Sieg für Meeressäuger

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27.08.2003 20:30
Kategorie: News
Nach einer Meldung der Tagesschau vom 27. August hat ein Gericht in den USA der US-Marine verboten ihre Tests mit dem neuen Sonar weiter fortzuführen. Grund ist,daß dieses LFAS-Sonar einerseits zwar weltweit Nuklear-Uboote auspüren kann, andererseits aber auch zu laut für die Ohren von Walen und anderen Meeressäugern ist. So strandeten des öfteren Wale an Küsten nach bzw. während gleichzeitig Versuche mit dem neuen Sonar stattfanden. Obduzierte Walkadaver zeigten dabei zerstörte Ohrregionen in den vernedeten Tieren. Diese ist bei Walen für die Orientierung zuständig. Ohne dieses Sinnesorgan sind Wale zum sterben veruteilt. Leider verwendet nicht nur die US-Marine dieses Sonar. Auch die Bundesmarine testet dieses System. Laut Greenpeace geht die Bundesmarine mit einem angeblich Walschonenden Verfahren an die Tests heran. Jedoch wird ein tauchender Wal oder ein Wal, der nicht kommuniziert von diesem walschonenden Verfahren nicht erfaßt und könnte sich so in unmittelbarer Nähe des Sonars befinden. Auch ein langsames Hochfahren des Sonars wie es dieses Verfahren vorsieht, um den Tieren die Flucht zu ermöglichen, ist für Wale eine fragwürdige "Hilfe": Zum einen wird das Tier in seinem Verhalten gestört und gezwungen, mögliche Nahrungs- oder Paarungsgründe zu verlassen, zum anderen reicht der Lärm möglicherweise so weit, daß es kaum ruhige Zufluchtsgebiete für die Meeresgiganten gibt.