SolidWorks ermöglicht Weltrekord im Tieftauchen

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05.12.2005 16:29
Kategorie: News
Poseidon Diving Systems entwickelt innovativen Atemregler mit SolidWorks und COSMOS

Haar bei München, 5. Dezember 2005 – Mithilfe der 3D-CAD-Software SolidWorks und der Analysesoftware COSMOS hat der schwedische Tauchgerätehersteller Poseidon Diving Systems einen Atemregler entwickelt, der den Weltrekord für den tiefsten Einzeltauchgang möglich gemacht hat. Im Juni erreichte der südafrikanische Taucher Nuno Gomes im Roten Meer als erster Mensch eine Tiefe von 318,25 Metern und wurde damit in das Guiness-Buch der Rekorde aufgenommen. Der dabei eingesetzte Atemregler Xstream wurde vollständig in SolidWorks konstruiert und setzt neue Maßstäbe hinsichtlich Ein- und Ausatmungswiderstand, Druckfestigkeit bei extremen Druckbelastungen und Schutz gegen niedrige Temperaturen. Mit SolidWorks konnte Poseidon auf kostspieliges Outsourcing verzichten und die Konstruktionskosten deutlich reduzieren.

„Ohne eine 3D-CAD-Software kann man in unserer Branche nicht sehr wettbewerbsfähig sein“, erläutert Yaniv Bertele, Manager für Produktentwicklung bei Poseidon. „Unter den getesteten Systemen erwies sich SolidWorks als die benutzerfreundlichste Software mit der höchsten Kompatibilität zu anderen Systemen und das zu einem erschwinglichen Preis. Die Funktionen sind so leistungsfähig, dass wir einen Atemregler konstruieren konnten, der Tauchgänge bis zu 300 Metern ermöglicht!“

Bertele schätzt, dass Poseidon bei der Produktentwicklung Kosteneinsparungen von 50.000 bis 100.000 US-Dollar und eine Zeitersparnis von sechs Monaten verzeichnen kann. Bei der Konstruktion des Atemregler in SolidWorks konnte komplett auf externe Berater verzichtet werden.

Dank SolidWorks und COSMOS konnten die Ingenieure bei Poseidon neue Konstruktionskonzepte für Atemregler schnell und effizient testen und damit die optimale Lösunge für diverse Herausforderungen ermitteln, wie beispielsweise für den exponentiellen Anstieg des Gasflusses, den der Taucher benötigt, um dem enormen Druck beim Abtauchen auszuhalten.

„SolidWorks schlägt die Brücke zwischen Design und Konstruktion“, so Bertele. „Wir können ein Konzept schnell entwerfen und erstellen anschließend die geeignete Konstruktion, um zu sehen, ob alles funktioniert. Da diese Funktionen in SolidWorks vereint sind, sparen wir viel Zeit und Aufwand.“

Um in unterschiedlichen Tiefen das Fließverhalten der Gase bei Produkten wie dem Xstream zu analysieren, verwendet Poseidon die Spezialsoftware COSMOSFloWorks. Mit COSMOSXpress konnte die Beständigkeit unter variierenden Druckbelastungen von bis zu 4.500 psi ermittelt werden. Die Software MoldflowXpress stellt die Genauigkeit der vielen Kunststoffformteile sicher, die das Unternehmen für seine Produkte konstruiert. Mit dem E-Mail-basierten Kommunikationstool für die konstruktive Zusammenarbeit, eDrawings, kann Poseidon Konstruktionsdaten mit Lieferanten und Kunden austauschen. Mit PhotoWorks, einem fotorealistischen Renderingtool, erstellt Bertele realitätsgetreue Bilder für das Marketing- und Verkaufsteam sowie für die Präsentation spezifischer Konstruktionen bei Kunden.

„In 300 Metern Tiefe dürfen keine Fehler passieren“, weiß Rainer Gawlick, Vice President of Worldwide Marketing bei SolidWorks. „Nuno Gomes hat den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde mit einem Atemregler von Poseidon geschafft. Wir sind stolz, dass SolidWorks dabei eine bedeutende Rolle gespielt hat.“