Tragischer Tod im Stausee

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20.04.2015 11:47
Kategorie: News

Zwei Tauchunfälle zum Saisonstart

Stausee Liefrange, Esch-sur-Sure - © Nikilux (aus Wikipedia, CC Lizenz)
Stausee Liefrange bei Esch-sur-Sûre (© Nikilux)

Zwei Tauchunfälle mit einem toten Taucher waren die traurigen Höhepunkte des ersten Tauchwochenendes, das mit frühlingshaften Temperaturen und tollem Wetter  aufwartete und zahlreiche Taucherinnen und Taucher von Flensburg bis zum Bodensee zum "Antauchen" einlud.

Im luxemburgischen Stausee Liefrange bei Esch-sur-Sûre kam am Sonntagmorgen ein 60jähriger Taucher ums Leben. Gegen 10 Uhr war der verunfallte Taucher mit seinem Tauchpartner im Stausee zu einem Tauchgang aufgebrochen. Plötzlich sei der 60jährige verschwunden gewesen und bis auf den Grund des Sees abgesunken, der hier bis zu 30 Metern Tiefe erreicht. Der genaue Unfallhergang sowie die näheren Umstände des Unfalls sind immer noch im Unklaren.

Die zur Hilfe gerufenen Rettungseinheiten suchten dann stundenlang nach dem vermissten Taucher, der erst im Verlauf des Nachmittags tot vom Grund des Sees geborgen werden konnte. Die örtliche Staatsanwaltschaft ermittelt und hat eine Untersuchung des Leichnams angeordnet.

Murner See: Tauchunfall nach Verlust des Tauchpartners

Murner See vom Aussichtsturm aus - © A. Köppl (aus Wikipedia CC Lizenz)
Der Murner See, Höhe Aussichtsturm (© A. Köppl)

Glimpflicher verlief ein fast ähnlich anmutender Tauchunfall, bei dem ein Taucher im Verlauf seines Tauchgangs im Murner See in der Oberpfalz gerade noch rechtzeitig geborgen und gerettet werden konnte. Berichten zufolge soll der 49jährige zunächst mit vier weiteren Tauchern im Murner See im Bereich Rauberweiherhaus seinen Tauchgang begonnen haben. Die Tauchgruppe trennte sich dann im Verlauf des Tauchgangs und der Verunfallte tauchte mit seinem 36jährigen Partner zu zweit auf der Höhe des Aussichtturms weiter.

Im Verlauf des Tauchgangs sollen sich dann die beiden Tauchpartner aus dem Auge verloren haben und der 36jährige fand nach kurzer Suche seinen Tauchpartner reglos in einer Tiefe von rund 35 Metern auf dem Seegrund liegend. Der verunfallte Tauchpartner wurde sofort geborgen und an die Oberfläche gebracht, wo andere anwesende Taucher zur Hilfe eilten und die Erstversorgung des 49jährigen einleiteten.

Die eintreffenden Rettungskräfte übernahmen dann die weitere Versorgung des Verunfallten, der später mit einem Rettungshubschrauber vom Krankenhaus Schwandorf in die Dekokammer des Unfallkrankenhauses Murnau geflogen wurde. Nach Angaben der Polizei soll sich der Zustand des Tauchers inzwischen stabilisiert haben. Die Ermittlungen zur Klärung des genauen Unfallverlaufes dauern noch an. (hap)