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JykCMAS **

Allgemeine Fragen zu Dioptern

Geändert von Jyk,

Hallo euch,

ich hatte mich etwas über Dioptern Informiert, da diese vielleicht die Nachteile meines Objectives ausgleichen könnten. Nur bin ich nicht so ganz Vertraut mit den Teilen, daher meine Fragen:

  • Habe ich mit einen Diopter eine feste Fokusebene oder kann ich weiterhin Objekte in verschiedenen weiten Fokusieren?
  • Welche genauen Einschränkungen in Bildqualität würde ich haben? Ich weiß das die Ranschärfe leiden könnte, aber würde ich zB. auch eine halbe Blende verlieren?
  • Würden Diopter gut mit Standard Objektiven funktionieren oder sind diese eher als Upgrade für ein Marko Objektiv zu sehen?

Viele Grüße

Jyk

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28.09.2020 09:28
Diopter haben einen festen Fokusabstand. Guten Diopter haben keinen Qualitätsverlust. Die Mindestbrennweite für eine brauchbare Abbildung beträgt 50mm bei DSLR oder MIL bzw. ca. 70mm Zoom Position bei Kompaktkameras..
28.09.2020 09:32
  • Habe ich mit einen Diopter eine feste Fokusebene oder kann ich weiterhin Objekte in verschiedenen weiten Fokusieren?
Fokussieren geht weiterhin, aber der fokussierbare Bereich wird mit zunehmender Vergrösserung kleiner. Deswegen wird, bei starker Vergrösserung, oft durch Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegen der Kamera fokussiert.

Welche genauen Einschränkungen in Bildqualität würde ich haben? Ich weiß das die Ranschärfe leiden könnte, aber würde ich zB. auch eine halbe Blende verlieren?
Das hängt ganz von der Qualität der Vorsatzlinse ab. Von starker Beeinträchtigung (Weichzeichnung, chromat. Abberation etc...) bis gar keine ist Alles möglich...

  • Würden Diopter gut mit Standard Objektiven funktionieren oder sind diese eher als Upgrade für ein Marko Objektiv zu sehen?

Hängt vom Kameratyp ab: je grösser der Sensor, umso mehr Vergrösserung muß schon durch das (Makro)objektiv gegeben sein, damit der Diopter was bringt...

LG, Wolfgang
JykCMAS **
28.09.2020 09:33Geändert von Jyk,
28.09.2020 09:36
Danke für die Info. Bedeutet dann für mich, für ein scharfes Bild müsste ich die Kamera in einen korrekten Abstand bringen zum Objekt. Der Fokus wäre also fest auf eine Länge gesetzt. Für mich im Moment kein brauchbarer Workflow. Dann werde ich erstmal davon absehen mir so etwas zu kaufen. Danke für die Aufklärung.
JykCMAS **
28.09.2020 10:24
Hat nicht viel mit meiner Frage zu tun aber ich habe ich eine Sony A6400 und ein einfaches Seafrog Gehäuse. Mit dem Kitobjektiv ist dann nicht viel Spaß wenn man kleiner Dinge fotographieren möchte. Da die Sony aber nicht alle meine Anforderungen zu 100% abdeckt, werde ich keine 2.000€ in ein Gehäuse + Ports investieren und lieber auf die nächste Generation warten, die dann meine Anforderungen abdecken sollte.
28.09.2020 10:38
Kitobjektiv auf 50mm einstellen und den WeeFine +12 oder Saga +10 Diopter vorne dranschrauben. Der Rest liegt dann an Dir, die Resultate könnten sich aber sehenlassen
JykCMAS **
28.09.2020 10:45Geändert von Jyk,
28.09.2020 10:48
Kann bestimmt sein, wären dann aber leider ca. 200€ (oder 300€ mit Flipadapter) zum testen. Gerade der Punkt, dass ich nur via Abstand Fokuszieren kann und nicht via AF ist für mich ein Arbeitsweise, die vielleicht zu Stark in Frust enden würde für mich. Am ende habe ich zu viel Ausshuss weil die Fokusebene 5mm zu weit vorne oder hinten ist, da ich die Kamera nicht genau am Objekt habe.

Danke für die Hilfe aber das Geld würde ich ungern für eine mögliche Lösung ausgeben, bei der ich nicht weiß ob diese für mich Nutzbar ist.
28.09.2020 10:58
Flip brauchst Du mal keinen unbedingt. In der Praxi weiß man den Abstand nach 1-2 Tauchgängen. Der AF arbeitet in +/- 3cm einwandfrei. Profis stellen den MF fix ein und gehen mit der Kamera ran bis es scharf ist. Klingt schwierig ist aber relativ einfach. Ein gutes Fokuslicht wäre aber Pflicht, sonst siehst Du und die Kamera das Motiv nicht exakt
28.09.2020 19:49
Ich benutze ein ähnliches Objektiv mit Adapter. Das ist wirklich keine Raketenwissenschaft. Du kannst halt nicht von weit weg schonmal scharf stellen sondern musst das Objekt ungefähr finden. Dann mit AF scharf stellen. Für alle mittelkleinen Objekte kann man mit Autofokus arbeiten (bis kleinstens Pigmy-Seahorse). Die durchschnittliche Schnecke ist gar kein Problem. Costasiellas ("Schäfchen-Nudis") gehn dann nur noch mit Manuellem Fokus.

Flip Adapter ist unbedingt zu empfehlen. Sonst ist man den ganzen Tauchgang nur am Schrauben!
29.09.2020 16:27
@Jyk den Asschuss wirst so oder so haben. Schärfentiefe ist bei gleichem Abbildungsmaßstab bei allen System nur von der Blende abhängig, egal wie dieser optisch generiert wird. Den maximalen Abbildungsmaßstab erreicht man daher eben Brennweiten abhängig nur mit einem passenden Abstand. Nahlinsen oder (Diopter) verkürzen halt die Brennweite respektive die Nahgrenze, so dass der mögliche Abbildungsmaßstab größer wird. Ist das Objekt gleich große wie der Film oder der Bildsensor ist er 1:1.

Ein pumpendes 100er Makro mit AF ist oft viel schwerer zu kontrollieren als eine feste Makro Brennweite. Früher gab es zu den Nahlinsen für Unterwasser einen Maßstab, mit dem man sehr leicht den Abstand einstellen konnte. Viele Filmer nutzen im Makrobereich einen Schlitten zum Einstellen der Schärfe.

Ob das Kit wirklich geeinet ist bleib für mich fraglich.
Was soll denn die nächste Generation besser machen? Autocropmakro mit Sensor Supersampling und anpassbarer active Sensor Area? Die optischen Gegebenheiten ändern sich doch nicht.

Kauf Dir doch ein schönes Makro z.B. SEL30M35 zu Deiner Kamera, dann werden heute schon alle Bedürfnisse erfüllt. Das kostet weniger als eine Unterwasser Nahlinse ist besser als das Kit und kann von unendlich bis 1:1 alles abbilden mit AF.
Ich habe unter anderen eine RX100V eine D750 und eine Alpha 6500 für Unterwasser, rate mal welche meine Bedürfnisse am besten erfüllt. Keine, jede hat für den jeweiligen Zweck Ihre Vorteile und keine kann alles wirklich gut. Das werden die Hesteller auch so beibehalten.
Viel Spaß und Grüße.
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