Sail for the Whale

Teile:
15.09.2008 22:41
Kategorie: News
Kosatka - WDCS - Volvo Ocean Race
© Team Russia

Alicante / München, 15.September 2008: 20 Tage vor dem offiziellen Start des Volvo Ocean Race ist mit Team Russia das einzige privat finanzierte Boot beim wohl härtesten Segelyachtrennen der Welt im Starthafen Alicante / Costa Blanca eingetroffen. Gemeinsam mit der weltweit tätigen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS segelt die international aufgestellte Crew auch für den Schutz von Walen und Delfinen. Der Kampagnenstart ist am 1. Oktober.

Skipper Andreas Hanakamp, der mit einer völlig neu konstruierten Volvo Open 70 und einem Team aus neun Nationen an dem Segelrennen über 37.000 Seemeilen um die Welt teilnimmt, zeigte sich rundum zufrieden über die bisherigen Tests. Der Österreicher hatte schon in den 90er Jahren die österreichischen Bewerbung für das Whitbread Round the World Rennen geleitet. Der zwei Meter große Manager und Profisegler kann inzwischen auf weit über 150.000 Seemeilen und zwei Olympiateilnahmen zurückblicken.

Wie schnell das Boot tatsächlich ist, zeigte sich schon Ende August bei der Umrundung der Britischen Inseln. Nach sechseinhalb Tagen auf See und über 2200 zurückgelegten Seemeilen verbesserte „Kosatka“ den offiziellen Streckenrekord für Einrumpfboote um mehr als 15 Stunden. Auch wenn der Rekord nicht offiziell anerkannt ist, da keine Zeit blieb, offizielle Inspektoren an Bord zu bitten, bewies der „Kosatka“ mit Spitzengeschwindigkeiten von 32 Knoten und Tagesstrecken von über 420 Seemeilen seine Konkurrenzfähigkeit für das neunmonatige Rennen.

Informationen zu WDCS:

Wünsche malen - Kinderwettbewerb des WDCS
Tötung von Buckelwalen verhindert
Wal- und Delfinschutz im Mittelmeer
Auf den rund 1500 Seemeilen von der Basis in Portland an die Costa Blanca wurden nun alle Verbesserungen an Bord des Bootes auf ihre Tauglichkeit geprüft. Aber auch die Besatzung wurde noch einmal umfassend von der Teamärztin Dr. Nina Gründler durchgecheckt und in Notfallmedizin unterrichtet. Zusätzliche Unterstützung erhielt das Team außerdem durch den Weltmeister von 2005 und Olympiasilbermedaillisten von Athen in der 49er Klasse, Rodion Luka. Der Ukrainer ist erst vor wenigen  Wochen aus Qingdao zurückgekehrt, wo er sein Land bei den Olympischen Spielen in der 49er Klasse vertrat.

Hanakamp bedankte sich besonders bei seiner Shorecrew die noch in letzter Minute wichtige Verbesserungen durchführen konnte. So dringt nun deutlich weniger Wasser in das Unterdeck ein als bei den ersten Tests. Von einer „Trockenübung“ ist die Crew des ehemaligen Olympiateilnehmers aber meilenweit entfernt. Das radikale Design der Yacht sorgt dafür, dass das Deck bei Geschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten immer wieder von Wassermassen überspült wird.

Den Namen „Kosatka“, russisch für „Orca“ , findet Hanakamp besonders passend -  der Orca, auch Schwertwal genannt, symbolisiert für ihn Dynamik und Kraft sowie Einheit und Teamgeist. „Wir sind noch schneller geworden und die Crew ist schon fast perfekt aufeinander eingespielt“,  sagte Hanakamp bei der Ankunft in Alicante. „Jetzt freuen wir uns auf den 11.Oktober wenn es an die Startlinie zur ersten Etappe nach Kapstadt geht!

Als offizieller Umweltpartner von Team Russia im diesjährigen Volvo Ocean Race setzt die Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS alles daran, die Bedrohungen, denen Wale und Delfine ausgesetzt sind, zu stoppen und diese faszinierenden Meeressäuger und ihre Lebensräume zu schützen.


Weitere Informationen:
WDCS
WDCS, Whale and Dolphin Conservation Society gGmbH
Altostraße 43, 81245 München
Tel: +49 89 6100 2393 / Fax: +49 89 6100 2394
E-Mail: kontakt@wdcs.org
WDCS - www.wdcs-de.org