Taucher im Blindflug sicherte Wasserversorgung

Teile:
28.08.2002 20:08
Kategorie: News
Dieses Ereigniss ist nun schon 2 Wochen alt- als betroffener Bürger dieser Gemeinde und als zur gleichen Zeit dort im Hochwassereinsatz stehender freiw. Feuerwehrmann möchte ich, daß auch dieser Einsatz eines Feuerwehrtauchers breitere Beachtung findet:

PUCHENAU/OÖ. Ein Schacht mit einem Durchmesser von einem Meter, darunter sieben Meter braune Brühe mit Sicht= null: Der Linzer Feuerwehrtaucher Clemens Arbeithuber tauchte dort und rettete damit die Trinkwasserversorgung von Puchenau.

"Die Linz AG haben uns alamiert, weil die Brunnen verstopft waren. Eine Umgehungsleitung musste aktiviert werden. Aber das Hochwasser der Donau hatte das Schachtsystem geflutet. Auspumpen war sinnlos, weil viel zu viel Wasser nachkam. Wenn die Schieber nicht geöffnet werden könnten, hätte es zwei Stunden später kein Trinkwasser mehr gegeben", schilderte Einsatzleiter Ing. Jonas von der BF Linz den Einsatz.

Feuerwehrtaucher Clemens Arbeithuber tauchte in den engen Schacht. Sein Kamerad Gerald Ehrengruber sicherte ihn von mit einer Rettungsleine. Der Taucher verschwand im Nichts - und sah auch nichts. Die Gefahr, sich mit der Ausrüstung zu verhängen, war groß. "Am besten du machst in einer solchen Situation die Augen zu, dann spürst du besser, was du greifst".
Zwei Meter tauchte der Feuerwehrmann ab, dann musste er sich fünf Meter weit in einem Schacht von 1,5 Meter Durchmesser im Schlammwasser an Rohren entlangtasten. Clemens Arbeithuber ertastete zig Handräder für die Schieber, griff von einem zum anderen, bis er den richtigen gefunden hatte und ihn öffnete.

Mit den Füßen voran schob sich Arbeithuber wieder zurück - ganz sachte, um nur nicht hängen zu bleiben. Kaum war er draußen, kam bereits der nächste Alarm.

DANKE !
harry
Redaktion taucher.net, Feuerwehrler und Puchenauer