Wissenschaftler entdecken die ältesten Farben der Welt

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26.07.2018 07:16
Kategorie: News

Rosa Pigmente von Cyanobakterien sind 1,1 Milliarden Jahre alt

Wissenschaftler haben die ältesten Farben entdeckt: ein geologischen Rekord. Die 1,1 Milliarden Jahre alten leuchtend rosa Pigmente wurden aus Gesteinen tief unter der Sahara in Afrika gewonnen.

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Dr. Nur Gueneli von der Australien National University (ANU) betont, dass die Pigmente, die aus marinen Schwarzschiefern des Taoudeni-Beckens in Mauretanien, Westafrika, gewonnen wurden, mehr als eine halbe Milliarde Jahre älter seien als frühere Pigmentfunde. Dr. Gueneli entdeckte die Moleküle im Rahmen ihrer Doktorarbeit.

"Die leuchtend rosa Pigmente sind die molekularen Fossilien des Chlorophylls, die von vorzeitlichen photosynthetischen Organismen in einem alten Ozean produziert wurden, der längst verschwunden ist", so Dr. Gueneli von der ANU Research School of Earth Sciences.

Die Farben der Fossilien reichen von blutrot bis dunkelviolett in konzentrierter Form und leuchtend rosa in verdünnter Form.

Die Forscher zerkleinerten die Milliarden Jahre alten Gesteine zu Pulver, bevor sie Moleküle alter Organismen aus ihnen extrahierten und analysierten.

"Die genaue Analyse der alten Pigmente bestätigte, dass winzige Cyanobakterien vor einer Milliarde Jahren die Basis der Nahrungskette in den Ozeanen dominierten, was erklärt, warum es damals keine Tiere gab", erklärt Dr. Gueneli.

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Professor Jochen Brocks von der ANU und Hauptautor der neuen Studie, die kürzlich in den Proceedings of  the national Academy (PNAS) erscheinen ist, sagt, dass die Entstehung großer, aktiver Organismen wahrscheinlich durch ein begrenztes Angebot an größeren Nahrungsmittelpartikeln, wie z.B. Algen, gehemmt worden sei.

"Algen sind zwar immer noch mikroskopisch klein, haben aber ein tausendmal größeres Volumen als Cyanobakterien und sind eine viel reichere Nahrungsquelle. Die cyanobakteriellen Ozeane begannen vor etwa 650 Millionen Jahren zu verschwinden, als sich die Algen schnell ausbreiteten, um die Energie zu liefern, die für die Entwicklung komplexer Ökosysteme benötigt wurde, in denen große Tiere, darunter auch Menschen, auf der Erde gedeihen konnten", so Dr. Brocks.

Link zur Studie: http://www.pnas.org/content/early/2018/07/03/1803866115.