vergebliche Walrettung

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31.07.2002 09:52
Kategorie: News
Trotz des unermüdlichen Einsatzes Hunderter von Freiwilligen ist eine Rettungsaktion für Dutzende gestrandeter Grindwale an der US-Ostküste vergeblich geblieben. Medienberichten zufolge wurden mehr als 20 der Meeressäuger gestern Abend von Experten eingeschläfert, nachdem die erschöpften und völlig desorientierten Tiere es nicht geschafft hatten, ins offene Meer zurückzukehren.

Seit Montag sind nun über 40 der an den Strand der Ferienhalbinsel Cape Cod gespülten Grindwale ums Leben gekommen. "Es ist Herz zerreißend", beschrieben Helfer gestern die bedrückende Stimmung.

Das Unglück hatte am Montag begonnen, als 55 Wale an einem Küstenabschnitt bei Cape Cod entdeckt wurden. Neun verendeten, 46 wurden schließlich mit aufopfernder Hilfe von Tierschützern ins Meer zurück geleitet, als die Flut einsetzte. An Dienstag gab es dann ein unerwünschtes Wiedersehen. Die kurzfristig befreiten Wale wurden an einen anderen Strand gespült - nur rund 40 Kilometer von dem Küstenstrich entfernt, an dem sie am Vortag gefunden worden waren.

Erneut bemühten sich Freiwillige, die Tiere mit feuchten Tüchern und Wassergüssen bis zum Einsetzen der Flut am Leben zu erhalten. 14 Tiere verendeten oder mussten eingeschläfert werden. 32 Wale wurden nach Angaben der Organisation International Fund of Animal Welfare ein zweites Mal ins tiefere Wasser zurück geleitet.

Tierschützer vermuten, dass die Wale durch Umwelteinflüsse wie zB starke Sonarquellen der US Navy geschädigt wurden. Ob eine Obduktion und genauere Untersuchung der Wal-Gehöre durchgeführt werden um die Ursachen zu klären stand zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Siehe auch
http://www.taucher.net/aktuell.html#396
http://www.taucher.net/aktuell.html#399