Rettungsaktion für gestrandete Grindwale

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02.03.2009 16:35
Kategorie: News

Gestrandete Grindwale vor Australien

Grindwale - (c) Mario Müller, Wikipedia
Ein dramatischer Kampf um das Leben einer Vielzahl von gestrandeten Grindwalen hat in Australien begonnen. Ungefähr 200 der großen Meeressäuger sind an der Küste von King Island entdeckt worden.
Am Strand der kleinen Insel zwischen dem südaustralischen Festland und Tasmanien wurden gestern Abend die Grindwale entdeckt, wie die Naturparkbehörde heute mitteilte.

Für 140 Tiere kam jede Rettung zu spät, bis in die Nacht wurden 14 wieder ins Wasser geschleppt. 150 Experten und Freiwillige seien im Einsatz, um die Tiere bei Flut wieder ins Wasser zu bringen, sagte Sprecher Chris Arthur.
Zuletzt verendeten mehr als 150 Grindwale an der entlegenen Westküste der Insel. Im Januar verendeten 48 Pottwale auf einer Sandbank vor Perkins Island. Etwa 80 Prozent der Strandungen in Australien ereignen sich auf oder in der Nähe von Tasmanien.

In bestimmten Meeresgebieten hat sich der konstante Schallpegel im Laufe der vergangenen sechzig Jahre in jeder Dekade verdoppelt. Der zunehmende Schiffsverkehr erzeugt unter Wasser einen immer undurchdringlicheren akustischen Nebel, der die Wahrnehmung der Meerestiere verzerrt. Wale und Delphine sind für Orientierung, Kommunikation und Beutefang auf ihr Gehör angewiesen. Lärm macht die Tiere „blind“ und lässt sie stranden.

Ein Video der Bergungsaktion ist auf den Seiten des ORF zu sehen.