SeaWorld beendet Orca-Zuchtprogramm

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22.03.2016 07:01
Kategorie: News

Lebensbedingungen für die verbleibenden Tiere müssen verbessert werden

Der US-amerikanische Betreiber von Meeres-Themenparks SeaWorld will noch in diesem Jahr sein Orca-Zuchtprogramm beenden. Dies gab SeaWorld CEO Joel Manby am 17. März 2016 bekannt. Somit werden die heute in den Parks lebenden Tiere die letzten sein.

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Die Wal- und Delfinschutzorganisation WDC und andere Umwelt- und Tierschutzverbände setzen sich seit Jahren dafür ein, dass Wale und Delphinen in Freiheit leben können. Der jahrelange Kampf gegen das millionenschwere Aktienunternehmen SeaWorld trägt nun Früchte und bewirkt einen Umbruch in der Delphinarienindustrie.

Wir sehen diesen Wandel als einen ersten wichtigen Schritt an. Dennoch, es ist ein erster Schritt auf einem langen Weg, einem harten und steinigen Weg für das Tierwohl aller noch in Gefangenschaft lebenden Meeressäuger.“ kommentiert WDC-Expertin Ulla Ludewig und fordert, dass hochintelligente, soziale Tiere wie Wale und Delphine nicht in Gefangenschaft gehalten werden dürfen. Für die heute noch in den SeaWorld Vergnügungspark lebenden Orcas müssten die Haltungsbedingungen dringend verbessert werden.

Bisher hat  SeaWorld viele Bemühungen in die Nachzucht von Orcas investiert, die über künstliche Befruchtung funktioniert, da die Tiere in Delphinarien in unnatürlichen Gruppen gehalten werden. In Freiheit koordinieren die hochintelligenten Orcas ihre Jagdtaktiken, kommunizieren untereinander und leben in engen Familienbanden zusammen. In Gefangenschaft sterben sie meist viel früher als ihre Artgenossen in freier Wildbahn und ihre Nachkommen sterben in vielen Fällen bereits kurze Zeit nach der Geburt oder werden von den Müttern stark vernachlässigt, da diese den Umgang zwischen Mutter und Kind nie kennengelernt haben.

Weitere Informationen: www.whales.org und seaworld.com