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27.06.2018 00:33
Leider keine Informationen dazu, wie tief das Wrack liegt und ob es in Zukunft auch für Tauchgänge interessant sein könnte.

Da es beim Verlegen eines Hochspannungskabels zwischen Belgien und UK gefunden wurde, sollte es eigentlich auf weniger als 40 meter Tiefe liegen (da die Nordsee zwischen Belgien und UK fast überall nur zwischen 30 und 40 meter tief ist...). Da es - laut Kommentaren im ersten Link - im belgischen Teil der Nordsee liegen soll, dürfte es recht gut erreichbar sein... fragt sich nur, ob die Gegend grundsätzlich betaucht werden kann und darf (Schiffsrouten, Strömungen und co.).

In jedem Fall spannend - würde mich freuen, wenn wir damit eine interessante neue Tauchlocation erschließen könnten...
mario-diverRD,EAN<40,Deep, SRD, UW/Schiffsarchäologie I (VDST),
27.06.2018 09:44
Yepp, direktamente neben nem unterseeischen Hochspannungskabel; kann man sich dann einklinken, um nicht von der Strömung verblasen zu werden...tumble
27.06.2018 21:43
Joa, das ist auch eher problematisch... also nicht, weil da ernsthaft etwas passieren könnte (so ein Unterseekabel ist recht groß und robust gebaut und nicht wirklich eine Gefahr für Taucher oder gefährdet durch Taucher...), sondern wegen der typischen Angst vor Terrorismus und co.

Schade eigentlich... aber mal schauen, vielleicht wird es Sondergenehmigungen geben...
28.06.2018 09:18
"sondern wegen der typischen Angst vor Terrorismus und co."

Was ist das denn für ein zusammenhangloses Zeug? headscratch


Horace PinkerKlassenbester
28.06.2018 12:30
Das frag ich mich auch gerade...
1. Ist es ja nun kein Geheimnis, wo solche Leitungen liegen.
2. Würde man wahrscheinlich eher Datenleitungen angreifen.
3. Kann man das auch besser an Land erledigen, als mitten im Kanal.
28.06.2018 17:12
Es ist keineswegs zusammenhanglos. Du kannst gerne sagen, dass du die Zusammenhänge irrelevant findest, aber zu bestreiten, dass es Zusammenhänge gibt, halte ich für gewagt...

Horace spricht es mit Punkt 2 schon an, denn bezüglich der Datenkabel in Atlantik und Mittelmeer gibt es seit geraumer Zeit die Angst vor Sabotage (siehe z.B. diesen Artikel der Zeit: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-12/atlantik-nato-besorgt-russische-u-boote-datenkabel ).

Auch Untersee-Hochspannungskabel gelten als kritische Infrastruktur und die Terrorismus-Hysterie macht auch davor keinen Halt. Grundsätzlich gehe ich stark davon aus, dass letztlich auch aus diesen Gründen keine Gebiete in der Nähe von Daten- oder Hochspannungskabeln zum Tauchen freigegeben werden.

(nur zur Sicherheit: Ich bin kein Freund der Terror-Hysterie und sehe auch keine ernsthaften Gefahren darin, neben einem Hochspannungskabel zu tauchen... aber ich mache solche Vorschriften auch nicht...)
Horace PinkerKlassenbester
28.06.2018 17:45
Ahh... so rum gesehen. Ok.
28.06.2018 18:17
AngryBeaver, bei dir piept's wohl?

Dein Posting ist ein Paradebeispiel für die Verbreitung von Terrorismus-Hysterie. Und im Nachsatz schreibst du: "Ich bin kein Freund der Terror-Hysterie". Das ist Realsatire in ihrer schönsten Form. Wilkommen im T-Net thumbup
28.06.2018 23:30
Ich bin da leider nur Realist.

Glaube mir, diese Terror-Hysterie geht mir tierisch auf die nerven - aber es ist eben fakt, dass wir deswegen ständig in unserem Alltag eingeschränkt werden.

Sei es, dass man nun gar keine Rucksäcke mehr auf viele öffentliche Veranstaltungen mitnehmen darf, dass man keine Getränke mehr in's Flugzeug nehmen darf, dass bei jedem vergessenen Koffer direkt ein mehrstündiger Polizeieinsatz folgt oder einem ständig von Reisen in irgendwelche Länder abgeraten wird, weil dort angeblich so eine hohe Terrorgefahr herrschen würde. Ich saß vor wenigen Monaten erst wieder drei Stunden im Grenzübergang Taba (Israel-Ägypten) fest, weil irgend ein Depp seine Reisetasche vergessen hat (und hätte fast meinen Flug verpasst deswegen...), von mehrstündigen, teils demütigen Sicherheitskontrollen im Namen der Terrorismusabwehr mal ganz abgesehen.

Daher ist es leider nur realistisch, zu erwarten, dass man ein Wrack nahe einer relevanten Infrastruktur aus den gleichen Gründen nicht zum Tauchen freigeben wird... leider.

Ich verbreite keine Hysterie - ich sage ganz klar, dass so lange wir für jeden stehen gelassenen Koffer direkt das LKA kommen lassen, die Terroristen schon lange gewonnen haben - die müssen nichtmal einen Finger krumm machen, um uns in Panik zu versetzen, das schaffen wir mittlerweile selbst. Ich erdulde lieber ein 0.000001% höheres Risiko, Terroristen zum Opfer zu fallen, als mich ständig in meinem Alltag maßgeblich zwecks Terrorabwehr einschränken zu lassen...
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