Soldaten kämpfen gegen Zebramuscheln im Ebro

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23.09.2004 17:25
Kategorie: News
Madrid (AP) Mit Tauchern der Streitkräfte geht Spanien gegen Muscheln im Ebro vor. Mit Spachteln, Saugpumpen und Messern bewaffnet traten die Soldaten in der Region Aragon den Unterwasser-Kampf gegen Zebramuscheln an, wie das Umweltministerium am Dienstag mitteilte.

Die Tauchaktion ist Teil eines staatlichen Forschungsprojekts für den Kampf gegen die Plage. Im Ribarroja-Staubecken gibt es etwa 200.000 Tiere pro Quadratmeter. «Niemand weiß, wie sie auszulöschen sind», klagte Eduardo Sanchez, Sprecher des Umweltministeriums von Aragon.

Die etwa 2,5 Zentimeter langen Muscheln saugen sich an allen harten Oberflächen fest und setzen sich übereinander. Sie ernähren sich von Plankton und vermehren sich rasant. Auf diese Weise haben sie mindestens drei Staubecken zur Stromerzeugung im größten Fluss des Landes verstopft.

Die Zebramuscheln sind eigentlich im Kaspischen Meer heimisch. Offenbar an Schiffsrümpfen klebend seien sie in andere Gewässer gelangt, wo sie oftmals zur Plage würden, sagte Sanchez. Im Mississippi und in den Großen Seen in den USA haben sie schon Millionenschäden verursacht. Dazu sind sie giftig und deshalb ungenießbar. «Wenn wir sie essen könnten, wäre das Problem gelöst», scherzte Maria Moedano vom spanischen Umweltministerium.

Quelle: Yahoo.com