Silberbarren aus Tiefsee geborgen

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20.07.2012 11:03
Kategorie: News

Der Silberschatz der "Gairsoppa"

Fundstelle der SS Gairsoppa
Fundstelle der "SS Gairsoppa" (roter Punkt)

Ihren Zielhafen erreichte der Frachter "Gairsoppa" nie, ein deutsches U-Boot versenkte das britische Handelsschiff 1941 vor der irischen Küste. Das Schiff war im Februar 1941 auf dem Weg vom indischen Kolkata nach London als es von dem U-Boot versenkt wurde. Nur ein Mitglied der 85-köpfigen Mannschaft überlebte. Die Garisoppa hatte auf dem Weg von Indien nach Großbritannien Irland ansteuern müssen, weil der Treibstoff knapp wurde. Die Firma fand das Wrack bereits im Sommer 2011 mit Hilfe von Sonartechnik in 4700 Meter Tiefe.

Jetzt wurde mit der Bergung der wertvollen Fracht begonnen: US-Spezialisten holten ca. 43 Tonnen Silberbarren aus der Tiefe. Nur ein Bruchteil des millionenschweren Schatzes.

Das Schiff liegt in rund 4.700 Meter Tiefe südwestlich von Irland, teilte die auf die Bergung von Schiffen spezialisierte US-Gesellschaft Odyssey Marine Exploration gestern mit. Die bisher geborgenen 1.203 Barren wurden direkt nach der Bergung nach Großbritannien in Sicherheit gebracht. Es wird vermutet, dass in dem Wrack noch mehr als 170 Tonnen Silber lagern.

Nach aktuellem Silberpreis dürfte der Wert der geborgenen Silberbarren bei etwa 38 Millionen Dollar (knapp 31 Millionen Euro) liegen. Bis Ende September soll die Bergung der Silberbarren laut Odyssey Marine Exploration abgeschlossen sein. Das Unternehmen hat laut eigenen Angaben einen Vertrag mit der britischen Regierung, nach dem es 80 Prozent des geborgenen Schatzes behalten darf.