiagnose) fundierte Meinung, hast von deinem ebenfalls dich behandelnden Arzt die Empfehlnug auf Tauchen zu verzichten scheisst darauf und hoffst hier auf Hilfestellungen die deine Borniertheit unterstützt?
Zum allg. Verständnis bitte ich doch mal Kenntnis v.u.s Link zum nehmen
( http://www.alpha-spine.de/index.php?id=23)
da es scheinbar nicht allen klar ist
Im 2 ten Link noch einmal ein anderes Schaubild um es noch besser für den Laien erkennbar zu machen
http://www.neuro-bodensee.de/bsbuchganz.html
incl L 5 S 1 Bild mit der entsprechenden Nervenbeteiligung bei der Reizleitungsstörung

@ Struppi es war die 2!! Meinung lies bitte den Eingangspost noch einmal
@ AG 2908
Dein Zitat"Jeder Anfänger lernt, dass nur getaucht wird wenn man gesund ist. Leider kapiert das scheinbar nicht jeder"
Meister,du hast schon eine neue Hüfte also bist du auch nicht mehr gesund!


Da geh ich lieber allein in den See, da sit mir doch gleich viel wohler ( meine subjektive Meinung-andere könne es anders halten)

wr sich am rauhen Ton gesört fühlt hat halt Pech oder kann mal 14 Tage auf einer Querschnittstation arbeiten, danach ist man um den fitten Rücken froh
in dem Sinne guten Rutsch und schöne Schenkelhalsfraktur
boesewichtProTEC PL5, SSI AOWI
03.01.2012 02:49
@Arthur

"Bei ihm war aber das Besondere, dass beide Beine Lähmungserscheinungen hatte (kann das eine Bandscheibe überhaupt bewirken?). "

Ja - kann sogar sehr schnell gehen

Ich hatte damals zb. bei meinem ersten Bandscheibenvorfall (L4/5) Nachts beim Schlafen gehen erst mal nur deftigste Rückenschmerzen und morgends beim Erwachen dann eine komplette Lähmung ab Hüfte abwärts, welche sich einige Zeit hielt ...
Daher kann ich jedem nur raten, Probleme mit den Bandscheiben nicht so sehr auf die leichte Schulter zu nehmen.
03.01.2012 23:07
@boesewicht

Wieder was dazu gelernt.

Der Vorfall wurde natürlich noch Tage später bei den Tauchausfahrten diskutiert. Einmal war sogar ein Arzt dabei. Der meinte, das könnte kein Bandscheibenvorfall gewesen sein, weil beide Extremitäten betroffen waren. Das klingt zumindest plausibler, als die Sache mit den platzenden Bandscheiben.

Ich will jetzt nicht darauf eingehen, wie tief seine beiden Tauchgänge an dem Tag waren, wie erfahren er war, welche Ausrüstung er hatte etc. Das würde nur diese stereotypen Diskussionen auslösen, wie sie im Unfallforum stattfinden. Außerdem kenne ich nicht wirklich alle Einzelheiten, obwohl ich dabei war. Gut möglich, dass er einen Bandscheibenvorfall hatte und vorsorglich in die Druckkammer geschickt wurde. Ich weiß nicht, wie es ausgegangen ist.

Eins ist aber klar:

Wenn man nach dem Tauchen mit einem akuten Bandscheibenvorfall gleiche oder andere Schmerzen hat, kann man nicht zu 100% sicher sein, ob es der Vorfall oder ein Dekounfall ist. Außer man weiß, was für einen Tauchgang man gemacht hat. Bei der Kommerzialisierung des „Tauchsports“ ist das nicht immer selbstverständlich.

Gruß Arthur
boesewichtProTEC PL5, SSI AOWI
09.01.2012 22:25
Problem bei den meisten Bandscheibenvorfällen ist halt, das der Schmerz ausstrahlt und daher oftmal nicht schnell genug bestimmt werden kann, worum es sich in Wirklichkeit handelt, viele sich auch für `zu jung` halten um damit Probleme haben zu können ...

Bei meiner damaligen Reha war aber zb. die jüngste Patientin mit Bandscheibenvorfall gerade mal 11 Jahre alt ...
Antwort