U-Boot-Wrack der "Exmouth" gehoben

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06.01.2002
Kategorie: News
Ein dunkles Kapitel ihrer Geschichte hat die britisches Stadt Exmouth jetzt noch einmal aufschlagen müssen. Taucher fanden vor der Küste Schottlands das Wrack der "Exmouth".

Der Zerstörer, der im Januar 1940 von einem deutschen U-Boot torpediert wurde, war nicht nur nach Langerwehes Partnerstadt benannt, auf ihm dienten auch viele Marine-Soldaten, die aus Exmouth stammten. Alle 189 Besatzungsmitglieder waren bei dem Angriff des deutschen U-Bootes ums Leben gekommen.

Drei Jahre dauerte die Suche nach dem Wrack vor der nordostschottischen Küste von Wick. Nachdem der einstige Zerstörer gehoben worden war, nahmen viele Bürger von Exmouth, die Verwandte an die See verloren hatten, an einer Zeremonie teil.

Die "Exmouth" wurde versenkt, als sie die "Cyprian Prince" auf ihrem Weg von Aberdeen zur Marine-Basis Scapa Flow eskortierte. Dieses Frachtschiff hatte unter anderem militärische Fahrzeuge, Waffen und Munition an Bord. Als die "Exmouth" getroffen worden war, stoppte die "Cyprian Prince", um nach Überlebenden zu suchen.

Obwohl Hilfeschreie zu hören waren, entschied sich Captain Wilson zur Weiterfahrt, um nicht seine eigenen Leute in Gefahr zu bringen. Später wurde Wilson von der Admiralität bestätigt, dass er korrekt gehandelt hatte. Dennoch ließ ihn das Erlebnis nicht los: Er schied freiwillig aus dem Dienst aus.