Rücksicht auf Ruhezonen für Wasservögel

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22.01.2007 13:54
Kategorie: News
Augsburg (ddp-bay). Das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) appelliert an Wassersportler, rastende Wasservögel auf den Seen im Freistaat nicht zu stören. Viele Surfer, Kajakfahrer und andere Wassersportler nutzten die milden Temperaturen, um ihrem Sommerhobby auch im Winter nachzugehen und scheuchten dabei die Vögel in ihren Ruhezonen auf, kritisierte der LfU-Präsident Albert Göttle am Montag in Augsburg.

Allein an Ammersee, Starnberger See und Chiemsee haben sich dem LfU zufolge rund 60 000 Wasservögel aus den nördlichen Gefilden niedergelassen, um dort zu überwintern oder zu rasten. Göttle rief Wassersportler dazu auf, sich rücksichtsvoll zu verhalten und die ausgewiesenen Schutzzonen nicht zu befahren. Störungen zwingen den Angaben zufolge die Vögel zu einem höheren Energieverbrauch. Kann dieser nicht ausgeglichen werden, sind die Tiere für den Rückzug in ihre Brutgebiete geschwächt.