U-Jagdflugzeug gefunden

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15.07.2003 21:56
Kategorie: News
In der Mündung eines Naturschutzgebietes in Südafrika,dem St.Lucia-See, lief im letzten Jahr ein Öltanker auf Grund. Um den See vor einer möglichen Ölpest zu schützen wurde kurzerhand die Mündung zum See mit Erdreich verfüllt.Im Zuge der hohen Temperaturen in diesem Jahr verdunstete das Wasser im See zum größten Teil und ließ Taucher das Wrack eines Flugzeuges der Royal Air Force im Flachwasserbereich wiederentdecken. Es diente im 2. Weltkrieg der Jagd auf im Indischen Ozean operierende U-Boote und gehörte zur 262nd RAF-Squadron. Diese war mit Wasserflugzeugen vom Typ Consolidted Catalina PBY-Ib ausgerüstet und benutzte den See als Flughafen. Am 25. Juni 1943 startete Flight Officer Fred N.C. White vom St.Lucia-See mit der Catalina H (Kennung FP 265) um U-Bootpatrouille über dem Schiffskonvoi WP 30 zu fliegen. Aus ungeklärter Ursache explodierte die Maschine mit einem Kookaburra-Emblem auf der Nase beim Abheben. An der Explosionsstelle auf dem Wasser brannten mit einer fürchterlichen Hitzeentwicklung 1.460 Gallonen Flugbenzin aus. Trotzdem kam ein Rettungsboot heran, dessen Steuermann in den krokodilverseuchten See sprang und mitten aus dem Inferno den Feldwebel, Flugingenieur und 3.Piloten Ben Lee aus Highgate,London rettete. Anders als seine Besatzungskameraden, die Australier Flight Sergeant Lane,Sergeant Frank Sody,Sergeant Ron Jenkins und die Engländer Sergeant Mills,Sergeant Dick Cork sowie Sergeant Trevor Barrington überlebte Ben Lee mit schweren Verbrennungen.
Salzwasser und der Zahn der Zeit haben dem Wrack zwar zugesetzt, die einzelnen Baugruppen sind jedoch noch in einem bemerkenswert guten Zustand.