Urteil gegen (Tauch-)Reiseveranstalter

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02.06.2001
Kategorie: News
Amtsgericht Bad Homburg (Az.: 2C 3864/99): Preist ein Reiseveranstalter "die hervorragenden und faszinierenden Tauchreviere" auf den Malediven an, so sichert er damit nicht zu, dass die dort existierenden Hartkorallenbänke auch intakt sind.

Grundsätzlich haften Reiseveranstalter nicht für Umweltkatastrophen, sind aber grundsätzlich dazu verpflichtet, ökologische Schäden mitzuteilen, die den "Vertragszweck" wesentlich beeinträchtigen.

Im aktuellen Fall hatte ein Taucherpaar für seinen Tauchurlaub 7600 Mark gezahlt. Es verlangte 60% des Reisepreises zurück, weil die Korallen (infolge von El Nino) ausgebleicht und zerstört waren.