Tankerkollision vor Scheveningen

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12.10.2010 10:51
Kategorie: News

Tankerkollision vor der Niederländischen Küste
Ein griechischer Kerosintanker ist bei einem Schiffsunglück vor der niederländischen Küste leckgeschlagen. Aus einem riesigen Loch knapp über der Wasseroberfläche fließt Treibstoff aus, teilt die Küstenwache mit.

Der Tanker "Mindoro" war Dienstagfrüh etwa 30 Kilometer westlich des Badeorts Scheveningen bei schlechter Sicht mit einem Containerschiff kollidiert. Am Schiff entstand ein großer Schaden: Am Rumpf klafft ein fünf mal sechs Meter großes Loch, wie die Nachrichtenseite Nu.nl berichtete. Aus dem Loch strömt das Kerosin ins Wasser.

Der Kollisionsgegner, das Containerschiff, das unter der Flagge Zyperns fährt, wurde nur leicht beschädigt. Der Kapitän des griechischen Tankers bat um Erlaubnis, die Fahrt zum Hafen von Rotterdam fortsetzen zu dürfen. An Bord des Tankers befanden sich 25 Mann Besatzung, auf dem anderen Schiff zwölf. Rettungsschiffe seien auf dem Weg zu der Unglücksstelle.

Die Behörden sind um Beruhigung bemüht. Mit einer größeren Umweltverschmutzung werde nicht gerechnet, sagte der Sprecher der Küstenwache, Peter van Oorschot. „Das Kerosin verdampft recht schnell und gelangt nicht in tiefere Wasserschichten.“ Die Crew der „Mindoro“ versuchte nach der Kollision das Kerosin in den unbeschädigten Teil des Schiffes zu pumpen, sagte Von Oorschot.

„Nur eine kleine Verschmutzung“

Wir haben einen kleinen Ölfleck im Wasser, aber der ist nur minimal.“ erläutert Van Oorschot. Wie viel Kerosin tatsächlich ausgetreten ist, kann aktuell nicht eingeschätzt werden. „Die Situation dürfte unter Kontrolle sein.“ Boote, die bei Ölkatastrophen zum Einsatz kommen, seien unterwegs zur Unglücksstelle, sagte Van Oorschot. Die „Mindoro“ habe Anker geworfen und warte nun auf Experten, die den Schaden in Augenschein nehmen sollen.