Schweinswale und Munitionsaltlasten ...

Teile:
06.01.2008 11:58
Kategorie: News
... so der Titel einer Veranstaltung der GRD (Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V.) im Rahmen der Vortragsreihe "Wal und Mensch".

Am 09.01.2008 um 19:00 Uhr findet der Vortrag "Schweinswale und Munitionsaltlasten" in der "Alten Apotheke" an der Tierärztlichen Hochschule Hannover statt.

In der Nordsee und Ostsee lagern auch heute noch mehrere 100.000 t Munition aus den beiden Weltkriegen. Mittlerweile sind die Hüllen durchgerostet, und Krebs erregende hochgiftige Sprengstoffe verteilen sich in der Meeresumwelt. Es ist gängige Praxis, bei der Munitionsräumung Minen oder Torpedos zu sprengen anstatt sie zu bergen. Dieses birgt erhebliche Gefahren für die Meeresumwelt, insbesondere für Meeressäugetiere wie den Schweinswal. Die bei einer Minensprengung entstehende Schockwelle ist noch in 4 km Entfernung für die sympathischen Meeresbewohner tödlich. In über 30 km Entfernung können Hörschäden auftreten.


Die Auswirkung einer Detonation über Wasser ...
Unvorstellbar ist die Wirkung unter Wasser auf Tiere und Umwelt.



Nach der im EU-Naturschutzrecht verankerten FFH-Richtlinie genießen Schweinswale einen besonderen Schutz, der auch bei derartigen Sprengungen zu berücksichtigen ist. Sven Koschinski von der GRD berichtet über Alternativen zur Sprengung und geeignete Schallschutzmaßnahmen für den Fall, dass sich eine Sprengung aufgrund der aktuellen Gefahrenlage nicht vermeiden lässt. Die Praxis der Munitionsräumdienste hält mit der Technologieentwicklung nicht Schritt. Vereisung von Munitionsteilen, Wasserstrahl-Schneidetechnik und mobile Verbrennungsöfen sind Beispiele, wie Munitionsteile gefahrlos geborgen werden können.


Wegbeschreibung und Anreise: http://www.wal-und-mensch.de/anfahrt.htm
Weitere Informationen zum Vortrag: http://www.wal-und-mensch.de
Weitere Infromationen zum Thema: http://www.delphinschutz.org/projekte/sprengungen/index.htm
Ergebnisse des Symposiums über Alternativen zur Sprengung von Rüstungsaltlasten (Oktober 2007 in Kiel) http://www.NABU-meeresschutz.de
Aktuelle Probleme in Schleswig-Holstein: http://www.kolberger-heide.de


Quelle: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V.