Teilerfolg beim Meeresschutz

Teile:
24.02.2005 19:30
Kategorie: News
Oceana kann mit Zufriedenheit berichten, dass das Europäische Parlament in seiner heutigen Plenarsitzung mit überwiegender Mehrheit den Richtlinienvorschlag verabschiedet hat, der von der holländischen Europaabgeordneten Corien M.
Wortmann-Kool zur Verhängung von Sanktionen bei Einleitungen von Erdöl, Altöl, Schmutzwasser von Tanks und sonstigen Kohlenwasserstoffprodukten ins Meer vorgelegt worden war.

Oceana, die internationale Organisation zum Schutz der Meere hat beinahe zwei Jahre auf dieses Ergebnis hingearbeitet.

Der Richtlinienvorschlag legt fest, dass die illegal bzw. mit grober Fahrlässigkeit erfolgenden Öleinleitungen ein Vergehen sind und entsprechend mit Sanktionen belegt werden, die folgendermaßen lauten können:

*hohe Geldstrafen
*Entzug finanzieller Unterstützungen und Beihilfen
*Handelsverbot in Europa
*Haftstrafen

Nun liegt es in der Hand des Ministerrats, seine endgültige Zustimmung zu erteilen, so dass allen EU-Ländern dieselben rechtlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die rund 90.000 Fälle von illegalen Verschmutzungen europäischer Gewässer pro Jahr zu bekämpfen und die jährliche Einleitung von mehr als einer halben Tonne
umweltverschmutzender Ölabfälle in unsere Gewässer zu vermeiden.

Paloma Larena
Direktorin für Kommunikation Oceana